Nothing Phone (4a) Pro im Härtetest bei Sonne, Strand und Meer

Veröffentlicht von Timo Altmeyer am 20. April 2026

Statt Testlabor ging es für das Nothing Phone (4a) Pro mit nach Thailand. Zwischen Bangkok, Bootstouren und tropischer Hitze musste das Smartphone zeigen, wie gut sich Kamera, Akku und Display im Reisealltag schlagen.

8.9

Unsere Bewertung
Nothing Phone (4a) Pro Review Hero

Nothing Phone (4a) Pro: Design, Verarbeitung und Lieferumfang

Das Nothing Phone (4a) Pro schlägt beim Design einen ziemlich mutigen Schritt ein. Statt wie das normale Phone (4a) (hier zum Test) nur kleinere Änderungen vorzunehmen, weicht beim Pro-Modell erstmals die transparente Glasrückseite einem Aluminium-Unibody, der optisch und haptisch hochwertiger ausfällt und weniger das typische Mittelklasse-Feeling vermittelt.

Nothing Phone (4a) Pro Aluminium-Unibody
Das erste Nothing Smartphone mit Aluminium-Unibody!

Ein bisschen Transparenz bleibt trotzdem erhalten, die hier ins Kameramodul gewandert ist. Das sieht nicht mehr nach Dosendeckel aus, wie es beim Phone (3a) Pro noch der Fall war, sondern ist jetzt ein großes, fast quadratisches Element im oberen Drittel der Rückseite. Optisch nimmt es zwar viel Raum ein, wirkt auf dem Aluminiumgehäuse aber abgegrenzter und strukturierter.

Direkt neben den insgesamt drei Kameras sitzt die runde Glyph-Matrix, die Nothing vom derzeitigen Flaggschiff, dem Phone (3) (hier zum Test) übernommen hat. Die Matrix leuchtet mit 137 individuell ansprechbaren Mini-LEDs. Im Vergleich zum Phone (3), das 489 LEDs verbaut hat, ist das zwar deutlich weniger, optisch und funktional macht das aber mindestens genauso viel daher.

Was darüber angezeigt wird, kann über das Glyph-Interface eingestellt werden. Dazu zählen unter anderem vier Helligkeitsstufen, Funktionen wie individuelle Benachrichtigungen nach Kontakt, der Glyph-Timer oder die Anbindung von Drittanbieter-Apps wie Uber, worüber beispielsweise der Lieferstatus der Eats-Bestellung ablesbar wird. Wer nichts mit der Glyph anfangen kann, kann die LEDs auch komplett deaktivieren.

Eine kleine, aber im Alltag spürbare Änderung betrifft das Tastenlayout. Der sogenannte Essential Key, also Nothings KI-Taste, sitzt nicht mehr direkt unterhalb der Einschalttaste, sondern ist auf die linke Gehäuseseite gewandert. Dadurch kommt es deutlich seltener zu Fehlbedienungen, gerade wenn man das Smartphone schnell aus der Tasche zieht oder blind bedient. Auf eine andere Funktion "umprogrammieren", lässt sich die Taste aber immer noch nicht.

Nothing Phone (4a) Pro Essential Key
Der Essential Key ist Nothings Schnellzugang zum Essential Space.

Auch bei der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern. Die tropische Hitze Thailands, lange Tage in der Sonne und spontane Regenschauer steckt das Gerät problemlos weg. Sand am Strand hinterlässt keine sichtbaren Spuren auf dem Aluminiumgehäuse und dank IP65 sind auch Wasserspritzer kein Problem. Laut Nothing ist es sogar für kurze Zeit gegen leichtes Untertauchen gewappnet, was ich allerdings nicht ausprobiert habe.

Für zusätzlichen Schutz legt Nothing direkt eine passende Silikonschutzhülle bei. Dazu kommt eine bereits angebrachte Displayschutzfolie und ein USB-C auf USB-C Ladekabel. Ein Netzteil muss man selber parat haben.

Nothing Phone (4a) Pro Lautstärkewippe und Einschalttaste
Oben die Lautstärkewippe, darunter die Einschalttaste.

Erhältlich ist das Phone (4a) Pro in den Farben Silber und Schwarz, aber auch einem sanften Pink, das Nothing als neue Farbe in dieser Generation eingeführt hat. Eine blaue Variante, wie beim Phone (4a), gibt es leider nicht, hätte dem Aluminium-Gehäuse aber sicherlich auch gestanden.

Blicke zieht es egal in welcher Farbe auf sich und so wurde ich während meines Trips mehrfach darauf angesprochen, welches Smartphone das überhaupt ist. Genau diesen Effekt schafft kaum ein anderes Gerät in dieser Preisklasse.

