Procolored K13 Lite auf der IFA 2026: DTF-Druck soll für Einsteiger einfacher werden

Veröffentlicht von Timo Altmeyer am 7. September 2026

Procolored zeigt auf der IFA den K13 Lite, einen kompakten DTF-Drucker für kleine Unternehmen, Creator und Einsteiger. Mit A3-Druckbreite, Weißtintenzirkulation und automatisierten Wartungsfunktionen soll er den Einstieg in die Produktion personalisierter Textilien vereinfachen. Auf der IFA haben wir uns den kompakten Textildrucker angesehen.

Procolored K13 Lite Hero

DTF-Druck im A3-Format

Der K13 Lite arbeitet im Direct-to-Film-Verfahren (DTF). Das Motiv wird zunächst auf eine Transferfolie gedruckt und anschließend auf das gewünschte Textil übertragen. Als Farbsystem kommt CMYK plus Weiß zum Einsatz. Die maximale Druckauflösung gibt Procolored mit 1.440 × 1.440 dpi bei acht Passes an, die Druckbreite beträgt 330 Millimeter. Damit lassen sich auch größere Motive für T-Shirts, Hoodies oder Taschen produzieren. Neben Bekleidung nennt Procolored unter anderem Denim, Canvas-Taschen und Caps als mögliche Anwendungen.

Im Gegensatz zu vielen klassischen Büro- oder Fotodruckern steckt die eigentliche Herausforderung bei DTF-Systemen allerdings weniger in der Auflösung als im Umgang mit der weißen Tinte. Sie kann sich bei längeren Standzeiten absetzen und zählt damit zu den Punkten, die bei solchen Geräten regelmäßig Aufmerksamkeit verlangen.

Procolored K13 Lite Pink

Weiße Tinte soll automatisch in Bewegung bleiben

Procolored nutzt eine automatische White Ink Circulation, mit der die weiße Tinte alle 30 Minuten umgewälzt wird, um einen gleichmäßigen Fluss zu erhalten und Ablagerungen zu vermeiden. Hinzu kommt die sogenannte LiteHead Technology, die das Befüllen beziehungsweise Priming des Tintensystems automatisieren und damit den Wartungsaufwand reduzieren soll.

Ein Infrared Printhead SafeGuard soll verformte Folien oder kleinste Fremdkörper erkennen, bevor diese mit dem Druckkopf kollidieren können. Ein beschädigter Druckkopf kann bei einem DTF-System schnell zu einem kostspieligen Problem werden.

G7-Farbmanagement statt langem Herumprobieren

Procolored wirbt beim K13 Lite außerdem mit kalibrierten Farbkurven und einer G7-zertifizierten Farbwiedergabe, was wiederum den manuellen Abstimmungsaufwand zwischen Entwurf und fertigem Transfer reduzieren soll.

Zum Workflow gehört die Software Procolored Studio Lite. Der K13 Lite ist laut Hersteller für Windows ausgelegt. Procolored möchte damit den gesamten Ablauf von der Druckdatei bis zum Transfer möglichst niedrigschwellig halten.

Eine ungewöhnlich verspielte Note gibt es beim Display. Zur Auswahl stehen die beiden Pixel-Themes „Galaxy Panda“ und „Fluffy Panda“. Für die Druckqualität ist das natürlich unerheblich, sorgt auf einem ansonsten zweckmäßig gestalteten Produktionsgerät aber für etwas Persönlichkeit.

Procolored K13 Lite White

Für kleine Stückzahlen statt Massenproduktion

Der K13 Lite soll laut den technischen Angaben ungefähr fünf A4-Drucke pro Stunde schaffen. Damit ist das Gerät vor allem für personalisierte Einzelstücke, kleine Kollektionen, Event-Merchandise oder den Aufbau eines noch jungen Print-on-Demand-Geschäfts interessant. Für hohe tägliche Stückzahlen hat Procolored größere Modelle wie den VF13 Pro im Programm.

Der Vorteil des Lite-Modells liegt entsprechend weniger in maximalem Durchsatz als in seiner Kombination aus kompakter Bauweise und Automatisierung. Der Preis für den K13 Lite liegt auf der Webseite des Herstellers aktuell bei ungefähr 2.000 Euro, mit Ofen und Presse sind es ca. 2.700 Euro.

Ob sich der Wartungsaufwand im langfristigen Alltag tatsächlich so stark reduziert wie versprochen, müsste ein ausführlicher Praxistest zeigen. Wir sind dran, uns ein Testgerät zu besorgen.

Quelle: Procolored Pressemeldung

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