OSCAL Pad 200 im Test – 13,4 Zoll XXL-Tablet für Arbeit, Studium und Streaming

Veröffentlicht von Christian Matenar am 15. Februar 2026

Das OSCAL Pad 200 tritt mit großem 13,4 Zoll-120 Hz-Display, DokeOS 5.0 und umfangreichem Zubehör an, um Alltags-, Arbeits- und Mediennutzung unter einen Hut zu bringen. Wie gut das gelingt, klären wir im Test!

8.0

Unsere Bewertung
OSCAL Pad 200 Review Hero

Design und Verarbeitung

Mit Abmessungen von 309,41 × 201,49 × 7,9 mm und einem Gewicht von rund 750 Gramm ist das OSCAL Pad 200 für seine Displaygröße überraschend schlank. In der Hand wirkt es weniger wuchtig, als es die nackten Zahlen erwarten lassen, insbesondere im Vergleich zu klassischen 12- oder 13-Zoll Windows-Tablets.

Das Metallgehäuse setzt auf klare Linien und gerade Kanten. Das Design ist funktional und zurückhaltend, ohne visuelle Spielereien. Die Farbvarianten Space Grey und Glacier Blue unterstreichen den sachlichen Charakter. Verarbeitung und Materialübergänge sind am Preis gemessen okay. Druckstellen oder Knarzgeräusche traten im Test nicht auf.

Anders sieht es beim optionalen Zubehör aus. Tastatur, Stift und Maus bestehen überwiegend aus billigem Kunststoff und wirken deutlich einfacher verarbeitet. Besonders die Tastatur erreicht weder die Stabilität noch das Tippgefühl hochwertiger Alternativen und passt damit nicht ganz zum soliden Eindruck des Tablets selbst. Auch der Stift ist lediglich ein passiver Stylus mit Gummikappe, ohne jegliche Funktion.

Trotz seiner Größe bleibt das Tablet gut transportabel und eignet sich problemlos für den mobilen Einsatz. Bei längerer Nutzung aus der Hand macht sich das Gewicht jedoch bemerkbar. Seine Stärken spielt das Pad 200 vor allem im Querformat auf dem Tisch oder in Kombination mit Tastatur und Maus aus, wo es sich eher wie ein kompakter Laptop-Ersatz anfühlt.

OSCAL Pad 200 Lieferumfang

Display

Das zentrale Merkmal des Pad 200 ist das 13,4 Zoll IPS-Display mit einer Auflösung von 1200 × 1920 Pixeln. Die Pixeldichte liegt unterhalb hochpreisiger Premium-Tablets, erweist sich im Alltag jedoch als völlig ausreichend. Texte werden scharf dargestellt, UI-Elemente wirken sauber und auch längeres Arbeiten bleibt angenehm. Die Farben bewegen sich eher auf der kühleren Seite und auch bei der Helligkeit bleibt Luft nach oben.

Eine der positiven Eigenschaften ist die Bildwiederholrate von 120 Hz, die in Kombination mit Touch-Sampling von 240 Hz und dem voll laminierten TDDI-Panel ein spürbar flüssiges Nutzungserlebnis vermittelt. Scrollen, Multitasking und Animationen wirken damit deutlich ruhiger als bei klassischen 60 Hz Tablets dieser Preisklasse.

Auch für längere Nutzung ist das Display gut geeignet. Die TÜV SÜD Zertifizierung für reduziertes Blaulicht sowie verschiedene Augenkomfort-Modi helfen dabei, die Belastung der Augen zu reduzieren. Selbst nach mehreren Stunden bleibt die Darstellung angenehm und ermüdungsarm.

Im Vergleich zu einem typischen 10 Zoll Tablet bietet das Pad 200 rund 76 Prozent mehr nutzbare Displayfläche, was sich besonders bei Split-Screen-Szenarien, Dokument Bearbeitung und Recherche bemerkbar macht.

OSCAL Pad 200 mit Zubehör

Multimedia und Audio

Dank Widevine-L1 Zertifizierung unterstützt das Pad 200 Streaming in 1080p bei Netflix, Prime Video und Disney+. Die Bildqualität bleibt stabil, ohne automatische Herunterskalierung.