Nothing Phone (4a) Pro Nothing Logo
Die feinen Antennenstreifen sind sauber ins Aluminium integriert und sorgen für stabile Verbindungen.

Nothing Phone (4a) Pro: Display

Beim Display verbaut Nothing ein angenehm großes 6,83 Zoll AMOLED Panel mit 1260 x 2800 Pixel Auflösung, also einer gestochen scharfen Punktdichte von etwa 450 PPI. Das Displayglas ist ein Corning Gorilla Glass 7i, das auch ohne Schutzfolie den ein oder anderen Schrammen wegsteckt. Der Übergang zum Gehäuse verläuft flach und die Bezel, also die Displayränder, fallen für ein Mittelklasse-Gerät vergleichsweise schmal aus.

Mit bis zu 1600 Nits im Freien und einer Spitzenhelligkeit von bis zu 5000 Nits bei HDR-Inhalten gehört das Panel zu den helleren seiner Klasse. In der tropischen Sonne Thailands, wenn das Licht selbst mittags gnadenlos auf das Display knallt, bleibt der Bildschirm sehr gut ablesbar. Selbst am Strand oder auf dem Boot muss man selten die Hand über das Display legen, um es ablesen zu können.

Nothing Phone (4a) Pro Display bei Sonne
Das AMOLED Display ist auch in praller Sonne gut lesbar.

Auch bei der Bildwiederholrate legt Nothing nach. Bis zu 144 Hz sorgen für spürbar flüssige Animationen, egal ob beim Scrollen durch Feeds, beim Wechseln zwischen Apps oder beim schnellen Durchsehen von Fotos. Die Anpassung erfolgt dynamisch, auch wenn sie nicht ganz so fein abgestuft ist wie bei LTPO-Displays und auch nicht jede App reizt die vollen 144 Hz aus. Im Alltag fällt das aber kaum negativ auf.

Farben stellt das Panel kräftig, aber nicht übertrieben dar. Dank 10-Bit Farbtiefe wirken Farbverläufe sauber und ohne sichtbare Abstufungen. Schwarztöne sind, typisch AMOLED, tief und satt, was gerade bei Filmen oder Fotos für eine schöne Bildtiefe sorgt.

Nothing Phone (4a) Pro: Leistung

Im Inneren arbeitet der Snapdragon 7 Gen 4, womit sich das Phone (4a) Pro in der oberen Mittelklasse positioniert. Apps starten schnell, Wechsel zwischen Anwendungen erfolgen ohne spürbare Verzögerung und auch mit mehreren parallel geöffneten Apps kommt das Smartphone gut zurecht. Unterwegs schnell zwischen Kamera, Maps und Messenger hin- und herspringen, fühlt sich angenehm direkt an.

Ein Blick auf Geekbench 6 bestätigt diesen Eindruck. Mit rund 1.288 Punkten im Single-Core und etwa 3.889 Punkten im Multi-Core platziert sich das Phone (4a) Pro in der oberen Mittelklasse ein. Der Abstand zu Flaggschiff-Chips bleibt zwar deutlich, für typische Alltagsaufgaben und Multitasking ist die Leistung aber mehr als ausreichend.

Beim Speicher setzt Nothing auf LPDDR5X RAM (8 GB oder 12 GB) und UFS 3.1 (128 GB oder 256 GB). Fotos sind damit sofort in der Galerie verfügbar, Apps öffnen zügig und auch größere Dateien werden ohne spürbare Wartezeit geladen.

Die Hitze Thailands hat das Phone (4a) Pro gut weggesteckt. Dabei spielt auch das Aluminiumgehäuse in die Karten, das die Wärme gleichmäßig über die Rückseite verteilt. Weder Navigation in der prallen Sonne noch spontane Gaming-Sessions am Pool brachten die Performance ins Wanken.

Nothing Phone (4a) Pro: Software

Nothing OS 4.1 basiert auf Android 16 und bleibt seinem minimalistischen Ansatz treu. Statt überladener Menüs und vorinstallierter Apps bekommt man eine klare, reduzierte Oberfläche mit viel Schwarz-Weiß, Dot-Matrix-Elementen und einer Struktur, die man sofort versteht. Animationen wirken sauber, Übergänge sind stimmig und auch nach mehreren Tagen intensiver Nutzung fühlt sich nichts träge an.

