vivo X300 Ultra im Test: Phänomenales Kamera-Smartphone zum Ultra-Preis

Veröffentlicht von Timo Altmeyer am 4. August 2026

Das vivo X300 Ultra will nicht weniger sein als die neue Referenz unter den Kamera-Smartphones und liefert dafür ein außergewöhnlich vielseitiges Kamerasystem, starke Leistung und ein erstklassiges Display. Doch bei einem Preis von rund 2.000 Euro stellt sich unweigerlich die Frage, ob diese phänomenale Kamera den Ultra-Aufpreis wirklich wert ist.

9.5

Unsere Bewertung
vivo X300 Ultra Review Hero

vivo X300 Ultra: Design, Verarbeitung und Lieferumfang

Beim vivo X300 Ultra hat die Kamera das Design nicht nur geprägt, sondern kurzerhand übernommen. Der Rest des Smartphones wirkt beinahe wie das Zubehör zum gewaltigen Objektiv auf der Rückseite.

Das kreisrunde Kameramodul ragt satte 8 Millimeter aus dem Gehäuse und ist damit beinahe noch einmal so dick wie das eigentliche Smartphone (8,49 Millimeter). An seiner dicksten Stelle kommt das X300 Ultra somit auf gut 16 Millimeter. Hosentaschenfreundlich ist anders, dafür macht vivo bereits optisch unmissverständlich klar, wo die Prioritäten liegen.

vivo X300 Ultra in Grün
Die Farbvarianten reichen von dezentem Schwarz bis zum auffälligeren Grün, das je nach Lichteinfall unterschiedlich wirkt.

Unser Testgerät in Grün kombiniert einen farblich abgestimmten Aluminiumrahmen mit einer leicht strukturierten Glasrückseite. Je nach Lichteinfall wirkt die Oberfläche mal dunkel und zurückhaltend, mal deutlich lebendiger. Die schwarze Variante fällt nüchterner aus und setzt statt Glas auf eine leichtere Rückseite aus Glasfaser. Das wirkt sich auch auf Maße und Gewicht aus. Das schwarze Modell ist 8,19 Millimeter dick und wiegt 232 Gramm.

Green und White kommen durch ihre Glasrückseite auf 8,49 Millimeter und 237 Gramm. Leicht oder kompakt ist damit keine der Varianten. Durch die große Kameraeinheit liegt der Schwerpunkt zudem deutlich im oberen Gehäusebereich, unangenehm unausgewogen fühlt sich das X300 Ultra dennoch nicht an.

vivo X300 Ultra Fingerabdrücke
Auf der grünen Glasrückseite sind Fingerabdrücke kaum zu erkennen.

Vorder- und Rückseite sind vollständig flach, während der breite Aluminiumrahmen für einen sicheren Griff sorgt. Die Übergänge zwischen den Materialien sind sauber verarbeitet, die Tasten sitzen fest und auch unter Druck gibt das Gehäuse nicht nach. Das X300 Ultra fühlt sich so massiv und hochwertig an, wie man es bei einem Smartphone dieser Preisklasse erwartet.

Gegen Staub und Wasser ist das Gehäuse nach IP68 und IP69 geschützt. Damit übersteht es unter kontrollierten Bedingungen nicht nur zeitweiliges Untertauchen, sondern auch Wasserstrahlen mit hohem Druck und erhöhter Temperatur. Für den Ausflug ins Meer ist das zwar kein Freifahrtschein, Regen oder ein umgekipptes Glas bringen das vivo aber nicht gleich aus der Fassung.

vivo X300 Ultra Tasten
Lautstärkewippe und Ein-/Aus-Taste sitzen auf der rechten Seite und bieten einen klaren Druckpunkt.

Lautstärkewippe und Ein-/Aus-Taste sitzen auf der rechten Seite, sind gut erreichbar und bieten einen klaren Druckpunkt. Das X200 Ultra besaß noch eine eigene Kamerataste, beim vivo X300 Pro (hier zum Test) gibt es zumindest eine frei belegbare Shortcut-Taste. Ausgerechnet dem kamerafokussierten X300 Ultra fehlen beide. Für schnelle Aufnahmen bleiben damit nur der Touchscreen und die Lautstärketasten.

Unten befinden sich USB-C, Lautsprecher, Mikrofone und der SIM-Schacht. Der 3D-Ultraschall-Fingerabdrucksensor ist unter dem Display verbaut und entsperrt das Smartphone schnell und zuverlässig.

Zum europäischen Lieferumfang gehören ein USB-C-Kabel, eine SIM-Nadel, eine Schutzhülle, eine bereits aufgebrachte Displayschutzfolie und der übliche Papierkram. Ein Ladegerät liegt nicht bei. Das ist inzwischen zwar keine Seltenheit mehr, wirkt bei einem Smartphone für rund 2.000 Euro und einer beworbenen Ladeleistung von 100 Watt trotzdem knauserig.

vivo X300 Ultra: Display

Auf der Vorderseite kehrt wieder Ruhe ein. Das vollständig flache 6,82 Zoll Display kommt mit schmalen, gleichmäßigen Rändern und einer kleinen Aussparung für die Punch-Hole-Kamera. Nach der ziemlich extrovertierten Rückseite ist das fast schon überraschend langweilig.

