Nothing Phone (4a): Design und Verarbeitung
Das Phone (4a) bleibt unverkennbar ein Nothing Smartphone. Die halbtransparente Rückseite legt Spulen, Schrauben und grafische Elemente frei und macht das Innenleben auch in neuer Generation zum festen Bestandteil des Designs.

Im direkten Vergleich mit dem Phone (3a) fällt allerdings sofort auf, dass Nothing einige Linien neu gezogen hat. Beim Phone (3a) wirkte der Kamerabereich noch wie ein durchgehender Balken, der sich relativ geschlossen über den oberen Teil der Rückseite zog.
Beim Phone (4a) wurde dieser Balken aufgebrochen und durch ein kompakteres, pillenförmiges Kameramodul ersetzt. Die Einfassung aus Aluminium wirkt deutlich hochwertiger und lenkt den Blick stärker auf die Kameras selbst sowie auf die neue Glyph Bar, die rechts daneben sitzt.
Gerade im direkten Vergleich wirkt das Phone (4a) im oberen Bereich etwas lebendiger und verspielter. Die Linienführung rund um Kamera und Glyph Bar ist komplexer, fast ein wenig chaotisch. Gleichzeitig hat Nothing den unteren Teil der Rückseite sichtbar aufgeräumt.

Die grafischen Elemente sind reduzierter, die Flächen klarer voneinander getrennt und das Gesamtbild wirkt weniger überladen als noch beim Vorgänger. Diese Mischung aus mehr Dynamik oben und mehr Ordnung unten sorgt dafür, dass das Phone (4a) insgesamt futuristischer wirkt.
Bei der Gehäuseform hat Nothing ebenfalls leicht nachjustiert. Die Rundung der Seiten beginnt beim Phone (4a) etwas früher als beim Phone (3a). Dadurch wirken die Kanten weicher und das Gerät liegt einen Tick angenehmer in der Hand.
Auch bei der Glyph erfindet sich Nothing ein Stück weit neu. Die bekannten LED-Streifen des Vorgängers sind verschwunden und machen Platz für die neue Glyph Bar. Hinter dem rechteckigen Balken sitzen 63 Mini-LEDs, die in sechs individuell ansteuerbare Zonen unterteilt sind. Dadurch lassen sich Benachrichtigungen, Ladefortschritt oder Timer deutlich präziser visualisieren als zuvor.
Funktional bleibt die Glyph-Philosophie weitgehend erhalten, wird aber weiter ausgebaut. Bekannte Features wie Flip to Glyph, Glyph Timer, Lautstärkeanzeige oder Glyph Progress bleiben bestehen und sind weiterhin Teil des Systems. Letzteres kann derzeit Live-Updates von Apps wie Uber, Zomato und Google Kalender anzeigen.
So lässt sich beispielsweise der Fortschritt einer Essenslieferung oder der Countdown bis zum nächsten Termin direkt über die LEDs verfolgen, ohne das Display aktivieren zu müssen. Unterstützung für weitere Apps soll per Software-Updates folgen.
Eine kleine, aber im Alltag spürbare Verbesserung betrifft das Tastenlayout. Beim Phone (3a) lag der sogenannte Essential Key direkt unter der Power-Taste, was im Alltag häufiger zu Fehlbedienungen führte. Beim Phone (4a) hat Nothing den Knopf auf die linke Gehäuseseite verlegt, wo er nun alleine sitzt. Rechts befinden sich stattdessen die Lautstärkewippe und darunter die Einschalttaste.

Mit 163,95 × 77,57 × 8,55 mm und rund 204,5 g bleibt das Phone (4a) größenmäßig nah am Vorgänger. Die Front wird durch Gorilla Glass 7i geschützt und dank IP64-Zertifizierung ist das Gerät weiterhin gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Farblich bietet Nothing neben Schwarz und Weiß erneut eine blaue Variante, die dem Phone (3a) sehr ähnlich ist. Neu im Line-up ist dagegen ein Pastell-Pink, das bewusst weich statt knallig ausfällt und dem transparenten Design eine zusätzliche Portion Charakter verleiht.
