Roborock Qrevo S ProX im Test: Warum mehr ausgeben?

Veröffentlicht von Timo Altmeyer am 22. Juni 2026

Nicht jeder braucht ausfahrbare Greifarme, KI-Kameras und zehn verschiedene Sensoren, die jede Socke beim Vornamen kennen. Der Roborock Qrevo S ProX bleibt stattdessen angenehm bodenständig, kostet deutlich weniger als aktuelle Premiummodelle und konzentriert sich auf das Wesentliche. Ob das für eine Kaufempfehlung reicht, zeigt unser Test.

8.9

Unsere Bewertung
Roborock Qrevo S Pro Review Hero

Prime Day Deal: Roborock Qrevo S Pro Set für 399,99 Euro statt 599,99 Euro

Zum Prime Day gibt es das Roborock Qrevo S Pro Set (mit zwei Staubbeuteln extra) aktuell für nur 399,99 Euro. Gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung von 599,99 Euro entspricht das einer Ersparnis von 200 Euro beziehungsweise 33 Prozent. Der Amazon Prime Day startet am 23. Juni und endet am 26. Juni.

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Qrevo S ProX: Design, Verarbeitung und Lieferumfang

Wer sich aktuell durch das Roborock-Portfolio klickt, braucht fast schon eine Landkarte. Qrevo, Qrevo Curv, Qrevo Edge, Saros und mittendrin taucht plötzlich noch ein Qrevo S ProX auf. Noch verwirrender wird es dadurch, dass der Roboter bei einigen Händlern als Qrevo S Pro (ohne X) verkauft wird. Davon sollte man sich allerdings nicht irritieren lassen. Technisch handelt es sich um dasselbe Modell.

Schon beim Auspacken wird schnell klar, wo Roborock den Qrevo S ProX einordnet. Der Lieferumfang erfüllt seinen Zweck, große Begeisterung kommt aber nicht auf. Beim Qrevo S Pro liegen die Multifunktionsstation, eine Auffahrrampe, das Netzkabel und die bereits vormontierten Wischmopps im Karton. Nur der Qrevo S ProX enthält zusätzlich zwei Ersatzmopps und einen Ersatzfilter für den Staubbehälter.

Roborock Qrevo S Pro Lieferumfang
Der Lieferumfang fällt überschaubar aus.

Saugroboter

Optisch gibt es gewohnte Kost mit runder Bauform, erhältlich in Schwarz oder Weiß, was weder im Wohnzimmer noch in der Küche eine schlechte Figur abgibt. Auf der Oberseite sitzt wie so oft ein LiDAR-Turm für die Navigation, der sich anders als bei oftmals teureren Modellen nicht einfahren lässt. Trotzdem bleibt die Bauhöhe mit 9,65 Zentimetern erfreulich moderat, womit der Qrevo S ProX unter die meisten Sofas, Betten oder Sideboards passt.

Roborock Qrevo S Pro Oberseite
Auf der Oberseite sitzen der LiDAR-Turm für die Navigation sowie die Bedientasten für die wichtigsten Funktionen.

Auch bei der Verarbeitung gibt es wenig Anlass zur Kritik. Weder der Roboter noch die Dockingstation wirken billig, auch wenn man im direkten Vergleich zu einem Saros 10R (hier unser Test) merkt, dass hier nicht jedes Kunststoffteil nach Premium schreit. Die Materialien fallen etwas einfacher aus, alles sitzt aber sauber zusammen und hinterlässt einen robusten Eindruck.

Interessanter wird es auf der Unterseite. Hier setzt Roborock auf eine Vollgummi-Hauptbürste und kombiniert diese mit einer speziellen Anti-Tangle-Seitenbürste, die Haarverwicklungen reduzieren soll. Dahinter sitzen die beiden rotierenden Wischmopps, die sich bei Teppichen automatisch anheben können. Auf spektakuläre Konstruktionen mit ausfahrbaren Armen, klappbaren Bürsten oder sonstigen technischen Kunststücken verzichtet der Qrevo S ProX.

Roborock Qrevo S Pro Unterseite
Auf der Unterseite arbeiten eine Vollgummi-Hauptbürste, eine Anti-Tangle-Seitenbürste und zwei rotierende Wischmopps.

