ASUS ProArt P14 und P16 starten mit NVIDIA RTX Spark und bis zu 128 GB Arbeitsspeicher

Veröffentlicht von Christian Matenar am 17. Oktober 2026

ASUS bringt das ProArt P14 und P16 mit NVIDIA RTX Spark auf den Markt. Bis zu 128 GB Unified Memory, leistungsfähige lokale KI, hochauflösende OLED-Displays und umfangreiche Creator-Tools sollen professionelle Anwender überzeugen. Die Preise starten bei 2.999 Euro.

ProArt P14 und P16 Hero

ASUS ProArt P14 und P16: Neue Creator-Laptops mit lokaler KI-Power

ASUS erweitert seine ProArt-Serie um zwei neue Notebooks, die sich speziell an Content Creator, Kreativprofis und KI-Entwickler richten. Das ProArt P14 (H7407) und das größere ProArt P16 (H7607) sind ab sofort in Deutschland erhältlich. Beide Modelle setzen auf die neue NVIDIA RTX Spark Plattform, die leistungsfähige KI-Berechnungen direkt auf dem Gerät ermöglichen soll. Damit lassen sich unter anderem Bilder und Videos generieren, große Sprachmodelle ausführen und komplexe Arbeitsabläufe automatisieren, ohne für jede Aufgabe auf externe Cloud-Dienste zurückgreifen zu müssen.

Technisch kombiniert RTX Spark eine NVIDIA Grace CPU mit einer Blackwell RTX GPU, Tensor Cores der fünften Generation und der Verbindungstechnologie NVLink-C2C. Ein wesentliches Merkmal ist der gemeinsam genutzte Arbeitsspeicher von bis zu 128 GB Unified Memory. Anders als bei klassischen Notebook-Konfigurationen, bei denen Arbeitsspeicher und Grafikspeicher weitgehend getrennt sind, können CPU und GPU hier auf einen gemeinsamen Speicherbereich zugreifen. Besonders bei umfangreichen KI-Modellen kann das Vorteile bringen, da deren Speicherbedarf schnell die Kapazität herkömmlicher Notebook-Grafikkarten übersteigt.

ASUS nennt eine KI-Rechenleistung von bis zu einem Petaflop. Dieser Wert beschreibt allerdings die theoretische Rechenleistung unter bestimmten Voraussetzungen und lässt sich nicht unmittelbar mit der alltäglichen Anwendungsperformance gleichsetzen. Welche KI-Modelle tatsächlich lokal ausgeführt werden können, hängt unter anderem von ihrer Größe, der Quantisierung und dem verfügbaren Speicher ab. Neben generativer KI sollen die Geräte auch anspruchsvolle Bildbearbeitung, Videoschnitt und 3D-Anwendungen beschleunigen.

Schlanke Gehäuse und hochauflösende OLED-Displays

Trotz ihrer leistungsfähigen Hardware bleiben beide ProArt-Modelle vergleichsweise kompakt. Das größere ProArt P16 besitzt ein CNC-gefertigtes Gehäuse mit einer Bauhöhe von lediglich 12,9 Millimetern und bringt 1,77 Kilogramm auf die Waage. Laut ASUS handelt es sich damit um das bisher dünnste 16-Zoll-Modell innerhalb der ProArt-Serie. Das kleinere ProArt P14 misst 13,9 Millimeter in der Höhe und wiegt 1,48 Kilogramm. ASUS bezeichnet es als das bislang leichteste ProArt-Notebook.

Auch bei der Akkukapazität orientieren sich die Geräte an den Anforderungen mobiler Kreativarbeit. Im ProArt P16 kommt ein Akku mit bis zu 99 Wh zum Einsatz, während das P14 mit 90 Wh ausgestattet ist. Konkrete Laufzeiten für unterschiedliche Anwendungsszenarien nennt ASUS in der Ankündigung nicht. Gerade bei rechenintensiven KI-Aufgaben dürfte die tatsächliche Ausdauer stark von der jeweiligen Auslastung abhängen.

Bei den Displays setzt ASUS auf Lumina Pro OLED-Panels mit einer variablen Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz, einer angegebenen Spitzenhelligkeit von bis zu 1.600 Nits und einer Farbgenauigkeit von Delta E unter 1. Eine spezielle Oberflächenbehandlung soll störende Reflexionen reduzieren. Das ProArt P16 bietet eine Auflösung von bis zu 4K und unterstützt zusätzlich NVIDIA G-SYNC. Beim kompakteren P14 liegt die maximale Auflösung bei 3K. Beide Geräte richten sich damit insbesondere an Anwender, für die präzise Farben und eine hochwertige Bilddarstellung wichtig sind.

Die Notebooks werden in den Farbvarianten Nano Black und Neo White angeboten. Zur weiteren Ausstattung gehören ein haptisches Touchpad und verschiedene Anschlussmöglichkeiten, die eine flexible Einbindung in professionelle Arbeitsumgebungen ermöglichen sollen.

