XGIMI MoGo 4 Laser im Test: Portables Sommerkino mit Triple-Laser und 70-Zoll-Leinwand

Aktualisiert von Timo Altmeyer am 27. Juni 2026

Der XGIMI MoGo 4 Laser will mit mehr Helligkeit und kräftigen Farben das bessere Outdoor-Modell der MoGo 4 Serie sein. Wir haben den kompakten Laser-Beamer zusammen mit XGIMIs mobiler Outdoor-Leinwand getestet und ausprobiert, ob daraus wirklich ein spontanes Gartenkino wird.

9.9

Unsere Bewertung
XGIMI MoGo 4 Laser Review Hero

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XGIMI MoGo 4 Laser: Mobiles Design für spontane Filmabende

Äußerlich bleibt der MoGo 4 Laser nah am normalen MoGo 4 (hier unser Test). Das Gehäuse ist genauso zylindrisch, angenehm kompakt und durch den integrierten 360-Grad-Stand flexibel aufstellbar. Mit 96,5 × 96,5 × 207,6 Millimetern und rund 1,32 Kilogramm passt der Beamer problemlos in einen Rucksack. Wer zusätzlich noch die mobile Leinwand einpackt, schleppt zwar ein bisschen mehr, bleibt aber immer noch locker in der Kategorie "spontan mitnehmen".

XGIMI MoGo 4 Laser mit PowerBase Stand
Der Beamer ist hier mit dem optional erhältlichen XGIMI PowerStand verbunden.

Die Verarbeitung ist wie beim Standardmodell sehr hochwertig. Der matte Kunststoff fühlt sich robust an, der Drehstand macht spontane Winkelanpassungen einfach und die Anschlüsse sitzen seitlich gut erreichbar. Dazu gehören HDMI mit ARC, USB-A und USB-C zum Laden über Power Delivery.

Wie beim normalen MoGo 4 gibt es auch hier ein Ambient Light. Es leuchtet in verschiedenen Farben, kann dezent im Hintergrund laufen oder mit Musik kombiniert werden, was für eine nette Atmosphäre sorgt.

Ebenfalls dabei sind vier magnetische Kreativfilter. Die Aufsätze verwandeln den Beamer in eine Art Projektionslampe und werfen Muster wie Wellen, Mondlicht oder abstrakte Lichtflächen an Wand, Decke oder Zeltplane. Für das eigentliche Filmvergnügen braucht man sie nicht, als Stimmungsmacher vor oder nach dem Filmabend sind sie aber ein schöner Bonus.

XGIMI MoGo 4 Laser Kontaktfläche für Kreativfilter
Die magnetische Kontaktfläche nimmt die Kreativfilter sicher auf.

XGIMI MoGo 4 Laser: Mobile Outdoor-Leinwand

Getestet haben wir den MoGo 4 Laser zusammen mit der XGIMI Mobile Outdoor-Leinwand. Sie bietet eine Projektionsfläche von 70 Zoll beziehungsweise 155 × 87,2 Zentimetern und ist damit gut auf den kleinen Laser-Beamer abgestimmt. Bei einem Projektionsverhältnis von 1,2:1 braucht der MoGo 4 Laser für 70 Zoll rund 1,9 Meter Abstand, womit ein Aufbau auf der Terrasse, dem Balkon oder kleinen Gartenflächen problemlos möglich ist.

Der Aufbau an sich ist schnell erledigt. Die Leinwand nutzt ein elastisches Seilsystem, wodurch der Rahmen fast von selbst in Form kommt. Nach etwas Übung steht sie in etwa einer Minute, ohne mit Stangen, Schrauben und Stoffbahnen kämpfen zu müssen.

Mit 1,5 Kilogramm ist die Leinwand leicht genug, um sie zusammen mit dem Beamer mitzunehmen. Zusammengefaltet misst sie nur rund 45 Zentimeter in der Länge und verschwindet in der mitgelieferten Tasche. Der Rahmen besteht aus Aluminiumlegierung, dazu kommen Bodenanker für den Einsatz im Gras oder auf weicherem Untergrund.

