Unter dem Leitgedanken "Solar Savings Made Simple" präsentierte EcoFlow eine ganze Reihe neuer Produkte und Plattformfunktionen. Im Mittelpunkt standen OASIS 3.0, der KI-Energieassistent EcoBot, die neue STREAM 2 Serie, OCEAN 2 für größere Heimspeicherinstallationen sowie mit der A-Serie erstmals auch Energiespeicherlösungen für gewerbliche und industrielle Anwendungen in Europa.#
OASIS 3.0: Die Steuerzentrale für Energie im Haushalt
Die wichtigste Ankündigung war weniger ein einzelnes Gerät als vielmehr die neue Steuerungsebene dahinter. Mit OASIS 3.0 bringt EcoFlow die nächste Generation seiner Energiemanagement-Plattform nach Europa. Sie soll künftig Solaranlage, Speicher, Haushaltsverbrauch, Stromtarife, Wetterprognosen und angeschlossene Geräte in einem zusammenführen.
Statt Nutzer mit Kurven, Zeitplänen und Menüs allein zu lassen, soll OASIS 3.0 automatisch erkennen, wann Strom erzeugt, gespeichert oder verbraucht werden sollte. Die Plattform berücksichtigt dafür unter anderem dynamische Stromtarife, Verbrauchsmuster, Solarprognosen und den Status verbundener Geräte.
Interessant ist dabei nicht nur die Automatisierung selbst, sondern auch die Transparenz. EcoFlow sprach auf dem Event von einer Funktion, die erklären soll, warum das System gerade lädt, entlädt oder eine bestimmte Strategie fährt.

EcoBot: Energiemanagement per natürlicher Sprache
Ergänzt wird OASIS 3.0 durch den neuen EcoFlow EcoBot. Der KI-gestützte Energieassistent soll die Bedienung des Systems deutlich vereinfachen. Nutzer können künftig per natürlicher Sprache Einstellungen ändern, Energiepläne erstellen oder Empfehlungen abrufen.

Damit will EcoFlow die Hürde für intelligentes Energiemanagement senken. Wer nicht ständig App-Menüs durchsuchen oder Ladezeiten manuell festlegen möchte, soll dem EcoBot einfach sagen können, was es tun soll. EcoBot ist damit weniger ein Gimmick als ein Baustein für EcoFlows größere Strategie, die Energieverwaltung genauso zu vereinfachen wie andere Smart-Home-Geräte.
STREAM 2: Der Einstieg ins modulare Heimenergie-System
Für private Haushalte dürfte die neue STREAM 2 Serie die greifbarste Produktneuheit sein. EcoFlow positioniert sie als flexible Lösung für unterschiedliche Wohnsituationen wie klassische Plug-in-Solar-Systeme, Haushalte mit bestehender PV-Anlage ohne Speicher und Haushalte, die schrittweise in Richtung umfassendes Heimenergiesystem wachsen möchten.
Zum Portfolio gehören unter anderem STREAM 3000, STREAM 5000 und STREAM AC 5000. Die STREAM 3000 bietet 3 kWh Speicherkapazität, die STREAM 5000 kommt auf 5 kWh. Für Haushalte mit bereits vorhandener Solaranlage ist die STREAM AC 5000 vorgesehen. Ergänzt wird das System durch Erweiterungsbatterien, Smart Meter und Gateway.

Der modulare Ansatz ist entscheidend. Nicht jeder Haushalt hat ein eigenes Dach, nicht jeder braucht sofort ein großes Speichersystem und viele möchten zunächst klein starten. STREAM soll genau diese Lücke schließen. EcoFlow betonte zudem die kompakte Bauweise der STREAM 5000. Der vertikal stehende Speicher benötigt wenig Stellfläche und soll sich leichter in Wohnungen, Kellern oder Hauswirtschaftsräumen unterbringen lassen.
Neben automatischen Modi bietet EcoFlow STREAM 2 auch manuelle Steuerungsmöglichkeiten. Der Intelligent Mode soll möglichst viel selbst regeln, der Self-consumption Mode den Eigenverbrauch optimieren und der Custom Mode individuelle Ladezeiten erlauben. Besonders relevant ist der Local Mode. Auch ohne Internet soll das System weiterlaufen und lokal per App steuerbar bleiben. Cloud-Funktionen wie Wetterprognosen fallen dann weg, die Grundfunktionen bleiben erhalten.

