DJI Power 1000 Mini: Design, Verarbeitung und Lieferumfang
Die DJI Power 1000 Mini kommt im unverkennbaren DJI-Dunkelgrau, ist rund 31,4 x 21,2 x 21,6 cm groß und bringt 11,5 kg auf die Waage. Im Gegensatz zu vielen anderen Powerstations ist das Gehäuse nicht länglich, sondern eher würfelförmig. Vorstellen kann man sich das Ganze wie zwei übereinander gestapelte Schuhkartons.
Für den Transport sitzt auf der Rückseite ein fest ins Gehäuse integrierter Griff. Für kurze Wege ist das völlig ausreichend, bei längeren Strecken würde man sich aber einen zweiten Griff wünschen. Auf der Unterseite sorgen Gummifüße für einen sicheren Stand. Frischluft wird über die Rückseite angesaugt, die warme Luft entweicht über die Seiten.

Alle Anschlüsse sitzen gut erreichbar auf der Vorderseite. Dort gibt es zwei 230-Volt-Steckdosen mit ausreichend Abstand, zwei USB-C-Ports mit bis zu 100 W, von denen einer direkt als ausziehbares Kabel integriert ist, sowie zwei USB-A-Anschlüsse mit 24 W. Dazu kommt der SDC-Port für DJI-Zubehör wie Kfz-Ladekabel oder Solarpanels. Unterhalb der Anschlüsse sitzt außerdem ein LED-Leuchtstreifen, der sich dimmen lässt und auch eine Blinkfunktion bietet.
Beim Lieferumfang bleibt DJI minimalistisch. Neben der Powerstation selbst liegt lediglich ein klassisches Stromkabel bei, dazu eine Kurzanleitung und die üblichen Unterlagen. Für Auto- oder Solarladung sowie weiteres Zubehör wie SDC-Adapter muss man separat zugreifen.
DJI Power 1000 Mini: Leistung
Die beiden AC-Steckdosen liefern rund 800 W dauerhaft, kurzzeitig sind auch bis etwa 1.000 bis 1.200 W drin. Damit lassen sich viele Geräte betreiben, aber nicht alles gleichzeitig. Ein Wasserkocher oder eine Kaffeemaschine funktionieren, ein Föhn auf voller Stufe oder mehrere große Verbraucher parallel sind dagegen zu viel.

Sobald Geräte mit hohem Anlaufstrom ins Spiel kommen, wird es kritisch. Ein Kühlschrank kann funktionieren, muss aber nicht, je nach Modell. Werkzeuge oder Kompressoren sind auch eher Glückssache. In solchen Fällen schaltet die Powerstation sauber ab, bevor es problematisch wird.
Bei der nutzbaren Kapazität bleibt wie üblich weniger übrig als die angegebenen 1.008 Wh. Über die Steckdosen sind in der Praxis rund 850 bis knapp 900 Wh realistisch, bei geringerer Last etwas weniger. Die Effizienz ist vor allem bei niedriger Last insgesamt gut. Die Powerstation verliert vergleichsweise wenig Energie, wenn nur kleine Verbraucher angeschlossen sind.
Die Sinuskurve ist gleichmäßig, sodass auch Computer-Netzteile stabil damit laufen. Das war allerdings auch erwartbar.
DJI Power 1000 Mini: Laden
Über die Steckdose lädt die DJI Power 1000 Mini mit bis zu 1.000 W, womit sie in knapp über einer Stunde vollgeladen ist. Wenn es schnell gehen muss, ist das mehr als vorteilhaft. Alternativ lässt sich die Powerstation auch über USB-C mit bis zu 100 W laden. Das ist deutlich langsamer und eher als Backup gedacht, etwa wenn man unterwegs nur ein passendes Netzteil zur Hand hat. Für eine vollständige Ladung muss man hier mit mehreren Stunden rechnen.

Interessanter wird es mit dem optionalen Zubehör. Über den SDC-Anschluss sind bis zu 400 W Ladeleistung möglich, etwa über ein Solarpanel oder direkt über die Autobatterie. Beim Laden über die Autobatterie wird die Powerstation direkt damit verbunden und lädt so während der Fahrt über den laufenden Motor. Im Vergleich zur klassischen 12-Volt-Steckdose ist das deutlich schneller.
Beim Laden über Solar hängt die Ladeleistung natürlich stark von den Bedingungen ab, bei gutem Wetter lässt sich die Powerstation aber in wenigen Stunden wieder auffüllen. Ein MPPT-Regler ist bereits integriert, sodass nur ein MC4 Kabel benötigt wird.

Ein passendes Autobatterie-Ladekabel oder ein MC4 Solarladekabel gibt es direkt bei DJI für jeweils 49 Euro. Alle Lademöglichkeiten sind übrigens miteinander kombinierbar und auch gleichzeitig Laden sowie entladen funktioniert parallel. Daneben gibt es noch einen USV-Modus, der im Falle eines Stromausfalls in weniger als 10 ms umschaltet.
DJI Power 1000 Mini: Lautstärke und Temperatur
Die Lautstärke bleibt beim Laden und Entladen auf der dezenten Seite. Unter geringer Last ist die Powerstation praktisch nicht zu hören. Erst bei hoher Belastung oder beim schnellen Laden drehen die Lüfter hörbar auf, bleiben aber eher im Hintergrund. Im Camper oder in der Wohnung stört das nicht, im direkten Umfeld nimmt man es aber wahr.
Bei den Temperaturen zeigt sich ein ähnliches Bild. Auch unter hoher Last bleibt das Gehäuse insgesamt moderat warm. Die meiste Abwärme tritt an den seitlichen Lüftungsöffnungen aus, während die Oberflächen gut handhabbar bleiben. Im normalen Betrieb muss man sich hier keine Gedanken machen.

DJI Power 1000 Mini: App und Bedienung
Einschalten, Steckdosen aktivieren und das Licht steuern funktioniert über ein paar Taster. Das Display zeigt dabei die wichtigsten Infos wie Akkustand, Ein- und Ausgangsleistung sowie die verbleibende Laufzeit.
Zusätzlich gibt es die DJI Home App (Android und iOS), über die sich die Powerstation per Bluetooth oder WLAN steuern lässt. In der App bekommt man einen guten Überblick über den aktuellen Status. Dazu lassen sich die Ausgänge ein- und ausschalten, was vor allem dann praktisch ist, wenn die Powerstation etwa während der Fahrt im Kofferraum steht.
Ein paar Einstellungen gehen ebenfalls über die App. Dazu gehören zum Beispiel Ladegrenzen, Standby-Zeiten oder die Ladeleistung. Letzteres ist vor allem dann sinnvoll, wenn man die Powerstation leiser laden möchte. Statt mit 1.000 W kann man sie auch gedrosselt laufen lassen.









