BLUETTI Elite 100 V2: Unboxing, Design und Anschlüsse
Lieferumfang
Die BLUETTI Elite 100 V2 kommt sicher verpackt. Im Karton befinden sich:
- die BLUETTI Elite 100 V2 Powerstation
- ein Kaltgerätekabel für den Netzbetrieb
- ein Solarladekabel mit MC4 auf XT60
- und eine Bedienungsanleitung
Wer im Auto laden möchte, muss das KFZ-Ladekabel separat dazukaufen. Das ist in dieser Geräteklasse zwar keine Seltenheit, sollte aber vor dem Kauf einkalkuliert werden.

Design und Verarbeitung
Mit einem Gewicht von 11,5 Kilogramm und kompakten Abmessungen von 320 × 215 × 250 Millimetern bleibt die Elite 100 V2 deutlich handlicher, als ihre Leistungsdaten vermuten lassen. Sie passt problemlos in den Kofferraum und lässt sich noch gut allein tragen, auch wenn sie klar kein Leichtgewicht mehr ist.
Das Gehäuse besteht aus robustem Kunststoff und ist sauber verarbeitet. Spaltmaße passen, nichts knarzt oder gibt bei Druck nach. BLUETTI setzt auf ein eher funktionales Design ohne viele Spielereien. Wetterfest ist das Gehäuse allerdings nicht, bei Outdoor-Einsätzen sollte also weiterhin ein geschützter Standort gewählt werden.
Der Tragegriff sitzt auf der Oberseite und ist fest integriert. Durch die Positionierung liegt das Gewicht beim Tragen nicht perfekt ausbalanciert, bleibt aber insgesamt gut kontrollierbar.

Anschlüsse und Display
Alle relevanten Anschlüsse befinden sich gut erreichbar und klar getrennt auf der Vorderseite. Theoretisch lassen sich bis zu 9 Geräte gleichzeitig betreiben. Es gibt:
AC-Ausgänge
- 2x AC-Steckdosen mit bis zu 1800 Watt Dauerleistung und Powerlifting-Modus für Lastspitzen bis 2700 Watt

DC-Ausgänge
- 1x KFZ-Steckdose mit 12 V und 10 A
- 2x DC5521 mit 12 V und bis zu 5 A pro Anschluss
USB-Ausgänge
- 2x USB-A mit 5 V und 3 A
- 1x USB-C mit bis zu 100 Watt
- 1x USB-C mit bis zu 140 Watt inklusive 28-Volt-Profil

AC- und DC-Ausgänge lassen sich jeweils separat über eigene Tasten aktivieren. Die leuchten dann auch gut sichtbar, sobald der jeweilige Bereich eingeschaltet ist.
Zur Kontrolle dient ein ebenfalls vorne integriertes und gut ablesbares Display, das aktuelle Lade- und Entladeleistung, verbleibende Laufzeit sowie den Akkustand in Prozent anzeigt. Die Berechnung passt sich dynamisch an die angeschlossenen Verbraucher an und erwies sich im Test als realistisch.

BLUETTI Elite 100 V2: Technologie und Kapazität
Im Inneren der Elite 100 V2 arbeitet ein LiFePO4-Akkusystem mit einer Nennkapazität von 1024 Wh. BLUETTI setzt dabei auf eine Systemspannung von 51,2 Volt bei 20 Ah, was weniger Verluste und eine effizientere Leistungsabgabe, insbesondere bei höheren Lasten zur Folge hat.
Der verbaute Akku ist auf über 4000 Ladezyklen bis 80 Prozent Restkapazität ausgelegt. Bei regelmäßiger Nutzung entspricht das einer ungefähren Lebensdauer von deutlich über zehn Jahren. Deutlich mehr als bei klassischen NMC-Akkus, die oft nach 800 bis 1000 Zyklen spürbar abbauen.
Ein BMS (Battery-Management-System) überwacht Spannung, Temperatur und Stromfluss und greift ein, sobald Grenzwerte überschritten werden. Ergänzt wird das Ganze durch eine MPPT-Steuerung für den Solareingang, die den Ertrag angeschlossener Solarmodule optimiert.
BLUETTI Elite 100 V2: Praxistest
Leistung
In den Leistungstests zeigt sich die Elite 100 V2 souverän und versorgt mit 1.800 W Dauerleistung rund 80 % aller Haushaltsgeräte ohne Probleme. Einen herkömmlichen Kaffeevollautomaten, der während der Aufheizphase Spitzen von rund 1.500 W fordert, hat sie im Test ohne Unterbrechung versorgt.
Auch stärkere Verbraucher wie ein Haartrockner auf höchster Stufe bringen die Powerstation nicht aus der Fassung. Bei Bedarf lässt sich über die BLUETTI App der Powerlifting-Modus hinzuschalten, der die Ausgangsspannung kontrolliert abgesenkt. Damit lassen sich auch ohmsche Verbraucher, also Geräte, die überwiegend Wärme oder Licht erzeugen, mit bis zu 2700 Watt stabil betreiben.

