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Cubot X17 Test – Smartphone

by 15. Januar 2016
Sieht aus wie ein iPhone 5, ist aber keins! Cubot X17 heißt das gute StĂŒck, welches vom gleichnamigen Smartphone Hersteller „Cubot“ hergestellt wird. Cubot ist vor allem in der Chinaphone Szene kein Unbekannter mehr und konnte mit den VorgĂ€ngermodellen Cubot X15 und Cubot X16 durchaus gute Testergebnisse erzielen. Ob das Cubot X17 diesen Erfolgskurs beibehĂ€lt, erfahrt ihr in diesem Testbericht.
Cubot X17 Smartphone - Unboxing

Erster Eindruck

Wie ich es von der Cubot-X-Reihe gewohnt war, wurde auch dieses Smartphone in dem Cubot typischen Pappkarton geliefert. Neben dem Cubot X17 waren noch ein LadegerĂ€t (5V, 1A), ein micro USB Daten- bzw. Ladekabel, eine mehrsprachige Betriebsanleitung, ein SIM Pin und eine Displayschutzfolie samt Putztuch im Lieferumfang enthalten. Interessant ist zudem, dass eine abnehmbare Kunststoff-SchutzhĂŒlle bereits am Smartphone angebracht und eine zusĂ€tzliche Displayschutzfolie bereits akkurat aufgetragen war. Somit spart man sich die Suche nach einer passenden SchutzhĂŒlle und Schutzfolie, was sich gerade bei eher unbekannten Marken oftmals als recht schwierig herausstellt.

In der Hand hinterlĂ€sst das Smartphone einen sehr wertigen Eindruck. Mit einer Dicke von nur 6.1mm ist das Cubot X17 wirklich unglaublich dĂŒnn. Wer das iPhone 5 oder Oppo R5 kennt, dem wird der Look dieses Smartphones sicherlich bekannt vorkommen. Cubot schlĂ€gt beim Design des X17 nĂ€mlich eine Ă€hnliche Linie ein. Der Rahmen des X17 besteht aus gebĂŒrstetem Aluminium. Die RĂŒckseite besteht mittig aus Metall, die Ober- und Unterseite bestehen allerdings aus Kunststoff. Abnehmbar ist diese RĂŒckseite nicht, weshalb auch der Akku nicht gewechselt werden kann.

Der Dual SIM Slot befindet sich am linken GehÀuserand und kann mittels eines SIM Pins geöffnet werden. Hier muss man sich allerdings entscheiden, ob man das Cubot X17 als Dual SIM Smartphone (micro SIM + nano SIM) verwenden möchte, oder aber ob man den zweiten Slot zur Speichererweiterung mittels micro SD-Karte hergibt.

Am linken GehÀuserand befinden sich die fest eingelassene Power-Taste sowie die LautstÀrkewippe. Diese Tasten bestehen ebenfalls aus Metall und passen sich dem Gesamtdesign entsprechend an. Ein Rascheln konnte ich beim Bewegen des GerÀtes nicht wahrnehmen. Am oberen GehÀuserand befindet sich ein 3.5mm Klinke Audio Ausgang, am unteren GehÀuserand befindet sich die micro USB Buchse.

Vorderseitig befindet sich das 5 Zoll FHD Display mit so genanntem 2.5D Curved Glass. Hierbei handelt es sich um ein an den RÀndern leicht abgerundetes Display, das vor allem zum ansprechenden Design des Cubot X17 beitrÀgt. Unterhalb des Displays befinden sich drei kapazitive Tasten, oberhalb befinden sich der Lautsprecher, die Frontkamera, ein NÀherungssensor sowie eine Benachrichtigungs-LED.

In Anbetracht des Preises hat mich das Cubot X17 im ersten „Hands-On“ durchweg ĂŒberzeugt.

Display

Das Cubot X17 besitzt ein 5 Zoll FHD 2.5D JDI Display mit einer Auflösung von 1920x1080 Pixel. Laut der „Display Tester“ App betrĂ€gt die Punktdichte genau 440 DPI. Wie man es von einem FHD Display erwarten kann, ist auch das Display des X17 gestochen scharf. Einzelne Pixel sind hier nicht mehr zu erkennen.

Die Farbtemperatur wĂŒrde ich als eher kĂŒhl bezeichnen, was vor allem durch den sehr schönen Weiß-Wert erzeugt wird. Dennoch wirken die Farben natĂŒrlich und lebendig. Die BlickwinkelstabilitĂ€t ist ebenfalls gut. Gerade von der guten Lesbarkeit bei stĂ€rkerer Lichteinstrahlung war ich durchaus positiv ĂŒberrascht.