All-in-One-Reinigungsstation

Überdurchschnittlich viel für diese Preisklasse kann die All-in-One-Reinigungsstation. "All-in-One" bedeutet hier nicht, dass sie morgens Kaffee kocht, dafür übernimmt sie aber fast alles, was mit der Reinigung zu tun hat. Der Staub landet automatisch in einem 2,7 Liter großen Beutel, Frischwasser kommt aus einem 4-Liter-Tank und das Schmutzwasser verschwindet in einem separaten 3,5-Liter-Behälter. Nach getaner Arbeit werden die Mopps mit bis zu 75 °C heißem Wasser gewaschen und anschließend bei 45 °C getrocknet.

Roborock Qrevo S Pro mit Station
Frischwasser-, Schmutzwassertank und Staubbeutel sind bequem von oben erreichbar.

All die Funktionen verlangen allerdings auch mehr Platz als eine gewöhnliche Absaugstation. Mit knapp 52 Zentimetern Höhe und fast 49 Zentimetern Tiefe gehört die Station nicht zu den Kandidaten, die man mal eben unauffällig zwischen zwei Möbelstücke schiebt, bleibt im Vergleich zu manch anderen Multifunktionsstation aber noch einigermaßen kompakt.

Qrevo S ProX: Einrichtung und erste Kartierung

Die Einrichtung gehört zu den Dingen, die Roborock inzwischen nahezu langweilig gut beherrscht. Das ist durchaus als Kompliment gemeint. QR-Code scannen, WLAN-Zugangsdaten eingeben, ein paar Sekunden warten und der Qrevo S ProX taucht in der App auf. Wer schon einmal einen Roborock eingerichtet hat, findet sich sofort zurecht. Aber auch Saugroboter-Neulinge dürften hier nicht ins Schwitzen geraten.

Nach der ersten Verbindung schickt die App den Roboter direkt auf eine schnelle Kartierungsfahrt. Dabei wird weder gesaugt noch gewischt. Stattdessen fährt der Qrevo S ProX die Wohnung einmal ab und erstellt mithilfe seines LiDAR-Turms eine erste Karte.

In meinem Fall war die Kartierung nach wenigen Minuten abgeschlossen und auch die Räume wurden größtenteils korrekt erkannt. Türen, Durchgänge und Möbel ordnete der Roboter logisch zu, wenn auch Raumgrenzen gerade bei Rundbögen gerne mal verschmelzen. Ein Flur wird dann plötzlich Teil des Wohnzimmers, während das Esszimmer unerwartet zum eigenen Reich erklärt wird.

Korrigiert ist sowas aber in wenigen Handgriffen über die App, die nach der ersten Kartierung vorbildlich durch die Korrekturen führt. Selbst Modelle der Premiumklasse haben zumindest in meiner Wohnung mit dem gleichen Problem zu kämpfen, also nichts dramatisches.

Hat man die Karte einmal angepasst, stehen sämtliche Komfortfunktionen zur Verfügung. Räume lassen sich individuell benennen, zusammenführen oder teilen. Auch No-Go-Zonen, virtuelle Wände und mehrere Karten für verschiedene Etagen sind auch nachträglich schnell eingerichtet.

Qrevo S ProX: Roborock App

Hardware ist bei einem Saugroboter nur die halbe Miete, denn vieles spielt sich in der App ab. Der Qrevo S ProX profitiert hier von Roborocks jahrelanger Erfahrung, weshalb die Roborock App mit zu den besten zählt.

Die Startseite wirkt angenehm aufgeräumt und statt sich zunächst durch unzählige Menüs und Einstellungen wühlen zu müssen, stehen die wichtigsten Funktionen wie Kartenansicht, Reinigungsstart und Raumauswahl direkt griffbereit zur Verfügung.

Wer tiefer einsteigen möchte, findet genügend Möglichkeiten zum Experimentieren. Der Qrevo S ProX kann nicht nur saugen oder wischen, sondern auf Wunsch auch erst saugen und anschließend wischen. Zusätzlich lassen sich Saugkraft, Wassermenge und die Anzahl der Reinigungsdurchgänge individuell festlegen. Wer besonders gründlich reinigen möchte, kann einzelne Räume mehrfach reinigen lassen oder über die Raumsteuerung gezielt bestimmte Bereiche auswählen.

Für Teppiche gibt es spezielle Teppicheinstellungen. Hier kann festgelegt werden, ob die Saugleistung auf Teppichen automatisch erhöht werden soll und wie sich die Wischmopps verhalten. Damit Teppiche trocken bleiben, kann der Qrevo S ProX seine Wischmopps um 10 Millimeter anheben.