Lokale KI-Anwendungen mit MuseTree, ComfyUI und Hermes Agent

Neben der Hardware spielt die Software eine zentrale Rolle. ASUS möchte mit den neuen ProArt-Modellen vor allem die lokale Nutzung generativer KI vereinfachen. Dafür werden verschiedene Anwendungen und Werkzeuge bereitgestellt, die sowohl Einsteiger als auch erfahrene Entwickler ansprechen.

Mit MuseTree bietet ASUS eine eigene Kreativanwendung, die unter anderem die generativen Modelle FLUX und Wan unterstützt. Damit lassen sich Bilder und Videos lokal erstellen, ohne für jede Generierung nutzungsabhängige Gebühren bezahlen zu müssen. StoryCube ergänzt das Softwarepaket um Funktionen zur intelligenten Medienverwaltung. Die Anwendung nutzt KI unter anderem zur Szenenerkennung, Organisation von Bild- und Videomaterial sowie zur Verwaltung größerer Medienbestände.

Hinzu kommt Zenni Claw, ein von ASUS entwickelter KI-Agent für alltägliche Aufgaben. Er soll verschiedene Anwendungen und Geräte miteinander verknüpfen und beispielsweise beim Content-Management, bei Produktivitätsaufgaben und bei der Gerätesteuerung unterstützen.

Darüber hinaus arbeitet ASUS mit der Open-Source-Plattform ComfyUI zusammen. Diese ermöglicht die Erstellung individueller KI-Workflows über eine visuelle Benutzeroberfläche. Nutzer können verschiedene Modelle und Verarbeitungsschritte miteinander kombinieren, um etwa komplexe Bildgenerierungen oder automatisierte Videoprozesse umzusetzen. Speziell zusammengestellte Workflow-Pakete sollen den Einstieg auf den ProArt-Notebooks erleichtern.

Eine weitere Komponente ist Hermes Agent von Nous Research. Der Open-Source-Agent kann Aufgaben über Desktop-Anwendungen, Terminalbefehle und lokale Dateien hinweg bearbeiten. Dazu nutzt er unter anderem eine dauerhafte Speicherfunktion, isolierte Ausführungsumgebungen und erweiterbare Skills. Über eine speziell entwickelte Schnittstelle kann Hermes zudem mit ASUS MuseTree interagieren und dort Bild- sowie Videogenerierungen anstoßen. In Verbindung mit ComfyUI lassen sich dadurch mehrstufige Arbeitsabläufe automatisieren.

Ein Vorteil der lokalen Verarbeitung besteht darin, dass sensible Projektdaten, Quelldateien und Eingaben nicht zwangsläufig an externe Server übertragen werden müssen. Gleichzeitig entfallen bei geeigneten lokalen Anwendungen laufende Kosten pro Anfrage oder generiertem Inhalt. ASUS sieht die Cloud dennoch weiterhin als Ergänzung, beispielsweise wenn besonders große KI-Modelle oder zusätzliche Rechenressourcen benötigt werden. Entsprechend unterstützen die Geräte sowohl lokale als auch hybride Arbeitsabläufe.

Preise und Verfügbarkeit der neuen ProArt-Notebooks

Das ASUS ProArt P14 (H7407) und das ProArt P16 (H7607) sind seit dem 16. Oktober 2026 in Deutschland erhältlich. Für das kleinere ProArt P14 nennt ASUS eine unverbindliche Preisempfehlung von 3.299 Euro. Das größere ProArt P16 startet dagegen bereits bei 2.999 Euro. Die tatsächliche Ausstattung kann je nach Konfiguration variieren.

Zum Marktstart bietet ASUS außerdem eine zeitlich begrenzte Aktion für registrierte Mitglieder an. Beim Kauf eines der beiden Modelle erhalten berechtigte Kunden eine ProArt MD300 Maus im angegebenen Wert von 129,99 Euro kostenlos dazu. Die Aktion läuft bis zum 31. Oktober 2026 beziehungsweise solange der Vorrat reicht. Das Geschenk wird nach der Anmeldung im ASUS-Shop angezeigt.

Für beide Notebooks gilt zudem die auf drei Jahre verlängerte ASUS-Herstellergarantie für berechtigte Consumer-Notebooks. Der Akku ist davon ausgenommen und weiterhin für zwölf Monate abgesichert.

Mit den neuen ProArt-Modellen setzt ASUS verstärkt auf leistungsfähige KI-Verarbeitung direkt unter Windows. Besonders die Kombination aus RTX-Beschleunigung, gemeinsamem Arbeitsspeicher und offenen KI-Werkzeugen dürfte für professionelle Anwender interessant sein, die ihre Modelle und Workflows möglichst unabhängig von externen Cloud-Diensten betreiben möchten.

Hinterlasse hier deinen Kommentar