JIMMY R9 Pro: Was ist neu?
Am Grundprinzip ändert sich wenig. Es handelt sich weiterhin um einen Auftisch-Wasseraufbereiter mit Umkehrosmosefilter, integriertem Reinwassertank und Sofort-Heißwasserfunktion ohne festen Wasseranschluss. Der Unterschied liegt in der aktiven Kühlung, die erstmals echtes Kaltwasser mit rund 10 bis 15 °C auf Knopfdruck bereitstellt.
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Design und Verarbeitung
Optisch orientiert sich der JIMMY R9 Pro stark am bereits bekannten R9. Das Gerät bleibt ein kompakter Auftisch-Wasserspender mit klarer Linienführung, großem Touchdisplay und seitlich eingesetztem Rohwassertank. Durch das zusätzlich integrierte Kühlsystem wächst das Gehäuse allerdings leicht in Tiefe und Gewicht, was auf der Küchenarbeitsfläche berücksichtigt werden sollte.

Die Verarbeitung hinterlässt weiterhin einen hochwertigen Eindruck. Das Gehäuse besteht aus lebensmittelechtem Kunststoff, die beiden mitgelieferten 1 Liter Pitcher aus Tritan wirken stabil und alltagstauglich. Praktisch bleibt das modulare Tankdesign. Der 5,5 Liter Rohwassertank lässt sich seitlich entnehmen und bequem am Wasserhahn befüllen, ohne das gesamte Gerät bewegen zu müssen.
Eine Festinstallation ist nicht notwendig. Stromanschluss genügt, anschließend startet die Wasseraufbereitung automatisch, sobald der Reinwasserkrug eingesetzt wird.

Filtersystem und Wasseraufbereitung
Beim Filtersystem übernimmt der R9 Pro die Technik des bereits getesteten R9 nahezu unverändert. JIMMY setzt weiterhin auf ein mehrstufiges Umkehrosmosesystem, bei dem mehrere Reinigungsstufen in drei Kartuschen zusammengefasst sind.
Ein Verbundfilter entfernt zunächst Sedimente wie Rost oder Sand sowie Chlor und Geruchsstoffe. Anschließend filtert die RO-Membran mit einer Porenweite von 0,0001 Mikron, die gelösten Stoffe wie Schwermetalle, Nitrat, PFAS, Bakterien oder Kalk. Zum Schluss sorgt ein Aktivkohle-Nachfilter für geschmackliche Stabilisierung und eine leichte Remineralisierung des Wassers.
Wie schon beim R9 wird das aufbereitete Wasser zusätzlich per UV-C-Licht im Reinwasserbehälter steril gehalten, um eine Rückverkeimung im Tank zu verhindern. Laut Anzeige reduziert die Osmosefiltration den TDS-Wert des Wassers deutlich, was sich im Alltag vor allem durch einen spürbar weicheren und neutraleren Geschmack bemerkbar macht.

Im Langzeittest des R9 fiel allerdings auf, dass sich die transparenten Tritan-Pitcher durch die dauerhaft aktive UV-Beleuchtung mit der Zeit leicht milchig verfärben können. Dabei handelt es sich um eine rein optische Veränderung des Materials, die weder die Stabilität noch die Wasserqualität beeinflusst, im Alltag jedoch sichtbar bleibt.
Die Bedienung des R9 Pro verhält sich identisch zum R9. Nach dem Befüllen des Rohwassertanks beginnt das Gerät automatisch mit der Filtration und hält den eingesetzten Reinwasser-Pitcher selbstständig gefüllt. Eine manuelle Aktivierung ist nicht nötig. Wird Wasser entnommen, startet die Aufbereitung im Hintergrund erneut. Die Wasserentnahme erfolgt über das zentrale Touchdisplay.

Temperatur und Ausgabemenge lassen sich vorab festlegen, anschließend genügt ein Tastendruck und das Gerät dosiert die gewünschte Menge präzise in die Tasse oder Flasche. Zur Auswahl stehen feste Volumenstufen zwischen 120 und 500 Millilitern. Der integrierte Durchlauferhitzer liefert weiterhin heißes Wasser innerhalb weniger Sekunden, wodurch ein klassischer Wasserkocher praktisch überflüssig wird.