Nothing Phone (4a): Display
Auf der Vorderseite bleibt Nothing konservativer. Das Phone (4a) setzt auf ein 6,78 Zoll großes LTPS AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2720 × 1224 Pixeln, was einer Pixeldichte von rund 440 ppi entspricht. Inhalte wirken entsprechend scharf, Texte sind sauber dargestellt und auch feine UI-Elemente bleiben klar erkennbar.
Die Bildwiederholrate reicht von 30 bis 120 Hz und sorgt für angenehm flüssige Animationen und Scrollbewegungen. Anders als bei einem LTPO-Panel erfolgt die Anpassung jedoch nicht stufenlos, sondern über feste Umschaltstufen. Das ist in dieser Preisklasse allerdings keine Überraschung und fällt im Alltag kaum negativ auf.

Im Alltag überzeugt das Panel vor allem durch seine Helligkeit. Nothing gibt bis zu 800 Nits im typischen Betrieb an, im Freien sind bis zu 1600 Nits möglich und bei HDR-Inhalten erreicht das Display kurzzeitig bis zu 4500 Nits Spitzenhelligkeit. Gerade bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt der Bildschirm damit gut ablesbar, was im Alltag deutlich wichtiger ist als extreme Peak-Werte auf dem Datenblatt.
Farben werden dank 10-Bit Farbtiefe mit bis zu 1,07 Milliarden Farbabstufungen dargestellt. Das sorgt für weiche Farbverläufe und kräftige Kontraste, die besonders bei HDR-Inhalten zur Geltung kommen. Mit einem Kontrastverhältnis von 1.000.000:1 wirkt Schwarz entsprechend tief und Inhalte bekommen eine angenehme Bildtiefe.
Beim Thema Touch reagiert das Panel ebenfalls sehr schnell. Die Touch-Abtastrate liegt im normalen Betrieb bei 480 Hz und kann im Gaming-Modus auf bis zu 2500 Hz steigen. Gerade bei schnellen Eingaben oder Spielen fühlt sich das Display dadurch sehr direkt an. Gleichzeitig setzt Nothing auf eine PWM-Frequenz von 2160 Hz, was Flimmern reduziert und das Panel für empfindliche Nutzer angenehmer macht.
Nothing Phone (4a): Performance
Unter der Haube arbeitet im Phone (4a) der Snapdragon 7s Gen 4. Der Chip wird im 4-nm Prozess bei TSMC gefertigt und setzt auf eine Kryo-CPU mit acht Kernen und Taktraten von bis zu 2,7 GHz. Er folgt auf den Snapdragon 7s Gen 3, der noch im Phone (3a) steckte und positioniert das Gerät erneut in der oberen Mittelklasse.
Im Alltag liefert der Chip eine angenehm flüssige Performance. Apps starten schnell, Multitasking funktioniert problemlos und auch aufwendigere Anwendungen zur Bildbearbeitung oder Navigation bremsen das Phone (4a) nicht aus. Insgesamt fällt der Leistungssprung gegenüber dem Phone (3a) zwar eher moderat aus, im Alltag wirkt das (4a) aber einen Tick reaktionsfreudiger.
Das zeigt sich auch in den Benchmarks. In Geekbench erreicht das Phone (4a) rund 1251 Punkte im Single-Core und 3284 Punkte im Multi-Core. Gegenüber dem Phone (3a) legt das (4a) im Single-Core leicht zu, während die Multi-Core-Leistung weitgehend auf dem gleichen Niveau bleibt.
Für Grafikaufgaben ist eine Adreno 810 GPU zuständig, die aktuelle Spiele problemlos bewältigt. Titel wie Call of Duty Mobile, PUBG Mobile oder Genshin Impact laufen auf mittleren bis hohen Einstellungen stabil, solange man es bei den Grafikdetails nicht übertreibt. Für ein Gerät dieser Preisklasse ist die Gaming-Performance damit absolut solide.
