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NO.1 D5 Test der Smartwatch

by January 9, 2016

NO.1 D5 Test - Mit der NO.1 D5 hat der chinesische Hersteller "NO.1" eine weitere Smartwatch auf den hart umkämpften Wearable Markt gebracht. Allerdings hebt sich die NO.1 D5 nicht nur preislich von der NO.1 „D-Reihe“ ab, sondern verspricht auch ein Mehr an Funktionen.

Überblick
Hersteller

NO.1

Produktbezeichnung

NO.1 D5 Smartwatch

Spezifikationen

SoC: MTK6572
Bluetooth: Bluetooth 4.0
RAM: 512MB
ROM: 4GB
Schutzart: IP65

Bluetooth Anruf: Rufnummernwahl, Telefonbuch
Nachrichten: Nachrichten abrufen
Health tracker: Pulsmesser, Pedometer
Remote: Musik Remote, Kamera Remote
Benachrichtigungen: Ja
Sonstige: Alarm, Wettervorhersage, WIFI, GPS, Barometer

Display: IPS
Display-Auflösung: 360 x 360 px
Display-Größe: 1.3 inch

Akku: 450mAh
Gehäuse Material: Aluminium
Armband Material: Leather

Kompatibilität: Android 4.3 / iOS 7.0
Farben: Black, Silver

Größe 4.6 x 4.6 x 1.3 cm
Gewicht: 0.060 kg

Lieferumfang

1 x NO.1 D5 Smartwatch
1 x Magnet-Ladestation
1 x USB Kabel
1 x Betriebsanleitung

Sonstige

Zum Preisvergleich

Testbericht: NO.1 D5 - Eine Smartwatch oder doch ein Smartphone?

Erster Eindruck

Update September 2017

Mittlerweile ist ein weiteres Modell der NO.1 D5 erschienen. Die so genannte NO.1 D5 Pro orientiert sich am Design der NO.1 D5 bzw. D5 Plus, bietet jedoch eine erweiterte Speicherausstattung. Als Prozessor verwendet die NO.1 D5 Pro, wie bereits das Plus-Modell, einen MediaTek MTK6580. Bezüglich der Speicherausstattung verfügt die NO.1 D5 Pro über einen 1GB Arbeitsspeicher und einen satten 16GB Flash-Speicher. Als Betriebssystem kommt Android 5.1 zum Einsatz.

Hier geht es zur NO.1 D5 Pro

Update November 2016

Der Smartwatch Hersteller NO.1 hat ein Upgrade der NO.1 D5 herausgebracht. Das Upgrade Modell hört auf die Bezeichnung “NO.1 D5+” und unterscheidet sich vor allem hinsichtlich der Hardware-Ausstattung. Als Prozessor verwendet die NO.1 D5+ (Plus) einen MediaTek MTK6580. Hierbei handelt es sich um einen Quad-Core Prozessor der mit bis zu 1.3 GHz taktet. Auch die Speicherausstattung wurde verdoppelt, wodurch der Arbeitsspeicher auf 1GB und der interne Speicher auf 8GB angewachsen sind. Als Betriebssystem kommt weiterhin echtes Android 5.1 zum Einsatz.

Hier geht es zur NO.1 D5 Plus

Wie es sich für eine Uhr gehört, wurde auch die NO.1 D5 in einem schlichten Uhrenkarton geliefert. Enthalten waren neben der Smartwatch noch eine Magnet-Ladestation, ein micro USB Lade- bzw. Datenkabel sowie ein Tütchen mit zwei Uhrenschrauben und einem kleinen Schraubenzieher. Eine Betriebsanleitung lag bei dieser frühen Testversion noch nicht bei.

Ausgepackt ist mir sofort das wertige Metallgehäuse der NO.1 D5 aufgefallen. Dieses ist gut verarbeitet und besitzt keinerlei Produktionsfehler. Der seitlich am Gehäuse angebrachte Einschaltknopf besteht ebenfalls aus Metall, ist festsitzend und besitzt zudem einen guten Druckpunkt. Ein unbeabsichtigtes Aktivieren ist hierdurch kaum möglich. Auch ein Rascheln bei schnellen Bewegungen ist mir nicht aufgefallen.