Die Lautsprecher liefern einen ausgewogenen Klang. Stimmen sind klar, Höhen sauber, der Bass naturgemäß begrenzt, aber ausreichend für Serien, Videos und gelegentliches Gaming. Für ein Tablet dieser Preisklasse ist die Audioleistung mittelmäßig.

OSCAL Pad 200 Display

Kameras

Die Kameraausstattung bleibt funktional. Auf der Rückseite arbeitet ein 16 MP Sensor, vorne eine 8 MP Kamera, beide mit 1080p-Videoaufnahme.

Für Video-Calls, Online-Unterricht, Dokumentenscans und gelegentliche Fotos ist die Qualität ausreichend. Farben wirken natürlich, die Detailzeichnung ist solide, bei wenig Licht nimmt die Schärfe erwartungsgemäß ab. Funktionen wie Face-Unlock und Google Lens erhöhen den Alltagsnutzen.

Leistung und Alltag

Im Inneren arbeitet der Unisoc Tiger T7280, ein Octa-Core-SoC mit zwei Cortex-A75-Kernen und sechs Cortex-A55-Kernen, kombiniert mit einer Mali-G57-GPU. Die Leistung ordnet sich im unteren Mittelklasse-Bereich ein.

Im Alltag zeigt sich das System stabil und flüssig. Apps starten zügig, Multitasking bleibt kontrolliert, einfache Spiele laufen flüssig bei reduzierten Details. Die 120 Hz Darstellung trägt spürbar zur wahrgenommenen Geschwindigkeit bei.

Die 6 GB RAM lassen sich virtuell erweitern, was vor allem bei vielen parallel laufenden Apps das Systemverhalten verbessert. Der interne Speicher von 128 oder 256 GB kann per microSD-Karte bis 2 TB erweitert werden, was in dieser Geräteklasse keineswegs selbstverständlich ist.

Konnektiv gibt es Wi-Fi 5, Bluetooth 5.0, Dual-SIM-Support und eine vollständige 4-in-1-Navigation mit GPS, GLONASS, Galileo und BeiDou, womit das Pad 200 auch unterwegs flexibel einsetzbar ist.

OSCAL Pad 200 Tastatur

Software: DokeOS 5.0

DokeOS 5.0 basier auf Android 16 und  gehört zu den stärksten Argumenten des Pad 200. Die Oberfläche ist aufgeräumt, stabil und funktional.

Es gibt einen PC-Modus 3.0, der frei skalierbare Fenster, eine Dock-Leiste, parallele App-Nutzung und einen schnellen Wechsel zwischen Tablet- und Desktop-Ansicht ermöglicht. In Verbindung mit Tastatur und Maus entsteht ein erstaunlich produktives Arbeitsumfeld für Office-Aufgaben, Recherche und E-Mail-Verwaltung.

Split-Screen 2.0, ein überarbeitetes Kontrollzentrum und kontextbasierte Benachrichtigungen runden den positiven Eindruck ab. Auch Datenschutzfunktionen wie Private Space und App-Sperren sind sinnvoll integriert. Wie lange es Android-Updates geben soll, kommuniziert OSCAL nicht!

KI-Funktionen

Mit Doke AI 2.0 integriert OSCAL außerdem eine umfangreiche KI-Plattform. Die Kombination aus DeepSeek-R1, ChatGPT-4o mini und Gemini ermöglicht Sprachassistenten, Text- und Bildgenerierung, Zusammenfassungen, Übersetzungen und kreative Tools.

Apps wie Hi Doki, ImageX, VidGen und Soundle richten sich weniger an Profis, bieten aber für Schule, Studium und kreative Anwendungen einen echten Mehrwert, ohne sich aufdringlich in den Vordergrund zu drängen. Man kann sie nutzen ,muss aber nicht. Alle genannten Apps verlange ein Abo, um den vollen Umfang nutzen zu können.