Das LTPO-AMOLED löst mit 3168 x 1440 Pixeln auf und erreicht damit eine Pixeldichte von 510 ppi, womit die Darstellung bei Text und Bild entsprechend scharf ausfällt und einzelne Pixel selbst aus unmittelbarer Nähe nicht zu erkennen sind.

vivo X300 Ultra Display
Das 6,82 Zoll große LTPO-AMOLED überzeugt mit hoher Schärfe, kräftigen Farben und sehr guter Ablesbarkeit im Freien.

Auch bei Farben und Kontrasten gibt sich das Panel keine Blöße. Schwarz ist AMOLED-typisch tief, Farben wirken kräftig und lassen sich über verschiedene Profile zurückhaltender abstimmen. Unterstützt werden der P3-Farbraum, 10 Bit Farbtiefe sowie Dolby Vision, HDR10+ und HDR Vivid.

Besonders gut kommt Android Ultra HDR zur Geltung. Entsprechend aufgenommene Fotos enthalten zusätzliche Helligkeitsinformationen, durch die beispielsweise Sonnenreflexionen, Lampen oder helle Wolken sichtbar intensiver dargestellt werden. Das gesamte Bild wird dabei nicht einfach hochgezogen, sondern nur die passenden Bereiche. In vivos Galerie und Google Fotos verleiht das den Aufnahmen deutlich mehr Dynamik.

Bei der Helligkeit wirft vivo mit einer lokalen Spitze von 4500 cd/m² um sich. Wie üblich gilt dieser Wert nur für einen winzigen Bildbereich und unter idealen Bedingungen. Im Test erreicht das Display bei automatischer Regelung rund 1900 cd/m² auf einer größeren weißen Fläche und bis zu 3250 cd/m² bei einem kleineren Ausschnitt. Das reicht locker, um Bildausschnitt, Fokus und Belichtung auch in direkter Sonne zuverlässig zu beurteilen.

Nach unten lässt sich das Panel bis auf etwa 1 cd/m² dimmen. Das ist beim Lesen im Dunkeln angenehm und verhindert, dass der kurze Blick auf das Smartphone nachts gleich das ganze Schlafzimmer ausleuchtet. Zusätzlich setzt vivo auf 2160 Hz PWM-Dimming, um sichtbares Flimmern bei niedriger Helligkeit zu reduzieren.

vivo X300 Ultra HDR Video
HDR-Videos profitieren von der hohen Spitzenhelligkeit und wirken mit kräftigen Kontrasten und leuchtenden Highlights besonders dynamisch.

Die Bildwiederholrate passt sich dank LTPO-Technik dynamisch zwischen 1 und 144 Hz an. Bei statischen Inhalten fällt das Display bis auf 1 Hz zurück, beim Scrollen und in unterstützten Apps steigt die Frequenz entsprechend an. Animationen wirken dadurch flüssig, ohne den Akku dauerhaft mit der maximalen Wiederholrate zu belasten.

Die beworbenen 144 Hz existieren allerdings eher auf dem Datenblatt als im Alltag. Die meisten Apps laufen mit maximal 120 Hz, manche werden abhängig vom gewählten Modus sogar auf 90 oder 60 Hz begrenzt. Die vollen 144 Hz stehen nur in wenigen unterstützten Spielen und teilweise über eine Zwischenbildberechnung zur Verfügung. Spürbar vermisst habe ich sie nicht, denn bereits 120 Hz sehen absolut flüssig aus.

vivo X300 Ultra: Leistung

Unter dem gewaltigen Kameramodul steckt auch beim Prozessor keine Schonkost. Verbaut ist der Snapdragon 8 Elite Gen 5, Qualcomms aktuelles Spitzenmodell. Der im 3-nm-Verfahren gefertigte Chip kombiniert zwei Oryon-Kerne mit bis zu 4,6 GHz und sechs weitere Kerne mit maximal 3,62 GHz. Für die Grafik ist die Adreno 840 zuständig und beim Speicher erwarten uns 16 GB LPDDR5X und 1 TB UFS-4.1-Speicher.

Platzprobleme dürften damit selbst dann lange ausbleiben, wenn regelmäßig hochauflösende Fotos, 8K-Videos oder RAW-Dateien aufgenommen werden. Eine microSD-Karte lässt sich nicht einsetzen. Bei dieser Speicherausstattung dürfte das für die meisten Nutzer verschmerzbar sein.