Spannend wird es bei den sogenannten Essential-Funktionen. Der Essential Key auf der linken Seite ist dabei so etwas wie der Schnellzugriff. Einmal drücken genügt und man speichert Screenshots, Notizen oder Sprachaufnahmen direkt im sogenannten Essential Space.

Vor allem auf Reisen sammelt sich da schnell einiges an. Screenshots von Restaurants, Wegbeschreibungen, spontane Ideen oder Erinnerungen landen aufbereitet im Essential Space, ohne dass man sich groß darum kümmern muss. Vergleichbar ist das mit einem digitalen Notizbuch, das nebenbei mitläuft.

Mit Essential Search lässt sich dieses Sammelsurium dann wieder schnell durchsuchen. Ein kurzer Swipe und man findet Apps, Fotos oder gespeicherte Inhalte, ohne sich durch mehrere Menüs zu klicken.

Neu ist der sogenannte Playground, eine Art Community-Bereich für kleine Tools und Erweiterungen. Hier lassen sich Kamera-Presets, Glyph-Features oder sogenannte Essential Apps herunterladen. Letztere sind kleine Mini-Tools, die sich per Spracheingabe erstellen lassen und direkt auf dem Homescreen landen.

Das Ganze fühlt sich ein bisschen wie eine Spielwiese für eigene Ideen an. Mal schnell ein Widget für Reiseinfos bauen oder ein Preset für bestimmte Fotosituationen ausprobieren passt gut zu dem experimentellen Charakter, den Nothing schon immer verfolgt hat.

Größere Android-Updates soll das Phone (4a) Pro drei Jahre lang bekommen, Sicherheitspatches über einen Zeitraum von sechs Jahren.

Nothing Phone (4a) Pro: Kamera

Nothing setzt beim Phone (4a) Pro auf ein Triple-Kamera-Setup aus 50 MP Hauptkamera (Sony IMX 896), 50 MP Periskopkamera (Samsung ISOCELL JN5) und 8 MP Ultraweitwinkel (Sony IMX 355). Unterstützt wird das Ganze von TrueLens Engine 4 mit Ultra XDR, Motion Photos, Portrait Optimiser und KI-Segmentierung.

Nothing Phone (4a) Pro Kamera
Oben die Preiskopkamera, darunter die Hauptkamera und rechts daneben die Ultraweitwinkelkamera.

Hauptkamera

Die Hauptkamera nutzt einen 50 MP Sensor im 1/1,56 Zoll Format mit f/1.88 Blende, OIS, EIS und 2x2 OCL PDAF. Im Alltag ist sie ganz klar die verlässlichste Kamera im Trio. Gerade bei Tageslicht gelingen damit scharfe, detailreiche Aufnahmen mit einer angenehm natürlichen Farbabstimmung.

Das merkt man besonders bei klassischen Urlaubsmotiven. Tempelanlagen, Straßenszenen oder Aufnahmen vom Meer wirken lebendig, ohne dass Farben unnatürlich übersättigt werden. Gleichzeitig arbeitet die HDR-Abstimmung ordentlich. Selbst wenn zwischen gleißender Sonne und dunklem Schatten nur ein paar Meter liegen, bleiben viele Details erhalten. Draufhalten, auslösen, fertig klappt mit der Hauptkamera meist zuverlässig.

Der 2-fache In-Sensor-Zoom ist dagegen nicht immer ganz so überzeugend. Für schnelle Ausschnitte reicht er, bei genauerem Hinsehen wirken manche Aufnahmen aber etwas weich oder leicht verträumt. Für richtig gute Zoomfotos greift man deshalb besser direkt zur Telekamera.

Sobald es dunkel wird, aktiviert sich automatisch der Nachtmodus. Gerade auf Nachtmärkten, in Bars oder in beleuchteten Straßen liefert die Hauptkamera dabei erfreulich gute Ergebnisse. Schattenbereiche bleiben sauber ausgearbeitet, Farben wirken stimmig und auch der Dynamikumfang ist für diese Klasse ordentlich.

Typisch Smartphone bleiben starke Lichtquellen aber problematisch. Neonreklamen, Straßenlaternen oder reflektierende Oberflächen können ausbrennen oder leichte Flares erzeugen. Das kennt man zwar auch von deutlich teureren Geräten, fällt bei kontrastreichen Nachtmotiven aber schnell auf.

Periskopkamera

Auch bei der Periskopkamera hat Nothing nochmal nachgelegt. Der 50 MP Sensor bietet 3,5-fachen optischen Zoom, 7-fachen In-Sensor-Zoom und theoretisch bis zu 140-fachen Ultra-Zoom. Dazu kommen OIS, EIS und PDAF.

