IFA 2026: Speediance zeigt Gym Monster 3/3S und Gym Monster Ultra

Veröffentlicht von Timo Altmeyer am 1. September 2026

Speediance nutzt die IFA 2026 für ein größeres Update seines Smart-Home-Gym-Portfolios. Mit dem Gym Monster 3 und 3S erscheinen die direkten Nachfolger des Gym Monster 2. Darüber positioniert der Hersteller erstmals das Gym Monster Ultra, das mit Klimmzugstation, echtem vertikalen Latzug und bis zu 120 Kilogramm digitalem Widerstand stärker in Richtung professionelles Krafttraining geht. Beide Neuheiten zeigt Speediance auf der IFA 2026 in Halle 12 am Stand 121.

Speediance Gym Monster Ultra News Hero

Gym Monster 3 und 3S: Mehr Spielraum beim Training

Das Grundprinzip bleibt beim Gym Monster 3 erhalten. Statt Gewichtsscheiben erzeugen Elektromotoren den Widerstand an zwei Kabelzügen. Beim Gym Monster 3 sind weiterhin bis zu 100 Kilogramm möglich, während das Gym Monster 3S die Grenze auf 120 Kilogramm anhebt. Die Einstellung erfolgt wie bisher in feinen Schritten von 500 Gramm.

Neu ist unter anderem die größere Flexibilität der Kabelzüge. Insgesamt stehen 19 Kabelpositionen in einem Raster von 7,5 Zentimetern zur Verfügung. Damit sollen sich Zugwinkel genauer an Übung und Körpergröße anpassen lassen.

Auch an der Konstruktion hat Speediance gearbeitet. Verstärkte Schweißnähte und eine stabilere Armstruktur sollen bei höheren Belastungen für mehr Stabilität sorgen. Eine Wandmontage ist weiterhin nicht notwendig.

Deutlich sichtbarer fällt das Upgrade beim Display aus. Statt des 21,5-Zoll-Bildschirms des Vorgängers kommt nun ein 23,8 Zoll großes WQHD-Display zum Einsatz. Ergänzt wird es durch ein 20-Watt-Soundsystem und eine Beleuchtung, die auf das Training reagiert.

Dazu kommen Sprachsteuerung, Partner- und Assist-Modus sowie die vier bereits bekannten beziehungsweise erweiterten Widerstandsarten. Mit einem neuen Pilates-Angebot inklusive Loops, Gurten, Plattform-Erweiterungen und Matte will Speediance das Einsatzgebiet zudem über klassisches Krafttraining hinaus erweitern.

Trotz der Änderungen bleibt das Gym Monster 3 auf vergleichsweise wenig Wohnraum ausgelegt. Aufgeklappt benötigt das System laut Hersteller etwa 0,84 Quadratmeter, zusammengeklappt rund 0,26 Quadratmeter.

Speediance Gym Monster Ultra Mann und Frau beim Training

Gym Monster Ultra wird deutlich größer

Während sich das Gym Monster 3 noch klar als Home-Gym versteht, geht Speediance mit dem Gym Monster Ultra einen Schritt weiter. Das neue Spitzenmodell richtet sich laut Hersteller unter anderem an ambitionierte Sportler, Coaches und professionelle Trainingsumgebungen.

Auffälligstes Merkmal ist der 2,27 Meter hohe Rahmen mit integrierter Multi-Grip-Klimmzugstange. Hinzu kommt ein vertikaler Latzug mit verstellbarer Oberschenkelstütze.

Insgesamt bietet das Ultra 33 verschiedene Kabelpositionen. Eine Position direkt über Kopf ermöglicht einen geraden vertikalen Zugweg, während bewegliche untere Umlenkrollen die Zugrichtung bei Rudern, Rotationsübungen oder Übungen für den Unterkörper besser mitführen sollen.

Auch die Trainingsplattform wächst deutlich. Mit 0,88 Quadratmetern soll sie laut Speediance 64 Prozent mehr Fläche als die vorherige Gym-Monster-Generation bieten. Gerade bei Kniebeugen, Ausfallschritten und Übungen im Split Stance dürfte der zusätzliche Platz praktisch relevant sein.

Beim Widerstand liegt das Ultra auf dem Niveau des Gym Monster 3S. Zwei 1000-Watt-Direktantriebsmotoren stellen zusammen bis zu 120 Kilogramm digitalen Widerstand bereit.

Vier Widerstandsmodi stehen zur Wahl: Standard, Eccentric, Chain und Fixed Speed. Je nach Modus bleibt die Belastung konstant, steigt während der exzentrischen Phase an oder wird abhängig von Bewegung beziehungsweise Geschwindigkeit verändert.

KI-Coach soll einen Schwachpunkt des Vorgängers angehen

Den Gym Monster 2 hatte ich Anfang des Jahres fünf Monate lang im Test. Das Gerät überzeugte vor allem durch seine kompakte Bauweise, den gleichmäßigen elektronischen Widerstand und die niedrige Hürde, überhaupt regelmäßig zu trainieren. Gleichzeitig zeigten sich aber auch Grenzen. Dazu gehörten unter anderem die maximale Last von rund 100 Kilogramm und die fehlende echte Kontrolle der Übungsausführung.

Zumindest beim Ultra scheint Speediance genau an diesen Punkten anzusetzen. Neben den zusätzlichen 20 Kilogramm Widerstand kündigt der Hersteller einen "24/7 AI Coach" an. Dieser soll unter anderem das Leistungsniveau bestimmen, Trainingspläne anpassen, Bewegungen verfolgen und Hinweise zur Ausführung geben.

Allerdings gibt es dabei einen wichtigen Haken. Laut Produktbroschüre sind Teile dieser Funktionen erst für ein späteres OTA-Update vorgesehen. Zudem sind die KI-Funktionen an die kostenpflichtige Wellness+-Mitgliedschaft gekoppelt. Wie gut insbesondere die Formkorrektur in der Praxis funktioniert, lässt sich daher noch nicht beurteilen.

Ebenfalls neu beziehungsweise überarbeitet sind Sprachsteuerung, Bluetooth Ring 3.0 und Smart Handles. Über die Griffe lässt sich der Widerstand direkt während einer Übung verändern oder deaktivieren. Das dürfte durchaus nützlich sein, denn beim Gym Monster 2 war der Bluetooth-Ring zwar fast unverzichtbar, fiel im Test aber durch seine etwas klobige und teilweise sensible Bedienung auf.

Offen bleiben Preis und konkreter Verkaufsstart. Dazu macht Speediance noch keine Angaben. Auf der IFA in Berlin lassen sich Gym Monster 3/3S und Gym Monster Ultra in Halle 12 am Stand 121 erstmals selbst ausprobieren.

Quelle: Pressemeldung

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