Möchte man sich nicht mit jeder einzelnen Einstellung beschäftigen, kann stattdessen SmartPlan 2.0 aktiviert werden. Mit dieser Einstellung wählt der Roboter automatisch passende Einstellungen für den jeweiligen Raumtyp. Im Test war das tatsächlich mein Lieblingsmodus, da die Ergebnisse meist auf Anhieb passten und ich nur selten manuell eingreifen musste.

Zur Ausstattung gehören außerdem Zeitpläne, Reinigungsroutinen und ein Fernsteuerungsmodus. Selbst die Station lässt sich umfangreich konfigurieren. So kann beispielsweise festgelegt werden, wie häufig die Mopps gewaschen werden sollen oder wann die automatische Staubentleerung erfolgt. In vorhandene Smart-Home-Systeme lässt sich der Qrevo S ProX per Alexa, Google Home, Siri Shortcuts und Matter integrieren.

Auf die ganz großen Spielereien verzichtet der Qrevo S ProX allerdings. Für die Reactive-Tech-Hinderniserkennung nutzt Roborock zusätzliche Frontsensoren zur Erkennung von Hindernissen. Funktionen wie eine Live-Videoübertragung, Fernüberwachung oder eine besonders ausgefeilte KI-Objekterkennung bietet er jedoch nicht. Wirklich vermisst habe ich davon im Alltag aber nichts.

Qrevo S ProX: Navigation und Hinderniserkennung

Bei der Navigation setzt Roborock auf eine Kombination aus PreciSense LiDAR und der sogenannten Reactive-Tech-Hinderniserkennung. Vereinfacht gesagt erstellt der LiDAR-Turm auf der Oberseite eine präzise Karte der Wohnung und sorgt dafür, dass der Roboter jederzeit weiß, wo er sich befindet. Die Reactive-Tech-Hinderniserkennung an der Front soll dagegen herumliegende Gegenstände erkennen und umfahren, bevor daraus eine unfreiwillige Mitfahrgelegenheit für Kabel, Socken oder Hausschuhe wird.

Im Test bewegte sich der Qrevo S ProX sehr strukturiert durch die Wohnung und arbeitete Räume in sauberen Bahnen ab. Wurde gezielt die Küche ausgewählt, fuhr der Roboter auch direkt dorthin, statt unnötige Umwege durch andere Räume zu nehmen.

Roborock Qrevo S Pro auf Teppich
Mit knapp 10 Zentimetern Bauhöhe erreicht der Qrevo S Pro viele Bereiche unter Möbeln.

Auch bei schwierigen Lichtverhältnissen haben seine Orientierungsfähigkeiten trotz fehlendem LED-Scheinwerfer nicht nachgelassen. LiDAR zählt nach wie vor zu den zuverlässigsten Technologien zur Orientierung von Saugrobotern und funktioniert selbst in dunklen Räumen problemlos.

Luft nach oben gibt es bei der Hinderniserkennung. Möbel, Stühle oder größere Gegenstände hat der Qrevo S ProX im Test souverän erkannt und umfahren. Auch Treppen oder andere Absturzkanten stellen kein Problem dar.

Erst wenn kleinere Objekte wie Kabel, Schuhe, Socken oder Haustierspielzeug ins Spiel kommen, zeigt sich der Qrevo S ProX deutlich weniger feinfühlig. Kabel gehören dabei zu seinen größten Schwächen. Je nach Situation werden sie zwar erkannt, oft aber auch einfach überfahren oder sogar ein Stück mitgezogen.

Roborock Qrevo S Pro Hindernisse
Bei kleineren Hindernissen wie Kabeln zeigt die Reactive-Tech-Hinderniserkennung noch Verbesserungspotenzial.

Damit steht der Qrevo S ProX nicht allein da. Viele Modelle dieser Preisklasse tun sich mit kleinen Gegenständen schwer. Das ist tatsächlich auch einer der Punkte, worin sich der Qrevo S ProX am meisten von den teureren Modellen unterscheidet. Die verwenden meist aufwändigere Kamerasysteme mit besserer Objekterkennung und reagieren insgesamt intelligenter.