Im Test mit einem Wasserkocher funktionierte das zuverlässig, auch wenn das Wasser dann gefühlt eine Winzigkeit länger braucht. Für empfindliche Elektronik ist dieser Modus jedoch aufgrund der abgesenkten Ausgangsspannung nicht geeignet.
Sehr positiv präsentiert sich die Elite 100 V2 in der USB-Sektion. Ein stromhungriges MacBook Pro lässt sich über den 140 W USB-C-Port bei voller Geschwindigkeit laden, was in der Geräteklasse nicht unbedingt üblich ist. Auch moderate Lasten, wie ein kompletter PC-Arbeitsplatz (Mini-PC) inklusive Monitor und Peripherie (ca. 130 W), stellen für die Elite 100 V2 keine Herausforderung dar.
USV und Bypass-Modus
Für den Einsatz im Home-Office oder als Absicherung kritischer Hardware gibt es eine USV-Funktion. Im Testaufbau wurde die Elite 100 V2 zwischen Steckdose und einem NAS geschaltet. Beim simulierten Stromausfall (Stecker ziehen) schaltete die Powerstation in unter 10 ms um. Der Server lief ohne Neustart oder Verbindungsabbruch weiter. Zur Schonung der Zellen gibt es einen Bypass-Modus, der den Strom direkt an das Endgerät durchleitet.

Lautstärke
Akustisch verhält sich die Elite 100 V2 bis zu einer Abgabe von etwa 500 W sehr diskret. Die Lüfter bleiben meist inaktiv oder drehen im kaum wahrnehmbaren Bereich. Erst unter Volllast oder beim Schnellladen werden die Lüfter deutlich hörbar. Das Lüftergeräusch ist dabei eher als dumpfes Rauschen wahrzunehmen und wirkt weniger störend als das hochfrequente Surren vieler anderer Modelle.
Ladevorgang
Das Aufladen erfolgt dank des internen Netzteils unkompliziert über ein herkömmliches Kaltgerätekabel. An der Steckdose erreicht die Station eine Ladeleistung von bis zu 1.200 W. Eine Ladung auf 80 Prozent der Kapazität ist damit nach rund 45 Minuten erreicht und die vollständige Ladung nimmt etwa 70 Minuten in Anspruch.

Für die autarke Nutzung bietet der DC-Eingang eine Solar-Ladeleistung von bis zu 1.000 W (12-60 V, 20 A), was unter optimalen Wetterbedingungen ähnlich kurze Ladezeiten wie am Stromnetz ermöglicht. Daneben wird Pass-Through-Charging unterstützt, das heißt die Powerstation kann gleichzeitig laden und entladen.
Effizienz
Auch bei der Kapazitätsmessung hinterlässt die Powerstation einen ordentlichen Eindruck. Unter einer konstanten Last von 500 Watt ließen sich 946 Wh entnehmen. Bezogen auf die Nennkapazität von 1024 Wh entspricht das einer nutzbaren Energie von rund 93 Prozent, was für einen überdurchschnittlich hohen Wirkungsgrad des internen Wechselrichters spricht.
Bei sehr geringen Lasten im zweistelligen Bereich steigt hingegen der relative Eigenverbrauch, wodurch die nutzbare Kapazität auf etwa 80 Prozent sinkt.
BLUETTI App
Die Einbindung in die BLUETTI App erfolgt wahlweise via Bluetooth oder WLAN. Letzteres ermöglicht die Überwachung und Steuerung der Powerstation auch über größere Distanzen hinweg. Funktionen wie die Aktivierung des Powerlifting- oder ECO-Modus, die Anpassung der Ladegeschwindigkeit oder eine PV-Priorisierung lassen sich so komfortabel aus der Ferne verwalten.
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