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Review

NuForce uDAC5 Testbericht – KopfhörerverstĂ€rker und DAC

by 28. Februar 2017
Klein, aber oho – so kurz und knapp lĂ€sst sich der NuForce uDAC5 umschreiben. Im winzigen GehĂ€use findet nicht nur ein KopfhörerverstĂ€rker Platz, auch ein Digital-Analog-Wandler (DAC) ist mit an Bord. Wer wissen möchte, was der Winzling aus dem Hause Optoma tatsĂ€chlich auf dem Kasten hat, der sollte unbedingt diesen Testbericht lesen!
Überblick
Hersteller

Optoma NuForce

Produktbezeichnung

NuForce uDAC5

Spezifikationen

Allgemein
Nennleistung: 2.0 Vrms
Ausgangsimpedanz
*Cinch: 100 Ohm
*Klinke: 4.7 Ohm
Abtastrate: max. 384 kHz PCM DSD256
Auflösung: 16/24 bit
GerÀuschspannungsabstand: 112 dB
Klirrfaktor: 0.01%

AusgÀnge
3.5mm Klinke
Analog Cinch
Digital Koaxial

EingÀnge
USB Typ-B

Sonstige
Stromverbrauch: 2W
GrĂ¶ĂŸe: 68 x 45 x 21 mm
Gewicht: 100g

Lieferumfang

1x NuForce uDAC5
1x USB Typ-B Kabel
1x Bedienungsanleitung

Erster Eindruck zum NuForce uDAC5

Unscheinbare 68 x 45 x 21 mm ist der uDAC5 groß und wiegt auch gerade einmal 100g. Wegen der kompakten Bauform könnte man jetzt natĂŒrlich denken, dass man es hier mit einem mobilen KopfhörerverstĂ€rker zu tun hat, der vor allem fĂŒr die Verwendung mit mobilen ZuspielgerĂ€ten gedacht ist, doch der uDAC5 möchte durch seine Kombination aus HiFi DAC und KopfhörerverstĂ€rker eindeutig mehr sein.

Auf einen Akku wurde komplett verzichtet, was die MobilitĂ€t dann doch wieder etwas einschrĂ€nkt. Die Stromversorgung erfolgt stattdessen ausschließlich ĂŒber eine USB Typ-B Buchse, worĂŒber der DAC auch mit einem PC oder Mac verbunden wird. Weitere Anschlussmöglichkeiten sind ein analoger Cinch-Ausgang, ein digitaler Koaxial-Ausgang und ein 3.5 mm Klinke-Ausgang. Ein analoger Drehregler zur Anpassung der LautstĂ€rke befindet sich an der GehĂ€usefront. Über den Drehregler wird der uDAC5 auch eingeschaltet und ĂŒber eine weiß leuchtende LED erkennt man,  ob der Winzling auch tatsĂ€chlich aktiv ist.

Die Verarbeitung ist hochwertig und nicht zu beanstanden. Das gesamte GehĂ€use besteht aus Metall und kommt in einem eleganten Metallic-Look daher. Der LautstĂ€rkeregler sitzt fest, ist griffig und dreht prĂ€zise. Auch der Sitz der AnschlĂŒsse ist erstklassig.

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme ist simpel. Zur Verwendung an einem PC oder Mac, verbindet man den NuForce uDAC5 ĂŒber die USB-Typ-B Buchse. Damit der DAC unter Windows auch korrekt erkannt wird, benötigt man einen passenden Treiber. Im Lieferumfang ist eine Hinweiskarte mit einem Link zum Treiber enthalten. Auf eine Treiber-CD verzichtet Optoma. Möchte man den uDAC5 mit einem Mac verbinden, werden keine weiteren Treiber benötigt. Mit einem USB-OTG Kabel kann der DAC sogar an einem Android Smartphone oder Tablet betrieben werden.

Klang

Kommen wir zum wichtigsten Unterpunkt – dem Klang. Getestet wurde der NuForce uDAC5 an einem Windows 10 PC und einem Android 6 Smartphone mit einem beyerdynamic MMX300 (600 Ohm) Kopfhörer sowie einem AKG K530 (55 Ohm) Kopfhörer. FĂŒr einen mobilen Test kamen In-Ears unterschiedlicher Preiskategorien zum Einsatz.