In der Praxis macht die Leinwand einen klaren Unterschied gegenüber einer normalen Wand oder einem Bettlaken. Die Fläche bleibt glatt, der Stoff spannt sich ordentlich und Falten sind kaum ein Thema. Vor allem bei Laserprojektion ist eine saubere Projektionsfläche wichtig, weil Farben und Schärfe sonst schnell an Wirkung verlieren.

Ganz windresistent ist das Setup natürlich nicht. Bei leichtem Sommerwind helfen die Bodenanker, bei stärkeren Böen sollte man die Leinwand besser geschützt aufstellen. Auf Terrasse oder im Garten mit etwas Rückendeckung funktionierte das aber sehr gut.

XGIMI MoGo 4 Laser: Google TV mit echter Netflix-App

Beim Betriebssystem setzt XGIMI auch beim MoGo 4 Laser auf Google TV. Die Oberfläche ist übersichtlich, reagiert flott und bringt alle wichtigen Streaming-Apps direkt auf den Projektor. Netflix, YouTube, Prime Video, Disney+ und weitere Dienste lassen sich bequem nutzen, ohne dass Bastelarbeiten oder ein externer Streaming-Stick nötig sind.

XGIMI MoGo 4 Laser Bluetooth Fernbedienung
Die Bluetooth-Fernbedienung bietet Schnellzugriffe für Netflix, Prime Video und YouTube.

Chromecast ist ebenfalls integriert, womit sich Urlaubsbilder, YouTube-Clips oder schnell geteilte Videos vom Smartphone, Tablet oder Laptop unkompliziert auf den Beamer übertragen lassen.

Zur Bedienung liegen eine klassische Bluetooth-Fernbedienung mit Hintergrundbeleuchtung und eine kleine Mini-Fernbedienung bei. Die große Remote ist für Google TV zuständig, die Mini-Fernbedienung eignet sich vor allem für Licht, Lautstärke und schnelle Aktionen direkt am Gerät.

XGIMI MoGo 4 Laser Mini Fernbedienung
Die Mini-Fernbedienung lässt sich per Lanyard direkt am Beamer befestigen.

XGIMI MoGo 4 Laser: Automatische Ausrichtung mit kleinen Grenzen

Der MoGo 4 Laser muss nicht millimetergenau ausgerichtet werden, damit das Bild passt. Besonders im Garten, wo der Beamer auch mal auf einem wackeligen Tisch steht, der Boden uneben ist oder die Leinwand nicht ganz perfekt sitzt, nimmt er einem viel Feinarbeit ab. Der kontinuierliche Autofokus stellt das Bild automatisch scharf, sobald der Projektor bewegt wird, während die automatische Trapezkorrektur Schräglagen bis zu einem gewissen Grad selbst ausgleicht.

Ein Freifahrtschein für jede schräge Gartentisch-Konstruktion ist die Automatik aber nicht. Je stärker die Korrektur eingreifen muss, desto eher sieht man den ursprünglichen Projektionsbereich als leichten Lichtsaum. Auch eine vollwertige Leinwanderkennung oder Hindernisvermeidung sollte man nicht erwarten.

Auf der Outdoor-Leinwand muss das Bild manuell passend in die Fläche gesetzt werden, wenn es nicht sofort perfekt sitzt. Das klappt zwar unkompliziert über die Einstellungen, ist aber nicht ganz so automatisch, wie man es von größeren XGIMI-Modellen kennt.

XGIMI MoGo 4 Laser: Starke Bildqualität (im Dunkeln)

Der MoGo 4 Laser projiziert in Full HD mit 1920 × 1080 Pixeln. Als Display-Technologie kommt DLP mit 0,23-Zoll-DMD-Chip zum Einsatz. Schriften, Gesichter und feine Details erscheinen sauber, Filme wirken scharf und Bewegungen werden flüssig dargestellt.