Auf Reisen macht diese Periskopkamera enorm viel Spaß. Details auf Dächern, Figuren an Fassaden oder spontane Straßenszenen lassen sich aus angenehmer Distanz einfangen und für Portraits ist die 80 mm Brennweite oft deutlich spannender als die Hauptkamera, weil Motive mit natürlichem Bokeh eingefangen werden.

Der 3,5-fach-Zoom sieht scharf und detailreich aus, auch 7-fach ist tagsüber noch erstaunlich brauchbar. Erst darüber wird es erwartungsgemäß schnell weich und stark von Software abhängig. Der 140-fache Zoom ist am Ende vor allem eine Spielerei.

Ganz ohne Einschränkung kommt die Telekamera aber nicht. Im Vergleich zum Phone (3a) Pro ist der Sensor kleiner geworden, gleichzeitig ist die Brennweite länger. Das bringt zwar mehr Reichweite, kostet bei schwierigen Lichtverhältnissen aber etwas Reserve und die Details werden insgesamt weicher.

Ultraweitwinkelkamera

Mit 8 MP, f/2.2 und 120 Grad Sichtfeld ist sie für Landschaften, Strände oder enge Straßenzüge zwar praktisch, fällt qualitativ aber sichtbar hinter Haupt- und Telekamera zurück.

Bei gutem Licht entstehen durchaus ordentliche Aufnahmen. Für den schnellen Schnappschuss einer Strandkulisse reicht das völlig aus. Sobald man aber hineinzoomt, merkt man schnell, dass Details geringer ausfallen und die Ränder sichtbar weicher werden.

Interessant ist, dass die Ultraweitwinkelkamera in manchen Low-Light-Szenen mehr herausholt, als man ihr aufgrund der alten Hardware zutrauen würde. Wunder sollte man trotzdem nicht erwarten. Für Nachtaufnahmen bleibt die Hauptkamera klar die bessere Wahl.

Frontkamera

Bei der Frontkamera geht Nothing ebenfalls einen anderen Weg als beim Vorgänger. Statt des 50 MP Sensors des Phone (3a) Pro kommt nun eine 32 MP Kamera mit kleinerem Sensor zum Einsatz.

Auf dem Papier ist das eher ein Rückschritt, fällt im Alltag aber weniger dramatisch aus, als es zunächst klingt. Selfies gelingen scharf, Hauttöne wirken angenehm und der Dynamikumfang ist gerade bei Tageslicht wirklich gut. Für Social Media, Videoanrufe oder schnelle Urlaubsfotos reicht das locker. Nur bei schlechtem Licht merkt man, dass die Software stärker glättet und feine Details früher verloren gehen.

TrueLens Engine und Presets

Im Hintergrund arbeitet Nothings TrueLens Engine 4, die HDR, Szenenerkennung, Ultra XDR, Portrait Optimiser und KI-Segmentierung kombiniert. Die Bildverarbeitung greift meist unauffällig ein. Fotos sehen direkt nach dem Auslösen stimmig aus, ohne übersättigt oder künstlich nachgeschärft zu wirken.

Dazu kommen Presets, die nicht bloß wie nachträgliche Filter wirken, sondern schon bei der Aufnahme in den Look eingreifen. Das ist gerade im Urlaub ganz nett, wenn man zwischen Strand, Großstadt und Abendstimmung schnell mal unterschiedliche Bildstimmungen ausprobieren will.

Video

Bei Video bleibt das Phone (4a) Pro eher bodenständig. Haupt- und Telekamera schaffen 4K mit 30 FPS, dazu 1080p mit 30 oder 60 FPS. Die Ultraweitwinkelkamera ist bei 1080p limitiert. HDR-Video ist vorhanden, die Stabilisierung arbeitet immer aktiv mit.

In der Praxis sind Videos okay, aber nicht die große Stärke des Geräts. Farben und Dynamikumfang stimmen, die Clips wirken bei Tageslicht aber etwas weicher, als man es von den Fotos kennt.

Nothing Phone (4a) Pro: Konnektivität

Auf Reisen merkt man schnell, wie wichtig gute Konnektivität wirklich ist und an der Stelle ist das Phone (4a) Pro mittlerweile gut aufgestellt. Im Mobilfunk unterstützt das Gerät 5G im Dual-Mode (NSA und SA) sowie eine breite Auswahl an LTE- und 5G-Bändern.

Dazu kommen zwei Nano-SIM-Slots und erstmals auch eSIM-Unterstützung. In Thailand hat das den Wechsel zur lokalen Datenverbindung deutlich entspannter gemacht, denn ohne vor Ort nach einer physischen SIM zu suchen, lässt sich ein Datentarif bequem digital buchen. Daneben gibt es noch Wi-Fi 6 (802.11ax) mit 2x2 MIMO, Bluetooth 5.4 und NFC.