Unter Dauerlast zeigt sich das Phone (4a) stabil. Im 30-minütigen Stresstest kam es zu keinem nennenswerten Thermal Throttling. Die CPU hielt ihre Leistung konstant, während sich die Wärme vor allem im Bereich neben dem Kameramodul konzentriert. Dort erreichte das Gerät im Test knapp 46 °C. Das ist zwar spürbar warm, bleibt aber deutlich unter den Temperaturen des Phone (3), das im Test damals zeitweise die 50 °C Marke knackte.

Eine der spürbareren Verbesserungen betrifft den Speicher. Während das Phone (3a) noch auf UFS 2.2 setzte, verwendet das Phone (4a) nun deutlich schnelleren UFS 3.1-Flashspeicher. Dadurch verkürzen sich Ladezeiten und Apps öffnen insgesamt etwas flotter. Beim Arbeitsspeicher bleibt Nothing allerdings bei LPDDR4X, obwohl der Snapdragon 7s Gen 4 auch LPDDR5 unterstützen würde. Im Alltag fällt das aber kaum negativ auf.
Zur Auswahl stehen drei Varianten mit 8 + 128 GB, 8 + 256 GB und 12 + 256 GB Speicher. Eine größere 512 GB Variante gibt es ebenso wenig wie eine Möglichkeit zur Speichererweiterung per microSD. Wer viele Fotos, Videos oder Spiele auf dem Gerät speichern möchte, sollte daher eher zur größeren Version greifen und einen Cloud-Speicher einplanen.
Nothing (4a): Software
Auf dem Phone (4a) läuft Nothing OS 4.1 auf Basis von Android 16. Nothing verspricht für das Gerät drei Jahre Android-Updates sowie insgesamt sechs Jahre Sicherheitsupdates, womit das Smartphone in seiner Preisklasse vergleichsweise lange aktuell gehalten wird.
Nothing OS bleibt dabei seinem minimalistischen Ansatz treu. Die Oberfläche setzt weiterhin auf eine reduzierte Designsprache mit Dot-Matrix-Elementen, klaren Schwarz-Weiß-Kontrasten und einer weitgehend aufgeräumten Benutzeroberfläche ohne überflüssige Bloatware. Animationen wirken flüssig und das System bleibt auch bei vielen geöffneten Apps angenehm reaktionsschnell.
Ein wichtiger Bestandteil der Software sind die Essential-Funktionen, die Nothing seit der (3a)-Generation Schritt für Schritt erweitert. Dazu gehören unter anderem Essential Space und Essential Search, die bereits mit der Vorgängergeneration eingeführt wurden. Essential Space dient als zentraler Sammelort für Inhalte wie Screenshots, Notizen, Webseiten oder Sprachaufnahmen. Essential Search ergänzt das Ganze um eine systemweite Suche, über die sich Apps, Kontakte, Nachrichten oder Fotos schnell durchsuchen lassen.
Neu hinzugekommen ist mit Nothing OS 4 der Playground, eine Art Community-Hub für Essential Apps, Camera Presets, Glyph Toys und EQ-Profile. Dort lassen sich Inhalte entdecken, herunterladen oder mit anderen Nutzern teilen. Spannend sind die sogenannten Essential Apps, kleine Widgets oder Mini-Tools, die sich mit einfachen Spracheingaben erstellen lassen und anschließend direkt auf dem Homescreen genutzt werden können.
Der Ansatz erinnert ein wenig an eine No-Code-Werkstatt für kleine Alltagshelfer. Statt klassischer App-Programmierung beschreibt man lediglich, was das Widget tun soll, etwa Informationen anzeigen oder bestimmte Inhalte organisieren. Damit solche Community-Apps sicher bleiben, setzt Nothing auf ein kontrolliertes System. Neue Essential Apps werden vor der Veröffentlichung überprüft und laufen anschließend in einer isolierten Sandbox-Umgebung.
