UGREEN NASync iDX6011 Pro: Einleitung
Mit der neuen NASync iDX-Serie schlägt UGREEN 2026 eine andere Richtung ein als viele klassische NAS-Hersteller. Statt sich ausschließlich auf Datenspeicherung und Backup-Funktionen zu konzentrieren, positioniert UGREEN die neuen Modelle als "AI NAS", also als private KI-Cloud mit lokaler Datenverarbeitung, integrierten LLM-Funktionen und deutlich mehr Rechenleistung als man sie bislang aus dem Consumer-NAS-Bereich kennt.
Die Serie besteht dabei aus mehreren Konfigurationen, die sich vor allem bei Arbeitsspeicher und Ausstattung unterscheiden. Während das reguläre iDX6011 bereits mit 32 oder 64 GB RAM erhältlich ist, richtet sich das von uns getestete NASync iDX6011 Pro klar an die Power-User da draußen. Hier verbaut UGREEN die Vollausstattung mit Intel Core Ultra 7 255H, 64 GB LPDDR5X-RAM, zweimal 10-Gbit-Ethernet, Thunderbolt 4, PCIe-4.0-Erweiterung und zusätzlichem OCuLink-Anschluss für externe GPUs.
UGREEN NASync iDX6011 Pro: Design und Verarbeitung
Das NASync iDX6011 Pro fällt bereits durch seine Größe (212 × 349 × 260 mm) und über neun Kilogramm Gewicht (ohne Laufwerke) aus dem typischen Consumer-NAS-Rahmen. Gegenüber dem kleineren DXP4800 Plus, das wir vor einiger Zeit im Test (hier entlang) hatten, bietet das Gehäuse spürbar mehr Platz für Kühlung, Erweiterungen und die insgesamt leistungsstärkere Hardware.

Optisch bleibt UGREEN seiner bisherigen Designsprache allerdings treu. Das Gehäuse ist schlicht gehalten und verzichtet bis auf das Frontdisplay auf auffällige Elemente. Beim Material setzt UGREEN auf eine Mischung aus Aluminium, Stahl und Kunststoff. Insgesamt macht die Verarbeitung einen hochwertigen Eindruck, was man bei einem Gerät jenseits der 2000 Euro auch erwarten darf.
An der Vorderseite befinden sich sechs Hot-Swap-fähige Laufwerkseinschübe. Die neuen Einschübe unterscheiden sich leicht von den bisherigen NASync-Modellen und lassen sich einfacher öffnen. 3,5-Zoll-Festplatten werden werkzeuglos montiert, bei 2,5-Zoll-Laufwerken müssen Schrauben verwendet werden. Zusätzlich lassen sich die Einschübe abschließen. Beim DXP4800 Plus hatten wir noch das Problem, dass einzelne Einschübe minimal Spiel hatten und bei Festplattenzugriffen hörbar vibrierten. Beim iDX6011 Pro sitzt dagegen alles fester im Gehäuse.

Neben den Laufwerkseinschüben sitzt ein vertikales 3,7-Zoll-Touchdisplay. Darüber können Systeminformationen wie CPU-Auslastung, Temperaturen, Netzwerkauslastung oder Laufwerksstatus direkt angezeigt werden. Die Darstellung ist scharf und auch aus schrägen Winkeln gut lesbar. Im Alltag bleibt der praktische Nutzen allerdings begrenzt. Anpassungsmöglichkeiten gibt es kaum und auch sicherheitsrelevante Funktionen wie Neustart oder Herunterfahren lassen sich direkt über das Display ausführen, ohne Passwortabfrage.
Die Anschlüsse fallen umfangreich aus. An der Vorderseite sitzen zwei Thunderbolt-4-Ports, ein USB-3.2-Port sowie ein SD-Kartenleser. Auf der Rückseite befinden sich zwei 10-Gbit-Ethernet-Ports, einmal HDMI 2.1, drei USB-Anschlüsse, davon zwei USB 2.0 und ein USB 3.2 Anschluss, sowie ein OCuLink-Port. Innen gibt es zwei M.2-Slots mit PCIe 4.0 und einen PCIe-4.0-x8-Steckplatz für Erweiterungskarten. Damit gibt es mehr Anschlussmöglichkeiten als bei typischen Consumer-NAS-Systemen, womit auch der Einsatz als Workstation durchaus denkbar ist.
Auch das Kühlsystem fällt aufwendiger aus als bei kleineren NASync-Modellen. Zwei große 120-mm-Lüfter kühlen die Laufwerke, zusätzlich sitzt im Inneren ein separates Kühlsystem für den Prozessor mit Heatpipes und kleinen Blower-Lüftern. Im Leerlauf bleibt das System vergleichsweise leise. Unter Last wird das Kühlsystem hörbar, bleibt insgesamt aber unauffälliger als viele Rack- oder Workstation-Lösungen mit ähnlicher Leistung. Lediglich der Lüfter des fest verbauten 300 Watt Netzteils fällt hin und wieder durch ein etwas höheres Laufgeräusch auf.