Immerhin bietet die App eine Möglichkeit, die Empfindlichkeit der Hinderniserkennung zu erhöhen, was die Trefferquote bei kleineren Objekten etwas verbessert. Mein Tipp wäre deshalb, diese Einstellung direkt nach der Einrichtung zu aktivieren.

Bei Türschwellen zeigt sich der Qrevo S ProX dagegen wieder von seiner besseren Seite. Hindernisse bis zu zwei Zentimetern Höhe überwindet er zuverlässig. Für die meisten Wohnungen reicht das vollkommen aus, lediglich Altbauten mit besonders hohen Übergängen könnten hier zum Problem werden.

Qrevo S ProX: Reinigung im Praxischeck

Saugleistung

Auf Hartböden fühlt sich der Qrevo S ProX sichtbar wohl. Staub, Haare und kleine Krümel verschwinden bereits im ersten Durchgang, womit selten das Gefühl aufkommt, noch einmal selbst zum Staubsauger greifen zu müssen. Nur bei gröberem Schmutz fehlt manchmal die letzte Entschlossenheit. Statt ihn sofort einzusaugen, schiebt der Roboter einzelne Partikel gelegentlich erst einmal durch die Gegend, bevor sie schließlich doch im Staubbehälter landen.

Roborock Qrevo S Pro Seitenbürste
Die speziell geformte Seitenbürste transportiert Schmutz zur Hauptbürste

Haare sind genauso wenig eine Herausforderung für den Qrevo S ProX. Die Kombination aus Vollgummibürste und Anti-Tangle-Seitenbürste reduziert den Wartungsaufwand im Vergleich zu vielen älteren Modellen spürbar. Einzelne Haare wickeln sich zwar weiterhin um die Bürste, der Großteil tritt jedoch die direkte Reise in Richtung Schmutzbehälter an.

Roborock Qrevo S Pro Gummibürste
Haare und Schmutz bleiben deutlich seltener in der Vollgummi-Bürste hängen, was den Wartungsaufwand spürbar reduziert.

Auf Teppichen aktiviert der Qrevo S ProX bei Bedarf automatisch den Teppichboost, der normalen Schmutz sehr gut wegnimmt. Der Teppichflor wird sichtbar aufgelockert und hinterlässt die typischen Bahnen, die man sonst eher vom klassischen Staubsauger kennt. Erst bei höheren und besonders dichten Teppichen zeigt sich der Abstand zur Premiumklasse. Zwar liefert der Qrevo S ProX auch hier noch ordentliche Ergebnisse, die Tiefenreinigung eines Saros 10R oder anderer Spitzenmodelle erreicht er allerdings nicht.

Wischleistung

Roborock setzt hier auf zwei rotierende Wischmopps, die sich mit bis zu 200 Umdrehungen pro Minute über den Boden bewegen. Im Gegensatz zu einfachen Schleppwischern wird Schmutz dabei tatsächlich mechanisch bearbeitet, was in der Praxis einen spürbaren Unterschied macht.

Frische Flecken, Staubrückstände oder kleinere Spritzer in der Küche entfernt der Qrevo S ProX gefühlt genauso gut wie die teuren Modelle. Kaffee, Kakao oder andere typische Alltagsunfälle verschwinden meist nach einem oder zwei Durchgängen.

Roborock Qrevo S Pro Wischbild
Die rotierenden Wischmopps hinterlassen ein gleichmäßiges, lückenloses Wischbild.

Erst bei Flecken, die schon seit geraumer Zeit Besitzansprüche auf den Boden anmelden, stößt auch der Qrevo S ProX an seine Grenzen. Eingetrocknete Rückstände werden zwar sichtbar reduziert, vollständig beseitigt werden sie aber nicht immer. Hier hilft letztlich nur die klassische Handarbeit mit dem Wischmopp.

Kanten und Ecken

Anders als viele aktuelle Premium-Modelle besitzt der Roboter weder eine ausfahrbare Seitenbürste noch einen ausfahrbaren Wischmopp. Fußleisten, Möbelecken und enge Kantenbereiche erreicht er dadurch nicht komplett, sodass entlang von Wänden schmale Streifen von ungefähr drei Zentimeter zurückbleiben.

Roborock Qrevo S Pro an Wand
Ohne ausfahrbaren Wischmopp bleiben entlang von Wänden kleine Randbereiche zurück.

