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Review

BenQ ScreenBar Test – Platzsparende E-Reading-Lampe

by Mai 24, 2018

Die BenQ ScreenBar versteht sich als ein revolutionäres Beleuchtungssystem, das besonders platzsparend die alteingesessene Schreibtischlampe ersetzt. Im mehrwöchigen Test durfte die ScreenBar ihr Können unter Beweis stellen.

Überblick
Hersteller

BenQ

Produktbezeichnung

BenQ ScreenBar

Spezifikationen

Lampe
Typ: 90 Bi-Color SMD-LEDs
Beleuchtungsstärke: 800 Lux (45 cm Abstand)
Helligkeit: 320 Lumen
Farbtemperatur: 2700K - 6500K
Leistung: max. 5W

Sonstige
Dimmbar: Ja
Auto-Dimmfunktion: Ja
Helligkeitsstufen: Ja
Farbtemperaturwahl: Ja

Material: Aluminium und Polycarbonat
Stromversorgung: USB

Größe: 45 x 9.0 x 9.2 cm‎
Gewicht: 530g

Lieferumfang

1x Lampe
1x Halterung
1x USB-Kabel (1.5 Meter)

Vorwort: BenQ ScreenBar

Wer viel Zeit vor dem Computer verbringt, der hat sich mit Sicherheit schon Gedanken zur Ausleuchtung des Arbeitsplatzes gemacht. Meistens greift man auf eine herkömmliche Schreibtisch- oder Stehlampe zurück, die zwar einigermaßen den Arbeitsplatz ausleuchtet, jedoch auch viel Platz einnimmt und das Licht nicht immer optimal verteilt. Die BenQ ScreenBar verspricht sich dieser Probleme anzunehmen, indem sie platzsparend direkt am Monitor befestigt wird und laut Hersteller für eine perfekte Lichtverteilung sorgt.

Box der ScreenBar mit Hinweisen zum Produkt

Design, Verarbeitung und Lieferumfang

Die BenQ ScreenBar verwendet ein einzigartiges, asymmetrisch optische Design. Zur Befestigung benötigt die 45 cm lange Lampe keinen Sockel oder Standfuß, sondern wird mit Hilfe eines Clips samt Gegengewicht direkt am Monitorgehäuse aufgelegt. Um Kratzer zu vermeiden, ist die Auflagefläche des Halte-Clips entsprechend gummiert.

Geöffnete Box mit dem gesamten Lieferumfang

Gefertigt ist die ScreenBar aus Aluminium. Die abschließenden Enden und die Halterung bestehen wiederum aus Kunststoff. Zur Bedienung befinden sich mittig der Lampe 4 Touch-Sensor-Tasten, worüber sich unter anderem die Helligkeit und die Farbtemperatur regeln lassen. Zudem gibt es eine Einschalttaste sowie eine automatische Dimmfunktion die über einen Umgebungslichtsensor gesteuert wird. Die Stromversorgung erfolgt über USB. Das Verbindungskabel ist abnehmbar und wird über eine rückseitig platzierte MicroUSB-Buchse verbunden.

Die Verarbeitungsqualität der ScreenBar ist ordentlich. Einen Kritikpunkt gibt es bezüglich des Bedienelements. Dieses verwendet eine empfindliche Kunststoffabdeckung, weshalb bereits nach zweimaligem Ab- und Anstecken der Halterung, Kratzer auf der Kunststoffoberfläche zurückblieben.

Lieferumfang der ScreenBar mit Lampe, Halterung und Kabel

Der Lieferumfang beinhaltet die BenQ ScreenBar, den Halte-Clip und ein MicroUSB-Kabel mit einer Länge von 1.5 Meter. Eine Bedienungsanleitung liegt nicht bei. Stattdessen sind die einzelnen Bedienschritte kurz und knapp auf der Pappeinlage der Verpackung erklärt.

Erste Schritte zur Verwendung

Trotz der spartanischen Hinweise zur Verwendung der Lampe, ist die Inbetriebnahme hürdenfrei zu bewältigen. Durch Einlegen der ScreenBar in die Halterung und leichtes drehen, wird diese fest mit der Halterung verbunden.

Halterung der ScreenBar

Anschließend muss die ScreenBar samt Halterung lediglich auf die Rahmenoberseite des Minitorgehäuses aufgelegt werden. Geeignet sind Monitore mit einer maximalen Rahmendicke von 1 bis 3 cm. Ist die Lampe positioniert, lässt sich der Lichteinfall im 10° Winkel nachjustieren. Jetzt nur noch die Lampe mit einer herkömmlichen USB-Typ-A Buchse verbinden und schon ist die ScreenBar einsatzbereit.

LEDs der ScreenBar

Praxistest der ScreenBar

Für den Test habe ich die ScreenBar mit verschiedenen Monitormodellen getestet. An beiden Monitoren war diese problemlos zu befestigen, obwohl das ältere Modell eine ausladende, schräg abfallende Rückseite besitzt. Das bewegliche Gegengewicht kann bei ausladenden Monitoren leicht nach hinten weggeknickt werden. Probleme kann das etwas kurze USB-Kabel bereiten. Gerade bei einen Desktop-PC, der zudem auf dem Boden platziert ist, könnte das 1.5 Meter lange Kabel zu kurz sein!

