XPS 16 Creator Edition mit bis zu 128 GB Unified Memory

Beim neuen XPS 16 Creator Edition kombiniert Dell eine NVIDIA-Grace-CPU mit bis zu 20 Kernen und eine Blackwell-RTX-GPU mit bis zu 6.144 Kernen. Beide greifen auf denselben Speicher zu. Bis zu 128 GB dieses sogenannten Unified Memory sollen zur Verfügung stehen.
Das ist vor allem für Anwendungen interessant, bei denen der separate Grafikspeicher herkömmlicher Notebooks schnell zum Engpass wird. Dell nennt große 3D-Szenen, mehrspurige 8K-Videoprojekte und die lokale Ausführung großer KI-Modelle als Einsatzgebiete. Wie schnell das Notebook solche Aufgaben tatsächlich erledigt, müssen allerdings erst unabhängige Tests zeigen.
Die Hardware steckt in einem 17,8 mm dünnen Gehäuse aus CNC-gefrästem Aluminium. Für Grafik- und Videoanwendungen unterstützt die Plattform unter anderem Echtzeit-Raytracing, DLSS sowie hardwarebeschleunigtes Encoding und Decoding von Videomaterial mit 4:2:2-Farbunterabtastung.
Tandem-OLED mit 120 Hz und hoher Farbtreue

Beim Display setzt Dell auf ein 3,2K-Tandem-OLED-Panel. Die Bildwiederholrate passt sich zwischen 20 und 120 Hz an. Bei statischen Inhalten kann sie damit sinken, während für bewegte Inhalte bis zu 120 Hz bereitstehen.
Laut Dell deckt das Panel den DCI-P3-Farbraum vollständig ab und wird ab Werk auf eine Farbabweichung von Delta E unter 2 kalibriert. Hinzu kommen eine Pantone-Validierung und die Zertifizierung VESA DisplayHDR True Black 600. Die Spitzenhelligkeit gibt der Hersteller mit bis zu 1.000 Nits an.
Die Tandem-OLED-Technik soll gegenüber herkömmlichen OLED-Panels eine höhere Helligkeit bei geringerem Stromverbrauch ermöglichen. Konkrete Angaben zur Akkukapazität und Laufzeit enthält die Ankündigung noch nicht.
SD-Kartenleser, HDMI und drei USB4-Anschlüsse
Für Foto- und Videoarbeiten bringt das XPS 16 Creator Edition einen SDXC-Kartenleser in voller Größe mit. Dazu kommen drei USB4-Anschlüsse im USB-C-Format, jeweils mit DisplayPort 2.1 und Power Delivery. Das Notebook lässt sich laut Dell über jeden dieser drei Anschlüsse laden.
HDMI 2.1b und ein universeller Audioanschluss ergänzen die Ausstattung. Dell nennt außerdem die Unterstützung von bis zu drei externen Displays.
Lokale KI und Windows-Anwendungen
Mit RTX Spark richtet sich Dell auch an Entwickler, die KI-Modelle auf dem eigenen Rechner ausführen und bearbeiten möchten. Das XPS 16 Creator Edition soll den vollständigen NVIDIA-CUDA-Stack unterstützen und sich für Prototypen, Fine-Tuning und Inferenz eignen. Bei Letzterem wird ein bereits trainiertes Modell genutzt, um beispielsweise Texte oder Bilder zu erzeugen.
Für die Software-Kompatibilität unterscheidet Dell zwischen nativen Anwendungen und x86-Programmen, die über Microsofts Prism-Emulation laufen. Blender, DaVinci Resolve, Adobe Photoshop und Adobe Premiere nennt der Hersteller als native Anwendungen, MATLAB als Beispiel für die Nutzung über Prism.
Auch Spiele gehören zum vorgesehenen Einsatzbereich. Dell nennt die Xbox-PC-App sowie die Anti-Cheat-Lösungen Easy Anti-Cheat und BattlEye als unterstützt. Ob einzelne Programme und Spiele problemlos laufen, lässt sich daraus allerdings noch nicht für jeden Titel ableiten.
Creator Edition Desktop für längere Rechenaufgaben

Der Dell Creator Edition Desktop verwendet ebenfalls NVIDIA RTX Spark und bis zu 128 GB Unified Memory. Das kompakte Desktop-System soll seine Leistung bei längeren Render-, Trainings- und Fine-Tuning-Aufgaben dauerhaft halten können.
Dell gibt bis zu ein Petaflop FP4-Rechenleistung an und nennt die Unterstützung von KI-Modellen mit mehr als 200 Milliarden Parametern. Die FP4-Angabe bezieht sich auf Berechnungen mit geringer numerischer Präzision und ist daher keine allgemeine Leistungsangabe für Spiele oder gewöhnliche Desktop-Anwendungen.
Dell Pro Precision mit GB300 bekommt Windows

Für deutlich größere KI-Projekte kündigt Dell eine Windows-Version der Pro Precision mit GB300 an. Die Workstation basiert auf dem NVIDIA GB300 Grace Blackwell Ultra Desktop Superchip und bietet laut Hersteller bis zu 20 Petaflops FP4-Rechenleistung sowie 748 GB kohärenten Speicher. Damit sollen sich KI-Modelle mit bis zu einer Billion Parametern lokal betreiben lassen.
Über das Windows-Subsystem für Linux, kurz WSL, können Entwickler Linux-KI-Frameworks und das CUDA-Ökosystem innerhalb ihrer Windows-Umgebung nutzen.
Gleichzeitig benennt Dell zwei bestehende Systeme um: Aus Dell Pro Max mit GB10 und Dell Pro Max mit GB300 werden Dell Pro Precision mit GB10 beziehungsweise GB300.
Preise und Verfügbarkeit
Das Dell XPS 16 Creator Edition soll ab dem 17. Oktober 2026 erhältlich sein. Preise will Dell zum Marktstart nennen.
Der Dell Creator Edition Desktop und die Windows-Version der Dell Pro Precision mit GB300 sollen „in Kürze“ folgen. Konkrete Termine und Preise hat Dell für diese beiden Systeme noch nicht veröffentlicht.







