ALLPOWERS R600 im Test: Klein, schnell geladen und erstaunlich gut ausgestattet

Aktualisiert von Christian Matenar am 17. Juni 2026

Powerstations mit rund 300 Wh Kapazität gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Die meisten Modelle richten sich an Camper, Angler oder Nutzer, die im Notfall Smartphone, Notebook oder Router weiter betreiben möchten. Wirklich spannend werden Geräte dieser Klasse erst dann, wenn sie mehr bieten als die übliche Standardkost aus zwei Steckdosen, etwas USB und einem mittelmäßigen Akku.

8.5

Unsere Bewertung
ALLPOWRS R600 Review Hero

ALLPOWERS R600: Design und Verarbeitung

Mit ihren 5,8 Kilogramm Gewicht gehört die R600 zu den Geräten, die man tatsächlich noch problemlos mit einer Hand transportiert. Während größere Powerstations häufig eher den Charakter eines tragbaren Akkukoffers besitzen, erinnert die R600 eher an eine kompakte Werkzeugbox.

ALLPOWERS R600 Front
Neben den Anschlüssen gibt es vorne auch ein LED-Licht.

Die Abmessungen von 285 × 195 × 190 Millimeter sorgen dafür, dass sie problemlos im Kofferraum, Wohnmobil oder unter dem Schreibtisch Platz findet. Der klappbare Tragegriff macht dabei einen stabilen Eindruck und verschwindet bei Bedarf vollständig in der Gehäuseform.

Optisch orientiert sich auch ALLPOWERS an einem eher nüchternen Design mit viel Hartplastik. Gleichzeitig ist sie robust und steckt auch den ein oder anderen Stoß ohne Folgen weg. An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen.

ALLPOWERS R600 im Kofferraum
Die R600 und das Solarpanel SE200 passen problemlos in den Kofferraum eines Kleinwagens.

ALLPOWERS R600: Anschlüsse, Display und App

ALLPOWERS hat praktisch alles verbaut, was man sich in dieser Größenklasse wünschen kann:

  • 2x Schuko-Steckdosen mit 600 Watt Dauerleistung
  • 2x USB-C mit jeweils 100 Watt Power Delivery
  • 2x USB-A mit bis zu 18 Watt
  • 12-Volt-Kfz-Ausgang
  • 2x DC5525-Ausgänge
  • 15-Watt-Qi-Ladepad
ALLPOWERS R600 seitliche Anschlüsse
Seitlich gibt es die Anschlüsse für das Kaltgerätekabel und Solar.

Besonders die beiden USB-C-Ports stechen heraus. Während viele Hersteller in dieser Klasse maximal einen 100-Watt-Port verbauen, lassen sich hier beispielsweise ein MacBook und ein zweites Notebook gleichzeitig mit voller Leistung laden. Die USB-C-Ports arbeiteten dabei absolut unauffällig, was bei Ladeelektronik ein Kompliment ist.

Auch die beiden Steckdosen überzeugten im Test. Notebook-Netzteile, Akkuladegeräte, Kühlboxen und kleinere Elektrowerkzeuge liefen problemlos. Die ausgegebene Sinuswelle ist sauber genug für empfindliche Elektronik und zeigte in unseren Praxistests keinerlei Auffälligkeiten.

Überblick verschafft das Display an der Gehäusefront. Akkustand, Ein- und Ausgangsleistung sowie die verbleibende Laufzeit lassen sich auch aus größerer Entfernung und bei Sonnenschein gut ablesen.

ALLPOWERS R600 Display
Das Display vorne gibt Auskunft über alles, was man wissen muss.

Neben dem Display gibt es eine App, die über Bluetooth verbindet und mit der sich alle Parameter bequem vom Smartphone aus überwachen, aber auch steuern lassen. Die App wirkt zwar nicht ganz so ausgereift wie die von EcoFlow oder Bluetti, erfüllt aber ihren Zweck. Aufgrund der Bluetooth-Verbindung sollte man sich jedoch nicht weiter als etwa zehn Meter von der Powerstation entfernen.

ALLPOWERS R600: Kapazität und Leistung

ALLPOWERS verwendet ein Akkunetz aus LiFePO4-Zellen, die auf 299 Wh Kapazität kommen. Je nach Ausgang konnten in verschiedenen Tests zwischen 225 und knapp 294 Wh nutzbare Energie entnommen werden. Die besten Werte erreichte die Powerstation über USB-C, während die Verluste an den 230-Volt-Steckdosen naturgemäß etwas höher ausfielen.

