xTool X1: Neue All-in-One-Laserplattform kombiniert Galvo, CO₂ und modulare Laser

Veröffentlicht von Timo Altmeyer am 28. August 2026

Mit dem X1 stellt xTool eine neue Desktop-Laserplattform vor, die großformatiges Laserschneiden, schnelle Galvo-Gravuren und austauschbare Laserquellen in einem System vereinen soll. In Deutschland ist der Verkaufsstart für Ende Oktober 2026 vorgesehen.

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xTool erweitert sein Portfolio um den xTool X1, eine modular aufgebaute Laserplattform für ambitionierte Maker, Kreativschaffende und kleinere Unternehmen. Das neue System soll mehrere bislang meist getrennte Geräteklassen zusammenführen: einen klassischen Gantry-Laser für größere Arbeitsflächen, einen schnellen Galvo-Laser für Gravuren sowie zusätzliche, austauschbare Laserquellen.

Die Reservierungsphase soll Ende September beginnen. Den offiziellen Verkaufsstart in Deutschland plant xTool für Ende Oktober 2026. Zu sehen sein wird der X1 außerdem auf der IFA am xTool-Stand in Halle 20, Stand 127. Einen Preis hat der Hersteller bislang nicht genannt.

Hybrid Motion kombiniert Gantry und Galvo

Eine der zentralen Neuerungen des X1 nennt xTool Hybrid Motion. Dahinter steckt ein koordiniertes Vier-Achsen-System, das die Bewegungsmechanik eines Gantry-Lasers mit einem Galvo-System kombiniert.

Gantry-Systeme bewegen den Laserkopf über Führungsschienen und eignen sich dadurch für vergleichsweise große Werkstücke. Galvo-Laser lenken den Strahl dagegen über schnell bewegliche Spiegel und erreichen bei Gravuren deutlich höhere Geschwindigkeiten, arbeiten normalerweise aber innerhalb eines kleineren Bereichs. Beim X1 sollen beide Ansätze innerhalb einer Maschine zusammenarbeiten.

Zur Grundausstattung gehören laut xTool ein 55-Watt-CO₂-Laser sowie ein Galvo-Kopf mit integriertem 20-Watt-Diodenlaser. Das als "Flying Galvo" bezeichnete System soll Gravurgeschwindigkeiten von bis zu 6.000 mm/s ermöglichen und gleichzeitig über den größeren Arbeitsbereich des Gantry-Systems genutzt werden können.

Laser Swap erweitert den X1 um zusätzliche Laserquellen

Das zweite zentrale Konzept hört auf den Namen Laser Swap. Der X1 soll dadurch nicht auf die beiden integrierten Laser beschränkt bleiben.

Geplant sind zusätzliche Module mit:

  • 30-Watt-Faserlaser
  • 60-Watt-MOPA-Laser
  • 5-Watt-UV-Laser

Weitere Laserquellen und Leistungsstufen sollen später folgen.

Die unterschiedlichen Laser sind für verschiedene Materialien und Anwendungen interessant. Während CO₂-Laser beispielsweise häufig für Holz, Acryl oder andere nichtmetallische Materialien eingesetzt werden, erweitern Faser-, MOPA- und UV-Laser das Anwendungsspektrum unter anderem in Richtung Metallmarkierung und besonders feiner Gravuren.

Nach Angaben von xTool werden die verschiedenen Laserquellen über einen gemeinsamen optischen Aufbau und den zentralen Galvo-Kopf geführt. Für die einzelnen Quellen kommen jeweils eigene Kalibrierungsmodelle zum Einsatz.

UniCast-Rahmen soll für höhere Stabilität sorgen

Die technische Basis bildet der sogenannte UniCast Frame. xTool setzt dabei auf große Aluminium-Druckgussteile statt auf eine Konstruktion aus zahlreichen miteinander verschraubten Einzelkomponenten.

Nach Herstellerangaben ersetzen drei monolithische Druckgussstrukturen fast 100 konventionelle Einzelteile und mehr als 268 Schrauben. Produziert werden die Bauteile laut xTool mit einem 4.000-Tonnen-Hochdruck-Druckgussverfahren.

Die Konstruktion soll Montagetoleranzen reduzieren und gleichzeitig die Steifigkeit erhöhen. Das ist beim X1 besonders relevant, da sowohl das schnelle Galvo-System als auch die Gantry-Mechanik und die unterschiedlichen optischen Pfade möglichst exakt zueinander ausgerichtet bleiben müssen.

Preis und finale Spezifikationen bleiben offen

Neben dem Preis sind unter anderem die finale Größe des Arbeitsbereichs, konkrete Schneidleistungen für verschiedene Materialien, die vollständige Materialkompatibilität sowie Preise und Verfügbarkeit der zusätzlichen Lasermodule noch nicht bekannt.

Die Reservierungsphase soll Ende September beginnen, der Verkaufsstart in Deutschland ist für Ende Oktober 2026 vorgesehen.

Quelle: xTool Pressemeldung

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