Bedienung

Ausstattungsmäßig kommt die BenQ ScreenBar ohne viel Schnickschnack daher. Eine smarte App-Steuerung oder eine sonstige Softwareanbindung gibt es nicht. Bedient wird die ScreenBar rein über die 4 Touch-Sensor-Tasten. Diese sind einfach zu erreichen und hinreichend gekennzeichnet.

Touchbedienung (1)

Aufgeteilt sind diese in eine Dimm-Taste, eine Farbtemperatur-Taste, eine Auto-Dimm-Taste und eine Einschalt-Taste. Der Wechsel der Farbtemperatur erfolgt stufenlos. Die Helligkeit kann manuell in 15 Stufen angepasst werden.

Touchbedienung (2)

Die Auto-Dimm-Funktion wird durch den Umgebungslichtsensor realisiert. Dieser erkennt automatisch die Lichtverhältnisse und passt die Lampenhelligkeit dem Umgebungslicht an. Leider überschreibt die Auto-Dimm-Funktion die gewählte Farbtemperatur. Gleichzeitig wird die Farbtemperatur nicht dem Umgebungslicht angepasst. Wiederum praktisch ist, dass sich die ScreenBar nach dem wiederholten Aus- und Einschalten die zuletzt verwendeten Helligkeits- und Farbtemperatureinstellungen merkt.

Leuchtmittel

Leuchtmodus Hell mit 6500K Leuchtfarbe

Auf einer Länge von 45 cm sind insgesamt 90 Bi-Color SMD-LEDs abwechselnd angeordnet. Die ScreenBar ist dadurch in der Lage eine besonders warme Lichtfarbe (2700 Kelvin) aber auch eine sehr kühle Lichtfarbe (6500 Kelvin) zu erzeugen. Das warm-weiße Licht eignet sich vor allem für die späteren Abendstunden, wenn man beispielsweise vor dem Computer entspannen möchte. Das kühle Licht wiederum fördert die Konzentration und eignet sich für den Arbeitsplatz. Buntes RGB-Licht erzeugt die ScreenBar leider nicht. Dieses Feature wäre vor allem für Gamer interessant gewesen. Den Farbwiedergabeindex (CRI) gibt BenQ lediglich mit >80 an.

Lichtstreuung im hellen Leuchtmodus

Durch die unidirektionale Abstrahlung des Lichtes, fällt dieses senkrecht an der Bildfläche hinab, ohne die Darstellung durch Reflexionen zu beeinträchtigen. Gleichzeitig fällt das Licht nicht ins Blickfeld des Betrachters, sodass dieser nicht geblendet wird. Angestrahlt wird hauptsächlich das, was sich einen Meter vor dem Bildschirm befindet.

Leuchtmodus Hell mit 2700K Leuchtfarbe

Die unterhalb der ScreenBar und im 50 cm Abstand gemessene Beleuchtungsstärke liegt bei 780 Lux. Die gesamte Lichtausbeute liegt bei knapp 320 Lumen. Im Vergleich zu einer durchschnittliche LED-Schreibtischlampe, die meist einen Lichtstrom von 500 Lumen oder mehr erreicht, mag das zwar wenig klingen, man sollte jedoch bedenken, dass die BenQ ScreenBar zielgerichtet, direkt vom Monitor ausgehend leuchtet.

Lichtstreuung im warmen Leuchtmodus

Trotz Dimmbarkeit weist die ScreenBar keinerlei Flimmern oder Flackern auf. Genauso wenig kommt es zu störenden Geräuschen, wie z.B. einem hochfrequenten Fiepen, das häufig durch Schwingungen der Vorschaltlektronik hervorgerufen wird und auch bei Marken-Produkten nicht selten auftritt. Hier hat BenQ wirklich erstklassige Arbeit geleistet.

Produktseite des Herstellers: Link

Preisvergleich

amzprice
  • 99.99€
  • Versand DE
Positiv

►Platzsparend einsetzbar
►Einfache Bedienung
►Unkomplizierte USB-Stromversorgung
►Keine Reflexionen auf dem Display
►Kein Flimmern und kein Surren
►Gleichmäßige Lichtverteilung
►15 Helligkeitsstufen
►Erzeugt warmes und kühles Licht

Negativ

►Halterung zerkratzt Kunststoffoberfläche des Bedienelements
►Auto-Dimm-Funktion überschreibt Farbtemperatur

Bewertung
Punkte
Erster Eindruck
8.5
Verarbeitung
8.5
Design
9.0
Funktionsumfang
8.0
Bedienbarkeit
8.5
Alltagstauglichkeit
9.5
Stromverbrauch
9.5
Fazit

Zusammenfassend kann man der BenQ ScreenBar die äußerst platzsparende Eigenschaft und den hervorragendem Lichtfall bestätigen. Durch das asymmetrische optische Design wird der Arbeitsbereich bestmöglich ausgeleuchtet, ohne den Nutzer zu blenden oder Lichtreflexionen auf dem Bildschirm hervorzurufen. Durch die Darstellung verschiedener Lichtfarben, eignet sich die ScreenBar sowohl für entspanntes, aber auch konzentriertes Arbeiten, Lesen oder Gamen.

8.8
Punkte
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