Nothing Phone (4a) Pro USB 2.0
USB-C Anschluss mit USB 2.0 der im Alltag ausreicht bei großen Datenübertragungen aber etwas langsamer ist.

Für die Navigation nutzt das Phone (4a) Pro gleich mehrere Satellitensysteme wie GPS, GLONASS, Galileo, BDS und QZSS. Im dicht besiedelten Bangkok mit seinen Wolkenkratzern blieb die Positionsbestimmung erstaunlich stabil. Selbst zwischen engen Häuserschluchten sprang die Navigation nicht ständig hin und her, sondern führte zuverlässig durch den dichten Verkehr.

Beim Klang setzt Nothing auf Dual-Stereo Lautsprecher mit klarem, ausreichend lauten Sound für Videos oder Spiele unterwegs. Der Fingerabdrucksensor sitzt im Display und reagiert schnell. Allerdings ist er relativ weit unten positioniert, weshalb der Daumen beim Entsperren etwas weiter nach unten wandern muss.

Nothing Phone (4a) Pro: Akku

Ein voller Urlaubstag in Thailand ist ein ziemlich guter Härtetest für den Akku eines Smartphones. Der ist mit 5.080 mAh auch gut dimensioniert, musste abends dann aber meist doch an die Steckdose. Dafür war die Nutzung aber auch alles andere als zurückhaltend. Kamera, Maps und Displays-on-Zeit waren deutlich über dem, was der normale Alltag hergibt.

Bei normaler Nutzung kann mit ungefähr 1 1/2 Tagen Laufzeit gerechnet werden. Geladen wird mit bis zu 50 W per Kabel, womit der Akku in rund einer Stunde vollgeladen ist. Etwa 50 Prozent sind nach rund 20 bis 25 Minuten erreicht. Ein kurzer Ladevorgang zwischendurch reicht also aus, um die Laufzeit einige Stunden zu verlängern. Kabelloses Laden wird nicht unterstützt, was in der Preisklasse auch keine große Überraschung ist.

Phone (4a) Pro

8.9

POSITIV

Hochwertig mit Aluminium-Unibody

Helles, flüssiges AMOLED-Display

Gute Alltagsperformance ohne spürbare Einbrüche

Sauberes, schnelles Nothing OS

Starke Haupt- und Periskopkamera

eSIM endlich an Bord

Stabile Konnektivität und Navigation

NEGATIV

Ultraweitwinkelkamera bleibt nur Durchschnitt

Kein kabelloses Laden

Fingerabdrucksensor etwas tief im Display

Nur drei Jahre Updates

FAZIT

Das Design des Phone (4a) Pro ist eigenständig wie eh und je, wirkt mit dem Aluminium-Unibody und der neuen Glyph-Matrix aber deutlich erwachsener.

Im täglichen Einsatz überzeugt das Gerät vor allem durch seine Ausgewogenheit. Apps starten schnell, Multitasking funktioniert zuverlässig und auch bei Hitze oder längerer Nutzung bleibt das System stabil. Nothing OS trägt seinen Teil dazu bei und überzeugt mit einer aufgeräumten, schnellen Oberfläche ohne unnötigen Ballast. Nur bei den Updates hätte ich mir mehr als drei Jahre gewünscht.

Die Kamera ist vielseitig, mit klaren Stärken und ein paar Kompromissen. Die Hauptkamera liefert bei Tag gute Ergebnisse, während die Periskopkamera auf Reisen richtig Spaß macht und kreative Perspektiven ermöglicht, die man in dieser Preisklasse selten findet. Ultraweitwinkel und Video bleiben dagegen eher Durchschnitt.

Auch beim Akku zeigt sich das Phone (4a) Pro realistisch statt spektakulär. Es bringt einen zuverlässig durch den Tag, verlangt bei intensiver Nutzung aber auch regelmäßig nach dem Ladegerät. Immerhin sorgt das 50 W Laden dafür, dass man nie zu lange an der Steckdose hängt.

Längst überfällig war die eSIM-Unterstützung, die das Smartphone gerade für Weltenbummler deutlich flexibler macht. In seiner Preisklasse ist das Phone (4a) Pro damit überraschend komplett aufgestellt und eine Empfehlung wert.

PREISVERGLEICH

nothing.tech
Price icon 479,00€
amazon.de
549,00€

Hinterlasse hier deinen Kommentar