Knapp zehn Prozent leichter als das Pixel 10 Pro Fold
Beim grundlegenden Aufbau bleibt Google dem bisherigen Konzept treu. Zusammengeklappt lässt sich das Pixel 11 Pro Fold wie ein klassisches Smartphone verwenden, aufgeklappt steht ein 8 Zoll großes Innendisplay zur Verfügung.
Google hat vor allem Gewicht und Dicke reduziert. Mit 239 Gramm ist das Pixel 11 Pro Fold fast zehn Prozent leichter als das Pixel 10 Pro Fold. Zusammengeklappt misst es 155,2 × 76,0 × 10,1 Millimeter, aufgeklappt sind es 155,2 × 150,4 × 5,0 Millimeter. Damit fällt das neue Modell laut Google rund einen Millimeter dünner als sein Vorgänger aus.
Auch die Displayränder wurden verkleinert. Bei den Farben fällt die Auswahl mit Obsidian und Olive überschaubar aus. Olive kombiniert Google mit einem grauen Metallrahmen, während Obsidian eine dunkle, matte Optik erhält.
Neues Scharnier und robustere Rückseite
Deutlich mehr verändert sich beim Aufbau des Foldables. Google verwendet erstmals ein zahnradloses Scharnier, dessen größerer Biegeradius gleichzeitig die Falz im inneren Display weniger sichtbar machen soll. Zusätzlich wurde die Glasschicht unter dem flexiblen Display verstärkt.
Auf der Rückseite setzt Google nicht mehr ausschließlich auf Glas, sondern auf einen Glasfaserverbundwerkstoff. Das äußere Display wird von einem besonders widerstandsfähigen Keramik-Deckglas geschützt.
Insgesamt soll das Pixel 11 Pro Fold dadurch laut internen Tests dreimal widerstandsfähiger als das Pixel 10 Pro Fold sein. Die bereits beim Vorgänger vorhandene IP68-Zertifizierung bleibt erhalten, womit das Foldable gegen Staub und zeitweiliges Untertauchen geschützt ist.
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Außen 6,5 Zoll, innen 8 Zoll und bis zu 3.600 Nits
Das äußere Super-Actua-Display misst 6,5 Zoll und löst mit 1.080 × 2.342 Pixeln auf. Das OLED-Panel passt seine Bildwiederholrate dynamisch zwischen 1 und 120 Hz an.
Aufgeklappt steht weiterhin ein 8 Zoll großes Super Actua Flex Display zur Verfügung. Es löst mit 2.076 × 2.152 Pixeln auf und arbeitet ebenfalls mit einer adaptiven Bildwiederholrate zwischen 1 und 120 Hz.
Bei der Helligkeit legt Google deutlich nach. Sowohl das äußere als auch das innere Display erreichen bis zu 2.400 Nits bei HDR-Inhalten und 3.600 Nits in der Spitze. Damit sind die Bildschirme laut Hersteller 20 Prozent heller als beim Pixel 10 Pro Fold.
Das ist insbesondere beim Außendisplay relevant, das bei einem Foldable im Alltag häufig wie der Bildschirm eines gewöhnlichen Smartphones genutzt wird.
HiLight kommt auch zum Fold
Wie Pixel 11 Pro und Pixel 11 Pro XL erhält auch das Foldable die neue HiLight-Funktion. Rund um den Kamerablitz auf der Rückseite sitzen LEDs, die Informationen anzeigen können, ohne dass dafür das Display eingeschaltet werden muss.
Bei Anrufen von Lieblingskontakten lässt sich beispielsweise eine individuelle Farbe anzeigen. Auch beim freihändigen Einsatz von Gemini signalisiert HiLight, ob Gemini gerade zuhört, eine Anfrage verarbeitet oder antwortet.
Zum Start bleibt der Funktionsumfang noch vergleichsweise begrenzt. Google will HiLight künftig um weitere Einsatzmöglichkeiten erweitern, darunter Benachrichtigungen über Nachrichten von ausgewählten Kontakten.
Tensor G6 und 16 GB RAM
Im Inneren kommt wie bei der übrigen Pixel-11-Serie der neue Google Tensor G6 zum Einsatz. Dazu gibt es 16 GB RAM und den neuen Titan-M3-Sicherheitschip.
Gegenüber Tensor G5 bietet der neue Prozessor laut Google 50 Prozent mehr TPU-Rechenleistung für KI-Aufgaben und soll gleichzeitig bis zu 20 Prozent energieeffizienter arbeiten. Die zusätzliche KI-Leistung kommt unter anderem Gemini Nano und den neuen Kamera-Funktionen zugute.
Beim internen Speicher stehen 256 GB, 512 GB oder 1 TB zur Auswahl. Die beiden größeren Varianten verwenden laut Google Zoned UFS zur Beschleunigung bestimmter Speicherzugriffe.