Das Armband der Smartwatch besteht aus Kunstleder. Leider trifft das Armband nicht ganz meinen Geschmack. Hier hätte ich mir lieber ein hochwertiges Silikonarmband gewünscht. Problematisch wird hier auch ein Armbandwechsel. Wie sich erahnen lässt, verlaufen innerhalb des Armbands die Antennen der Uhr. Die Smartwatch besitzt nämlich einen eigenen SIM-Slot, ein GPS- und ein WLAN-Modul. Um den SIM-Slot zu erreichen muss die metallene Rückseite an vier Punkten aufgeschraubt und abgehoben werden. Laut Hersteller ist die Uhr nach der Schutzart IP65 zertifiziert. Demnach ist die Uhr staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt. Wasser sollte trotzdem besser nicht an die Uhr gelangen, denn im Inneren befindet sich lediglich eine sehr dünne Kunststoffdichtung.

Display

Das Display der Smartwatch ist ein 1.3 Zoll IPS Display mit einer Auflösung von 360×360 Pixel. Dieses Display ist somit komplett Rund und besitzt nicht diesen unschönen Balken am unteren Displayrand. Die Pixeldichte beträgt ungefähr 277 PPI. Vergleichbar ist das Display in etwa mit dem eines 5 Zoll HD Smartphones. Einzelne Pixel sind nur bei sehr nahmen und genauem Hinsehen zu erkennen.

Die Display Helligkeit würde ich als durchschnittlich bezeichnen. Bei direkter Sonneneinstrahlung konnte ich die Smartwatch bisher noch nicht testen. Obwohl die NO.1 D5 kein OLED Display besitzt ist das Kontrastverhältnis gut. Die Farben wirken zudem kräftig und natürlich. Bei der Blickwinkelstabilität wurde ich ebenfalls nicht enttäuscht.

Die Genauigkeit des kleinen Touchscreens ist gut. Eingaben kann man auf der wirklich sehr kleinen Tastatur mit etwas Übung fehlerfrei übertragen. Allerdings ist der kapazitive Touchscreen nicht Multitouch-fähig.

Interessant ist zudem, dass das Display der Smartwatch eine Anti-Fingerabdruck Beschichtung besitzt. Diese Beschichtung funktioniert recht gut, wodurch ich die Smartwatch über mehrere Tage hinweg ohne auch nur einmal das Display zu reinigen benutzen konnte.

Große Auswahl an SmartWatches

Leistung

Die NO.1 D5 besitzt einen Mediatek MT6572 Dual-Core Prozessor mit einer Taktrate von einem GHz. Als GPU wird ein Mali-400 MP verwendet. Zudem besitzt die Smartwatch 512MB RAM und 4GB internen Speicher. Der interne Speicher ist leider nicht erweiterbar. Die Smartwatch hat bereits den Google Play Store vorinstalliert, weshalb ich es mir nicht nehmen ließ, Geekbench 3 und AnTuTu zu installieren.

Im normalen Betrieb läuft die Uhr recht flüssig. Einzelne Stocker bei schnellem Wischen durch die Benutzeroberfläche kommen zwar vor, gehören aber eher zur Seltenheit. Apps lassen sich mit leichter Verzögerung, aber auch zeitnah öffnen.

Benutzeroberfläche

Im Gegensatz zu den Wearables namhafter Hersteller, besitzt die NO.1 D5 kein Android Wear, sondern ein vollumfängliches Android 4.4.2 („Watch OS 2.0“). Der Launcher wurde komplett auf das runde und auch kleine Display angepasst. Die Umsetzung ist NO.1 ziemlich gut gelungen. Alle System-Apps wurden angepasst und werden weitestgehend korrekt dargestellt.