Fast schon perfekt schöpft der uDAC5 den gesamten Frequenzbereich aus. Im Song „Last Flowers“ von „Radiohead“ kommen das Piano und die hohe Stimme des SĂ€ngers „Thom Yorke“ hervorragend und vor allem harmonisch zur Geltung. Selbst auf wirklich hoher LautstĂ€rke wird der Song ĂŒberaus klar abgespielt. Anhand des Songs „Hotel California“ von den „Eagles“ zeigt der DAC seinen klanglichen Detailreichtum. Man kann sich regelrecht hineinversetzen, wie die Band vor einem steht und aus welcher Richtung die Instrumente gespielt werden. Lediglich mit den In-Ears wollte der DAC nicht so recht funktionieren. Gerade auf niedriger LautstĂ€rke war ein Grundrauschen deutlich hörbar.

Der NuForce uDAC5 eignet sich auch fĂŒr PC Spieler. Gerade bei taktischen Spielen wie Counter-Strike verfehlen On-Board Soundkarten die rĂ€umliche Darstellung und ĂŒberhaupt die Darstellung von klanglichen Feinheiten. Der uDAC5 ermöglicht gerade bei taktischen Spielen, bei denen jedes kleinste Detail entscheidend ist, durch eine sehr gute rĂ€umliche Orientierung. Am oben genannten Beispiel von Counter-Strike sind Schritte und SchĂŒsse prĂ€zise zu orten.

DSD (Direct Stream Digital)

Eine regelrechte Seltenheit bei DACs dieser Preisklasse ist die UnterstĂŒtzung von DSD (Direct Stream Digital). Ermöglicht wird dies durch den verbauten „ESS Sabre Hyperstream“ Chip. DSD gehört zu den qualitativ hochwertigsten Audioformaten und unterstĂŒtzt eine Abtastrate mit bis zu 11.2 MHz. Um das Format ĂŒberhaupt abspielen zu können benötigt man einen speziellen Audio-Player. Gleichzeitig ist es keine Seltenheit, dass die wenigen – meist klassischen MusikstĂŒcke – die es in DSD gibt, mehrere Gigabyte groß sind. NatĂŒrlich haben wir es uns nicht nehmen lassen und ein DSD 256 Sample (Britten: Frank Bridge Variations – Romance) mit dem gleichen 24BIT/192kHz Sample verglichen. Klangliche Unterschiede sind herauszuhören, allerdings ist der gewonnene Mehrwert vielmehr etwas fĂŒr den audiophilen Hörer, als fĂŒr den normalen Konsumenten. Hinzukommt, dass MusikstĂŒcke im Format DSD noch eher zur Seltenheit gehören.

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Preisentwicklung

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Preise zuletzt aktualisiert am: 9. Juli 2020 16:00

Testergebnis

Bewertung
Positiv

Sehr gute Verarbeitung
Mobiles Design
Hörbare Klangverbesserung
GleichmĂ€ĂŸiger Frequenzgang
Breite Codec-UnterstĂŒtzung

Negativ

Grundrauschen mit In-Ears
Keine Anzeige fĂŒr Abtastrate

Erster Eindruck
8.0
Verarbeitung
9.0
Design
9.0
Klang
9.0
Funktionsumfang
7.5
Bedienbarkeit
9.5
Fazit

Der NuForce uDAC5 von Optoma hat es faustdick hinter den Ohren! Neben einer ĂŒberaus vielseitigen Verwendbarkeit ĂŒberzeugt die DAC und KopfhörerverstĂ€rker-Kombi vor allem beim Klang. Durch den sehr gleichmĂ€ĂŸigen Frequenzgang und daraus resultierenden, neutralen - fast schon analytischen - Klang, trifft der uDAC5 zwar nicht jeden Geschmack, ĂŒberrascht aber durch einen klanglichen Detailreichtum.

8.7
Unsere Bewertung
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