UGREEN NASync iDX6011 Pro: Hardware und Aufrüstbarkeit
Im Inneren arbeitet mit dem Intel Core Ultra 7 255H eine CPU, die man vor allem aus leistungsstarken Notebooks oder Mini-PCs kennt. Der Prozessor kombiniert sechs Performance-Kerne, acht Efficiency-Kerne und zwei zusätzliche Low-Power-Kerne. Dazu kommen eine integrierte Intel Arc 140T GPU sowie eine dedizierte NPU für KI-Berechnungen. Insgesamt spricht UGREEN von bis zu 96 TOPS kombinierter KI-Leistung (CPU + GPU + NPU).

Ein großer Unterschied zu klassischen NAS-Systemen sind außerdem die 64 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher, die bereits ab Werk verbaut sind. Allerdings hat die Entscheidung für LPDDR5X auch Nachteile. Der Arbeitsspeicher ist fest verlötet, unterstützt kein ECC und kann später nicht erweitert werden. Bei 64 GB dürfte das für die meisten zwar kein praktisches Problem darstellen, bei einem NAS dieser Preisklasse wäre eine Aufrüstoption trotzdem wünschenswert gewesen.
Positiv fällt dagegen die Netzwerkhardware auf. Statt günstiger Standard-Controller verbaut UGREEN zwei schnelle 10-Gbit-Controller vom Typ Aquantia AQtion AQC113.

UGREEN NASync iDX6011 Pro: Software und UGOS Pro
Als Betriebssystem kommt UGREENs eigenes UGOS Pro zum Einsatz, das auf Linux beziehungsweise Debian basiert. Seit unserem ersten Test des DXP4800 Plus hat sich hier sichtbar einiges getan. Während UGOS damals noch recht unfertig wirkte und an vielen Stellen Funktionen fehlten, macht das System inzwischen einen stabileren und ausgereifteren Eindruck.
Die Ersteinrichtung funktioniert mittlerweile angenehm unkompliziert. Über die UGREEN-NAS-App wird das NAS im Netzwerk automatisch erkannt und anschließend Schritt für Schritt eingerichtet. Dazu gehören unter anderem die RAID-Konfiguration, Benutzerverwaltung und Netzwerkeinstellungen. Im Gegensatz zu manchen Konkurrenzsystemen funktioniert der gesamte Prozess ohne komplizierte Zwischenschritte, womit das NAS in wenigen Minuten eingerichtet ist.

Die Weboberfläche erinnert optisch stark an Synology DSM oder QNAP QTS. Icons, Fensteransicht und Menüführung dürften Nutzern anderer NAS-Systeme sofort bekannt vorkommen. Anwendungen lassen sich parallel in einzelnen Fenstern öffnen und verschieben, wodurch UGOS fast wie ein klassisches Desktop-Betriebssystem wirkt.
Im Alltag läuft die Oberfläche insgesamt flüssig. Besonders die starke Hardware des iDX6011 Pro hilft hier spürbar. Selbst bei mehreren geöffneten Anwendungen, laufenden Docker-Containern oder parallelen Dateiübertragungen blieb die Bedienung im Test meist reaktionsschnell. Trotzdem merkt man an einigen Stellen noch, dass UGOS softwareseitig nicht ganz auf dem Niveau etablierter Systeme wie DSM angekommen ist.
Das beginnt bereits direkt nach der Ersteinrichtung, bei der man gleichzeitig mit Assistenten, Hinweisen und Popups konfrontiert wird. Für Einsteiger mag diese geführte Tour hilfreich sein, erfahrene NAS-Nutzer dürften sich davon allerdings schnell eher ausgebremst fühlen. Zusätzlich blendet UGOS dauerhaft einen kleinen Hilfsassistenten ein, der sich teilweise erst schließen lässt, nachdem bestimmte Schritte abgearbeitet wurden. Das wirkt unnötig aufdringlich.

