4K mit 120 Hz und 1 ms für Gaming
Eine der wichtigsten Neuerungen ist die 4K-Ausgabe mit bis zu 120 Hz. AWOL verspricht damit eine deutlich flüssigere Darstellung schneller Bewegungen, etwa bei Spielen, Sportübertragungen oder Actionfilmen.
Technisch setzt der LuxVision auf einen 0,47 Zoll großen SST-DMD von Texas Instruments und zwei DLPC8545-Displaycontroller. Als Plattform kommt der MediaTek MT9655 mit 8 GB RAM und 128 GB Speicher zum Einsatz. Neben 4K mit 120 Hz unterstützt der Projektor auch die Wiedergabe von Inhalten mit 24 und 48 Bildern pro Sekunde.
Insbesondere Spieler sollen von einer laut Hersteller nur 1 Millisekunde niedrigen Eingabeverzögerung profitieren. Unterstützt werden außerdem VRR (Variable Refresh Rate), ALLM (Auto Low Latency Mode) und Dolby Vision Gaming.

RGB-Triple-Laser mit 6.000 ISO-Lumen
Für die Lichtquelle verwendet AWOL ein RGB-Triple-Laser-System. Die maximale Helligkeit gibt der Hersteller mit 6.000 ISO-Lumen an. Damit soll der LuxVision nicht nur in einem vollständig abgedunkelten Heimkino, sondern auch in helleren Wohnzimmern ein kräftiges Bild liefern.
Der Farbraum soll 110 Prozent von Rec.2020 abdecken. Zusätzlich unterstützt der Projektor HDR10, HDR10+, HLG und Dolby Vision. Ebenfalls an Bord sind IMAX Enhanced, Dynamic Tone Mapping, Filmmaker Mode und 3D-Wiedergabe.
120 Zoll aus rund 19 Zentimetern Entfernung
Mit seinem Projektionsverhältnis von 0,18:1 kann der LuxVision sehr nah an der Leinwand positioniert werden. Für eine Bilddiagonale von 120 Zoll nennt AWOL einen Abstand von lediglich 7,5 Zoll, umgerechnet rund 19 Zentimeter.
Insgesamt lassen sich laut Hersteller Bildgrößen zwischen 80 und 200 Zoll realisieren. Gerade bei derart großen Projektionsflächen stellt die gleichmäßige Schärfe eines UST-Systems besondere Anforderungen an die Optik.
Hierfür bewirbt AWOL seine sogenannte PixelLock-Technologie. Sie soll insbesondere die Schärfe an den Bildrändern erhalten und verhindern, dass Mikrodetails bei großen Bilddiagonalen sichtbar an Präzision verlieren.
Optischer Lens-Shift soll die UST-Aufstellung erleichtern
Ungewöhnlich für einen Ultrakurzdistanzprojektor ist der integrierte vertikale optische Lens-Shift. AWOL nennt einen Offset-Bereich von 142 bis 152 Prozent.
Damit lässt sich das projizierte Bild vertikal verschieben, ohne den Projektor selbst neu positionieren oder auf eine digitale Bildkorrektur zurückgreifen zu müssen. Nach Angaben des Herstellers bleibt dabei die volle 4K-Detaildarstellung erhalten.
Zusätzlich verfügt der LuxVision über Autofokus, automatische Trapezkorrektur und automatische Leinwandausrichtung. Eine motorisierte Objektivabdeckung gehört ebenfalls zur Ausstattung.
EBL soll den Schwarzwert verbessern
AWOL setzt beim LuxVision außerdem auf eine siebenstufige dynamische Iris und die hauseigene EBL-Technologie („Enhanced Black Level“).
Den nativen Kontrast gibt der Hersteller mit 10.000:1 bei Verwendung der Iris an. Mit EBL und dynamischer Regelung sollen bis zu 100.000:1 erreicht werden. EBL soll insbesondere dunkle Bildbereiche differenzierter darstellen und mehr Zeichnung in Schatten erhalten.
