Amazfit Active Max: Design und Verarbeitung
Optisch geht die Amazfit Active Max in Richtung Outdoor- und Sportuhr. Das runde Gehäuse fällt mit 48,5 x 48,5 Millimetern zwar recht groß aus, trägt sich mit nur 39,5 Gramm (ohne Armband) aber angenehm leicht.

Das Gehäuse besteht aus Polymer, der Rahmen aus einer Aluminiumlegierung. Damit wirkt sie zwar nicht ganz so hochwertig wie eine Smartwatch komplett aus Metall, billig wirkt die Uhr durch den Aluminiumrahmen aber auch nicht. Laut Amazfit ist sie bis 5 ATM wasserdicht, kann also auch beim Schwimmen getragen werden.
Bedient wird die Active Max über den Touchscreen und zwei seitliche Tasten, die gerade beim Sport von Vorteil sind, wenn Wischen eher unvorteilhaft ist. Das mitgelieferte Silikonarmband ist 22 Millimeter breit und nutzt eine klassische Dornschließe. Sollte das Armband nicht gefallen, lässt es sich einfach tauschen.

Amazfit Active Max: Display
Eines der stärksten Argumente der Amazfit Active Max ist das Display. Amazfit verbaut ein 1,5 Zoll großes AMOLED-Panel mit 480 x 480 Pixeln. Die Pixeldichte liegt bei 323 ppi, wodurch Inhalte scharf dargestellt werden. Texte, Trainingswerte, Karten und Widgets sind sehr gut lesbar.

Beworben wird außerdem eine Spitzenhelligkeit von bis zu 3.000 Nits. Diese Maximalhelligkeit steht zwar nicht immer und unter allen Bedingungen zur Verfügung, im Automatikmodus sind je nach Umgebung immerhin bis zu 2.000 Nits möglich. Das reicht aus, um selbst bei direkter Sonneneinstrahlung noch etwas erkennen zu können. Ein Always-on-Display, also ein dauerhaft aktiviertes Display, ist ebenfalls vorhanden, kostet allerdings Akkulaufzeit.
Geschützt wird das Display durch verstärktes Glas (kein Saphirglas!) mit Anti-Fingerprint-Beschichtung. Für den normalen Sport- und Alltagseinsatz reicht die Lösung aber aus, solange man die Uhr nicht ständig an Steinen, Werkzeug oder Metallkanten entlangschrammt.
Amazfit Active Max: Bedienung und System
Die Amazfit Active Max gehört genauso zum Zepp-Ökosystem wie alle anderen Amazfit Watches und nutzt dementsprechend die Zepp-App, in der Einstellungen, Gesundheitsdaten, Trainingsauswertungen, Karten und Synchronisationen zusammenlaufen.
Auf der Uhr selbst gibt es klassische Smartwatch-Funktionen wie Benachrichtigungen, Wetter, Wecker, Weltuhr, Stoppuhr, Aufgabenlisten, Kalender- beziehungsweise Ereigniserinnerungen, Pomodoro-Timer, Sprachmemos, Morgen-Updates und eine Telefonsuche. Dazu kommen Schnellzugriff-Karten, eine Bildschirmsperre mit Passwort und ein Nicht-stören-Modus.
Eine Sprachsteuerung gibt es über Zepp Flow. Das funktioniert für einfache Befehle, wer allerdings eine vollwertige Sprachassistenz wie auf dem Smartphone erwartet, sollte die Erwartungen aber etwas bremsen.
Amazfit Active Max: Funktionen
Telefonie, NFC und smarte Funktionen
Die Amazfit Active Max besitzt Mikrofon und Lautsprecher. Damit ist Bluetooth-Telefonie möglich. Man kann Anrufe also direkt über die Uhr annehmen, solange das Smartphone verbunden ist. Für kurze Anrufe reicht das meist, für längere Gespräche oder laute Umgebungen ist das Handy weiterhin die bessere Wahl.