Im Alltag reagiert das X300 Ultra ausgesprochen schnell. Apps starten ohne spürbare Verzögerung, große Fotogalerien lassen sich flüssig durchsuchen und selbst beim Wechsel zwischen Kamera, Bildbearbeitung, Navigation und Messenger bleibt die Oberfläche stabil. Auch umfangreiche RAW-Dateien oder hochauflösende Videos bringen das Smartphone nicht schnell aus dem Tritt.

In Geekbench 6 erreicht das X300 Ultra rund 3488 Punkte im Single-Core-Durchlauf und ordnet sich damit direkt in der aktuellen Flaggschiffklasse ein. Im 3DMark Wild Life Extreme erreicht das Smartphone rund 6442 Punkte.

Damit gewinnt das X300 Ultra nicht jeden Vergleich. Das Galaxy S26 Ultra liegt mit seiner höher getakteten Snapdragon-Variante teilweise davor, während auch Smartphones mit MediaTek Dimensity 9500 in einzelnen Tests mithalten oder vorbeiziehen. Im Alltag sind diese Unterschiede ungefähr so relevant wie die letzte Nachkommastelle beim Sprint von null auf hundert. Schnell ist das vivo in jeder Situation.

Auch anspruchsvolle Spiele laufen mit hohen bis maximalen Details flüssig. Die hohe Displayauflösung fordert die GPU zwar stärker als bei vielen Konkurrenten, spürbare Probleme entstehen daraus aber nicht. Bildraten oberhalb von 60 fps hängen stärker vom jeweiligen Spiel und vivos Bildwiederholratenverwaltung ab als von der verfügbaren Rechenleistung.

Unter längerer Volllast kann das Smartphone rund 35 Prozent seiner maximalen Leistung verlieren. Das klingt zunächst viel, liegt bei aktuellen Flaggschiff-Prozessoren aber im üblichen Bereich. Ganz wegzaubern kann sie die Abwärme allerdings nicht. Bei längeren Spiele-Sessions, Benchmarks oder ausgedehnten Videoaufnahmen wird das Gehäuse deutlich warm. Das riesige Kameramodul sorgt immerhin dafür, dass die Finger beim Spielen nicht direkt auf dem heißesten Bereich liegen.

vivo X300 Ultra: Konnektivität

Bei der Konnektivität fährt das vivo X300 Ultra fast alles auf, was sich aktuell in ein Smartphone packen lässt. 5G, Dual-SIM, eSIM, Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, NFC und ein Infrarotsender sind an Bord. Nur für den klassischen Kopfhöreranschluss und das FM-Radio war zwischen all den Antennen kein Platz mehr.

Mobilfunk

Der SIM-Schacht nimmt zwei Nano-SIM-Karten auf. Alternativ lassen sich eine physische SIM und eine eSIM oder zwei eSIM-Profile parallel verwenden. 5G funktioniert auf beiden Leitungen im Dual-SIM-Dual-Standby-Betrieb. Europäische und internationale Mobilfunkbänder sind weitestgehend abgedeckt.

Bei der chinesischen Variante sieht es etwas anders aus. Eine frei nutzbare eSIM fehlt dort und einzelne für Europa relevante Funktionen können eingeschränkt sein. Wer das X300 Ultra als deutlich günstigeren Import bestellt, sollte deshalb nicht nur auf Speicher und Gehäusefarbe achten, sondern auch auf Mobilfunkbänder, Android Auto und die Google-Integration.

Im Alltag liefert das globale Modell eine stabile Mobilfunkverbindung. Die Sprachqualität ist klar und die Gesprächspartner klingen weder blechern noch so, als würden sie aus dem Kameramodul anrufen.

WiFi und Bluetooth

Für lokale Netzwerke unterstützt das X300 Ultra Wi-Fi 7 sowie Verbindungen über 2,4, 5 und 6 GHz. 2x2 MIMO und MU-MIMO sind ebenfalls dabei. Mit einem passenden Router erreicht das Smartphone hohe Übertragungsraten, wobei der praktische Vorteil von Wi-Fi 7 natürlich davon abhängt, ob das heimische Netzwerk technisch ähnlich ambitioniert ausgestattet ist.

Bluetooth 6.0 unterstützt unter anderem aptX HD, aptX Adaptive und LHDC 5. Hochwertige Bluetooth-Kopfhörer lassen sich damit in ordentlicher Qualität und mit vergleichsweise geringer Verzögerung betreiben. Verbindungsabbrüche oder ungewöhnlich kurze Reichweiten fielen im Test nicht auf.

vivo X300 Ultra Unterseite
An der Unterseite sitzen USB-C-Anschluss, Lautsprecher, Mikrofone und der SIM-Schacht.

NFC, Infrarot und USB

NFC deckt neben dem Lesen und Schreiben von Tags auch Kartenemulation sowie kontaktloses Bezahlen per HCE und kompatibler NFC-SIM ab. Letztere muss im ersten SIM-Steckplatz sitzen. Für Google Wallet reicht wie gewohnt die normale HCE-Funktion.

