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Razer Raiju Ultimate im Test – PS4 Controller fĂŒr Pro-Gamer

by 12. Februar 2020
Der Razer Raiju Ultimate ist kein gewöhnlicher DualShock Controller sondern ein Gamepad der Extraklasse. Das spiegelt nicht nur der Preis wider, sondern auch die FĂŒlle an Funktionen, die ein Casual-Gamer höchstwahrscheinlich nicht benötigt. Mehr dazu im Test.
Überblick
Hersteller

Razer

Produktbezeichnung

Raiju Ultimate

Spezifikationen

Allgemein
Geeignet fĂŒr: PS4 und PC
Verbindung: Bluetooth oder Kabel
Modular: Austauschbare Thumbsticks & D-Pad
Individuell: Razer Chromaℱ
Gewicht: 370g

Details
Tasten:
*4 Multifunktionstasten
*Mecha-Tactile Dreieck
*Action Buttons
*Trigger
Audio: 3.5 mm fĂŒr Audio und Mikrofon
Akku: Bis zu 11 Stunden
Anschluss: Micro-USB

Lieferumfang

1x Razer Raiju Ultimate
1x Micro-USB Kabel
1x Bedienungsanleitung
1x Transporttasche

Razer Raiju Ultimate – Pro-Controller

Bereits 2016 hat Razer den Raiju PS4-Controller ins Leben gerufen. Das damals schon offiziell lizenzierte und fĂŒr pro-orientierte Spieler konzipierte Gamepad bestach durch erweiterte Anpassungsmöglichkeiten und ein besonders ergonomisches Design.

Drei Jahre spĂ€ter ist der Razer Raiju Ultimate (2019) erschienen, mit der Absicht den damals noch kabelgebundenen Raiju um eine kabellose Bluetooth-FunktionalitĂ€t zu erweitern, Fehler auszumerzen und fĂŒr noch mehr Anpassungsmöglichkeiten zu sorgen.

In dieser Verpackung wird der Raiju Ultimate ausgeliefert.

Razer Raiju Ultimate – Design

Bereits beim Auspacken macht der Raiju Ultimate einiges daher. Der Controller wird inklusive einem Transport-Case geliefert. Die modularen D-Pad und Analog-AufsÀtze befinden sich schön aufgereiht im vorderen Teil des Case.

Razer Raiju Ultimate Lieferumfang mit Kabel, Controller samt Case und Anleitung.

Nimmt man den Controller in die Hand, macht sich direkt das hohe Eigengewicht bemerkbar. Stolze 352g bringt der Pro-Controller auf die Waage und ist damit nochmal 142g schwerer als ein gewöhnlicher DualShock 4 Controller. Das Gewicht ist gleichmĂ€ĂŸig ĂŒber den ganzen Controller verteilt. Eine zu hohe Kopflast? – Fehlanzeige! Anmerken sollte man allerdings auch, dass der Raiju Ultimate im Gegensatz zu anderen Pro-Controllern, wie z.B. dem Nacon Revolution Pro-Controller 2, keine austauschbaren Gewichte mit sich bringt.

Transporttasche des Raiju Ultimate mit modularen AufsÀtzen.

Haptisch fĂŒhlt sich der Raiju Ultimate hervorragend an. Die gummierten Griffhörner vermitteln ein angenehmes HaltegefĂŒhl, auch bei lĂ€ngeren Gaming-Sessions. Ebenfalls sehr gut umgesetzt ist die Anordnung der Tasten. Mit normal großen HĂ€nden sind alle Tasten gut erreichbar. Lediglich die M3 und M4-Trigger benötigen durch ihre sehr tiefe Platzierung eine leichte Eingewöhnungsphase. Genauso könnten Gamer mit kleinen HĂ€nden Probleme mit den M1 und M2 Triggern bekommen. Mit zu kurzen Zeigefingern sind diese nur schwer erreichbar!

Apropos Tasten, neben der Grundausstattung eines herkömmlichen DualShock Controllers bietet der Raiju Ultimate ein Touchpad mit schicker RGB-Chroma Beleuchtung und vier Multifunktionstasten. Die Druckpunkte der Tasten stimmen und liefern ein angenehm mechanisches Feeling mit taktilem Feedback.

Razer Raiju Ultimate Pro-Controller Front

Razer Raiju Ultimate – Funktionen

PC-KompatibilitÀt

Der Raiju Ultimate ist hauptsĂ€chlich als PS4-Controller konzipiert. Dennoch ist es auch möglich, das Gamepad mit dem PC zu verbinden. Über einen Schalter auf der RĂŒckseite lĂ€sst sich der Modus zwischen „PS4 BT“, „USB“ und „PC BT“ wechseln. Der Verbindungsaufbau verlief im Test problemlos. Genauso wurde die Verbindung ohne AbbrĂŒche konstant beibehalten. Worauf PC-Spieler achten mĂŒssen ist jedoch, dass der Raiju Ultimate weiterhin ein DualShock Controller ist, der am PC und in dessen Spielen gesondert konfiguriert werden muss.

