Einleitung
Projektoren sind inzwischen nicht mehr nur ein Thema für dedizierte Heimkino-Räume. Streaming ohne Zusatzgeräte, flexibler Aufbau und leiser Betrieb stehen im Fokus. Genau in diese Kategorie fällt der OSCAL PV800 PRO, der sich als pragmatischer Großbild-Allrounder für Filme, Serien, Sport, Gaming und gelegentliche Präsentationen präsentiert.
Preislich ist das Gerät aktuell besonders interessant: Bei Amazon liegt der PV800 PRO bei 299,99 Euro (statt 499,90 Euro UVP). Mit dem Code "5JKINFIB" sind zusätzlich 50 Euro Rabatt möglich. Zum Produkt kommt ihr über diesen Link → OSCAL PV800 Pro
Wichtig für die Einordnung: Das Datenblatt nennt „4K unterstützt“ und „natives 1080P“. Gemeint ist eine native Full HD Auflösung, die höher aufgelöste Inhalte (z. B. 4K) intern auf 1080p herunter skaliert. Entscheidend ist daher weniger das Schlagwort im Datenblatt, sondern wie sauber Upscaling, Kontrast, Schärfe und Bewegungen im Alltag aussehen.
Design und Verarbeitung
OSCAL setzt beim PV800 PRO auf ein wohnraumtaugliches Design. Die silberne Starlight-Silver-Variante mit metallischem Finish und dezenter Stofftextur wirkt weniger nach Technikbox als viele günstige Projektoren. So kann er im Wohnzimmer stehen bleiben, ohne sofort als Fremdkörper aufzufallen.

Mit 280 × 241 × 109,5 mm bleibt das Gehäuse kompakt genug für Sideboards und Tische. Das Gewicht von ca. 2,6kg ist ein guter Mittelweg aus noch transportabel, aber stabil genug, um beim Einstecken von HDMI, USB oder Klinke nicht gleich zu verrutschen.
Die Verarbeitung hinterlässt insgesamt einen guten Eindruck und passt zur Preisklasse. An den Kontaktpunkten, Kanten, Übergänge, Anschlussbereich, wirkt der Aufbau zweckmäßig und sauber. Es ist kein Premium-Aluminiumblock, aber auch kein dünnwandiges Plastikgehäuse, das sofort nach billig schreit.
Einrichtung
Im Alltag zählt vor allem, wie schnell ein brauchbares Bild steht. Der PV800 PRO nimmt einem dabei viel Arbeit ab. Nach dem Einschalten sorgt die automatische Schärfe und Ausrichtung dafür, dass das Bild ohne Nachjustieren klar und ordentlich wirkt. Kleine Positionsänderungen steckt der Projektor problemlos weg, ohne dass man jedes Mal ins Menü greifen muss.
Praktisch ist auch die Hinderniserkennung, etwa wenn im Wohnzimmer Pflanzen, Deko oder Möbel in den Projektionsbereich ragen. Sie ersetzt keine saubere Aufstellung, reduziert aber unnötigen Ärger beim schnellen Aufbau.

Bildqualität in der Praxis
Der PV800 PRO arbeitet mit Full HD (1920 × 1080) als nativer Auflösung. Für große Bilddiagonalen bietet Full HD genügend Detail, ohne dass die Hardwarekosten explodieren. Gleichzeitig ist es wichtig, dass Fokus und optische Homogenität stimmen, denn auf 120 bis 200 Zoll (5,08 m) werden Schwächen gnadenlos sichtbar.
OSCAL gibt eine Helligkeit von 1400 Lumen an. Unabhängig von Messmethoden ist der PV800 PRO in der Realität deutlich näher an "wohnzimmertauglich" als viele 300–500-Lumen-Geräte, die realistisch nur im dunklen Raum funktionieren. Tagsüber bei diffusem Licht bleibt das Bild erkennbar, bei direkter Sonneneinstrahlung verliert natürlich auch dieser Projektor sichtbar an Punch. Für Sportübertragungen am Nachmittag oder Serien im nicht komplett abgedunkelten Raum ist die Helligkeit dennoch ein zentraler Pluspunkt.