Der Infrarotsender ist ebenfalls zurück, auch wenn man ihn am Gehäuse vergeblich sucht. vivo versteckt ihn im Bereich des Kameramoduls. Damit lässt sich das Smartphone als Fernbedienung für Fernseher, Klimaanlagen und andere Geräte nutzen. Bei einem Kamerabuckel dieser Größe wäre ein eigener kleiner Satellitenschüsselaufsatz vermutlich auch nicht mehr aufgefallen.

Erfreulich ist der schnelle USB-C-Anschluss. Statt USB 2.0 kommt USB 3.2 mit bis zu 10 Gbit/s zum Einsatz. Große RAW-Dateien und 8K-Videos lassen sich damit deutlich schneller auf einen Computer oder externen Speicher übertragen. OTG wird ebenfalls unterstützt. Externe SSDs, Kartenleser und anderes USB-Zubehör können direkt angeschlossen werden. Über DisplayPort lässt sich das Bild zudem kabelgebunden an einen kompatiblen Monitor oder Fernseher ausgeben.

Position und Sicherheit

Bei der Ortung greift das X300 Ultra auf GPS, BeiDou, GLONASS, Galileo, QZSS und NavIC zurück. Die Position wird schnell bestimmt und bleibt auch in Bewegung stabil. Zwischen höheren Gebäuden kann die Genauigkeit kurz schwanken, insgesamt navigiert das Smartphone aber zuverlässig.

Zum Entsperren sitzt ein 3D-Ultraschall-Fingerabdrucksensor unter dem Display. Er reagiert schnell, besitzt eine angenehm große Erkennungsfläche und funktioniert zuverlässiger mit leicht feuchten Fingern als die optischen Sensoren vieler günstigerer Geräte. Eine Gesichtserkennung ist ebenfalls vorhanden, arbeitet mangels zusätzlicher Tiefensensorik aber nur über die Frontkamera.

Lautsprecher

Die Stereo-Lautsprecher liefern eine hohe Lautstärke und einen insgesamt sauberen Klang. Stimmen sind klar verständlich, Videos wirken ausreichend räumlich und auch bei höherem Pegel bleibt der Ton weitgehend kontrolliert. Im direkten Vergleich mit den besten Flaggschiffen fehlt es allerdings etwas an Bass und Fülle.

OriginOS bietet dazu einen Equalizer, verschiedene Klangprofile, räumliche Audioeffekte und eine individuelle Anpassung an das eigene Hörvermögen. Manche Funktionen überschneiden sich in ihrer Beschreibung etwas, sodass man sich zunächst durchprobieren muss. Wer ohnehin Bluetooth-Kopfhörer nutzt, wird die meisten davon vermutlich nur einmal öffnen und anschließend wieder vergessen.

vivo X300 Ultra: Betriebssystem

Statt des bisher international eingesetzten FuntouchOS erhalten nun auch globale Modelle die deutlich modernere OriginOS 6 (Android 16) Oberfläche, die lange Zeit chinesischen Geräten vorbehalten war.

Die Oberfläche fühlt sich schnell, aufgeräumt und an vielen Stellen sichtbar durchdachter an. Animationen reagieren auf die Geschwindigkeit der Fingerbewegung, Übergänge wirken weich und kleine Unschärfeeffekte verleihen Tiefe.

vivo X300 Ultra OriginOS 6
Das vivo X300 Ultra kommt auch in Europa mit OriginOS 6.

Benachrichtigungen und Schnelleinstellungen sind standardmäßig getrennt. Ein Wisch von links öffnet die Mitteilungen, von rechts erscheint das Kontrollzentrum. Wer dieses von iOS bekannte Prinzip nicht mag, kann beide Ansichten wieder in einer klassischen Benachrichtigungsleiste zusammenführen.

Die Anpassungsmöglichkeiten fallen insgesamt umfangreich aus. Sperrbildschirm, Always-on-Display, Animationen, Widgets, Schriftarten und Symbole lassen sich nach eigenen Vorstellungen gestalten. Besonders die Flip Themes sorgen dafür, dass sich OriginOS stärker verändern lässt als viele nüchternere Android-Oberflächen.

Künstliche Intelligenz darf 2026 natürlich ebenfalls nicht fehlen, fällt beim vivo X300 Ultra aber noch etwas dezenter und weniger umfangreich aus als bei manchen anderen Herstellern. Das System bietet Hilfen zum Schreiben, Korrigieren, Umformulieren und Zusammenfassen von Texten. Systemweite Untertitel können Sprache in Echtzeit transkribieren und übersetzen. In der Galerie bündelt vivo verschiedene Werkzeuge zum Entfernen, Verschieben oder Optimieren von Bildinhalten.

Der vivo Verbindungszentrum bündelt die Zusammenarbeit mit Computern und anderen Smartphones. Unterstützt werden unter anderem Bildschirmspiegelung, Dateiübertragung und die Weitergabe laufender Aufgaben. Für den Austausch mit Apple-Geräten wird je nach Funktion eine zusätzliche vivo-App benötigt.

