Revolution im Treppenhaus: Roborock zeigt mit dem Saros Rover, wie Saugroboter wirklich klettern sollten

Veröffentlicht von Timo Altmeyer am 6. Januar 2026

Auf der CES 2026 hat Roborock mit dem Saros Rover einen der wohl spannendsten Prototypen der letzten Jahre enthüllt. Während Treppensteigen bei Saugrobotern seit der IFA 2025 als der nächste große Schritt gilt, wählt Roborock einen anderen und deutlich vielversprechenderen Ansatz als die Konkurrenz.

Roborock Saros Rover He3ro

Integrierte Beine statt externer Aufzug

Bereits im vergangenen Jahr präsentierten Hersteller wie Dreame, MOVA oder Eufy erste Konzepte für treppensteigende Roboter. Diese Lösungen hatten jedoch einen gemeinsamen Haken, denn sie basierten meist auf separaten, klobigen Zusatzmodulen, die den Roboter lediglich wie einen Aufzug die Treppe hinauf- oder hinuntertrugen. Der Roboter selbst blieb passiv und die Treppenstufen blieben schmutzig.

Beim Roborock Saros Rover ist die Kletterfunktion stattdessen direkt in das Chassis integriert. Umgesetzt wird das durch eine neuartige Zwei-Rad-Bein-Architektur. Die verwandelt das Treppenhaus von einem unüberwindbaren Hindernis in einen regulären Reinigungsbereich. Wie das in Aktion aussieht, zeigt der YouTube Clip der Kollegen von CNET.

 

Roborock Unveils Saros Rover at #ces2026

Springen und Balancieren

Die patentierte Mechanik erlaubt es dem Roboter, jedes der "Rad-Beine" unabhängig voneinander anzuheben, abzusenken oder auszufahren. In Demos auf der CES zeigte der Saros Rover eine fast organische Beweglichkeit, die weit über das bloße Treppensteigen hinausgeht und schon eher an einen autonomen Roboter erinnert.

  • Aktive Reinigung: Der Roboter bewältigt nicht nur Standardtreppen, sondern laut Hersteller auch Wendeltreppen, teppichbezogene Stufen mit abgerundeten Kanten (Bullnose) und komplexe Schwellen.
  • Balance-Akt: Auf unebenem Untergrund gleicht das Fahrwerk Höhenunterschiede in Echtzeit aus, sodass der Korpus des Roboters stets waagerecht bleibt.
  • Sprungfähigkeit: Der Rover weicht Hindernissen nicht nur aus, sondern führt kleine Sprünge aus, um sich etwa über Laserbarrieren hinwegzusetzen oder plötzlich auftauchenden Objekten (wie zugeworfenen Tennisbällen) dynamisch auszuweichen.

 

Gesteuert wird die komplexe Motorik durch KI-Algorithmen und 3D-Raumsensoren, die die Umgebung permanent scannen. Roborock betont, dass der Saros Rover erstmal nur eine Produktdemonstration ist. Ein offizielles Erscheinungsdatum oder Preise wurden noch nicht genannt. Bislang unüberwindbare Treppen dürften damit aber schon sehr bald aus dem No-Go-Bereich verschwinden.

Quelle: Roborock Pressemeldung

Hinterlasse hier deinen Kommentar