Auf (a) folgt (b)
Erst im März hat Nothing mit dem Phone (4a) und Phone (4a) Pro seine Mittelklasse erneuert. Beide Geräte hinterließen in unserem Test einen überzeugenden Eindruck und decken bereits den Bereich ab, den viele Käufer mit einem erschwinglichen Nothing-Smartphone verbinden. Mit dem Phone (4b) schafft Nothing nun eine weitere Kategorie und genau das wirft Fragen auf.
Die naheliegendste Erklärung dürfte dabei deutlich unspektakulärer sein als viele der aktuellen Spekulationen. So könnte Nothing mit dem Phone (4b) schlicht den Lite-Zusatz ersetzen, den das Unternehmen erst mit dem Phone (3a) Lite eingeführt hatte. Statt eines "Lite"-Modells innerhalb der "a"-Serie bekäme die günstigste Geräteklasse damit eine eigene Identität innerhalb der Produktfamilie. Auch die Namensgebung würde dadurch deutlich konsistenter wirken.
Phone (4b) = CMF Phone 3?
Trotzdem dreht sich ein Großteil der Diskussionen derzeit um eine andere Frage. Erst vor wenigen Wochen machte Nothing öffentlich, dass es 2026 aufgrund gestiegener Speicherpreise kein CMF Phone 3 geben wird. In sozialen Netzwerken und auf Reddit wird deshalb bereits spekuliert, ob das Phone (4b) ursprünglich als CMF Phone 3 geplant war und nun unter der Hauptmarke Nothing erscheint.
Ganz von der Hand zu weisen ist diese Theorie nicht. Schließlich positioniert Nothing die neue "b"-Serie als besonders zugänglichen Einstieg in das eigene Ökosystem - ein Bereich, den bislang vor allem CMF abdeckte.
Allerdings gibt es auch gute Gründe, skeptisch zu bleiben. CMF ist längst mehr als nur eine günstige Nothing-Marke. Die Submarke hat sich mit ihren auffälligen Farben, modularen Konzepten und einer eigenständigen Designsprache bewusst vom eher minimalistischen Nothing-Auftritt abgesetzt. Gerade deshalb erscheint es unwahrscheinlich, dass Nothing die Marke einfach durch eine neue Buchstaben-Serie ersetzt.
Denkbar wäre allerdings ein anderes Szenario. Möglicherweise entwickelte sich ein ursprünglich für CMF geplantes Gerät im Laufe der Entwicklung zu stark in Richtung der Nothing-Designsprache und passte am Ende besser ins Hauptportfolio als in die eigenständige CMF-Welt. Ob das tatsächlich der Fall ist, lässt sich derzeit jedoch nicht belegen.
Was am Ende Nothing mit der "b"-Serie wirklich vorhat, erfahren wir in den kommenden Wochen. Bis auf einen kurzen "Scetch-Teaser", gibt es noch keine offiziellen Hinweise zur Ausstattung.