Auf dem europäischen X300 Ultra sind die üblichen Google-Dienste vollständig vorhanden. Play Store, Wallet, Maps, Gemini, Android Auto und Quick Share funktionieren ohne manuelle Nachinstallation. Das klingt selbstverständlich, ist beim X300 Ultra aber wichtig, weil die chinesische Version teilweise für weniger als die Hälfte des europäischen Preises angeboten wird. Dort lassen sich Google Play und die zugehörigen Dienste zwar vergleichsweise einfach nachinstallieren, vollständig identisch wird das Erlebnis dadurch aber nicht.

Neben den Google-Anwendungen bringt das vivo X300 Ultra auch eigene Apps mit, verzichtet aber weitgehend auf die Ansammlung chinesischer App-Stores und Drittanbieter-Dienste. Ganz frei von Bloatware ist OriginOS dennoch nicht, der Großteil lässt sich aber entfernen oder ignorieren.

Für die langfristige Nutzung verspricht vivo fünf große Android-Updates und sieben Jahre Sicherheitsaktualisierungen erhalten. Damit erreicht vivo zwar nicht ganz die maximale Update-Dauer von Konkurrenten wie Samsung oder Google, macht gegenüber früheren Generationen aber einen deutlichen Schritt nach vorn.

vivo X300 Ultra: Kamera

Kommen wir zum wichtigsten und zugleich spannendsten Punkt beim vivo X300 Ultra. Zwei Sensoren mit jeweils 200 MP, eine ungewöhnlich aufwendige Ultraweitwinkelkamera und Brennweiten von 14 bis 85 Millimetern sollen ausreichen, um Apple, Samsung und den meisten Kompaktkameras nervös über die Schulter schauen zu lassen.

Die Hauptkamera nutzt den neuen Sony Lytia 901 im großen 1/1,12-Zoll-Format. Davor sitzt ein optisch stabilisiertes Objektiv mit f/1.85 und 35 Millimetern Brennweite. Statt möglichst viel aufs Bild zu quetschen, beginnt vivo also dort, wo klassische Reportage- und Reisefotografie seit Jahrzehnten zu Hause ist.

Die Telekamera kombiniert 200 MP mit dem Samsung ISOCELL HP0 im 1/1,4-Zoll-Format, einer f/2.67 Blende und 85 Millimetern Brennweite. Das entspricht gegenüber einer üblichen 23 Millimeter Brennweite ungefähr 3,7-fachem Zoom. vivo verzichtet damit bewusst auf eine zweite Telekamera und überlässt es dem großen Sensor, die längeren Brennweiten digital abzudecken.

Dazu kommt eine 50 MP Ultraweitwinkelkamera mit 14 Millimetern, Autofokus und optischer Bildstabilisierung. Ihr Sony Lytia 818 Sensor misst 1/1,28 Zoll und wäre damit groß genug, um bei manch anderem Smartphone als Hauptkamera durchzugehen.

vivo X300 Ultra Kamera Rückseite
Oben links: Infrarotsender; oben rechts: Teleobjektiv; unten links: Hauptkamera; unten rechts: Ultraweitwinkelkamera.

Hauptkamera

Die Hauptkamera liefert bei Tageslicht detailreiche, kontraststarke Aufnahmen mit großem Dynamikumfang und einer typische vivo Farbgebung.

Farben besitzen einen gewissen Pop, Schatten wirken kräftig und helle Bildbereiche werden sauber kontrolliert. Das Ergebnis ist nicht in jeder Situation vollkommen neutral, sieht aber meist schon ohne Nachbearbeitung sehr ansprechend aus.

Der Weißabgleich arbeitet zuverlässig. Auch bei Mischlicht oder Motiven mit großen hellen und dunklen Flächen kippen die Farben nicht plötzlich ins Gelbliche oder Blaue. Himmel, Fassaden und Hauttöne bleiben weitgehend konsistent.

Die 35 Millimeter Brennweite unterscheidet das X300 Ultra deutlich von Smartphones, deren Hauptkameras meist zwischen 23 und 25 Millimetern liegen. Man bekommt weniger aufs Bild, dafür wirken Motive natürlicher proportioniert. Gerade Personen profitieren davon, weil Gesichter aus kurzer Distanz nicht so stark verzerrt werden.

Testaufnahmen der Hauptkamera mit 35 Millimeter Brennweite:

Zusätzlich gibt es digitale Brennweiten von 50 und 70 Millimetern die ebenfalls gut aussehen. Durch die hohe Sensorauflösung kann die Hauptkamera vergleichsweise weit in das Bild hineinzoomen, bevor die Qualität sichtbar einbricht.

Durch den großen Sensor entsteht bei nahen Motiven eine sichtbar geringe Schärfentiefe. Gegenstände und Personen lösen sich natürlich vom Hintergrund, ohne dass der Porträtmodus künstlich Kanten suchen muss. Das Bokeh wirkt überwiegend ruhig und angenehm.