Die neue Kühlfunktion im Detail
Im Inneren arbeitet ein separater Kaltwasserkreislauf, der das bereits gefilterte Wasser aktiv temperiert. Anders als bei einfachen Wasserspendern wird das Wasser nicht erst beim Zapfen gekühlt, sondern permanent in einem kleinen internen Tank auf Zieltemperatur gehalten. Technisch setzt JIMMY dabei auf ein thermoelektrisches Kühlsystem mit Lüfter und Umwälzpumpe, das ohne Kompressor auskommt.
Die Kühlung ist standardmäßig deaktiviert und muss beim ersten Start manuell eingeschaltet werden. Anschließend benötigt das System rund 15 bis 20 Minuten, um erstmals kaltes Wasser bereitzustellen. Danach arbeitet die Kühlung automatisch im Hintergrund und hält die Temperatur konstant.
Typisch für Peltier-Kühlungen ist allerdings, dass sie eher auf Temperaturhaltung statt Schnellkühlung ausgelegt sind. Bis das Wasser auf 10 °C gekühlt ist, vergehen rund 15 bis 20 Minuten. Wird sehr viel kaltes Wasser hintereinander entnommen, benötigt das Gerät kurz Zeit, um wieder auf Zieltemperatur herunterzukühlen. Dafür arbeitet es vergleichsweise leise und vibrationsarm.
Die Kühlung ist standardmäßig deaktiviert und muss durch Gedrückthalten der Kühltaste manuell eingeschaltet werden. Durch Lüfter und Kühlmodul ist beim R9 Pro ein leichtes Hintergrundbrummen hörbar, ähnlich einem sehr leisen Mini-Kühlschrank.
TDS-Messung und Wasserqualität
Wie bereits beim R9 verfügt auch der R9 Pro über integrierte TDS-Sensoren am Einlass sowie hinter der RO-Membran. Über das Display lässt sich jederzeit ablesen, wie stark die gelösten Stoffe im Leitungswasser reduziert werden. TDS steht für Total Dissolved Solids und beschreibt die Gesamtmenge gelöster Mineralien und Salze im Wasser.

Im Test zeigte sich erneut, dass die Umkehrosmosemembran den TDS-Wert deutlich reduziert. Abhängig von der regionalen Wasserhärte sinkt der Messwert nach der Filtration typischerweise um über 90 Prozent. Das Ergebnis ist ein spürbar weicheres, nahezu neutrales Trinkwasser ohne kalkigen Nachgeschmack.
Wie schon beim Vorgänger erfolgt die Anzeige vor der Remineralisierungsstufe, weshalb externe Messgeräte meist leicht höhere Werte im fertigen Trinkwasser anzeigen. Geschmacklich wirkt das Wasser dennoch nicht flach, sondern ausgewogen und sauber.

Abwasserverhältnis und Tankmanagement
Wie jedes Umkehrosmosegerät produziert auch der R9 Pro ein Konzentrat, das die herausgefilterten Stoffe enthält. Das Verhältnis von Reinwasser zu Konzentrat liegt weiterhin bei etwa 3:1 und bewegt sich damit auf einem für Auftischgeräte guten Niveau. Anders als fest installierte Osmoseanlagen leitet der R9 Pro dieses Wasser jedoch nicht in den Abfluss. Stattdessen wird das Konzentrat zurück in den Rohwassertank geführt.
Dort steigt mit jeder Filterrunde die Konzentration gelöster Stoffe an, bis ein definierter Grenzwert erreicht ist. Erst dann fordert das Gerät über eine Displaymeldung dazu auf, den Tank zu leeren und mit frischem Leitungswasser zu befüllen. Je nach Wasserhärte und Nutzung muss der Rohwassertank mal mehr oder weniger schnell neu befüllt werden. Im Test lag dieser Punkt meist nach drei bis vier gefüllten Pitchern.

Laufende Kosten
Auch beim R9 Pro entstehen die wichtigsten Folgekosten durch die Filter. Das dreistufige System besteht weiterhin aus Verbundfilter, Aktivkohle-Nachfilter und RO-Membran, deren Austauschintervalle unverändert bleiben. Die beiden Vor- und Nachfilter sind auf eine Nutzungsdauer von etwa zwölf Monaten ausgelegt, während die RO-Membran in der Regel erst nach rund zwei Jahren ersetzt werden muss.
Der tatsächliche Wechselintervall hängt dabei stark von Wasserqualität und Nutzungsintensität ab, wird jedoch zuverlässig über die Filteranzeige im Display überwacht. Laut Hersteller liegen die empfohlenen Verkaufspreise der Filter bei 29,99 Euro für den Verbundfilter (Link) und den Aktivkohle-Nachfilter (Link) sowie 49,99 Euro für die RO-Membran (Link).
Rechnet man die Filterpreise auf ein Jahr herunter, ergeben sich laufende Kosten von ungefähr 85 Euro jährlich bzw. bei 75 Euro mit aktuell laufendem Angebot. Damit bewegt sich der R9 Pro preislich in einem Bereich, der in etwa zwischen Discounter-Flaschenwasser und hochwertigem Markenwasser liegt, allerdings ohne Kistenschleppen oder Plastikmüll.
Hinzu kommen Stromkosten für Filtration, Heißwasserbereitung und Kühlung. Während die Sofortheizung nur kurzzeitig hohe Leistung abruft, arbeitet die Kühlung dauerhaft im Hintergrund. Im realistischen Dauerbetrieb ist daher mit jährlichen Stromkosten von etwa 35 bis 50 Euro zu rechnen.