Bei 4K-Unterstützung kommt es auf die Signalverarbeitung an. Der Projektor nimmt 4K-Streams an, skaliert sie auf Full HD und kann dadurch von besser codierten Quellen profitieren. Das Ergebnis ist häufig ein ruhigeres, saubereres Bild als bei reinem 1080p-Input schlechter Qualität. Man sollte aber nicht erwarten, dass "4K" hier die native Detailauflösung eines echten 4K-Projektors ersetzt. Der Mehrwert liegt eher in der Kompatibilität und oft besseren Materialqualität moderner Streams.

HDR10+ ist ebenfalls ein Punkt, der in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist. Realistisch verbessert HDR vor allem die Abstufungen in hellen Bereichen und die Detailzeichnung in dunkleren Szenen, sofern Quelle und Einstellungen passen. Ein echtes HDR-"Wow" wie bei High-End-TVs darf man nicht erwarten, aber HDR-Unterstützung kann verhindern, dass Inhalte flach und ausgewaschen wirken.
Kontrast und Farbdarstellung
OSCAL nennt ein Kontrastverhältnis von 4000:1. Solche Angaben sind zwischen Herstellern schwer vergleichbar. Entscheidend ist: Wirkt Schwarz eher grau? Brechen dunkle Szenen zusammen? Bleiben Farbübergänge sauber?
Im Alltag liefert der PV800 PRO ein Bild, das über dem typischen Einsteigerlevel liegt. Farben wirken kräftig, ohne sofort ins Übersättigte zu kippen. Hauttöne sind in gutem Material natürlich genug und Farbübergänge bleiben weitgehend weich. Bei sehr großen Projektionsflächen hängt die Wahrnehmung stark von der Wandfarbe, der Leinwandqualität und Raumreflexionen ab. Wer auf nackter, leicht getönter Wand projiziert, wird zwangsläufig weniger Kontrast sehen als auf einer passenden Leinwand.
Der PV800 PRO ist kein Gerät für farbkalibrierte Heimkino-Puristen, sondern ein Modell für Menschen, die eine stimmige Bildwirkung ohne große Einstellorgien möchten. In diesem Rahmen wirkt die Umsetzung nachvollziehbar.

Geräuschentwicklung und Kühlung
Projektoren stehen selten weit weg vom Sitzplatz. Daher ist Lüfterlautstärke oft der stille Showstopper. OSCAL gibt für den PV800 PRO unter 35 dB an und kombiniert dafür Aluminiumplattenkühlung mit zusätzlichen Kühlventilatoren.
In typischen Wohnzimmerszenarien tritt der Lüfter weniger in den Vordergrund, Dialoge bleiben verständlich und in ruhigen Szenen fällt das Gerät nicht permanent akustisch auf. Wer extrem empfindlich auf Geräusche reagiert oder sehr nah am Projektor sitzt, wird trotzdem Unterschiede hören, aber in dieser Preisklasse ist ein leiser Betrieb ein klarer Pluspunkt.
Klangqualität der integrierten Lautsprecher
Mit 8W Stereo auf dem Papier ersetzt der PV800 PRO keine Stereoanlage. Für Nachrichten, Serien und spontane Filmabende reicht die integrierte Lösung. Stimmen bleiben klar und eine gewisse Raumfüllung ist vorhanden.
Für echtes Heimkino-Feeling fehlen naturgemäß Bassfundament und Dynamik. Über Bluetooth 5.0 für kabellose Lautsprecher oder Soundbars sowie 3,5-mm-Klinke für klassische Audioverbindungen lässt sich der Klang beliebig aufwerten.
Smart-System: Google TV und App-Ökosystem
Ein großer Vorteil des PV800 PRO ist das integrierte Google TV. Das ist im Alltag relevanter, als es zunächst klingt. Viele Projektoren nutzen Android-Varianten, die zwar Apps erlauben, aber bei DRM (Widevine L1), Netflix-Kompatibilität oder Bedienlogik schwächeln. Mit Google TV als Plattform wird die Bedienung konsistenter, die App-Auswahl größer und das System liegt deutlich näher am "TV-Alltag".
OSCAL nennt Netflix-Unterstützung sowie 10 000+ Apps. Der Projektor kann als eigenständige Streaming-Zentrale funktionieren, ohne dass zwingend ein Fire-TV-Stick, Chromecast oder Apple TV nötig ist.
Die KI-Sprachsteuerung ist ein Komfortthema. In der Praxis lohnt sie sich vor allem fürs Suchen und Starten von Apps, besonders wenn man nicht jedes Mal durch Menüs navigieren möchte. Wie gut das im Alltag wirkt, hängt stark von der Mikrofonqualität der Fernbedienung, der Raumakustik und der Spracheinstellung ab. Grundsätzlich ist die Integration in Google TV aber ein Vorteil, weil Suchlogik und Dienste-Integration reifer sind als bei generischen Projektor-Launchern.