Wie bereits angedeutet hat die Uhr zudem den Google Play Store vorinstalliert wodurch sich beliebige Apps herunterladen lassen. Diese Apps sind natürlich nicht angepasst, werden aber ebenfalls meist bedienbar dargestellt. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich auch Apps installiert hatte, die ich nicht mit der D5 bedienen konnte. Bei diesen Apps wurde beispielsweise eine notwendige Eingabefläche nicht angezeigt, weil sie schlichtweg außerhalb der Bildfläche dargestellt wurde.

Bedient wird die Smartwatch durch Wischbewegungen. Apps lassen sich durch einen Wisch von oben nach unten schließen. Der seitlich angebrachte Knopf dient lediglich als Einschalt-bzw. Ausschalttaste.

 

Funktionen

Watchfaces: Insgesamt sind 39 Watchfaces vorinstalliert. Diese sind vollständig animiert und reichen von analog bis digital. Jedes Watchface besitzt ein anderes Aussehen und richtet sich nach unterschiedlichen Anwendungsgebieten. So gibt es zum Beispiel Watchfaces, die neben der Uhrzeit noch den zuletzt gemessenen Puls und die aktuelle Schrittzahl anzeigen. Andere Watchfaces besitzen eine Akku-Anzeige oder aber eine Wetteranzeige. Bei dieser riesigen Vielfalt sollte wirklich für jeden das passende Watchface enthalten sein. Zusätzlich gibt es noch einen NO.1 eigenen Store, in dem man weitere Watchfaces (aktuell 3) gratis herunterladen kann. Eigene Watchfaces konnte ich über Umwege ebenfalls installieren. Hierzu gibt es im Playstore eine App, die als Widget agiert und passgenau die in der App enthaltenen Watchfaces anzeigt. Hier ein Überblick zu den Watchfaces:

Pulsmesser und Schrittzähler: Der Puls wird über eine grüne LED auf der Rückseite der Smartwatch gemessen. Verglichen mit dem Pulsmesser der NO.1 D3 sind die Ergebnisse fast identisch. Da ich neben den beiden NO.1 Geräten kein weiteres Gerät mit Pulssensor besitze, kann ich nicht genau bestimmen, wie exakt die D5 arbeitet. Jedenfalls erkannte die Smartwatch meinen Ruhepuls ziemlich genau. Den Schrittzähler habe ich mit meinem Xiaomi Mi Band verglichen. Innerhalb der Fitnessapp lassen sich Schrittlänge und Körpergröße festlegen. Schritte werden zudem über den Tag hinweg aufgezeichnet, als auch kann man ein eigenes Aufzeichnungsintervall festlegen. In einer Übersicht sieht man die Gesamtzahl der Schritte des Tages sowie die verbrannten Kalorien. Die Gesamtschrittzahl nach einem Tag wich im direkten Vergleich mit dem Mi Band etwas nach unten hin ab. Welches Gerät nun genauer misst ist natürlich fraglich. Auch mit der NO.1 D5 gibt es kleinere Fehlmessungen beispielsweise beim Autofahren. Insgesamt würde ich den Wert des NO.1 D5 Schrittzählers aber als genauer bezeichnen.

Wetter-App und Barometer: Die Wetter-App und das Barometer funktionieren nur mit einer aktiven Internetverbindung und vermutlich auch einem GPS Signal. Zumindest konnte ich im geschlossenen Raum nur selten die Wetterdaten abfragen.

Weitere Funktionen: Telefonie (Kontaktbuch, Rufnummernwahl und Nachrichtenverwaltung) | Alarmfunktion | Internet-Browser | Kalender | Filemanager | Musik-Player | Audio Rekorder | Sprachsuche

Telefonie, WLAN, Bluetooth

Mit einer Uhr zu telefonieren klingt ungewöhnlich, ist aber mit der NO.1 D5 möglich. Ich habe die Funktion bisher nur einmal genutzt und das auch nur für diesen Test. Die Sprachqualität war soweit in Ordnung. Über den Lautsprecher konnte man den Anrufer gut verstehen. Das integrierte Mikrofon ermöglichte auch, dass der Anrufer mich gut verstand. Zumindest wenn ich die Smartwatch in Sprachhöhe hielt.