Nothing Phone (4a): Kamera
Beim Phone (3a) hat Nothing erstmals eine Telekamera mit 2-fach optischem Zoom in die a-Reihe eingeführt. Das Phone (4a) geht den nächsten Schritt und bringt eine Periskopkamera mit 3,5-fach optischem Zoom mit, die nochmal mehr Spielraum für entfernte Motive bietet.

Periskopkamera
Die Periskopkamera nutzt einen 50 MP Samsung JN5 Sensor mit einer 1/1.57 Zoll Sensorgröße, f/2.88 Blende, optischer und elektronischer Bildstabilisierung sowie Autofokus.
Sie ermöglicht einen 3,5-fach optischen Zoom sowie einen bis zu 7-fachen In-Sensor-Zoom. Darüber hinaus bietet die Kamera einen digitalen Ultra-Zoom von bis zu 70-fach, der allerdings erwartungsgemäß stark auf Softwareinterpolation setzt.
Motive lassen sich damit aus angenehmer Distanz einfangen, während Hintergründe natürlicher verschwimmen und Bilder insgesamt mehr Tiefe bekommen. Gerade bei Menschen, Architektur oder spontanen Straßenszenen wirkt die Perspektive mit der längeren Brennweite oft deutlich interessanter als mit der Hauptkamera. Schärfe, Detailgrad und Farbwiedergabe der Periskopkamera überzeugen im Test.
Hauptkamera
Die Hauptkamera nutzt ebenfalls einen 50 MP Sensor, den Samsung GN9 mit einer Sensorgröße von 1/1,57 Zoll und einer Blende von f/1.88. Unruhige Hände gleicht auch hier eine Kombination aus optischer und elektronischer Bildstabilisierung aus.
Die Aufnahmen sind scharf, detailreich und mit relativ natürlicher Farbabstimmung. Besonders bei Tageslicht überzeugt der Sensor mit solidem Dynamikumfang und ausgewogenen Kontrasten, ohne Farben zu stark zu übersättigen.
Ultraweitwinkelkamera
Vervollständigt wird das Triple durch eine 8 MP Ultraweitwinkelkamera (Sony IMX355) mit einem Sichtfeld von 120 Grad. Der Sensor ist ein altbekannter, der bereits im Phone (3a) verbaut wurde. Für Landschaftsaufnahmen oder Gruppenfotos ist sie weiterhin gut geeignet, fällt bei Details und Dynamikumfang jedoch sichtbar hinter die Hauptkamera zurück. Besonders an den Bildrändern wirken Strukturen etwas weicher, was in dieser Preisklasse allerdings keine große Überraschung ist.
Farblich sind alle drei Kameras gut aufeinander abgestimmt, Farbtemperatur und Kontrast bleiben beim Wechsel zwischen den Brennweiten weitgehend konsistent. Die Periskopkamera belichtet lediglich minimal heller und setzt Glanzlichter etwas stärker in Szene. Helle Flächen wie reflektierende Fassaden oder weiße Oberflächen wirken dadurch etwas brillanter, ohne dass die Bilder überbelichtet erscheinen.
Frontkamera
Auf der Vorderseite sitzt, ebenfalls unverändert zum Phone (3a), eine 32 MP Selfiekamera (Samsung KD1) mit f/2.2 Blende und einem Sichtfeld von 89 Grad. Die Hardware bleibt damit unverändert, liefert aber weiterhin scharfe Selfies mit relativ neutralen Hauttönen und ausreichend Dynamik für Social-Media-Aufnahmen oder Videotelefonie.
Nachtaufnahmen
Bei Nacht aktiviert das Phone (4a) automatisch seinen Nachtmodus, sobald die Lichtverhältnisse schwieriger werden. Die Kamera verlängert dabei die Belichtungszeit auf etwa ein bis zwei Sekunden und kombiniert mehrere Aufnahmen zu einem Bild. Selbst in recht dunklen Szenen holt das Smartphone so noch überraschend viele Details aus Schattenbereichen heraus, wenn auch eher weichgezeichnet. Fassaden, Straßenschilder oder Pflasterstrukturen bleiben erkennbar, ohne dass die Aufnahmen zu Pixelmatsch werden oder komplett künstlich aufgehellt wirken.