Performance und Hardware-Einordnung
Als SoC kommt ein Quad-Core Hi3751 V352 zum Einsatz, dazu eine Mali-450 MP2 GPU. Der Speicher ist mit 1 GB RAM und 8 GB Datenspeicher eher knapp bemessen, insbesondere wenn man an moderne Streaming-Boxen denkt. Im Projektor-Kontext ist die Erwartung jedoch eine andere. Es geht primär um Medienwiedergabe, App-Start, UI-Navigation und stabile Streams.
Für genau diese Aufgaben reicht die Hardware auch aus, allerdings ist der PV800 PRO kein Gerät für anspruchsvolle Apps oder aufwändiges Multitasking. Wer aber Netflix, YouTube, Prime Video, Disney+ und gelegentlich Screen-Mirroring nutzt, wird die Limits seltener spüren als das Datenblatt vermuten lässt.

Konnektivität und Anschlüsse
Auf der Rückseite befinden sich ein HDMI IN, USB, 3,5-mm-Klinke und ein AC-Eingang. Das deckt typische Szenarien ab, wie z. B. Konsole oder Laptop per HDMI anschließen, Medien vom USB-Stick laden und Audio extern per Klinke verbinden. Drahtlos setzt OSCAL auf Wi-Fi 6 (2,4G + 5G) sowie Bluetooth 5.0. Streaming funktionierte im Test ohne Pufferzeiten und Qualitätsdrops.

Auch Screen-Mirroring ist vorhanden. iOS Cast, Miracast und ähnliche Standards werden unterstützt, was den spontanen Einsatzzweck nochmal unterstreicht.

Heimkino, Gaming, Arbeit
Der PV800 PRO unterstützt Projektionsgrößen von 40 bis 200 Zoll (5,08 m) sowie 16:9 und 4:3. Kleine Diagonalen eignen sich für kurze Abstände oder kleinere Räume. Um die 100 bis 150 Zoll liegt der typische Bereich fürs Wohnzimmer. 200 Zoll sind eher für große Distanzen und passende Lichtverhältnisse gedacht.
Für Gaming zählt neben Bildgröße vor allem ein sauberes Bild, eine stabile HDMI-Verbindung und schnelle Umschaltzeiten. Ohne konkrete Input-Lag-Messwerte lässt sich keine Profiaussage treffen, aber als Casual-Gaming-Projektor mit Konsole auf der Couch ist der PV800 PRO konzeptionell passend, insbesondere durch einfache Einrichtung und ausreichend Helligkeit.
Im Arbeitsalltag spielen Autofokus, automatische Bildkorrektur und das 4:3-Format eine wichtige Rolle. Präsentationen lassen sich schnell ausrichten, Texte bleiben gut lesbar. Full HD reicht dafür vollkommen aus und wirkt in typischen Meeting-Situationen oft sogar angenehmer als zu hoch aufgelöste Inhalte.

Sicherheit und Langlebigkeit
OSCAL setzt beim PV800 PRO auf grundlegende Schutzfunktionen. Der Projektor überwacht seine Temperatur und schaltet sich bei Bedarf selbst ab. Das fällt im Alltag kaum auf, ist aber wichtig, da Geräte dieser Art oft viele Stunden am Stück laufen und Hitze die Lebensdauer stark beeinflusst.
Die LED-Lichtquelle ist mit bis zu 50.000 Stunden angegeben. Auch mit vorsichtiger Rechnung ergibt sich daraus eine sehr lange Nutzungszeit. Ein Lampenwechsel, wie man ihn von klassischen Beamern kennt, spielt hier praktisch keine Rolle mehr.