Bezüglich des WLANs der Smartwatch bin ich eher zwiegespalten. Es ist wirklich sehr von Vorteil, dass die Uhr WLAN-fähig ist. Allerdings kann man bei der Einrichtung des WLAN keine SSID manuell eintragen. Somit werden versteckte SSIDs gnadenlos ignoriert. Auch wird die Verbindung zum WLAN getrennt, sobald sich das Display ausschaltet. Auch hier konnte ich keine Einstellungsmöglichkeit finden, die einen Verbindungsverlust verhindert.

Die installierte App “Watch Helper” dient der Bluetooth Verbindung mit dem Smartphone. Anrufe des Smartphones können hierdurch mit der D5 angenommen werden. Auch besitzt die App eine Notification Funktion. Leider war es mir nicht möglich mit dieser App WhatsApp Benachrichtigungen vom Smartphone auf die NO.1 D5 zu übertragen. Erst eine alternative App aus dem PlayStore ermöglichte den Empfang von Benachrichtigungen.

GPS

Einen GPS Fix findet die Uhr bereits nach 5 Sekunden. Die Navigation durch das angepasste Google Maps funktioniert ebenfalls sehr gut. Leider zieht die GPS Funktion aber sehr schnell den Akku leer.

NO.1 D5 Test Google Maps

Akku

Die Kapazität des Akkus beträgt 450mAh. Mit normaler Nutzung und dem aktivierten “Conspire Screen” (automatisches Aufwecken des Displays) konnte ich mit nur einer Aufladung den Tag gut überstehen. Eine SIM-Karte war natürlich eingelegt und alle Funktionen waren aktiviert. Als zusätzliche Funktion gibt es auch einen Energiesparmodus, wodurch alle Funkverbindungen unterbrochen werden. Aufgeladen wird die Uhr mit einer 4-Pin Magnet-Ladestation. Ein kompletter Ladevorgang dauert etwas weniger als eine Stunde.

Preisvergleich

Das erste Modell der NO.1 D5 wird nicht mehr vertrieben! Die Preise beziehen sich auf die zuletzt erschienene NO.1 D5 Pro!

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Positiv

►Scharfes Display mit kräftigen Farben
►Gute Verarbeitung
►Android 4.4.2 mit Google Play
►WLAN und GPS
►Einigermaßen genauer Schrittzähler und Pulsmesser

Negativ

►WLAN kann nicht manuell eingetragen werden
►Watch-Helper App ist verbesserungswürdig

Bewertung
Punkte
Erster Eindruck
9.0
Design
8.5
Display
9.5
Konnektivität
8.5
Alltagstauglichkeit
9.0
Akkulaufzeit
8.5
Fazit

Die NO.1 D5 schlägt im Vergleich zu den üblichen Android Wear Smartwatches einen eigenen Weg ein und ist komplett ohne Smartphone nutzbar. Die Verarbeitung ist durchweg gut, das Design des Armbands ist dagegen eher Geschmackssache.

Überzeugen kann die D5 vor allem durch das scharfe Display und durch die Vielzahl an Watchfaces. Das Betriebssystem „Watch OS 2.0“ wurde gut an das runde Display angepasst und die integrierten Apps lassen sich problemlos bedienen. Die Leistung ist bis auf kleinere Ruckler bei schneller Menüführung durchweg gut.

Was mich an der Smartwatch stört ist, dass sich kein WLAN manuell eintragen lässt. Auch ist die integrierte App, mit der man die Smartwatch mit dem Smartphone verbindet noch etwas fehlerhaft. Funktionierende Alternativen erhält man aber im Google Play Store.

8.8
Punkte
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42 Kommentare An "NO.1 D5 Test der Smartwatch"

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