Der größte Unterschied zum normalen MoGo 4 liegt hier in der Laser- statt LED-Lichtquelle, die mit 550 ISO-Lumen etwas heller leuchtet und Rot-, Blau- sowie Grüntöne intensiver darstellt, ohne komplett ins Unnatürliche abzudriften. Besonders im Standard- oder Filmprofil wird ein Bild projiziert, das abends im Garten deutlich mehr Heimkino-Gefühl erzeugt, als man diesem kleinen Zylinder zutraut.

XGIMI MoGo 4 Laser Bild bei Tageslicht
Bild bei Tageslicht im Helligkeitsmodus

Der Kontrast ist für einen mobilen Beamer gut, bleibt aber von der Umgebung abhängig. Für echtes Sommerkino sollte die Sonne verschwunden sein. In der Dämmerung ist das Bild noch etwas flach, gewinnt aber mit jeder Minute Dunkelheit deutlich an Kontrast. Für diese Übergangsphase gibt es einen Helligkeitsmodus, der das Bild minimal aufhellt und den MoGo 4 Laser in der Dämmerung etwas besser nutzbar macht.

XGIMI MoGo 4 Laser Bild bei Dämmerung
Je dunkler der Abend wird, desto mehr Kontrast holt der MoGo 4 Laser aus dem Bild.

Ganz ohne Nebenwirkungen bleibt das aber nicht. Das Bild bekommt in diesem Modus einen leichten Grünstich und wirkt weniger natürlich abgestimmt. Außerdem dreht der Lüfter hörbar auf, was in ruhigen Filmszenen deutlicher auffällt als im normalen Bildmodus. Sobald aber Streulicht von Gartenlampen, Fenstern oder Straßenlaternen auf die Leinwand fällt, verliert das Bild zusätzlich an Tiefe. Lichtquellen hinter oder neben der Leinwand sollte man unbedingt vermeiden.

Laser-typisch kann auf sehr strukturierten Oberflächen ein leichtes Glitzern auffallen. Auf der XGIMI-Leinwand war das im normalen Filmgebrauch aber kein störendes Thema. Die glatte, gespannte Fläche harmoniert gut mit dem Beamer.

XGIMI MoGo 4 Laser Bild im Dunkeln
Im Dunkeln wirkt das Bild deutlich kontrastreicher und die Farben kommen kräftig zur Geltung.

Für größere Bilder hat der MoGo 4 Laser zwar Reserven, aber die 70 Zoll der mobilen Leinwand sind hier der Sweet Spot. Wer auf 100 Zoll oder mehr geht, sollte wirklich für komplette Dunkelheit sorgen.

XGIMI MoGo 4 Laser: Für Casual Games geeignet

Auch Gaming ist mit dem MoGo 4 Laser möglich. Im Spielemodus liegt die Latenz bei 1080p und 60 Hz bei bis zu 20 Millisekunden, wenn die automatische Korrektur deaktiviert ist. Mit aktiver automatischer Korrektur steigt die Latenz auf bis zu 56 Millisekunden.

Wer kompetitive Shooter spielt oder besonders empfindlich auf Eingabeverzögerung reagiert, sollte die automatische Korrektur abschalten und den Beamer möglichst sauber ausrichten. Für den typischen Sommerabend mit Freunden reicht die Gaming-Leistung aber locker aus. Eine Runde Mario Kart auf der 70-Zoll-Leinwand im Garten macht überraschend viel Laune.

XGIMI MoGo 4 Laser HDMI und USB
Über HDMI lassen sich Konsolen und andere Zuspieler direkt anschließen.