Die geringe Schärfentiefe hat allerdings auch eine Kehrseite. Bei Motiven, die sich über mehrere Ebenen verteilen, liegt nicht automatisch alles im Fokus. Wer Dokumente, größere Gruppen oder einen reich gedeckten Tisch fotografiert, sollte deshalb etwas Abstand halten oder genauer auf den Fokuspunkt achten.

Die Kamera bietet vier Auflösungsstufen mit 12,5, 25, 50 und 200 MP, wobei der 12,5 MP Standardmodus in den meisten Situationen bereits die beste Mischung aus Detailzeichnung, Verarbeitung und Dateigröße liefert. Die größeren Stufen schaffen mehr Spielraum für Ausschnitte, spielen ihre Vorteile aber vor allem bei gutem Licht aus, sorgen allerdings auch für größere Dateien.

Bei Nacht kontrolliert die Hauptkamera helle Schilder, Straßenlaternen und beleuchtete Fenster sehr gut, ohne dunklere Bereiche einfach schwarz absaufen zu lassen. Farben bleiben kräftig, der Weißabgleich stabil und das Bildrauschen gering. Feine Strukturen werden sauber erhalten, solange das Motiv nicht in völliger Dunkelheit liegt.

Testaufnahmen bei Dämmerung und Nacht:

Telekamera

Die Telekamera wurde während des Tests häufig zum Hauptakteur. Bei nativen 85 Millimetern, was eine 3,7-fachen Zoom entspricht, liefert das X300 Ultra ausgesprochen scharfe und kontrastreiche Fotos. Die Farbabstimmung passt gut zur Hauptkamera, sodass beim Wechsel zwischen den Brennweiten kein völlig anderer Bildlook entsteht.

Gut gefallen hat auch hier die Motivtrennung. Der große Sensor und die längere Brennweite erzeugen bereits ohne Software ein deutliches Bokeh. Pflanzen, Tiere, Details und Personen heben sich sichtbar vom Hintergrund ab und für Porträts sind 85 Millimeter nahezu ideal. Gesichter wirken natürlich proportioniert, der Aufnahmeabstand bleibt angenehm und der Hintergrund wird optisch komprimiert. Kopf- und Schulterporträts gehören deshalb zu den besten Aufnahmen, die das X300 Ultra produziert.

Die zusätzlichen Auflösungsstufen der Hauptkamera stehen auch mit der Telekamera zur Auswahl, wobei die vollen 200 MP vor allem in Innenräumen oder bei schwächerem Licht sichtbar weicher wirken. Mehr Pixel bedeuten eben nicht automatisch mehr echte Informationen, egal wie enthusiastisch die Zahl auf dem Datenblatt aussieht.

Auch bei den digitalen Zoomstufen bleibt die Telekamera stark. Bis 230 Millimeter (10-fach Zoom) wirken die Aufnahmen bei gutem Licht fast so, als stammten sie von einer eigenen optischen Brennweite. Erst darüber tritt die Bildverarbeitung deutlich stärker hervor. Der bis zu 105-fache Zoom taugt dann eher zum Erkennen entfernter Motive als für fotografischen Nutzen.

Mit einer Naheinstellgrenze von rund 15 Zentimetern eignet sich die Telekamera außerdem für detailreiche Nahaufnahmen mit weichem Hintergrund. Auch nachts überzeugt sie bis 135 Millimeter mit hoher Schärfe, kräftigen Farben und gutem Dynamikumfang. Ab 170 Millimetern greift die Software sichtbar stärker ein und erzeugt bei feinen Strukturen teils künstliche Details.

Ultraweitwinkelkamera

Die Ultraweitwinkelkamera spielt dank ihres großen 1/1,28-Zoll-Sensors deutlich über dem üblichen Niveau dieser Kameraklasse. Bei Tageslicht liefert sie detailreiche Aufnahmen mit großem Dynamikumfang, kräftigen Farben und überraschend stabiler Schärfe bis in die Bildränder.

Mit 14 Millimetern eignet sie sich besonders für Architektur, Innenräume und Landschaften, während Autofokus auch Nahaufnahmen ermöglicht. Die aus dem Sensor ausgeschnittene 28 Millimeter Ansicht funktioniert ebenfalls gut, bleibt bei feinen Strukturen aber hinter der Hauptkamera zurück.

Auch nachts schlägt sich die Ultraweitwinkelkamera überdurchschnittlich gut, erreicht bei Schärfe und Schattenzeichnung aber nicht ganz das Niveau von Haupt- und Telekamera.

Frontkamera

Die Frontkamera löst mit 50 MP auf, besitzt Autofokus und verwendet eine Brennweite von 24 Millimetern. Damit fällt ihr Bildwinkel etwas enger aus als bei einigen Konkurrenten mit 21 oder 23 Millimetern. Für normale Selfies reicht er problemlos, bei größeren Gruppen muss der Arm etwas länger werden.

