Design und Verarbeitung

Die ORICO P10Pro SSD kombiniert ein flaches Gehäuse aus einer Aluminiumlegierung und Kunststoff mit kompakten Abmessungen von 100 × 69 × 11,5 Millimetern. Das Material hinterlässt im Test einen stabilen Eindruck. Die Übergänge der Gehäuseelemente sind sauber verarbeitet und die Oberflächen wirken widerstandsfähig gegenüber alltäglichen Beanspruchungen im mobilen Einsatz.
Ein zentrales Ausstattungsmerkmal bildet die integrierte magnetische Rückseite. Damit lässt sich der Datenträger direkt an MagSafe-kompatiblen Smartphones wie dem iPhone oder über die mitgelieferten Magnetringe an Laptop-Deckeln fixieren. Um Kabelsalat zu vermeiden, legt der Hersteller ein mit 13 Zentimetern sehr kurz gehaltenes USB-C-Kabel bei, wodurch die SSD nicht störend am Gehäuse baumelt.
Anschlüsse und Ausstattung

Bei den Schnittstellen hebt sich die P10Pro deutlich von herkömmlichen externen Speichermedien ab, da sie die Funktionen einer mobilen SSD mit denen eines USB-C-Hubs vereint. Neben dem primären USB-C-Port für die Datenübertragung mit bis zu 10 Gbit/s integriert ORICO einen separaten USB-C-Eingang mit Power-Delivery-Unterstützung für Ladeleistungen von bis zu 100 Watt.

Zusätzlich stehen ein SD-Kartenslot, ein TF-Slot für MicroSD-Karten sowie ein USB-C-Audioanschluss für Headsets und Mikrofone zur Verfügung. Durch diese Bestückung lassen sich Fotos oder Videos von Kamera-Speicherkarten direkt auf den internen Speicher übertragen, während das Host-Gerät gleichzeitig mit Strom versorgt wird. Der USB-C-Audio-Port erlaubt zudem das direkte Audio-Monitoring bei Videoaufnahmen oder den Anschluss von Headsets an kompakten Mobilgeräten.
Leistung und Datenübertragung

Technisch nutzt die ORICO P10Pro das USB 3.2 Gen 2 Protokoll mit einer theoretischen Bandbreite von bis zu 10 Gbit/s. In der Praxis ruft die SSD diese Performance an USB 3.2 Gen 2 Anschlüssen vollumfänglich ab. Im Benchmark mit AS SSD am Notebook erreicht der Datenträger hervorragende sequentielle Übertragungsraten von 919,33 MB/s beim Lesen und 915,54 MB/s beim Schreiben. Bei Zugriffszeiten von lediglich 0,134 Millisekunden (Lesen) beziehungsweise 0,337 Millisekunden (Schreiben) erzielt das Modell einen Gesamtwert von 661 Punkten. Ein wichtiger Praxisaspekt ist zudem die Unterstützung für die direkte externe ProRes-Videoaufzeichnung, wodurch sich hochauflösendes 4K-Videomaterial ohne Umwege über den internen Smartphone-Speicher direkt auf der SSD sichern lässt.

Im direkten Vergleich zeigt sich am Smartphone, wie der Durchsatz im mobilen Betrieb durch die Schnittstellen der Handys limitiert wird. Beim Cross Plattform Disk Test (CPDT) am Mobilgerät erreicht die SSD Datenraten von rund 227 bis 366 MB/s beim Lesen sowie etwa 167 bis 181 MB/s beim Schreiben. Dass die Werte am Smartphone unter den Benchmarks des Notebooks bleiben, ist normal und liegt an den Controllern der Mobilgeräte. Für das schnelle Sichern von Fotogalerien oder große Datenmengen unterwegs bietet die SSD dennoch spürbar hohe Leistungsreserven.
Beim Verschieben großer Dateien zeigt sich eine sehr stabile Leistung ohne abrupte Einbrüche bei kontinuierlicher Schreibbelastung. Unter Last erwärmt sich das Gehäuse spürbar, bleibt jedoch in einem unbedenklichen Bereich. Die Abwärme wird über die Gehäuseoberfläche effizient abgeführt, sodass die Übertragungsraten auch bei längeren Kopiervorgängen konstant bleiben.
Nutzung im Alltag und Kompatibilität
Im täglichen Einsatz erweist sich die Kombination verschiedener Funktionen als praktischer Vorteil. Fotos lassen sich direkt von der Speicherkarte einlesen und auf dem internen Speicher sichern, ohne dass zusätzliche Adapter mitgeführt werden müssen. Parallel dazu bleibt die Ladefunktion für das Smartphone oder Notebook über den Power-Delivery-Port aktiv.
Das System arbeitet plattformübergreifend und wird unter Windows, macOS, Linux, Android sowie iOS/iPadOS problemlos als Wechseldatenträger erkannt. Vor allem für Content Creator, Videografen und Anwender mit flexiblen Arbeitsumgebungen vereinfacht das All-in-One-Konzept das Zubehörequipment in der Laptoptasche.
Preis und Verfügbarkeit
Die ORICO P10Pro SSD ist in den Speichergrößen 512 GB, 1 TB und 2 TB erhältlich. Für die 512-GB-Variante liegt die unverbindliche Preisempfehlung bei rund 150 bis 160 Euro, während Straßenpreise im Handel sowie im Rahmen von Rabattaktionen meist spürbar darunter liegen. Der Hersteller gewährt auf das Gerät eine Garantie von drei Jahren.
Für Nutzer, die lediglich einen einfachen externen Speicher suchen, fällt der Preis im Vergleich zu Standard-SSDs etwas höher aus. Der Aufpreis relativiert sich jedoch schnell, wenn die Zusatzfunktionen wie Kartenleser, 100W PD-Pass-Through und die MagSafe-Halterung den Kauf separater USB-C-Hubs und Adapter überflüssig machen.
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