OSCAL Pad 200 Stift

Akku und Laufzeit

Der 8300 mAh Akku sorgt für eine solide Laufzeit, sodass ein kompletter Arbeitstag mit gemischter Nutzung (Office, Streaming, Web) problemlos möglich ist. Die reine Display-On-Zeit liegt bei ungefähr 7 Stunden. Intelligente Energiesparmodi sorgen für optimierte Standby-Zeiten.

Geladen wird mit 18 Watt. Das ist ausreichend, aber nicht besonders schnell und dauert ungefähr 4 Stunden. Über Nacht geladen ist das Tablet am nächsten Tag wieder einsatzbereit.

Preis und Varianten

Das OSCAL Pad 200 wird in zwei Speicher­varianten angeboten, die sich technisch ansonsten nicht unterscheiden. Beide Modelle verfügen über das identische 13,4 Zoll 120 Hz Display, den Unisoc-Tiger-T7280-Prozessor, 6 GB Arbeitsspeicher, DokeOS 5.0 auf Android-16-Basis sowie den identischen Lieferumfang.

Der Unterschied liegt ausschließlich im internen Speicher. Eine Speichererweiterung auf bis zu 2 TB per microSD-Karte ist bei beiden Modellen möglich.

  • OSCAL Pad 200 (128 GB Speicher)
    Geeignet für Nutzer mit moderatem App- und Medienbedarf oder für den überwiegenden Einsatz mit Cloud-Speichern.
    Amazon-Link: OSCAL Pad 200 128 GB Variante
  • OSCAL Pad 200 (256 GB Speicher)
    Sinnvoll für Anwender, die viele Apps, Offline-Inhalte oder größere Mediendateien direkt auf dem Gerät vorhalten möchten.
    Amazon-Link: OSCAL Pad 200 256 GB Variante

Pad 200

8.0

POSITIV

Sehr großes 13,4-Zoll-Display mit 120 Hz

Umfangreicher Lieferumfang

Solide Alltagsleistung

PC-Modus mit echtem Mehrwert

Gute Akkulaufzeit

Android 16 ab Werk

NEGATIV

Displayauflösung nur FHD

Ladeleistung durchschnittlich

Kameras nur funktional

FAZIT

Das OSCAL Pad 200 überzeugt vor allem durch sein ungewöhnlich großes Display und ein stimmiges Gesamtpaket, das klar auf Produktivität und Medienkonsum ausgelegt ist. Das 13,4 Zoll große 120 Hz Panel bietet spürbar mehr Arbeitsfläche als klassische Tablets und sorgt zusammen mit dem PC-Modus 3.0 für ein erstaunlich produktives Nutzungserlebnis. Gerade in Kombination mit Tastatur und Maus lässt sich das Tablet im Alltag sinnvoll als Laptop-Ersatz für Office-Aufgaben, Recherche und Kommunikation einsetzen.

Auch im täglichen Einsatz hinterlässt das System einen stabilen Eindruck. Apps starten zügig, Multitasking bleibt kontrollierbar und die Speichererweiterung per microSD-Karte erhöht die Flexibilität zusätzlich. Die Akkulaufzeit reicht problemlos für einen kompletten Arbeitstag, während Widevine L1 und solide Lautsprecher das Tablet auch für Streaming und Unterhaltung attraktiv machen.

Abstriche müssen Nutzer vor allem bei der Displayhelligkeit, der reinen Systemleistung und der Verarbeitungsqualität des Zubehörs machen. Tastatur, Stift und Maus wirken einfacher verarbeitet und werden dem ansonsten soliden Tablet nicht ganz gerecht. Auch die Ladegeschwindigkeit und die unklare Update-Politik trüben den Gesamteindruck etwas.

Gemessen am Preis bietet das OSCAL Pad 200 dennoch ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer ein großes Tablet für produktives Arbeiten, Studium oder Medienkonsum sucht und auf High-End-Leistung verzichten kann, erhält hier ein vielseitiges und alltagstaugliches Gerät, das sich deutlich von kleineren und oft teureren Alternativen abhebt.

PREISVERGLEICH

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Price icon 229,88€

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