AWOL LuxVision mit 4K bei 120 Hz und Gaming-Funktionen
Der auf der IFA 2026 vorgestellte AWOL LuxVision richtet sich an Heimkino-Enthusiasten und Gamer, die eine besonders große Projektionsfläche nutzen möchten. Der Ultrakurzdistanz-Projektor (UST) unterstützt 4K-Auflösung mit 120 Hz über die gesamte Signalverarbeitung hinweg. Damit sollen auch schnelle Bewegungen bei Spielen und Sportübertragungen flüssig und detailreich dargestellt werden.
Für Gaming nennt AWOL Vision einen Input Lag von lediglich 1 Millisekunde bei 4K und 120 Hz. Hinzu kommen Variable Refresh Rate (VRR), Auto Low Latency Mode (ALLM) und Dolby Vision Gaming. Die Technologien sollen Eingabeverzögerungen reduzieren, Bildruckler vermeiden und kompatible Spiele mit erweitertem Dynamikumfang darstellen. Ob die versprochenen Latenzwerte in der Praxis erreicht werden, müssen unabhängige Messungen zeigen.
Optischer Lens Shift erleichtert die Aufstellung
Eine Besonderheit des LuxVision ist der vertikale optische Lens Shift. Laut AWOL Vision handelt es sich um den ersten Ultrakurzdistanz-Projektor mit dieser Funktion. Anders als bei einer digitalen Trapezkorrektur lässt sich die Bildposition optisch verändern, ohne die Auflösung durch Skalierung oder Bildbeschnitt zu beeinträchtigen.
Der Hersteller gibt einen vertikalen Offset-Bereich von 142 bis 152 Prozent an. Dadurch kann die Projektionshöhe angepasst werden, ohne den Projektor oder die Leinwand aufwendig neu auszurichten. Gerade bei der Aufstellung auf einem bestehenden Lowboard dürfte das die Installation erleichtern.
Mit einem Projektionsverhältnis von 0,18:1 erzeugt der LuxVision bereits aus rund 19 Zentimetern Abstand ein 120 Zoll großes Bild. Insgesamt sind laut Hersteller Bilddiagonalen von bis zu 200 Zoll möglich. Damit eignet sich das Gerät auch für Wohnräume, in denen ein klassischer Projektor mit größerem Abstand zur Leinwand keinen Platz findet.
RGB-Triple-Laser mit 6.000 ISO-Lumen
Für die Bilddarstellung setzt AWOL Vision auf eine RGB-Triple-Laser-Lichtquelle mit einer angegebenen Helligkeit von 6.000 ISO-Lumen. Damit soll der LuxVision auch bei vorhandener Raumbeleuchtung ausreichend helle Bilder liefern. Wie gut das tatsächlich funktioniert, hängt allerdings auch von der Projektionsgröße, dem Umgebungslicht und der verwendeten Leinwand ab.
Die Farbraumabdeckung beziffert der Hersteller auf 110 Prozent des Rec.2020-Farbraums. Das native Kontrastverhältnis soll mit IRIS bei 10.000:1 liegen. Zusätzlich kommen eine siebenstufige dynamische Iris und die Enhanced Black Level (EBL)-Technologie zum Einsatz, die insbesondere dunkle Bildbereiche verbessern sollen.
Bei den HDR-Formaten unterstützt der Projektor Dolby Vision und HDR10+. Außerdem ist IMAX Enhanced an Bord. Die Anti-RBE Technology II soll den bei bestimmten Projektionstechnologien auftretenden Regenbogeneffekt sowohl bei 2D- als auch bei 3D-Inhalten reduzieren.
Multiview für bis zu vier Bildquellen
Neben Filmen und Gaming soll sich der LuxVision auch für die gleichzeitige Darstellung mehrerer Inhalte eignen. Mit dem optionalen 4-Kanal-HDMI-Multiview lassen sich bis zu vier Bildquellen parallel auf einer Projektionsfläche anzeigen. Unterstützt werden dabei kabelgebundene und kabellose Zuspielmöglichkeiten.
Interessant ist das beispielsweise für Sportfans, die mehrere Begegnungen gleichzeitig verfolgen möchten. Auch die parallele Nutzung unterschiedlicher Medienquellen ist denkbar. Die Multiview-Funktion gehört allerdings nicht zur Standardausstattung und muss gegen Aufpreis freigeschaltet beziehungsweise ergänzt werden.
Preis und Verfügbarkeit im Überblick
Der AWOL LuxVision kann noch bis zum 2. November 2026 über die offizielle AWOL Vision Website reserviert werden. Dafür wird eine Anzahlung von 100 Euro fällig. Der reguläre Marktstart ist für den 3. November 2026 vorgesehen. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 5.999 Euro.
Im Rahmen der Vorbestellaktion erhalten Käufer beim Erwerb des LuxVision Cinema Systems eine passende ALR-Leinwand als Zugabe. Zur Auswahl stehen eine New Gen Fresnel ALR Screen mit 100 bis 150 Zoll im angegebenen Wert von 799 bis 3.999 Euro oder eine motorisierte New Gen Floor-Rising ALR Screen mit 100 bis 120 Zoll im Wert von 799 bis 2.999 Euro.
Der Projektor wird in den drei Standardausführungen Eclipse Platinum, Boreal Oak und Champagne Walnut angeboten. Wer eine individuelle Gestaltung von Farbe, Material und Oberfläche bevorzugt, kann eine Custom-CMF-Variante für zusätzlich 1.000 Euro wählen. Das optionale 4-Kanal-HDMI-Multiview kostet weitere 500 Euro.