Auch kleinere Ungereimtheiten fallen weiterhin auf. Teilweise sind Menüs nicht vollständig übersetzt oder einzelne Begriffe wirken uneinheitlich. Technisch kritisch ist das zwar nicht, insgesamt hinterlässt UGOS dadurch aber noch nicht ganz den Feinschliff, den man in dieser Preisklasse erwarten würde.
Verbessert hat sich dagegen das App-Angebot. Neben klassischen NAS-Funktionen wie Dateiverwaltung, Backup oder Medienverwaltung unterstützt UGOS inzwischen auch Docker und virtuelle Maschinen. Anwendungen wie Home Assistant, Pi-hole, Jellyfin oder Paperless ließen sich ohne größere Einschränkungen installieren und parallel betreiben. Dank der 64 GB Arbeitsspeicher und des starken Intel Core Ultra 7 gerät das System selbst bei mehreren gleichzeitig laufenden Containern kaum ins Schwitzen.

Linux-VMs liefen im Test stabil und ausreichend performant. Selbst kleinere Windows-Instanzen sind grundsätzlich problemlos möglich. An den Funktionsumfang spezialisierter Virtualisierungslösungen wie Proxmox oder VMware reicht UGOS zwar noch nicht heran, für typische Homelab- oder Entwickler-Szenarien reicht die Umsetzung aber bereits aus.
Als Medienserver eignet sich das iDX6011 Pro ebenfalls sehr gut. Die integrierte Intel Arc GPU unterstützt hardwarebeschleunigtes Transcoding, wodurch selbst höher aufgelöste 4K-Inhalte mit Plex oder Jellyfin kein Problem darstellen. Durch HDMI 2.1 lässt sich das NAS theoretisch sogar direkt an einen Fernseher anschließen, wobei UGOS aktuell noch nicht vollständig als klassische HTPC-Oberfläche ausgelegt ist.
Auch bei den unterstützten Netzwerkprotokollen gibt es kaum Einschränkungen. SMB, NFS, FTP, Rsync, WebDAV sowie SSH werden unterstützt. Zusätzlich bietet UGREEN mittlerweile auch eine funktionierende Zwei-Faktor-Authentifizierung an. Funktionen wie native Volume-Verschlüsselung fehlen allerdings weiterhin.

UGREEN NASync iDX6011 Pro: KI-Funktionen und Uliya im Alltag
UGREEN bewirbt das NAS nicht nur als klassischen Netzwerkspeicher, sondern als lokale KI-Plattform mit eigener LLM-Integration namens "Uliya". Dabei werden Funktionen wie intelligente Dateisuche, automatische Fotoerkennung, Sprachtranskription, Dokumentanalyse und ein lokaler KI-Chatbot unterstützt.
Im Gegensatz zu klassischen Cloud-Diensten sollen sämtliche Daten lokal auf dem NAS verarbeitet werden, ohne dass persönliche Dateien externe Server verlassen. Bei sensiblen Dokumenten, Fotos oder Sprachaufnahmen ist das durchaus ein nachvollziehbarer Ansatz.

Im Hintergrund setzt UGREEN nicht auf ein vollständig eigenes KI-Modell, sondern kombiniert mehrere bekannte Open-Source-Modelle mit der eigenen Uliya-Oberfläche. Zum Testzeitpunkt kamen unter anderem Qwen3 als Sprachmodell sowie das multimodale Modell "Uliya-v 2B" zum Einsatz. Zusätzlich nutzt UGOS weitere spezialisierte Modelle für Bilderkennung, OCR und Sprachtranskription.
Die Einrichtung der KI-Funktionen verlief im Test jedoch nicht ganz reibungslos. Bereits die Erstinstallation benötigt mehrere Gigabyte an zusätzlichen Downloads für Modelle und KI-Dienste. Auch danach wirkte die Integration an vielen Stellen noch unfertig. Besonders die intelligente Suche lieferte im Test häufig keine oder nur unzuverlässige Ergebnisse. Teilweise erkannte die Fotoverwaltung einfache Begriffe wie "Hund", scheiterte aber bereits an leicht abgewandelten Suchanfragen oder Mehrzahlformen. Die automatische Bilderkennung funktioniert grundsätzlich, erreicht qualitativ aber noch nicht das Niveau von Google Fotos, Apple Fotos oder Synologys aktueller Bildverwaltung.

