Einleitung
Akku-Staubsauger haben sich im Alltag längst etabliert. Schnell einsatzbereit, flexibel und deutlich angenehmer als klassische Kabelgeräte. Dennoch gibt es einen Punkt, der viele Modelle auch heute noch ausbremst. Und zwar der Umgang mit Staubbehälter nach dem Saugen. Staubbehälter entleeren, Filter ausklopfen, anschließend feine Partikel in der Luft. An der Stelle scheitert für mich oft das Komfortversprechen.
Hoover verspricht mit dem HF3 Pro nicht nur eine gründliche Reinigung, sondern auch eine die hygienisch und bequem ist. Die automatische Absaug- und Ladestation spielt dabei eine zentrale Rolle.

Design, Verarbeitung und erster Eindruck
Optisch wirkt der Hoover HF3 Pro modern, aber nicht verspielt. Das Design ist funktional, klar und auf Alltag ausgelegt. Kein übertriebener Hochglanz, keine unnötigen Spielereien. Die Materialien fühlen sich solide an, nichts knarzt oder wirkt billig.
Mit 2,54 kg Gewicht ist der Akkustaubsauger angenehm leicht. Besonders bei längerem Saugen oder beim Saugen über Kopf (z. B. Spinnenweben, Regale) zahlt sich das aus. Die Gewichtsverteilung ist gut gelungen, sodass der Staubsauger nicht kopflastig wirkt und leicht dahingleitet.
Die Absaugstation ist schlank, hoch gebaut und lässt sich problemlos in eine Ecke stellen. In meinem Fall habe ich bewusst auf die Wandhalterung verzichtet und nutze ausschließlich die Station, die gleichzeitig als Ladeplatz und Aufbewahrung dient.
Automatische Absaugstation – echtes Komfort-Upgrade

Eines der wichtigsten Alleinstellungsmerkmale des Hoover HF3 Pro ist die automatische Entleerungs- und Ladestation. Nach jedem Reinigungsvorgang stelle ich den Staubsauger einfach in die Station. Der Rest passiert vollautomatisch.
Der Staub wird aus dem 0,7-Liter-Behälter in einen 3-Liter-Staubbeutel abgesaugt. Laut Hoover reicht ein Beutel für bis zu 100 Tage, was realistisch erscheint, sofern man keine Großfamilie mit Haustieren hat.
Im Alltag bedeutet das:
- Kein Staubkontakt
- Kein Ausklopfen des Behälters
- Kein Nachsaugen von Feinstaub
Gerade für Allergiker oder empfindliche Menschen ist das ein klarer Pluspunkt. Die Absaugung selbst ist hörbar, aber kurz und deutlich angenehmer als manuelle Entleerung.
Saugleistung: Mehr als ausreichend für den Alltag

Mit bis zu 150 AirWatt Saugleistung liefert der bürstenlose Motor saubere Ergebnisse. Wichtig ist hier weniger der nackte Zahlenwert, sondern das, was am Boden ankommt.
- Hartboden: Staub, Krümel, feiner Schmutz, alles wird zuverlässig aufgenommen.
- Teppich: Gerade auf kurz- und mittelflorigen Teppichen zeigt der HF3 Pro, was er kann.
- Kanten & Ecken: Die beidseitige Aufnahme der Bodendüse funktioniert sichtbar effektiv.
Die Saugleistung bleibt dabei über die gesamte Laufzeit konstant, ohne starkes Nachlassen nach wenigen Minuten, wie man es normalerweise von günstigeren Akkusaugern kennt.
LED-Bodendüse & Anti-Twist-Bürste

Die integrierten LEDs an der Bodendüse sind kein Marketing-Gag, sondern nützlich. Auf dunklen Böden oder bei schrägem Lichteinfall werden Staubpartikel, die ich sonst übersehen hätte, deutlich sichtbarer.
Positiv fällt außerdem die Anti-Twist-Bürstenrolle auf. Haare, egal ob lang oder kurz, wickeln sich kaum um die Rolle. Gerade im Vergleich zu meinem vorherigen Xiaomi-Gerät ist das ein deutlicher Fortschritt, der die Wartung nochmal erleichtert.

Laufzeit & Akku: realistisch bewertet
Hoover gibt eine maximale Laufzeit von bis zu 60 Minuten an. In der Praxis hängt das allerdings sehr stark vom verwendeten Modus ab. Realistisch sind:
- ca. 25–30 Minuten bei höherer Saugleistung
- deutlich länger im Eco-Betrieb
Für meine Wohnung reicht eine Akkuladung problemlos für eine vollständige Reinigung. Die Ladezeit von rund 4 Stunden ist durchschnittlich, aber dank Absaugstation unproblematisch, denn der Staubsauger ist ohnehin immer "geparkt".
Filtersystem & Hygiene

Der HEPA-13-Filter hält laut Hersteller 99,9 % der Staubpartikel zurück. In Kombination mit dem mehrschichtigen Filtersystem sorgt das für saubere Abluft. Gerade bei Allergikern oder empfindlichen Personen ein nicht zu unterschätzender Punkt.
Der EPA-Filter ist waschbar, was langfristig Kosten spart. Wichtig ist hier, ihn wirklich vollständig trocknen zu lassen, bevor man ihn wieder einsetzt.

Kein überladenes Zubehörpaket, aber alles, was man im Alltag wirklich nutzt. Die Fugendüse kommt regelmäßig beim Sofa, Autositz oder den Fußleisten zum Einsatz.
Aufbewahrung & Alltagstauglichkeit
Hoover liefert zwar eine Wandhalterung, ich persönlich nutze ausschließlich die Absaugstation. Sie ist stabil, platzsparend und macht den Staubsauger jederzeit einsatzbereit. Gerade dieser Punkt sorgt dafür, dass man häufiger "mal eben schnell" saugt.
Garantie & Service
Hoover bietet bei Registrierung 3 Jahre Garantie für die HF-Serie, sofern das Gerät innerhalb von 30 Tage registriert wurde.
Vergleich zu Xiaomi – meine persönliche Einschätzung
Ich hatte zuvor nur einen Akku-Staubsauger von Xiaomi und Wischsauger von Dreame. Technisch solide, aber:
- keine automatische Entleerung (zumindest bei den Geräten, die ich hatte)
- mehr Haarverwicklungen
- weniger Komfort im Alltag
- schlechterer Akku
Der Hoover HF3 Pro wirkt insgesamt durchdachter, erwachsener und stärker auf Alltag und Hygiene optimiert. Man merkt, dass Hoover hier viel Erfahrung aus klassischen Staubsaugern eingebracht hat.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich das so klar sage, aber Hoover steht für mich bei den Haushaltsgeräteherstellern fortan ganz weit oben!
Preis-Leistungs-Verhältnis
Zum aktuellen Preis von 229 Euro ist der Hoover HF3 Pro aus meiner Sicht sehr attraktiv. Die Absaugstation allein hebt ihn deutlich von vielen Konkurrenten ab. Würde ich ihn zur UVP von 319 Euro kaufen? Wahrscheinlich auch, aber mit dem aktuellen Rabatt ist das Angebot besonders rund.