Ausgeliefert wird das Pixel 11 Pro Fold mit Android 17. Google verspricht sieben Jahre Betriebssystem-, Sicherheits- und Pixel-Drop-Updates.
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Mehr Multitasking auf dem großen Display
Ein Falt-Smartphone lebt nicht nur von der größeren Bildschirmfläche, sondern auch davon, wie die Software damit umgeht. Google erweitert hierfür unter anderem die sogenannten Bubbles.
Apps lassen sich als schwebende Bubble ablegen und auf dem aufgeklappten Display schnell wieder öffnen. Die Bubbles erscheinen in der unteren rechten Ecke und sollen insbesondere den Wechsel zwischen mehreren Anwendungen erleichtern.
Daneben bleiben bekannte Fold-Funktionen wie Drag and Drop, Splitscreen und Sofortansicht erhalten. Bei Blickfang, das auf dem Außendisplay Animationen zeigt, damit beispielsweise Kinder während einer Aufnahme in Richtung Kamera schauen, kommen zwei neue Animationen hinzu.
Auch Circle to Search wurde erweitert. Die Suche lässt sich nun unmittelbar innerhalb der Pixel-Kamera nutzen. Objekte im Kamerabild können so identifiziert, Texte übersetzt oder Informationen zur Umgebung aufgerufen werden, ohne zuvor ein Foto aufnehmen zu müssen.
Neue 48-Megapixel-Hauptkamera
Auf der Rückseite sitzt weiterhin ein Dreifach-Kamerasystem, die Hauptkamera wurde jedoch überarbeitet.
Die neue 48-Megapixel-Hauptkamera verwendet einen 1/1,56 Zoll großen Sensor und eine Blende von f/1.7. Laut Google nimmt sie 56 Prozent mehr Licht auf als die Hauptkamera des Pixel 10 Pro Fold.
Ergänzt wird sie von einer 10,5-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera mit Autofokus und Makrofunktion sowie einer 10,8-Megapixel-Telekamera. Letztere bietet optische Bildstabilisierung und eine fünffache optische Vergrößerung.
Digital reicht der Super Zoom bis 30-fach. Damit bleibt das Fold hinter Pixel 11 Pro und Pixel 11 Pro XL zurück, deren größere Telekameras einen bis zu 120-fachen Pro Zoom ermöglichen.
Auf der Vorderseite sowie innerhalb des Foldables sitzen jeweils 10-Megapixel-Kameras.
Magische Aufnahme und Kamera-Looks
Mehrere neue Funktionen übernimmt das Pixel 11 Pro Fold von der restlichen Pixel-11-Serie. Dazu gehört Magische Aufnahme. Der neue Kameramodus nimmt Fotos und Videos eines Moments auf, ohne dass permanent auf den richtigen Auslösezeitpunkt geachtet werden muss. Das Pixel bereitet das Material anschließend unter anderem durch Zuschneiden und Schärfen auf.
Mit Kamera-Looks führt Google außerdem neue Möglichkeiten ein, Fotos und Videos bereits bei der Aufnahme optisch zu gestalten. Dabei soll die von Google verwendete Real-Tone-Abstimmung auch bei stärkeren Looks für eine konsistente Darstellung unterschiedlicher Hauttöne sorgen.
Daneben bleiben spezielle Foldable-Funktionen wie Dual Screen Preview, Selfies mit der rückseitigen Kamera und freihändige Aufnahmen im teilweise aufgeklappten Zustand erhalten.
25 Watt kabellos statt 15 Watt
Der Akku besitzt eine typische Kapazität von 4.806 mAh. Google nennt eine Laufzeit von mehr als 24 Stunden.
Beim kabelgebundenen Laden soll das Pixel 11 Pro Fold mit einem geeigneten Netzteil innerhalb von rund 30 Minuten auf 50 Prozent kommen.
Größer fällt der Fortschritt beim kabellosen Laden aus. Pixelsnap unterstützt nun Qi 2.2 mit bis zu 25 Watt. Beim Pixel 10 Pro Fold waren maximal 15 Watt möglich. Google spricht von einer bis zu 20 Prozent höheren kabellosen Ladegeschwindigkeit.
Preise und Verfügbarkeit
Beim Kauf des Pixel 11 Pro Fold ist wie bei den beiden anderen Pro-Modellen ein sechsmonatiger Zugang zu Google AI Pro enthalten. Dieser umfasst unter anderem höhere Nutzungslimits für Gemini, 5 TB Cloud-Speicher und Google Health Premium.
Das Google Pixel 11 Pro Fold kann ab dem 12. August vorbestellt werden und ist ab dem 20. August erhältlich. Der Preis startet ab 1.999 Euro.
Quelle: Google Pressemeldung