NFC ist ebenfalls an Bord, für mobiles Bezahlen wird jedoch Zepp Pay genutzt, das in Deutschland aktuell nur über Curve und wenige unterstützte Banken funktioniert. Mit einem umfangreichen Bezahlsystem wie Google Wallet ist das nicht vergleichbar. Dazu kommen Mitgliedskarten (Fitnessstudio), von denen bis zu 20 auf der Uhr gespeichert werden können.
Sportfunktionen
Beim Sport fährt die Amazfit Active Max groß auf und unterstützt über 170 Sportmodi. Darunter befinden sich klassische Aktivitäten wie Laufen, Gehen, Radfahren, Schwimmen, Krafttraining, Indoor-Fitness, Outdoor-Workouts, Wassersport, Wintersport, Ballsportarten, Kampfsport, Tanzen, Seilspringen, Reiten, Triathlon und Multisport.
Die Uhr bietet außerdem eigene Modi für HYROX-Rennen, HYROX-Training und HYROX PFT. Für Fans von funktionellem Training und Wettkampfformaten ist das ein nützliches Extra, das in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist.
Auch automatische Sporterkennung ist vorhanden. Acht Sportbewegungen können erkannt werden. Das hilft, wenn man ein Training startet und vergessen hat, die Aufzeichnung manuell zu aktivieren. Im Test funktionierte das aber nur semi gut, weshalb man den Modus besser selbst startet.
Läufer profitieren zudem von Funktionen wie virtuellem Pacer, Track-Run-Modus und intelligenter Streckenkorrektur. Vor allem auf der Laufbahn kann Letztere die typischen GPS-Abweichungen reduzieren und so für präzisere Trainingsdaten sorgen.
GPS, Offline-Karten und Navigation
Die Amazfit Active Max unterstützt fünf Satellitensysteme. Die Positionsbestimmung erfolgt unter freiem Himmel recht schnell. Im Test kam es zu kleineren Abweichungen, etwa in engen Kurven oder anspruchsvollen Umgebungen, gravierende Fehler traten jedoch nicht auf.

An die Genauigkeit professioneller Sport- und Fitnessuhren in deutlich höheren Preisregionen reicht die Active Max allerdings nicht heran. Mit 4 GB internem Speicher lassen sich zudem Offline-Karten auf der Uhr speichern. Diese eignen sich gut zur Orientierung beim Wandern, Radfahren oder Laufen ohne aktive Datenverbindung.
Gesundheitstracking
Amazfit verbaut einen BioTracker PPG-Biometriesensor mit 5PD + 2LED. Damit misst die Uhr unter anderem Herzfrequenz, Blutsauerstoffsättigung, Stress und Schlafdaten. Auch Hauttemperaturmessung, HRV im Schlaf, Schlafatmungsqualität, Mittagsschlaf-Erkennung und Menstruationszyklus-Tracking gehören zum Funktionsumfang.

Die Uhr kann Herzfrequenz, SpO2 und Stress rund um die Uhr erfassen. Dazu gibt es manuelle Messungen und eine Ein-Klick-Messung, bei der mehrere Werte gesammelt werden, ohne alle Funktionen durchklicken zu müssen. Beim Schlaftracking erfasst die Active Max Schlafstadien inklusive REM, HRV im Schlaf, Schlafrhythmus, Mittagsschlaf und die Schlafatmungsqualität mit übersichtlicher Schlafauswertung am nächsten Tag.
Mit BioCharge bietet Amazfit außerdem eine Art Energie- beziehungsweise Belastungswert. Solche Werte sollen helfen einzuschätzen, ob der Körper gerade eher erholt oder belastet ist. Bluetooth-Peripherie wie Herzfrequenzgurte, Leistungsmesser, Trittfrequenzsensoren, Fahrradtachos und Thermometer lassen sich per Bluetooth mit der Uhr koppeln.
Amazfit Active Max: Akku und Laufzeit
Amazfit selbst nennt bis zu 25 Tage bei typischer Nutzung, bis zu 13 Tage bei intensiver Nutzung, bis zu 10 Tage mit Always-on-Display und bis zu 64 Stunden bei kontinuierlicher GPS-Nutzung.
Im Test sind wir mit aktivierter Gesundheitsüberwachung, regelmäßigen Benachrichtigungen, mehreren GPS-Trainings pro Woche und automatischer Displayhelligkeit auf eine realistische Laufzeit von rund 10 bis 14 Tagen gekommen. Mit aktiviertem Always-on-Display sind je nach Nutzungsprofil etwa 7 bis 10 Tage möglich.