Typisch für viele Smartphonekameras neigen allerdings auch beim Phone (4a) helle Lichtquellen dazu auszubrennen. Besonders bei grellen Straßenlaternen oder beleuchteten Schaufenstern entstehen sichtbare Überstrahlungen, bei denen sich ein heller Lichtkegel oder leichte Flares um die Lichtquelle legen. Das ist kein ungewöhnliches Verhalten, fällt bei kontrastreichen Nachtmotiven aber schnell auf.
Farblich tendieren Nachtaufnahmen zudem leicht ins Warme. Straßenbeleuchtung wird häufig mit einem leichten Gelbstich wiedergegeben, was zwar nicht immer vollständig der Realität entspricht, aber für viele Szenen eine angenehmere und natürlichere Bildstimmung erzeugt als eine zu kühle Darstellung. Insgesamt liefert der Nachtmodus damit für ein Mittelklassegerät überzeugende Ergebnisse, solange man mit extrem hellen Lichtquellen im Bild leben kann.
TrueLens Engine 4.0
Bei der Bildverarbeitung setzt Nothing auf die TrueLens Engine 4.0. Dahinter steckt eine Kombination aus HDR-Verarbeitung, Szenenerkennung und KI-gestützter Optimierung, die mehrere Funktionen zusammenführt. Dazu gehören unter anderem Ultra XDR für einen erweiterten Dynamikumfang, Auto Tone zur automatischen Anpassung von Farben und Kontrast sowie ein Portrait Optimiser, der Gesichter und Hauttöne natürlicher darstellen soll. Ergänzt wird das Ganze durch Motion Capture für bewegte Motive sowie einen speziellen Makromodus für Nahaufnahmen.
Im Alltag arbeitet die Engine weitgehend unauffällig im Hintergrund. Belichtung, Farben und Kontrast werden automatisch angepasst, sodass Fotos bereits direkt nach dem Auslösen ausgewogen wirken. Gerade bei kontrastreichen Szenen mit hellem Himmel und dunklen Schatten sorgt die HDR-Verarbeitung dafür, dass Details erhalten bleiben, ohne dass Bilder übertrieben künstlich wirken. Die Bildverarbeitung bleibt dabei insgesamt eher zurückhaltend und verzichtet auf eine zu aggressive Schärfung oder übertriebene Farbsättigung.
Presets
Zehn vorkonfigurierte Presets stehen zur Auswahl und verändern den Look eines Fotos über Kontrast, Farbtemperatur oder Sättigung. Anders als klassische Filter wirken sie dabei nicht wie ein nachträglicher Effekt, sondern greifen bereits während der Aufnahme in die Bildstimmung ein. Fotos bekommen dadurch je nach Preset einen wärmeren, kontrastreicheren oder filmischeren Charakter. Eigene Presets lassen sich direkt über die Nothing Kamera-App erstellen, speichern und per QR-Code teilen.
Gerade wenn man schnell etwas mehr Persönlichkeit in seine Bilder bringen möchte, sind die Presets eine schöne Inspirationsquelle. Ein kurzer Wechsel des Presets kann ein Motiv plötzlich ganz anders wirken lassen und lädt dazu ein, ein Motiv gleich mehrfach mit unterschiedlichen Looks auszuprobieren.
Wer ein Preset beim Fotografieren nutzt, sollte allerdings bedenken, dass es sich später in der Bildbearbeitung nicht mehr austauschen lässt. Dort stehen zwar zusätzliche Filter zur Verfügung, diese legen sich jedoch lediglich über das fertige Bild und ersetzen nicht das ursprünglich gewählte Preset. Immerhin lassen sich dort noch Wasserzeichen und Rahmen anpassen.
Video
Videos lassen sich mit der Hauptkamera in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Alternativ stehen 1080p mit bis zu 60 fps sowie Zeitlupenaufnahmen in Full-HD mit 120 fps zur Verfügung. Zusätzlich unterstützt das Phone (4a) Ultra-XDR-Video in 1080p, das für mehr Dynamikumfang in kontrastreichen Szenen sorgen soll. Zeitrafferaufnahmen sind ebenfalls in 4K oder 1080p möglich.