Bei Stromausfall sollen angeschlossene Geräte über Backup-Steckdosen mit bis zu 3.000 Watt versorgt werden können. EcoFlow nennt für STREAM außerdem 10.000 Ladezyklen, eine Lebensdauer von 15 Jahren und 10 Jahre Garantie.
OCEAN 2: Mehr Leistung für das ganze Zuhause
Während STREAM vor allem den Einstieg und kleinere bis mittlere Wohnsituationen adressiert, richtet sich OCEAN 2 an Haushalte mit größerem Energiebedarf. EcoFlow zeigte Einphasen- und Dreiphasensysteme sowie OCEAN 2 Plus mit Leistungen von 3 bis 15 kW.
Neu ist eine 8-kWh-Batterie, die mit bestehenden PowerOcean- und OCEAN-2-Systemen kompatibel ist. Damit lässt sich die Speicherkapazität flexibel erweitern. Laut EcoFlow kann das System bei 5 kWh starten und auf bis zu 96 kWh wachsen. Für größere PV-Anlagen unterstützt OCEAN 2 bis zu 24 kW PV-Eingang.
OCEAN 2 ist damit klar als Whole-Home-Lösung ausgelegt und kombiniert Speicher, Notstromversorgung und intelligentes Energiemanagement über OASIS 3.0. Zusätzlich verweist EcoFlow auf die Unterstützung von mehr als 500 Anbietern dynamischer Stromtarife und die Integration von über 35 Smart-Home-Marken. Erzeugung, Speicherung, Verbrauch und das Laden von Elektrofahrzeugen sollen dadurch zentral koordiniert werden können.

A-Serie und Alps: EcoFlow geht ins Gewerbe
Mit der neuen A-Serie wagt EcoFlow zudem den Schritt in den europäischen Markt für gewerbliche und industrielle Energiespeicherlösungen. Das erste Produkt der Serie trägt den Namen Alps und richtet sich an Unternehmen, gewerbliche PV-plus-Speicher-Projekte und größere Standorte.
Technisch setzt Alps auf eine DC-gekoppelte Hochvolt-Architektur, die Umwandlungsverluste reduzieren und die Effizienz verbessern soll. Das System basiert auf modularen 20-kWh-Einheiten und kann je nach Anwendung erweitert werden. Für den gewerblichen Einsatz nennt EcoFlow ein stapelbares Design, Schutzklasse IP66 und ein mehrstufiges Sicherheitskonzept auf Zell-, System- und Softwareebene.
Auch hier spielt OASIS 3.0 eine zentrale Rolle. Die Plattform soll Lastprofile, Strompreise und Solarerzeugung berücksichtigen und zugleich die Anbindung an virtuelle Kraftwerke sowie externe Energiemanagement-Plattformen ermöglichen. Für normale Privathaushalte ist dieser Bereich weniger relevant, strategisch aber wichtig. EcoFlow will seine Plattform nicht auf Balkonkraftwerke und Heimspeicher beschränken, sondern perspektivisch auch größere Energieinfrastrukturen steuern.

Preise, Marktstart und Intersolar
Für Deutschland wurde auf dem Event die EcoFlow STREAM 5000 Plug-in Battery mit einem Early-Bird-Preis von 1.299 Euro gezeigt. Dabei gilt laut EcoFlow 0 Prozent Mehrwertsteuer. Der Early-Bird-Verkauf startet in Deutschland am 12. August 2026, der offizielle Marktstart folgt am 15. September 2026.
Für die Niederlande wurde die STREAM AC 5000 Plug-in Battery mit einem Early-Bird-Preis von 1.399 Euro inklusive 21 Prozent Mehrwertsteuer angekündigt. Dort beginnt der Early-Bird-Verkauf am 15. Juli 2026, der offizielle Launch ist für den 15. August 2026 geplant.