Schärfe, Farben und Dynamikumfang überzeugen. Gesichter werden detailreich abgebildet und bleiben dank Autofokus auch bei unterschiedlichen Entfernungen zuverlässig scharf.

Gelegentlich glättet die Verarbeitung einzelne Gesichtspartien etwas selektiv. Das fällt vor allem bei genauer Betrachtung auf, während andere Bereiche weiterhin sehr scharf wirken. Für Social Media und Videoanrufe ist das kaum relevant, bei einem Kamera-Smartphone dieses Kalibers darf man es trotzdem erwähnen.

Videos nimmt die Frontkamera in 4K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde auf. Die elektronische Stabilisierung hält das Bild beim Gehen ordentlich ruhig und der Autofokus ist besonders bei bewegten Aufnahmen ein Vorteil.

vivo X300 Ultra Kameraobjektiv
Die am Rand eingravierten Blenden- und Brennweitenangaben unterstreichen den Look eines klassischen Kameraobjektivs.

Video

Beim Filmen fährt das X300 Ultra eine beeindruckend lange Ausstattungsliste auf. Alle drei rückseitigen Kameras nehmen 8K mit 30 Bildern pro Sekunde sowie 4K mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde auf.

Dolby Vision steht mit zahlreichen Auflösungen und Bildraten zur Verfügung. Dazu kommen 10-Bit Log Aufnahmen, importierbare LUTs und verschiedene Codecs. Selbst Samsungs professionell ausgerichteter APV-Codec kann für Log-Videos genutzt werden.

Der Pro-Video-Modus bietet manuelle Kontrolle über Belichtung, Weißabgleich und Fokus. Tonpegel und Waveform-Anzeigen helfen dabei, Aufnahmen sauber einzurichten. Je nach Modus stehen außerdem Bildraten wie 24, 25, 50 oder 100 fps zur Auswahl.

Die Stabilisierung gehört zur absoluten Spitze. Videos beim Gehen wirken ruhig, ohne dass das Bild unnatürlich festgehalten wird. Zittern, Wabern und die typischen kleinen Sprünge bei jedem Schritt bleiben weitgehend aus.

Farben und Dynamikumfang sind bei allen drei Kameras sehr gut. Die Aufnahmen wirken lebendig, ohne völlig überzogen zu sein und helle Bereiche bleiben meist sauber erhalten.

vivo X300 Ultra: Photography Kit

Das optionale Photography Kit verwandelt das vivo X300 Ultra in eine Kompaktkamera mit wechselbaren Aufsteckobjektiven. Dazu gehören eine spezielle Schutzhülle mit Bajonett, verschiedene Telekonverter und ein separat ansteckbarer Kameragriff. Für unseren Test standen allerdings nur die Hülle und das große 400-mm-Objektiv zur Verfügung, nicht aber der Griff. Alternativ bietet vivo ein deutlich kompakteres 200-mm-Objektiv der zweiten Generation an, das aber hauptsächlich für asiatische Märkte vorgesehen ist.

vivo X300 Ultra Photography Kit Case mit dem 400-mm-Objektiv
Photography Kit Schutzhülle mit dem 400-Millimeter-Objektiv.

Das Objektiv wird am Bajonett der Schutzhülle befestigt, sitzt damit direkt vor der 85 Millimeter Telekamera und verlängert deren Brennweite optisch. Nach der Montage genügt ein Tipp auf das entsprechende Symbol in der Kamera-App, anschließend wird das verwendete Objektiv ausgewählt. Beim 400-Millimeter-Modell stehen zusätzlich digitale Stufen mit 800, 1600 und 3200 Millimetern bereit.

Schon bei 400 Millimetern lassen sich weit entfernte Tiere, Architekturdetails oder Flugzeuge deutlich sauberer einfangen als mit rein digitalem Zoom. Darüber greift die Bildverarbeitung zwar zunehmend stärker ein, die Ergebnisse bleiben mit Objektiv aber erwartungsgemäß besser als ohne Aufsteckobjektiv.

Handlich ist der Aufbau nicht. Das große und schwere 400-Millimeter-Objektiv macht aus dem ohnehin massiven X300 Ultra eine noch wuchtigere Konstruktion, die man nicht spontan zum Stadtbummel mitnimmt. Freihändige Aufnahmen sind möglich, für längere Brennweiten und eine saubere Bildgestaltung empfiehlt sich aber eine feste Auflage oder ein Stativ.

Zum vollständigen Photography Kit gehört außerdem ein ansteckbarer Griff mit zweistufigem Auslöser, Zoomhebel, Einstellrad sowie zusätzlichen Video- und Funktionstasten. Damit lässt sich das X300 Ultra deutlich eher wie eine Kompaktkamera bedienen. Für Videoaufnahmen bietet vivo zusätzlich einen separat erhältlichen SmallRig-Cage mit Handgriffen, Zubehörhalterungen und aktiver Kühlung an.