Nothing Phone (4a): Konnektivität
Bei der Konnektivität zeigt sich das Phone (4a) solide ausgestattet. Im Mobilfunkbereich unterstützt das Gerät 5G im Dual-Mode (NSA und SA) sowie eine breite Auswahl an globalen LTE- und 5G-Bändern. Zwei Nano-SIM-Karten lassen sich gleichzeitig nutzen. Eine eSIM-Unterstützung gibt es zwar ebenfalls, allerdings ausschließlich für den japanischen Markt, was für europäische Nutzer etwas schade ist.

Im Alltag bleiben Verbindungen stabil. Für drahtlose Netzwerke unterstützt das Smartphone Wi-Fi 6 (802.11ax) mit 2x2 MIMO, wodurch hohe Datenraten und stabile Verbindungen auch in stark ausgelasteten Netzwerken möglich sind. Bluetooth funkt über Bluetooth 5.4, was eine zuverlässige Verbindung zu Kopfhörern, Smartwatches oder anderen Geräten ermöglicht. NFC ist ebenfalls an Bord und erlaubt unter anderem kontaktloses Bezahlen über Google Pay.
Bei der Ortung greift das Phone (4a) auf mehrere Satellitensysteme zurück, darunter GPS, GLONASS, Galileo, BDS und QZSS. In der Praxis sorgt diese Kombination für eine schnelle Positionsbestimmung und eine stabile Navigation, etwa beim Einsatz in Karten-Apps oder beim Tracking von Outdoor-Aktivitäten.
Beim Klang setzt Nothing auf Dual-Stereo-Lautsprecher sowie zwei Mikrofone für Sprachaufnahmen. Die Lautsprecher liefern einen ausgewogenen Klang mit klaren Höhen und ausreichend Lautstärke für Videos oder Spiele. Wunder darf man vom Bassfundament allerdings nicht erwarten.
Der Fingerabdrucksensor sitzt im Display und arbeitet zuverlässig sowie ausreichend schnell. Allerdings hat Nothing ihn etwas tief im Panel platziert. Im Alltag bedeutet das, dass der Daumen beim Entsperren weiter nach unten wandern muss, als man es von vielen anderen Geräten gewohnt ist. Besonders mit einer Hand kann das gelegentlich zu etwas Fingerakrobatik führen.
Nothing Phone (4a): Akku
Beim Akku bleibt Nothing weitgehend auf dem Niveau des Vorgängers. Im Phone (4a) steckt eine 5.080 mAh Akku, was gegenüber den 5.000 mAh des Phone (3a) nur ein kleiner Sprung ist. Eine Ausnahme bildet die indische Version des Geräts, die mit 5.400 mAh etwas größer ausfällt.
Im Alltag reicht die Kapazität dennoch problemlos für einen vollen Tag. Messaging, Social Media, Navigation und gelegentliche Foto- oder Videoaufnahmen bringen das Gerät zuverlässig bis zum Abend. Bei moderater Nutzung sind auch Laufzeiten von deutlich über einem Tag möglich.
Bei der Ladegeschwindigkeit bleibt ebenfalls alles beim Alten. Das Phone (4a) unterstützt 50 Watt kabelgebundenes Schnellladen, genau wie schon das Phone (3a). Eine vollständige Ladung von 0 auf 100 Prozent dauert rund 64 Minuten, während etwa 50 Prozent nach rund 22 Minuten erreicht sind. Reverse Charging per Kabel funktioniert.
Kabelloses Laden bietet das Phone (4a) weiterhin nicht. In der Mittelklasse ist das zwar keine große Überraschung, dennoch bleibt es ein Feature, das man bei manchen Konkurrenzgeräten inzwischen häufiger sieht.

















































