TactiPercept gibt Saugrobotern einen „Tastsinn“
Eine der vorgestellten Technologien nennt sich MOVA TactiPercept. Dabei ergänzt der Hersteller die klassische visuelle Hinderniserkennung von Saugrobotern um taktile Sensorik.
Insgesamt 128 Drucksensoren sollen Berührungen mit Möbeln, Wänden und anderen Hindernissen registrieren. Eine flexible Dämpfung und Echtzeit-Feedback ermöglichen es dem Roboter, unmittelbar auf den Kontakt zu reagieren.
So kann das Gerät beispielsweise kontrolliert abbremsen, wenn es leicht gegen ein Objekt stößt. Gleichzeitig soll die Technik eine besonders wandnahe Reinigung ermöglichen und dem Roboter helfen, sich in bestimmten Situationen eigenständig aus einer blockierten Position zu befreien.
AquaSonar hält Poolroboter unter Wasser verbunden
Für Poolroboter präsentiert MOVA die neue AquaSonar-Technologie. Hintergrund ist ein bekanntes Problem, denn WLAN-Signale lassen sich unter Wasser nur sehr eingeschränkt übertragen.

MOVA setzt deshalb auf Ultraschallkommunikation mit Relaistechnik direkt in der Station, womit eine zusätzliche schwimmende Kommunikationsboje entfällt. Damit sollen sich auch während der Reinigung Statusinformationen des Poolroboters abrufen und bestimmte Funktionen steuern lassen.
AstraX: Mähroboter bekommt einen eigenen Roboterarm
Deutlich futuristischer fällt der MOVA AstraX aus. Der Mähroboter besitzt einen Multifunktionsarm, an dem verschiedene Werkzeuge angebracht werden können.
Erkennt die KI-Kamera beispielsweise einen Gegenstand auf der geplanten Mähroute, kann AstraX diesen mit seinem Arm entfernen und anschließend die Arbeit fortsetzen.

Mit einem Zweifingergreifer soll der Roboter außerdem Früchte aus niedrigen Positionen aufnehmen können. Ein weiterer Aufsatz dient der Bewässerung und ermöglicht es, zuvor definierte Gartenbereiche zeitgesteuert mit Wasser zu versorgen. Auf der IFA demonstriert MOVA die Technik mit mehreren synchronisierten AstraX-Robotern.
UltraTrim 3.0 soll bis direkt an die Rasenkante mähen
Auch bei klassischen Mährobotern arbeitet MOVA an neuen Funktionen. UltraTrim 3.0 kommt erstmals beim neuen LiDAX Ultra Gen 2 zum Einsatz.
Eine separate Schneidscheibe soll das Mähen entlang von Mauern, Zäunen und Hecken mit einem Abstand von bis zu 0 Zentimetern ermöglichen. Bei niveaugleichen Übergängen kann der Roboter die Rasengrenze zudem direkt überfahren.

Mit UltraTrim 4.0 befindet sich bereits die nächste Generation in Entwicklung. Sie ergänzt einen ausfahrbaren Kantenschneidarm, der sich Unebenheiten im Gelände anpassen soll. Vorgesehen sind drei Schnitthöhen von 4, 5 und 6 Zentimetern. Bei erkannten Hindernissen fährt der Arm automatisch ein.
LiDAX Ultra Gen 2 kombiniert LiDAR, Kamera und Wärmesensor
Der LiDAX Ultra Gen 2 gehört zu den konkreten Produktneuheiten der Messe. Für die Navigation kombiniert der Mähroboter ein 360-Grad-3D-LiDAR-System mit einer KI-gestützten 1080p-HDR-Kamera.
UltraView 2.0 soll den Garten automatisch und mit Zentimeterpräzision kartieren. Zusätzlich verbaut MOVA einen Infrarot-Wärmesensor. Dieser soll gemeinsam mit der Kamera Menschen und Haustiere erkennen, die sich in der Nähe der Kantenschneidscheibe befinden. Bei Bedarf wird die Schneideinheit automatisch gestoppt.
Der Marktstart des LiDAX Ultra Gen 2 ist für November 2026 vorgesehen.