Reinigungsgeschwindigkeit und Akku

Beim Akku setzt Roborock auf einen 5.200 mAh Akku, der laut Hersteller Laufzeiten von bis zu 180 Minuten ermöglichen soll. Solche Angaben sollte man wie üblich mit einer gewissen Portion Vorsicht genießen, in der Praxis schlägt sich der Qrevo S ProX aber durchaus gut. Flächen zwischen 70 und 100 Quadratmetern lassen sich in der Regel problemlos in einem Durchgang reinigen.

Während der Reinigung fährt der Roboter regelmäßig zur Station zurück, um seine Mopps auszuwaschen und anschließend automatisch an der zuletzt gereinigten Stelle weiterzuarbeiten. Das verlängert die Reinigungsdauer zwar etwas, sorgt aber dafür, dass nicht dieselben verschmutzten Mopps durch die komplette Wohnung gezogen werden. Ein Kompromiss, den man gerne eingeht.

Angenehm fällt außerdem die Lautstärke auf. Während der normalen Reinigung arbeitet der Qrevo S ProX vergleichsweise zurückhaltend und stört selbst im Homeoffice kaum. Wirklich laut wird es eigentlich nur dann, wenn die Station den Staubbehälter absaugt. Für ein paar Sekunden klingt es dann so, als würde ein kleiner Düsenjet starten. Danach kehrt allerdings schnell wieder Ruhe ein.

Wartung

Die Wartung beschränkt sich meist auf das Nachfüllen von Frischwasser und das gelegentliche Leeren des Schmutzwassertanks. Den Rest erledigt die Station wie ganz oben erwähnt weitgehend selbstständig.

Roborock Qrevo S Pro Wassertanks
Frischwasser- und Schmutzwassertank sind bequem von oben erreichbar.

Alle wichtigen Komponenten lassen sich problemlos erreichen. Die Wassertanks sind von oben zugänglich, der Staubbeutel lässt sich schnell wechseln und auch die Hauptbürste kann bei Bedarf ohne Werkzeug entnommen werden.

Roborock Qrevo S Pro Staubbeutel
Der Staubbeutel versteckt sich vorne hinter der Klappe.

Was ich persönlich vermisst habe, ist eine automatische Reinigungsmitteldosierung. Da ich regelmäßig auch Modelle aus deutlich höheren Preisregionen teste, bin ich von solchen Komfortfunktionen mittlerweile etwas verwöhnt. Fairerweise muss man aber sagen, dass eine automatische Dosierung in dieser Preisklasse eher die Ausnahme als die Regel ist.

Roborock Qrevo S Pro Wischplatte
Die Wischplatte ist zur Reinigung herausnehmbar.

Wer möchte, kann dennoch spezielle Reinigungsmittel für Saugroboter direkt dem Frischwassertank hinzufügen. Wichtig ist dabei lediglich, auf geeignete, nicht schäumende Produkte zu setzen, die keine Rückstände in Leitungen, Tank oder Wischsystem hinterlassen.

Qrevo S Pro / Qrevo S ProX

8.9

POSITIV

Sehr gute Wischleistung

Umfangreiche All-in-One-Station mit Heißwasser-Moppwäsche

Zuverlässige LiDAR-Navigation

Starke Reinigung auf Hartböden

Roborock-App mit vielen Funktionen

Matter-Unterstützung

Geringer Wartungsaufwand

Starkes Preis-Leistungs-Verhältnis

NEGATIV

Hinderniserkennung bei Kabeln und kleinen Gegenständen ausbaufähig

Kanten- und Eckenreinigung nur durchschnittlich

Keine automatische Reinigungsmitteldosierung

Auf Hochflorteppichen mit Luft nach oben

Magerer Lieferumfang ohne Ersatzteile

FAZIT

Der Roborock Qrevo S ProX hält die Wohnung sauber, nimmt einem Arbeit ab und verlangt dafür wenig Aufmerksamkeit. Die starke Station, die überzeugende Wischleistung und die hervorragende App bringen ihn gefährlich nah an die Premiumklasse heran.

Natürlich gibt es bessere Saugroboter. Die erkennen Kabel zuverlässiger, reinigen Kanten gründlicher und holen noch etwas mehr Schmutz aus dicken Teppichen, kosten dafür aber auch deutlich mehr.

Stattdessen konzentriert sich der Qrevo S ProX auf das Wesentliche und bietet auch ohne Schnickschnack verdammt viel Saugroboter fürs Geld.

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