Hier eine Vergleichaufnahme, einmal mit dem 400 Millimeter Objektiv und einmal ohne.

vivo X300 Ultra Photography Kit Test Hauptkamera 35 Millimeter
Hauptkamera 35 Millimeter Brennweite. Der rote Kreis markiert den Bildausschnitt.
vivo X300 Ultra Photography Kit Mond
Auch Mondaufnahmen lassen sich mit dem Objektiv sehr schön umsetzen.

vivo X300 Ultra: Akku

Die Kapazität wächst gegenüber dem vivo X200 Ultra von 6000 auf 6600 mAh. Im Alltag reicht der Akku problemlos für einen langen Tag mit Kamera, Navigation, Messenger, Social Media und Streaming. Wer das X300 Ultra moderater nutzt, kommt auch anderthalb Tage weit. Ausgedehnte Fototouren, 4K-Videos und das dauerhaft helle Display ziehen allerdings sichtbar am Akku, sodass intensive Nutzer abends eher keine zwei Tage Restlaufzeit auf der Anzeige sehen.

Geladen wird mit einem passenden Netzteil kabelgebunden mit bis zu 100 Watt. Nach 15 Minuten stehen rund 35 Prozent auf der Anzeige, nach einer halben Stunde sind es etwa 65 Prozent. Eine vollständige Ladung dauert ungefähr 45 Minuten.

Kabelloses Laden wird mit bis zu 40 Watt unterstützt. Zusätzlich kann das X300 Ultra andere Geräte sowohl per Kabel als auch kabellos mit Strom versorgen. Zum Schutz der Akkugesundheit lässt sich ein Ladelimit festlegen. Auf Wunsch passt OriginOS den Ladevorgang außerdem an die eigenen Nutzungsgewohnheiten an und pausiert ihn beispielsweise über Nacht.

X300 Ultra

9.5

POSITIV

Hochwertige Verarbeitung mit IP68/IP69

Sehr helles und scharfes LTPO-AMOLED-Display

Flaggschiffleistung mit Snapdragon 8 Elite Gen 5

Schneller USB-3.2-Anschluss

OriginOS 6 wirkt modern und ausgereift

Herausragende und vielseitige Kameraqualität

Gute Akkulaufzeit und schnelles 100W-Laden

NEGATIV

Groß, schwer und durch das Kameramodul kopflastig

Keine physische Kamera- oder Shortcut-Taste

Photography Kit macht das Smartphone noch sperriger

Kein Netzteil im europäischen Lieferumfang

Mit rund 2.000 Euro extrem teuer

FAZIT

Das vivo X300 Ultra ist groß, schwer, kompromisslos auf Fotografie ausgerichtet und mit rund 2.000 Euro beinahe so selbstbewusst bepreist wie sein Kameramodul dimensioniert ist. Rechnet man das Photography Kit noch dazu, landet man schnell in einem Bereich, in dem auch attraktive Kompaktkameras mit Wechselobjektiv warten.

Der 400-mm-Telekonverter ist technisch beeindruckend und macht Spaß, bleibt für mich aber eher ein cooles Gimmick als ein echter Kaufgrund. Das Smartphone selbst braucht dieses Zubehör ohnehin nicht, denn Haupt-, Tele- und Ultraweitwinkelkamera liefern eine der besten, wenn nicht sogar die derzeit beste Aufnahmequalität eines Smartphones. Vor allem die 35-mm-Hauptkamera und das vielseitige 85-mm-Tele setzen sich sichtbar von vielen Konkurrenten ab.

Auch abseits der Kamera stimmt das Gesamtpaket. Display, Leistung, Akkulaufzeit und OriginOS 6 bewegen sich auf Flaggschiffniveau. Etwas schade finde ich, dass vivo bei der Update-Garantie nicht ganz mit Google und Samsung gleichzieht. Fünf große Android-Versionen und insgesamt sieben Jahre Sicherheitsupdates sind ordentlich, bei einem Smartphone dieser Preisklasse wäre die maximale Absicherung aber passender gewesen.

Noch mehr vermisst habe ich eine separate Kamera- oder Shortcut-Taste. Natürlich lässt sich mit der Lautstärkewippe auslösen, doch im Querformat ist sie weniger eindeutig zu ertasten und bietet nicht dieselbe direkte Kontrolle. Gerade bei einem Smartphone, das sich so konsequent als Kamera versteht, hätte eine eigene Taste das Konzept sinnvoll abgerundet.

Am Ende bleibt der Preis die größte Hürde. Wer einfach nur ein schnelles und hochwertiges Flaggschiff sucht, bekommt anderswo deutlich mehr Vernunft fürs Geld. Wer jedoch bereit ist, für eine außergewöhnliche Smartphone-Kamera tief in die Tasche zu greifen, erhält mit dem vivo X300 Ultra ein Gerät, das sich nicht nur wie ein echtes Ultra nennt, sondern sich auch so anfühlt.

PREISVERGLEICH

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