Knot 80 zeigt MOVAs Pläne für Embodied AI
Abseits klassischer Haushaltsgeräte gibt MOVA auf der IFA auch einen Ausblick auf seine Entwicklungen im Bereich Embodied AI.
Der Knot 80 kombiniert einen humanoid inspirierten Roboterarm mit 3D-Raumerfassung und intelligenter Greifsteuerung. Die Roboterhand besitzt elf Freiheitsgrade, das komplette Armsystem insgesamt 15 Gelenke.

Abhängig von Form, Material und Ausrichtung eines Objekts soll das System selbstständig eine passende Greifbewegung auswählen. Die Greifkraft lässt sich dabei dynamisch zwischen 25 und 50 Newton regulieren.
Kontinuierliches visuelles Feedback ermöglicht es dem Arm zudem, seine Bewegungen während des Greifvorgangs anzupassen.
T1 Station reinigt Fenster bis zu 110 Minuten kabellos
Mit der MOVA T1 Station stellt der Hersteller außerdem seinen ersten Fensterreinigungsroboter mit eigener Basisstation vor.
Ein System aus 19 Sensoren erkennt laut MOVA Kanten, Fensterrahmen und Hindernisse in Echtzeit. Zwei unterschiedliche Sprühmodi sollen verschiedene Reinigungsanforderungen abdecken.
Der Roboter kann bis zu 110 Minuten kabellos betrieben werden. Alternativ steht ein 5,5 Meter langes 2-in-1-Kabel zur Verfügung, das gleichzeitig als Stromversorgung und Sicherheitsseil dient. Auch geneigte Flächen mit einem Winkel von bis zu -45 Grad sollen sich reinigen lassen.
Die MOVA T1 Station soll noch im September 2026 für 499 Euro auf den Markt kommen.
Z70 Ultra Roller Complete mit 36.000 Pa bereits erhältlich
Nicht alle auf der IFA gezeigten Geräte sind Zukunftsmusik. Mit dem MOVA Z70 Ultra Roller Complete zeigt der Hersteller auch einen bereits erhältlichen Saug- und Wischroboter.
Das Modell erreicht laut MOVA eine Saugleistung von 36.000 Pa und setzt beim Wischen auf das sogenannte HydroForce Mopping 2.0. Zwölf Düsen führen der Wischrolle kontinuierlich Frischwasser zu, während verschmutztes Wasser direkt wieder aufgenommen wird.

Zur Navigation kombiniert der Z70 Strukturlicht, eine RGB-Kamera und KI-basierte Objekterkennung. Mehr als 300 unterschiedliche Hindernistypen sollen erkannt werden.
Die StepMaster-2.0-Technik ermöglicht es dem Roboter laut Hersteller zudem, Schwellen mit einer Höhe von bis zu 9 Zentimetern zu überwinden.
MOVA setzt stärker auf autonome Robotik
Die Neuheiten auf der IFA 2026 zeigen, wohin MOVA sein Portfolio entwickeln möchte. Statt lediglich einzelne Geräte mit zusätzlichen KI-Funktionen auszustatten, kombiniert der Hersteller zunehmend Kamera-, LiDAR-, Wärme- und Tastsensoren mit mechanischen Komponenten.
Besonders der AstraX mit Multifunktionsarm und der Knot 80 gehen dabei über klassische Haushaltsautomation hinaus und bewegen sich stärker in Richtung autonom agierender Robotik.
Wie viele der auf der Messe demonstrierten Technologien tatsächlich kurzfristig in Serienprodukten landen, bleibt allerdings abzuwarten. Für einige Modelle wie den LiDAX Ultra Gen 2 und die T1 Station stehen bereits konkrete Marktstarts fest, während andere Systeme zunächst einen Ausblick auf kommende Produktgenerationen geben.
Quelle: MOVA Pressemeldung