FĂŒr das entsprechende Feintuning wurde in den Einstellungen „MiraVision“ integriert. Neben dem Kontrast, der SĂ€ttigung und der Helligkeit, lassen sich zudem die Farbtemperatur und die SchĂ€rfe des Bildes manuell korrigieren. Man kann aber auch zwischen zwei vorgefertigten Profilen wĂ€hlen. Der Touchscreen unterstĂŒtzt 5-Finger-Multitouch. Alle meine Eingaben wurden im Laufe des Testes sofort und auch genau erkannt.

Leistung

Wie auch die VorgĂ€ngermodelle X15 und X16 verwendet das X17 einen Mediatek MT6735 Prozessor. Hierbei handelt es sich um einen Quad-Core Prozessor, der mit maximal 1.3GHz taktet. Dieser, mittlerweile eher zu den Budget Prozessoren zĂ€hlende SoC, wird durch leistungsstarke 3GB RAM unterstĂŒtzt. Wieso sich Cubot fĂŒr solch eine ungewöhnliche Kombination entschieden hat ist Ă€ußerst fraglich, doch in Betracht der Leistung konnte ich beim X17 keinen einzigen Leistungseinbruch entdecken und die Performance hat mich durchweg ĂŒberrascht. Wie Cubot diese Hardware kombiniert hat wĂŒrde ich schon regelrecht als Glanzleistung bezeichnen.

Zwar unterscheidet sich das Cubot X17 in den gĂ€ngigsten Benchmark Tests nicht von anderen Mittelklasse Smartphone mit Ă€hnlicher Hardware, doch stimmt hier schlichtweg die Performance im Alltagsgebrauch. Spiele werden zwar durch die doch eher schwache Mali T720 GPU ausgebremst, doch der durchschnittliche Smartphone-Nutzer wird mit dieser Performance, die sich bestens fĂŒr Multitasking eignet, vollends zufrieden sein.

BenutzeroberflÀche

Erfreulicherweise verwendet das Smartphone ein doch sehr sauberes „fast“ Stock Android 5.1. Drittanbieter-Apps und vor allem Bloatware konnte ich bis auf die „Cleaner App“ von Cheetah Mobile nicht entdecken. Diese App lĂ€sst sich zudem im App MenĂŒ deinstallieren.

In den Einstellungen wurde das Betriebssystem lediglich um die ĂŒblichen Funktionen wie „HotKnot“ (Wireless Datenaustausch), „MiraVision“ sowie um eine Verwaltung der Gestensteuerung erweitert.

Besonders gefallen hat mir die Übersicht der zuletzt geöffneten Apps. Diese erreicht man durch ein lĂ€ngeres DrĂŒcken der Home Taste. Innerhalb dieser „Karten-Übersicht“ erfĂ€hrt man am unteren Displayrand noch nĂŒtzliche Informationen zum Akkustatus, dem Speicher, zur Spannung und der Kerntemperatur. Außerdem lassen sich alle geöffneten Apps sofort schließen.

Ein unscheinbarer Theme-Launcher wurde ebenfalls im System versteckt. Ruft man die Wallpaper und Widget Verwaltung auf, befindet sich daneben noch der Punkt „Style“. Hier kann man zwischen verschiedenen Themes wĂ€hlen, wodurch der Wallpaper, aber auch das Design der Icons verĂ€ndert wird.

Updaten lĂ€sst sich das Smartphone OTA, also „Over The Air“. Das letzte Update wurde am 22.10.2015 eingereicht. Inwiefern das Smartphone weiterhin mit Updates unterstĂŒtzt wird ist leider nicht bekannt. Dass auf diesem Smartphone irgendwann einmal Android 6 laufen wird ist allerdings Ă€ußerst unwahrscheinlich.

Kamera

Highlight des Cubot X17 ist die 16 Megapixel RĂŒckkamera. Hierbei handel es sich vermutlich zwar um einen interpolierten Wert, doch die Kamera konnte mich sowohl bei Tag, als auch bei Nacht durchaus ĂŒberzeugen. Die Blendenzahl der RĂŒckkamera betrĂ€gt f/2.2. Daneben besitzt die RĂŒckkamera noch einen kleinen Dual-LED-Blitz. Zwar konnte ich auch bei dieser Kamera ein leichtes Bildrauschen erkennen, doch vor allem die Farben gibt die RĂŒckkamera des Cubot X17 sehr natĂŒrlich wieder. Auch bei schlechten LichtverhĂ€ltnissen und bei Aufnahmen mit aktivem Blitz, konnte mich das Cubot X17 ĂŒberzeugen. Als Standard Kamera App wird hier eine erweiterte Version der Mediatek Kamera App verwendet. Spielereien wie Panorama- oder Winkelaufnahmen sind dadurch möglich.