Der eigentliche KI-Chat funktionierte dagegen weitgehend zuverlässig. Antworten werden lokal erzeugt und bleiben damit vollständig auf dem NAS. Im direkten Vergleich zu aktuellen Cloud-Modellen wie ChatGPT oder Claude fällt allerdings schnell auf, dass die lokale KI langsamer arbeitet und inhaltlich weniger präzise antwortet. Qwen erzielte ungefähr 8 Tokens pro Sekunde, was für einen flüssigen Lesefluss gerade so ausreicht. Optional lässt sich zusätzlich eine Cloud-Anbindung aktivieren. Dann greift Uliya unter anderem auf GPT-4.1-mini zurück.

Interessant ist außerdem, dass die integrierte NPU des Intel Core Ultra im Test kaum sichtbar genutzt wurde. Viele KI-Prozesse liefen stattdessen hauptsächlich über die CPU. Gerade hier hätte man sich von der neuen Hardwareplattform etwas mehr Optimierung erwartet, die Intel mit dem OpenVINO Toolkit für KI-Anwendungen durchaus mitbringt.
Eine weitere Einschränkung betrifft die Modellauswahl selbst. Anders als bei klassischen Ollama-Setups oder offenen KI-Plattformen erlaubt UGREEN aktuell keine freie Installation eigener LLMs innerhalb von UGOS. Man ist hier vollständig auf die Modelle angewiesen, die UGREEN offiziell bereitstellt. Für technisch versierte Nutzer wirkt das unnötig restriktiv, denn die Hardware des iDX6011 Pro hätte problemlos genug Leistung für größere oder spezialisierte Modelle.

Wer eigene KI-Modelle nutzen möchte, muss auf Docker-Container, virtuelle Maschinen oder alternative Betriebssysteme ausweichen. An der Stelle zeigt sich aktuell der größte Unterschied zwischen der sehr leistungsfähigen Hardware und dem noch vergleichsweise eingeschränkten UGOS-Betriebssystem.
UGREEN NASync iDX6011 Pro: Speicherverwaltung und RAID
Die Einrichtung der Laufwerke erfolgt über den in UGOS integrierten Speicher-Manager. Unterstützt werden die üblichen RAID-Konfigurationen inklusive RAID 0, 1, 5, 6 und 10 sowie JBOD und Single-Disk-Betrieb. Als Dateisysteme stehen ext4 und Btrfs zur Auswahl. Für den Test haben wir hauptsächlich ext4 verwendet. Funktional bietet Btrfs mit Snapshots und erweiterten Wiederherstellungsfunktionen allerdings einige Vorteile.
Die Erstellung eines neuen Speicherpools funktioniert insgesamt unkompliziert. Die eigentliche Initialisierung des RAID-Verbunds benötigt bei sechs Laufwerken entsprechend Zeit. Während das NAS bereits nutzbar bleibt, liefen Hintergrundprozesse zur RAID-Synchronisation im Test teilweise noch über Stunden weiter.