XGIMI MoGo 4 Laser: Starker Klang

Der Sound kommt aus zwei Harman-Kardon-Lautsprechern mit jeweils sechs Watt. Für die Größe klingt der MoGo 4 Laser überraschend erwachsen. Stimmen sind klar verständlich, Musik hat ordentliche Fülle und auch bei höherer Lautstärke bleibt der Ton sauber.

Für einen Filmabend zu zweit oder in kleiner Runde reicht das völlig aus. Draußen fehlt naturgemäß etwas Druck im Bass, weil der Klang nicht von Wänden reflektiert wird. Bei Wind, Gesprächen oder größerem Abstand zum Beamer stoßen die Lautsprecher außerdem schneller an Grenzen.

Wer mit mehreren Leuten schaut oder mehr Kinogefühl möchte, verbindet eine Bluetooth-Box oder nutzt HDMI ARC für ein externes Audiosystem. Im Bluetooth-Speaker-Modus wird der Beamer auch ohne Bild zum mobilen Lautsprecher mit Ambient Light.

XGIMI MoGo 4 Laser: Ein Filmabend ist mit Akku drin

Der integrierte Akku fasst 71,28 Wh und soll im Eco-Modus bis zu 2,5 Stunden Videowiedergabe ermöglichen. Dabei wird die Helligkeit leicht reduziert, die Laufzeit aber spürbar verlängert. In der Praxis reicht das meistens ziemlich genau für einen Filmabend ohne Steckdose, solange man nicht gerade einen Überlängen-Brocken wie Der Soldat James Ryan schaut oder dauerhaft die maximale Helligkeit nutzt.

XGIMI MoGo 4 Laser USB-C
Über USB-C wird der XGIMI MoGo 4 Laser flexibel mit Strom versorgt.

Geladen wird über USB-C mit Power Delivery, womit sich der Beamer auch mit einer ausreichend starken Powerbank betreiben lässt. Als Musiklautsprecher hält der MoGo 4 Laser deutlich länger durch. Bis zu sechs Stunden Musikwiedergabe sind möglich, wenn die Projektionsfunktionen nicht aktiv sind.

XGIMI MoGo 4 Laser

9.9

POSITIV

Kompaktes und transportables Design

Heller als der normale MoGo 4

Sehr kräftige Farbdarstellung mit 110 % BT.2020

Google TV mit großem App-Angebot

Guter Klang durch 2 × 6 W Harman/Kardon

Autofokus und automatische Trapezkorrektur arbeiten zuverlässig

Integrierter Akku für mobile Filmabende

USB-C-Laden mit Power Delivery

NEGATIV

Weiterhin nichts für Tageslicht

Leichter Lichtsaum bei starker Trapezkorrektur möglich

Helligkeitsmodus mit grünem Farbstich

FAZIT

Der XGIMI MoGo 4 Laser ist die spannendere Version des MoGo 4, wenn der Fokus auf Bildqualität liegt. Die Laserlichtquelle bringt mehr Helligkeit, sichtbar kräftigere Farben und ein insgesamt lebendigeres Bild. Gerade auf der XGIMI Mobile Outdoor-Leinwand macht sich das bemerkbar. Das 70-Zoll-Setup wirkt bei Dunkelheit erstaunlich rund und bringt echtes Sommerkino-Gefühl in den Garten.

Gleichzeitig bleibt der Projektor angenehm unkompliziert. Aufstellen, einschalten, automatisch fokussieren lassen und streamen. Google TV, integrierter Akku, guter Klang und USB-C-Laden machen den MoGo 4 Laser damit zu einem sehr flexiblen Begleiter für unterwegs.

Natürlich gelten weiterhin die Grenzen eines kompakten Projektors. Bei Tageslicht ist das Bild zu schwach, für sehr große Diagonalen braucht es vollständige Dunkelheit und bei starker digitaler Korrektur kann ein leichter Lichtsaum sichtbar bleiben. Wer diese Einschränkungen kennt, bekommt aber einen der besten mobilen Mini-Beamer für laue Sommerabende.

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