Anbei einige Aufnahmen mit der RĂŒckkamera:

Die 8 Megapixel Frontkamera (vermutlich auch ein interpolierter Wert), reicht zur Videotelefonie oder fĂŒr schnelle Selfies vollkommen aus. Auch hier eine Aufnahme mit der Frontkamera:

 

Telefonie, WLAN, Bluetooth

Die SprachqualitĂ€t ist durchschnittlich gut. Interessant ist zudem, dass LTE Band 20 unterstĂŒtzt wird, was bei vielen vergleichbaren Chinaphones nicht der Fall ist. Demnach kann das Smartphone auch problemlos im deutschen LTE Netz verwendet werden. Zwar ist das X17 ein Dual-SIM Smartphone, möchte man allerdings den internen Speicher erweitern, muss man auf den zweiten SIM Slot verzichten, da dieser als Hybrid Slot dient.

Mein 2.4GHz Netz hat das Cubot X17 schnell erkannt. Die Verbindung war zudem stabil und die Reichweite durchschnittlich. Mein 5GHz Netz hingegen hat das Cubot X17 nicht erkannt. Somit gehe ich davon aus, dass das X17 nicht Dual-Band fÀhig ist. Angaben hierzu konnte ich auf der Webseite des Herstellers nicht finden.

Auch bei der Bluetooth Verbindung zu meiner Freisprecheinrichtung gab es keinerlei Probleme. Die Verbindung war stabil und die Übertragung hervorragend.

Akku

Knackpunkt des Cubot X17 ist der verbaute Akku. Das Smartphone hat einen doch recht kleinen Akku mit gerade einmal 2.500mAh verbaut. Dieser kleine Akku ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass Cubot mit dem X17 ein doch sehr schmales Smartphone auf den Markt gebracht hat. Dementsprechend gering ist auch die Akkulaufzeit. Nach einem Tag durchschnittlicher Nutzung musste ich das Smartphone am Abend aufladen. Auch ĂŒber Nacht hat das Smartphone im Standby doch sehr am Akku gezogen. Ganze 15% gingen ĂŒber Nacht verloren.

Mit einer besseren Optimierung des OS könnte Cubot hier sicherlich noch einiges herausholen. Man darf also gespannt sein, ob in zukĂŒnftigen Updates auch die Akkulaufzeit noch verbessert wird.

Testergebnis

Bewertung
Positiv

Scharfes Display mit gutem Blickwinkel und krÀftigen Farben
Tolles Design, hochwertige Verarbeitung
Gute Leistung trotz Àlterem Quad-Core
Leistungsstarke 3GB Arbeitsspeicher
Gute RĂŒckkamera
Sauberes Android 5.1
LTE Band 20

Negativ

Akku schwÀchelt bei Laufzeit
Akku nicht wechselbar
Kein Dual Band WLAN
Hybrid SIM Slot

Erster Eindruck
8.5
Verarbeitung
8.5
Design
8.0
Display
8.5
Leistung
8.0
BenutzeroberflÀche
7.5
Kamera
8.5
KonnektivitÀt
8.0
GPS & Sensoren
7.5
Audio
7.5
Akku
6.0
Fazit

Das Cubot X17 ist ein tolles Mittelklasse Smartphone, welches in einer Preisklasse von ungefĂ€hr 150€ deutlich positiv hervorsticht. Die Leistung ist hervorragend, die Kamera schießt tolle Bilder und auch bei den Netzen und der GesprĂ€chsqualitĂ€t konnte mich das Smartphone ĂŒberzeugen. Wer hingegen ein Akkustarkes Smartphone sucht wird mit dem X17 etwas enttĂ€uscht sein. Hier könnte das Cubot X17 durchaus mehr leisten.

7.9
Unsere Bewertung
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7 Comments
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Marcel

Sehr ausfĂŒhrliche und informative Beschreibung! Aber schau mal auf deinen Amazon Link. Wie auch bei anderen Reviews verlinkt Amazon hier aktuell auf das X16, was schnell mal zu einem Fehlkauf fĂŒhren kann. Außerdem kostet das X17 25 Euro mehr.

Timo

Vielen Dank fĂŒr den Hinweis. Ich habe den Eintrag angepasst :).

Heinz

Ich hab vor kurzem ein angebotenes Update auf dem X17 gemacht und seitdem geht die Outdooraktive App nicht mehr. Kannst du einen Tipp geben was ich da machen kann?

Timo

Hallo Heinz, handelt es sich bei der „Outdorraktive App“ um eine System-App bzw. vorinstallierte App oder wurde die App im Google PlayStore heruntergeladen? Hast du schon die Daten und den Cache der App gelöscht?

Armin Wolff

Ein schickes Smartphone zu einem guten Preis. Schade nur, dass die Akkulaufzeit so gering ist.
Dennoch eine Überlegung wert, vor allem, wenn man nach einem Dual-SIM-Smartphone sucht. Vielen Dank fĂŒr den super Artikel!

Detlev

Wie kann man auf die Speichererweiterung zugreifen, wenn statt einer SIM eine Micro-Speicherkarte eingesetzt ist?

Timo

Speicherkarten werden normalerweise sofort erkannt. Darauf zugreifen kann man mit einem Dateimanager (z.B. ES Datei Explorer).