Razer Raiju Ultimate Pro-Controller Seite

eSport Ready

Pro-Gamer kommen auf ihre Kosten. Das modulare Design erlaubt einen schnellen Wechsel der Analog-Sticks und des D-Pads. Je nach Spielertyp kann der Raiju Ultimate mit kurzen, konkaven Sticks oder einem verlĂ€ngerten Konvex-Stick ausgestattet werden. Moment mal – EINEM Konvex-Stick? Genau! Razer legt lediglich einen verlĂ€ngerten konkaven Stick und einen verlĂ€ngerten konvexen Stick bei. Schade, dass man sich hier nicht fĂŒr zwei identische Paare entschieden hat.

Razer Raiju Ultimate Pro-Controller Unterseite

Ebenfalls austauschbar ist das D-Pad, das als Scheibe oder als klassisches Steuerkreuz zur VerfĂŒgung steht. Die so genannten „Trigger-Stopper“ ermöglichen es den Tastenhub der L2 und R2 Trigger im Handumdrehen zu Ă€ndern. HierfĂŒr mĂŒssen lediglich die auf der RĂŒckseite befindlichen Schalter umgelegt werden. Durch den kĂŒrzeren Weg des Triggers kann vor allem in Shootern noch schneller reagiert werden. Um ungewollte Eingaben der PS-Taste sowie der Konfirgurationstasten zu vermeiden, können diese ĂŒber die Sperrtaste deaktiviert werden.

Profile, App und RGB-Chroma

Je nach Spiele-Genre kann der Raiju Ultimate mit unterschiedlichen Profilen programmiert werden. Anpassen lassen sich die Tastenzuweisung, die VibrationsstĂ€rke sowie die RGB-Chroma Beleuchtung. Am einfachsten ist die Programmierung per App. HerfĂŒr steht die „Raiju for PS4“ App in den jeweiligen App-Stores (Apple & Google) zum Download bereit. Die Verbindung zwischen App und Controller wird per Bluetooth hergestellt. Im Test funktionierte der erste Verbindungsaufbau auf Anhieb. Eine wiederholte Verbindung war wiederum knifflig, denn der Controller wurde erst nach mehrmaligem Ein- und Ausschalten vom Smartphone gefunden. Hier sollte Razer unbedingt nachbessern!

In der App stehen bereits vier vorprogrammierte Profile fĂŒr Shooter, Kampf, Sport und Racing Titel zur Auswahl. Um ein neues Profil anlegen zu können, wird gezwungenermaßen eine Razer ID benötigt. Mit Razer ID können bis zu 500 individuelle Profile in der Razer Cloud gespeichert werden. Die bereits vorprogrammierten Profile sind jedoch auch ohne Razer ID anpassbar. Die Tastenzuweisung umfasst die Tasten M1, M2, M3 und M4. Auf diese Sondertasten lassen sich alle ĂŒbrigen Tasten zuweisen. Über einen 10-stufigen Empfindlichkeitsregler ist die Empfindlichkeit der Analog-Sticks anpassbar. Die VibrationsstĂ€rke des linken als auch des rechten Vibrationsmotors ist in 10er Schritten einstellbar.

Um den Controller einen einzigartigen Look zu verleihen, befindet sich um das Touchpad die RGB-Chroma Beleuchtung. Neben einer individuellen Farbwahl stehen auch sechs verschiedene Beleuchtungsmodi zur Auswahl. Egal ob statisch, pulsierend oder reaktiv, die Einstellungsmöglichkeiten sind fast grenzenlos. Zu guter Letzt noch die Akkulaufzeit. Der Akku hielt im Test ungefĂ€hr 8 bis 10 Stunden. Der Ladeindikator unterhalb des Touchpads zeigt frĂŒhzeitig an, wann es Zeit wird den Controller aufzuladen. Ein kompletter Ladevorgang dauert knapp 4 Stunden.

Testergebnis

Bewertung
Positiv

Hochwertige Verarbeitung
Modulares Design
Handlich und griffig
PrÀzise Mecha-Taktile-Schalter
Trigger-Stopper
RGB-Chroma Beleuchtung

Negativ

Lieblose App
Razer ID Zwang fĂŒr neue Profile
Ungleiche Stick-Paare

Erster Eindruck
8.0
Verarbeitung
9.0
Design
8.0
8.0
KonnektivitÀt
7.5
9.0
Funktionsumfang
8.5
Gamingtauglichkeit
9.0
App
4.0
Fazit

Der Razer Raiju Ultimate ist teuer. So teuer, dass man es sich definitiv 2, 3 wenn nicht sogar 4 Mal ĂŒberlegen sollte, ob man wirklich so viel Geld fĂŒr einen Gamecontroller ausgeben sollte. Möchte man allerdings den besten PS4 "Elite" Controller auf dem Markt, kommt man um den Raiju Ultimate nicht herum. Das Gamepad ist hervorragend verarbeitet, bietet eine FĂŒlle an Funktionen und sieht Dank der RGB-Chroma Beleuchtung stylisch aus.

Trotzdem bleibt das Gamepad nicht vor Kritik verschont. Trotz viel Schnick-Schnack hat Razer die Raiju PS4 App völlig lieblos umgesetzt. Hinzu kommen vereinzelte Verbindungsprobleme, die der Hersteller mittlerweile aber gut im Griff hat.

7.7
Unsere Bewertung
8.5
Nutzerbewertung
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