Ein modernes Notebook lässt sich etwa zwei- bis viermal vollständig laden. Smartphones spielen ohnehin in einer anderen Liga und können problemlos über viele Tage versorgt werden.

ALLPOWERS R600 kabellos Laden
Smartphone auflegen und kabellos losladen.

Sinn macht die R600 vor allem bei typischen Camping-Anwendungen. Eine Kompressor-Kühlbox läuft mehrere Stunden, LED-Beleuchtung sogar über einen kompletten Abend hinweg. Auch Router, Kameras, Drohnenakkus oder kleine Monitore bringen die Powerstation nicht ins Schwitzen. Größere Verbraucher wie Kühlschränke längere Zeit darüber zu betreiben, sollte man gleich verwerfen.

Mit 600 Watt Dauerleistung eignet sich die R600 vor allem für Elektronik, Kühlboxen, Ladegeräte, Fernseher oder kleinere Elektrowerkzeuge. Die kurzfristige Spitzenleistung von bis zu 1.200 Watt hilft beim Anlaufen von Geräten mit erhöhtem Einschaltstrom. Leistungsstarke Verbraucher wie Wasserkocher, Kaffeemaschinen oder Heizlüfter liegen dagegen außerhalb des vorgesehenen Einsatzbereichs.

ALLPOWERS R600: Laden

Statt Netzteil und Kabel mitnehmen zu müssen, reicht bei der ALLPOWERS R600 ein normales Kaltgerätekabel. Dabei lädt sie überraschend schnell mit deutlich über 300 Watt und teilweise sogar mehr als 400 Watt Ladeleistung. Je nach Ladeprofil war die Powerstation im Test nach etwa einer bis maximal anderthalb Stunden wieder vollständig einsatzbereit.

Über den XT60-Eingang akzeptiert die R600 auch Solarmodule mit bis zu 220 Watt Eingangsleistung, lädt damit aber entsprechend langsamer als über die Steckdose.

ALLPOWERS R600 mit Solarpanel S200
Das faltbare ALLPOWERS SE200 erzielt bis zu 200W.

Natürlich hat die hohe Geschwindigkeit ihren Preis, denn die Lüfter werden beim Schnellladen deutlich hörbar. Wer maximale Ruhe möchte, kann über die App einen langsameren Lademodus wählen. Dann sinkt zwar die Ladeleistung, gleichzeitig arbeitet die R600 aber deutlich angenehmer.

R600

8.5

POSITIV

Langlebige LiFePO4-Zelltechnologie

Sehr schnelle AC-Ladung (400W) ohne externes Netzteil

Leistungsstarke USB-C Ausgänge (2x 100W PD)

Integrierte USV-Funktion mit kurzen Umschaltzeiten

Hohe Solarladeleistung

NEGATIV

Lüftergeräusche bei hoher Last oder Schnellladung deutlich wahrnehmbar

Kapazität von 299 Wh für energieintensive Geräte limitiert

FAZIT

Trotz ihrer kompakten Abmessungen bietet die ALLPOWERS R600 genug Leistung für Notebooks, Kameratechnik, Kühlboxen, Router oder kleinere Werkzeuge und ist dank der beiden 100-Watt-USB-C-Anschlüsse gerade für mobiles Arbeiten hervorragend geeignet. Dazu kommen die schnelle Ladezeit, die praktische USV-Funktion und die langlebigen LiFePO4-Zellen.

Die Kehrseite ist die überschaubare Kapazität. Für einen Wochenendtrip, den Campingplatz oder als Notstromreserve reicht sie völlig aus, bei längeren Stromausfällen oder dauerhaft laufenden Verbrauchern ist der Akku jedoch schnell erschöpft. Auch die Lüfter werden beim Schnellladen deutlich hörbar und die App wirkt stellenweise noch etwas unausgereift.

Wer mit rund 300 Wh auskommt, bekommt mit der ALLPOWERS R600 eine überraschend vielseitige und alltagstaugliche Powerstation, der es trotz ihrer kompakten Größe kaum an Funktionen fehlt.

PREISVERGLEICH

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Price icon 249,99€

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