Anti-RBE II gegen den Regenbogeneffekt
Ein weiterer Schwerpunkt ist die zweite Generation der Anti-RBE-Technologie von AWOL. RBE steht für den Rainbow Effect, also den bei bestimmten Projektionssystemen wahrnehmbaren Regenbogeneffekt.
Anti-RBE II kombiniert laut AWOL die 4K-120-Hz-Darstellung mit einem für unterschiedliche Inhaltsformate optimierten Algorithmus. Die Technik soll sichtbare Farbartefakte insbesondere bei schnellen und kontrastreichen Szenen reduzieren und sowohl bei 2D- als auch 3D-Inhalten funktionieren.
Drei HDMI-2.1-Ports, DisplayPort und Multiview
Bei den Schnittstellen fällt der LuxVision vergleichsweise üppig aus. Vorhanden sind drei HDMI-2.1-Anschlüsse, ein DisplayPort, ein USB-C-Anschluss sowie je einmal USB 3.0 und USB 2.0.
Hinzu kommen Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4. Drahtloses Streaming ist über AirPlay 2, Chromecast und Miracast vorgesehen.
Eine Picture-in-Picture-Funktion ermöglicht die gleichzeitige Darstellung mehrerer Inhalte. Darüber hinaus bewirbt AWOL ein 4-Kanal-HDMI-Multiview, mit dem bis zu vier HDMI-Bildquellen in einer Ansicht zusammengeführt werden können.

Google TV 16 und KI-Bildfunktionen
Beim Betriebssystem setzt AWOL auf Google TV OS 16. Damit soll der LuxVision Streaming-Apps ohne zusätzliches Abspielgerät bereitstellen können.
Hinzu kommen mehrere als KI-Funktionen vermarktete Bild- und Tonoptimierungen. Genannt werden AI Super Resolution, eine intelligente Szenenerkennung, eine Optimierung dunkler Bilddetails sowie eine Funktion zur besseren Verständlichkeit von Filmdialogen.
Auch die Einbindung in das Smart Home ist vorgesehen. Die Spezifikationen nennen Google Home, Apple HomeKit, Amazon Alexa und Control4 sowie eine eigene IP-Steuerung von AWOL Vision.
5.1.2-Audiosystem mit Dolby Atmos
AWOL hat den LuxVision zudem als weitgehend eigenständige Entertainment-Lösung konzipiert. Ein integriertes 5.1.2-Audiosystem unterstützt Dolby Atmos und DTS Virtual:X aufgeführt. Ein optionaler Subwoofer kann ergänzt werden.
Design mit Anleihen beim Parthenon
Auch beim Gehäuse versucht sich AWOL von der typischen UST-Optik abzusetzen. Die vertikalen Elemente an der Vorderseite sollen den Rhythmus klassischer Säulen aufgreifen.
AWOL plant darüber hinaus unterschiedliche sogenannte CMF-Varianten, also Kombinationen aus Color, Material und Finish. Unter anderem sind Designvarianten aus Metall-, Stein-, Holz- und Carbon-artigen Oberflächen umsetzbar.
AWOL Vision stellt Markenauftritt neu auf
Mit der IFA-Premiere des LuxVision präsentiert AWOL Vision zugleich seinen im Juni 2026 erneuerten Markenauftritt einem größeren Publikum.
Unter dem Motto „Bring Wonder Home“ bündelt das Unternehmen seine Projektoren künftig stärker unter AWOL Vision. Die Valerion-Serie deckt dabei klassische Long-Throw-Projektoren ab, während Aetherion und LuxVision dem Premiumsegment der Ultrakurzdistanzprojektoren zugeordnet sind.
Preis und Verfügbarkeit
Der AWOL LuxVision soll voraussichtlich ab Oktober 2026 erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 5.999 Euro.
Quelle: AWOL Pressemeldung





