Zwei Solarpanels für längere Laufzeiten
Das vordere Solarmodul sammelt Licht, während die Uhr am Handgelenk getragen wird. Für das zweite Panel muss man die T-Rex Dual Solar dagegen abnehmen und mit der Rückseite zur Sonne ausrichten. Das bietet sich beispielsweise während einer längeren Rast an. Laut Amazfit ist die rückseitige Solarfläche doppelt so groß und soll entsprechend schneller Energie nachliefern.
Für die typische Nutzung nennt der Hersteller bis zu 25 Tage Akkulaufzeit ohne Solarunterstützung. Bekommt das vordere Panel täglich drei Stunden Licht mit einer Beleuchtungsstärke von 50.000 Lux, sollen bis zu 34 Tage möglich sein. Unter denselben Bedingungen gibt Amazfit für das rückseitige Panel bis zu 51 Tage an. Die Werte beschreiben unterschiedliche Nutzungsszenarien und lassen sich nicht einfach zusammenrechnen.

Bei intensiver Nutzung sinkt die angegebene Laufzeit auf bis zu 13 Tage. Mit Solarunterstützung sollen daraus bis zu 15 Tage über die Vorderseite beziehungsweise 18 Tage über die Rückseite werden. Für einen Sportbetrieb mit Navigation, ausgeschaltetem Always-on-Display und reduzierter Displayhelligkeit nennt Amazfit bis zu 48 Stunden. Bei kontinuierlicher Beleuchtung des vorderen Panels mit 50.000 Lux steigt dieser Wert auf bis zu 57 Stunden.
Die ebenfalls beworbenen 180 Tage beziehen sich auf einen stark eingeschränkten Outdoor-Extremmodus. Dabei wird die GPS-Position nur einmal pro Stunde erfasst, auch Display, Kompass und Taschenlampe kommen selten zum Einsatz. Die separate Akkuübersicht setzt für diesen Wert eine kontinuierliche Solarversorgung über die Rückseite voraus.
Solar soll den Energieverbrauch ausgleichen und die Zeit zwischen zwei Ladevorgängen verlängern. Das Laden per USB-Kabel ersetzt es laut Hersteller nicht. Wie viel die Panels unterwegs tatsächlich beitragen, hängt unter anderem von Licht, Ausrichtung, Temperatur und den verwendeten Funktionen ab.
AMOLED, Saphirglas und Titan

Das 1,32 Zoll große AMOLED-Display erreicht laut Datenblatt eine Spitzenhelligkeit von bis zu 3.000 Nits. Darüber liegt Saphirglas. Für die Lünette und die vier seitlichen Tasten verwendet Amazfit Titan der Güteklasse 5, das hintere Solarpanel besteht aus Keramikglas. Ohne Armband wiegt die Uhr 69 Gramm.
Als Einsatzbereich nennt Amazfit Temperaturen von minus 30 bis plus 70 Grad Celsius. Daraus lässt sich allerdings nicht ableiten, dass die Solarladung über den gesamten Temperaturbereich verfügbar ist. Laut Akkuübersicht wird sie bei Überschreiten einer Temperaturgrenze zum Schutz der Uhr unterbrochen.
Zur Ausstattung gehört auch eine LED-Taschenlampe mit mehreren Helligkeitsstufen und SOS-Modus. Sie kann beim Suchen im Rucksack oder als zusätzliche Lichtquelle in einer Pause hilfreich sein.
Kartennavigation und Standortfreigabe per LiveShare
Zur Positionsbestimmung nutzt die Amazfit T-Rex Dual Solar sechs Satellitensysteme, darunter GPS und Galileo. Die Uhr unterstützt Abbiegehinweise sowie herunterladbare topografische Karten mit Höhenlinien und Skikarten. Wegpunkte, eingezeichnete Orte und ein farbiges Höhenprofil ergänzen die Navigation. So lassen sich auch bevorstehende Anstiege und Abstiege auf der Uhr nachvollziehen.
Mit LiveShare können ausgewählte Personen eine Aktivität nahezu in Echtzeit verfolgen. Geteilt werden neben dem Standort auch Dauer, Strecke, Höhenunterschied, Herzfrequenz und Tempo. Wer allein unterwegs ist, kann damit beispielsweise Angehörige über den Verlauf einer Wanderung informieren. Eine automatische Notfallerkennung beschreibt Amazfit für die Funktion in den vorliegenden Unterlagen nicht.
Für das Training erfasst die Uhr unter anderem Herzfrequenz und Blutsauerstoffsättigung. Die Zepp-App bereitet Trainingsbelastung und Erholung auf. „Training Balance“ und „Weekly Focus“ sollen dabei helfen, Kraft- und Ausdauereinheiten aufeinander abzustimmen. Weitere Anwendungen lassen sich über die Zepp-App ergänzen, etwa zur Abschätzung der Ankunftszeit oder der verbleibenden Akkulaufzeit.

Preis und Verfügbarkeit
Die Amazfit T-Rex Dual Solar kostet 649,90 Euro und ist laut aktueller Herstellermitteilung ab sofort im Amazfit-Shop erhältlich. Vorbestellungen waren seit dem 22. September 2026 möglich. Die europäische Ausführung unterstützt außerdem NFC-Zahlungen.
Mit dem zweiten Solarpanel richtet sich die Uhr vor allem an Nutzer, die auf längeren Touren gezielt in Pausen nachladen möchten. Der zusätzliche Energiegewinn setzt allerdings voraus, dass die Rückseite ausreichend Licht bekommt. Wie gut sich das im Wanderalltag umsetzen lässt und welche Laufzeiten mit regelmäßiger Navigation übrig bleiben, muss ein Praxistest zeigen.