Nützlich ist die integrierte Laufwerksübersicht, die Temperaturen, SMART-Werte und den allgemeinen Zustand der Laufwerke direkt anzeigt. Auch die beiden NVMe-SSDs lassen sich flexibel einsetzen. Neben klassischem SSD-Caching können sie alternativ als eigenständiger Speicherpool genutzt werden, etwa für virtuelle Maschinen, Docker oder besonders schnelle Projektordner.
Weiterhin nicht vorhanden ist die Unterstützung für ZFS. Gerade bei einem NAS dieser Leistungsklasse wäre das durchaus interessant gewesen, zumal Prozessor und Arbeitsspeicher dafür problemlos ausreichend dimensioniert wären. Nutzer, die gezielt auf ZFS setzen möchten, müssen daher auf alternative Betriebssysteme wie TrueNAS oder Unraid ausweichen.
Immerhin hält UGREEN die Hardware erfreulich offen. Die Installation alternativer NAS-Betriebssysteme funktionierte im Test grundsätzlich problemlos. Zum Testzeitpunkt stellte UGREEN allerdings noch kein offizielles Wiederherstellungs-Image für UGOS bereit. Wer mit alternativen Betriebssystemen experimentieren möchte, sollte daher vorher unbedingt ein vollständiges Backup des vorinstallierten Systems anlegen.
UGREEN NASync iDX6011 Pro: Performance und Benchmarks
Die sequenziellen Transferraten lagen bei CrystalDiskMark konstant sehr nah an der praktischen Grenze von 10 GbE. Mit einem 1GB-Testdatensatz erreichte das NAS rund 845 MB/s lesend und schreibend. Bei größerem 16GB-Testdatensatz sanken die Werte leicht auf etwa 770 MB/s lesend und 810 MB/s schreibend.
Im Alltag bestätigte sich dieses Leistungsniveau ebenfalls. Große Einzeldateien wie 60GB Videoarchive ließen sich stabil mit rund 980 MB/s auf das NAS schreiben und mit bis zu 1,1 GB/s wieder auslesen, womit sich das iDX6011 Pro problemlos für große Medienprojekte oder Backups eignet. Über Thunderbolt 4 erreichten einzelne Dateiübertragungen sogar bis zu 1,7 GB/s in der Spitze, womit sich das NAS fast wie ein DAS-System nutzen lässt.

Bei der Übertragung vieler kleiner Dateien zeigte sich dagegen ein differenzierteres Bild. Eine große Bibliothek mit mehreren tausend Dateien erreichte beim Lesen teilweise nur etwa 300 MB/s. Das liegt zwar grundsätzlich im normalen Bereich für HDD-basierte RAID-Systeme, allerdings traten vereinzelt unerwartete Geschwindigkeitseinbrüche auf, insbesondere wenn SSD-Caching aktiviert war. Gerade RAID-0- und RAID-5-Konfigurationen zeigten in mehreren Tests inkonsistente Ergebnisse. Teilweise war das System ohne SSD-Cache sogar schneller als mit aktivem Cache.
Sehr auffällig war außerdem das aggressive RAM-Caching des Systems. Durch die 64 GB LPDDR5X puffert das NAS viele Schreibvorgänge zunächst vollständig im Arbeitsspeicher. Dadurch wirken Dateiübertragungen extrem schnell und reagieren praktisch verzögerungsfrei. Im Hintergrund liefen die eigentlichen Schreibvorgänge auf die HDDs allerdings teilweise noch deutlich länger weiter.
Sehr positiv fiel dagegen die allgemeine Systemstabilität unter Last auf. Selbst während paralleler Benchmarks, Docker-Container, Hintergrundprozesse und KI-Funktionen blieb das NAS stabil und reaktionsschnell. Überraschend war dabei, wie niedrig die CPU-Auslastung häufig blieb. Viele typische NAS-Aufgaben beanspruchten den Core Ultra 7 nur im einstelligen Prozentbereich. Für klassische Backup- oder Medienserver-Aufgaben ist die Hardware damit fast schon überdimensioniert.
UGREEN NASync iDX6011 Pro: Stromverbrauch
Beim Stromverbrauch gehört das iDX6011 Pro erwartungsgemäß nicht zu den sparsamsten NAS-Systemen. Dafür ist die verbaute Hardware schlicht zu leistungsstark ausgelegt.
Im Leerlauf (Idle) lag der Verbrauch im Test, abhängig von den eingesetzten Laufwerken, meist zwischen 45 und 55 Watt. Unter Last bei größeren Dateiübertragungen, RAID-Synchronisation oder Docker- und VM-Workloads stieg der Verbrauch typischerweise auf rund 70 bis 90 Watt an. Kurzzeitig waren auch Lastspitzen von über 100 Watt messbar.
Für ein System dieser Leistungsklasse bleibt das insgesamt noch im erwartbaren Rahmen. Gegenüber klassischen Consumer-NAS oder ARM-Systemen fällt der Energiebedarf aber spürbar höher aus. Wer das NAS rund um die Uhr betreibt, sollte den Stromverbrauch bei der Planung deshalb durchaus berücksichtigen.











