Xiaomi feiert IFA-Debüt und zeigt sein „Human x Car x Home“-Ökosystem

Veröffentlicht von Timo Altmeyer am 7. September 2026

Auf der IFA 2026 gibt Xiaomi einen umfassenden Ausblick auf seine Strategie für die kommenden Jahre. Das Unternehmen will Smartphones, Smart Home, KI und Elektromobilität unter dem Dach von „Human x Car x Home“ enger miteinander verzahnen. In Europa sollen dafür unter anderem das Mijia-Portfolio wachsen und ab 2027 auch Fahrzeuge von Xiaomi erhältlich sein.

Xiaomi IFA 2026 News Hero

Auf mehr als 3.300 Quadratmetern präsentiert Xiaomi auf der IFA 2026 erstmals einen eigenständigen Messestand in Europa. Im Mittelpunkt steht das Konzept „Human x Car x Home“, mit dem das Unternehmen Smartphones, Wearables, Haushaltsgeräte, Smart-Home-Produkte und Fahrzeuge stärker miteinander verzahnen will.

Technische Grundlage dafür sollen vor allem Xiaomi HyperOS und Künstliche Intelligenz sein. Geräte sollen künftig nicht nur miteinander verbunden sein, sondern Informationen aus verschiedenen Alltagssituationen kombinieren und darauf reagieren können. Xiaomi demonstriert in Berlin beispielsweise ein Szenario, bei dem Beleuchtung und Klimaanlage anhand von Uhrzeit, Standort und Wetter bereits vor der Rückkehr nach Hause angepasst werden.

Xiaomi teilt seinen IFA-Auftritt in drei Bereiche

Die Ausstellung gliedert Xiaomi in die Bereiche „AI Tomorrow“, „AI Today“ und das eigentliche „Human x Car x Home“-Produktportfolio.

„AI Tomorrow“ soll mit dem Konzeptfahrzeug Xiaomi Vision Gran Turismo einen Blick auf zukünftige Mobilitätskonzepte geben. Im Bereich „AI Today“ zeigt Xiaomi dagegen bereits konkretere Anwendungsszenarien rund um Fahrzeuge und vernetzte Wohnräume. Insgesamt umfasst das ausgestellte Portfolio mehr als 380 Produkte aus sieben Kategorien, darunter Haushaltsreinigung, Luftqualität, Unterhaltung, Sicherheit, persönliche Geräte und Mobilität.

Der Anspruch ist dabei größer als eine klassische Smart-Home-Plattform. Xiaomi will persönliche Geräte, Fahrzeuge und Haushaltsprodukte über eine gemeinsame Software- und KI-Infrastruktur verbinden. Nach Angaben des Unternehmens sind bereits mehr als 1,1 Milliarden IoT-Geräte mit der eigenen Plattform verbunden, Smartphones, Tablets und Notebooks nicht eingerechnet.

Xiaomi Stand IFA 2026 mit SU7

KI soll mehr als Sprachassistent sein

Einen Schwerpunkt legt Xiaomi auf KI, die nicht nur einzelne Anfragen beantwortet, sondern Situationen erkennen und mehrere Geräte koordinieren soll.

Das könnte beispielsweise bedeuten, dass ein Smartphone, ein Drucker und weitere Geräte gemeinsam auf die Anweisung reagieren, das gerade aufgenommene Foto auszudrucken. Auch Beleuchtung, Jalousien und Raumtemperatur sollen sich automatisch auf bestimmte Aktivitäten abstimmen lassen.

Parallel entwickelt Xiaomi eigene KI-Modelle weiter. Auf der IFA nennt das Unternehmen unter anderem MiMo-V2.5-Pro, Xiaomi Miloco und Xiaomi Miclaw. Sie sollen Fähigkeiten beim Verständnis, logischen Schlussfolgern und der Ausführung komplexerer Aufgaben ausbauen.

Xiaomi Roboter IFA 2026

Xiaomi 18 Fold mit eigenem XRING-O3-Chip

Auch bei der Hardware will Xiaomi unabhängiger werden. Auf der IFA zeigt das Unternehmen das Xiaomi 18 Fold, das erstmals mit dem hauseigenen XRING O3 ausgestattet ist.

Xiaomi sieht eigene Chips als wichtigen Baustein für lokale KI-Berechnungen, Performance und Energieeffizienz. Zusätzlich präsentiert das Unternehmen eine neue AI-Computing-Plattform, über die KI-Funktionen geräteübergreifend bereitgestellt werden sollen.

Ein weiterer Teil der Technologiestrategie ist die Automatisierung der eigenen Produktion. In Xiaomis Fabriken kommen bereits intelligente Fertigungssysteme zum Einsatz. Auch humanoide Roboter werden erprobt. Nach Angaben des Unternehmens konnte bei bestimmten Montageaufgaben in der Xiaomi Auto Factory die Erfolgsquote innerhalb von vier Monaten von rund 90 auf 98 Prozent gesteigert werden.

Xiaomi 18 Fold IFA 2026

Xiaomi Auto soll 2027 nach Europa kommen

Für europäische Kunden dürfte vor allem die Autosparte interessant sein. Auf der IFA zeigt Xiaomi gleich drei Fahrzeuge.

Neben dem virtuellen Konzept Xiaomi Vision Gran Turismo sind die neue Generation der Xiaomi SU7 Serie und der Xiaomi SU7 Ultra zu sehen. Die Fahrzeuge sollen über HyperOS eng mit Smartphones und Smart-Home-Produkten zusammenspielen.

Seit dem Marktstart im März 2024 hat Xiaomi nach eigenen Angaben mehr als 700.000 Fahrzeuge auf dem chinesischen Festland ausgeliefert. Der Markteintritt in Europa einschließlich Deutschland ist für 2027 vorgesehen.

Damit würde auch der bislang fehlende Baustein des „Human x Car x Home“-Konzepts nach Europa kommen. Ob Xiaomi zum Marktstart dieselben Modelle wie in China anbieten wird, ist bislang unklar.

Xiaomi Waschmaschinen IFA 2026

Mijia soll in Europa deutlich wachsen

Schon vorher will Xiaomi sein Smart-Home-Geschäft ausbauen. Die Marke Mijia soll in Europa schrittweise ein deutlich breiteres Portfolio erhalten.

Mijia umfasst laut Xiaomi weltweit mehr als 2.000 Produkte in über 130 Kategorien. Kompatible Geräte lassen sich über die Xiaomi Home App steuern und miteinander kombinieren.

Welche konkreten neuen Mijia-Produkte wann in Deutschland erscheinen, nennt Xiaomi ebenfalls noch nicht. Klar ist lediglich, dass das Angebot in Europa sukzessive erweitert und stärker mit anderen Teilen des Xiaomi-Ökosystems verbunden werden soll.

Quelle: Xiaomi Pressemeldung

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