Roborock steigt mit dem RockAqua P1 in den Markt für Poolroboter ein

Veröffentlicht von Timo Altmeyer am 4. September 2026

Roborock erweitert sein Geschäft um eine neue Produktkategorie. Auf der IFA 2026 in Berlin zeigt der Hersteller mit dem RockAqua P1 erstmals einen eigenen Poolreinigungsroboter. Das Modell soll nicht nur den Boden, sondern auch Wände, Wasserlinie und flache Plattformen reinigen und dabei mit bildbasierter Hinderniserkennung sowie intelligenter Navigation arbeiten.

Roborock RockAqua P1 IFA Hero

Reinigung von Boden, Wänden und Wasserlinie

Anders als einfache Poolroboter, die sich vorwiegend auf den Beckenboden konzentrieren, soll der RockAqua P1 mehrere Bereiche eines Pools selbstständig reinigen können.

Neben dem Boden fährt der Roboter laut Roborock auch die Poolwände sowie die Wasserlinie ab. Zudem kann er flache Bereiche und Plattformen reinigen, sofern diese bis zu 15 Zentimeter unter der Wasseroberfläche liegen.

Roborock RockAqua P1 komplett

Damit zielt das Gerät auch auf komplexer aufgebaute Pools mit verschiedenen Ebenen, Übergängen und Stufen.

Für die Orientierung setzt Roborock auf eine adaptive Navigation. Ergänzt wird sie durch eine bildbasierte Hinderniserkennung. Der Roboter soll dadurch unter anderem Abflussabdeckungen und Stufen erkennen und seine Route entsprechend anpassen können.

Bis zu 25.700 Liter Wasser pro Stunde

Für die eigentliche Reinigung gibt Roborock eine Umwälz- beziehungsweise Saugleistung von rund 25.700 Litern pro Stunde an.

Aufgenommen werden sollen sowohl feiner Schmutz und Sand als auch größere Verunreinigungen wie Blätter. Gesammelt wird der Schmutz in einem vier Liter großen Behälter.

Dabei arbeitet der RockAqua P1 mit einem zweistufigen Filtersystem. Die Filter sind laut Hersteller für Partikelgrößen von bis zu 180 beziehungsweise 70 Mikrometern ausgelegt.

Die Saugleistung kann der Roboter abhängig von der erkannten Verschmutzung anpassen. Trifft das Gerät auf größere Schmutzansammlungen, verändert es die Leistung so, dass Partikel möglichst nicht unnötig aufgewirbelt werden.

Roborock RockAqua P1 Poolwand

Kamera soll stärker verschmutzte Bereiche erkennen

Unter der Bezeichnung „ClearVision Smart Patrol Cleaning“ integriert Roborock zudem eine Funktion zur gezielten Erkennung stärker verschmutzter Poolbereiche.

Der Roboter soll solche Stellen selbstständig identifizieren und bei der Reinigung priorisieren. Damit überträgt Roborock ein Prinzip auf die Poolpflege, das inzwischen auch bei vielen Saugrobotern zum Einsatz kommt. Statt ausschließlich festen Bahnen zu folgen, soll das Gerät seine Reinigungsstrategie an die tatsächliche Verschmutzung anpassen.

Bis zu 3,5 Stunden Akkulaufzeit

Bei der Bodenreinigung erreicht der RockAqua P1 nach Herstellerangaben eine Laufzeit von bis zu 3,5 Stunden. Damit soll das Modell auch größere Schwimmbecken in einem Durchgang bearbeiten können.

Eine intelligente Motorsteuerung passt den Energieverbrauch an die jeweiligen Bedingungen im Becken und an die erkannte Schmutzmenge an.

Roboter wartet nach der Reinigung an der Wasserlinie

Ist der Reinigungsvorgang abgeschlossen oder sinkt der Akkustand unter einen bestimmten Wert, fährt der RockAqua P1 selbstständig zur Wasserlinie zurück.

Roborock RockAqua P1 App

Dort wartet der Roboter darauf, aus dem Pool genommen zu werden. Eine Schnellablassfunktion lässt dabei einen Großteil des enthaltenen Wassers aus dem Gerät laufen, bevor es vollständig aus dem Becken gehoben wird. Das soll insbesondere das Gewicht beim Herausnehmen reduzieren.

Über eine App lässt sich der Status des Poolroboters kontrollieren. Darüber können Nutzer zudem Reinigungsroutinen konfigurieren und an den eigenen Pool anpassen.

Roborock sucht neue Märkte abseits des Saugroboters

Einen Preis oder konkreten Veröffentlichungstermin für den RockAqua P1 hat Roborock zur IFA noch nicht genannt. Weitere Informationen zur Verfügbarkeit sollen erst zum Marktstart folgen.

Quelle: Roborock Pressemeldung

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