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Xiaomi Mi Pad 3 Testbericht – Günstige iPad Alternative?

by Juli 31, 2017

Das Xiaomi Mi Pad 3 ist bereits das dritte Tablet des chinesischen Herstellers Xiaomi, das im Gegensatz zum Vorgänger jedoch als reines Android Tablet erschienen ist. Ob das 7.9 Zoll Xiaomi Tablet ein würdiger Nachfolger ist, dazu mehr in diesem Testbericht!

Überblick
Hersteller

Xiaomi

Produktbezeichnung

Xiaomi Mi Pad 3

Spezifikationen

Prozessor und Speicher
CPU: MediaTek MT8176
GPU: PowerVR GX6250
RAM: 4GB (LPDDR3)
Interner Speicher: 64GB (eMMC5.0)
Speichererweiterung: Nein

Display
Displaytyp: IPS
Displaydiagonale: 7.9 Zoll
Displayauflösung: 2048 x 1536 Pixel
Displayschutz: Unbekannt
Multitouch: 10 Finger

Kameras
Hauptkamera: 13 Megapixel
Frontkamera: 5 Megapixel

Wireless
WiFi: 802.11a/b/g/n/ac
Bluetooth: 4.0
GPS: Nein

Sensoren
*Umgebungslichtsensor
*Gyroskop
*Magnetometer
*G-Sensor

Akku
Akku: 6.400 mAh
Anschluss: USB-C

Sonstige
Betriebssystem: Android 7.0 (MIUI)
Größe: 20 x 13.3 x 0.7 cm
Gewicht: 328g

Lieferumfang

1x Xiaomi Mi Pad 3
1x Ladegerät
1x USB-C Ladekabel
1x Bedienungsanleitung

Sonstige

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Erster Eindruck zum Xiaomi Mi Pad 3

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Design, Verarbeitung und Lieferumfang

Xiaomi orientiert sich mit dem Mi Pad 3 am Design des Vorgängermodells. Das Aluminium-Gehäuse ist aus einem Stück, im so genannten Unibody gefertigt und ist bislang nur in der Farbe „Champagner Gold“ erhältlich. Optisch hervorstechend sind dabei die abgerundeten Kanten des Rahmens, die nahtlos in die Gehäuserückseite übergehen. Die Gehäuseabmessungen betragen 20 cm in der Länge, 13.3 cm in der Breite und dünne 0.7 cm in der Dicke bzw. Höhe. Das Gewicht liegt bei gerade einmal 328g, wodurch das Tablet auch auf Dauer in nur einer Hand gehalten werden kann. Durch die kompakte Größe kann das Mi Pad 3 auch unterwegs gut genutzt werden.

Die Vorderseite des Tablets bilden das 7.9 Zoll große Display, die darunterliegenden, weiß-leuchtenden kapazitiven Bedientasten und die oberhalb des Displays befindliche Frontkamera, der Näherungssensor sowie eine Hinweis-LED. Die gesamte Front ist durchgängig mit Glas überzogen und sauber in das Aluminiumgehäuse eingefasst. Ist das Tablet ausgeschaltet, erscheint die Vorderseite komplett in Schwarz.

Links am Gehäuserahmen befinden sich die Lautstärkewippe und die Einschalttaste. Die Tasten weisen zwar einen guten Druckpunkt auf, könnten allerdings fester im Rahmen sitzen. Bewegungen können zum Rascheln der Tasten führen, was auf Dauer störend ist. Am unteren Teil des Gehäuserahmens und mittig zwischen zwei deutlich sichtbaren Schrauben, befindet sich die USB-C Buchse. Der obere, linke Rahmenabschnitt ist mit einer 3.5 mm Klinke-Audiobuchse ausgestattet. Die Rückseite zieren links-oben die, in das Gehäuse eingelassene, 13 Megapixel Hauptkamera, das im unteren Drittel befindliche Mi-Logo sowie der wiederum darunter befindliche Stereo-Lautsprecher. Das gesamte Tablet ist bis auf die etwas locker sitzenden Bedientasten hervorragend verarbeitet.

Der Lieferumfang fällt gewohnt schlicht aus. Enthalten sind eine chinesische Kurzanleitung, ein USB-C Kabel und ein Ladegerät mit NEMA-1 Stecker (5V 2A). Möchte man das mitgelieferte Ladegerät nutzen, muss man einen passenden Stecker Typ-A auf Typ-C Adapter hinzukaufen. Alternativ kann aber auch jedes herkömmliche Smartphone-Ladegerät zum Aufladen verwendet werden.

Ein Tablet im überaus ansprechenden Design, bei gleichzeitig guter Verarbeitung. Einzig zu kritisieren sind die leicht locker sitzenden Bedientasten.

Leistung

Im Gegensatz zu den aktuellen Xiaomi Smartphones, verwendet das Mi Pad 3 keinen Prozessor von Qualcomm, sondern einen MediaTek MT8176. Hierbei handelt es sich um einen Hexa-Core Prozessor, speziell für Tablets. Die Kerne unterteilen sich dabei in 2 schnelle ARM Cortex-A72 Kerne, die mit bis zu 2.1 GHz takten und 4 stromsparende Cortex-A53 Kerne, die maximal mit 1.7 GHz arbeiten. Die Prozessorgrafik ist eine PowerVR GX6250, die unter anderem das Dekodieren von h.265 und VP9 Videomaterial auf Hardwareebene unterstützt. Die Speicherausstattung setzt sich aus einem 4GB LPDDR3 RAM und einem 64GB eMMC5.0 Flash-Speicher zusammen.

So viel zur Hardware-Ausstattung. In der Praxis erweist sich das Mi Pad 3 als durchaus performant. Wischen und Scrollen durch die Benutzeroberfläche gelingt flüssig. Apps öffnen zeitnah und werden ohne größere Verzögerungen geladen. Auch mehrere, gleichzeitig geöffnete Apps beeinflussen die Leistung nur im geringen, kaum spürbaren Maße. Egal ob man das Tablet zum Websurfing, Streaming oder für sonstige Office-Arbeiten einsetzt, die Performance genügt für ein zufriedenstellendes Nutzungserlebnis.

Kommen wir noch zur Gamingtauglichkeit. Bereits anhand einzelner Grafikbenchmarks deutet sich ab, dass die PowerVR GX6250 GPU lediglich das untere Mittelfeld anführt. Grafikintensive Spiele wie Asphalt 8 oder N.O.V.A 3 sind zwar spielbar, allerdings kann es vereinzelt zu Bildeinbrüchen oder schwammigen Spielerlebnissen kommen. Im Test erreicht das Mi Pad 3 nach ungefähr einer Stunde intensivem Arbeiten und Spielen eine Temperatur von 34°C.

Obwohl der Prozessor im Vergleich zum Vorgängermodell ein Downgrade ist, überzeugt die Leistung durch ein flüssig bedienbares Nutzererlebnis. Kleinere Abstriche gibt es jedoch bei der Gamingtauglichkeit des Tablets!

Display

Das Xiaomi Mi Pad 3 verwendet ein 7.9 Zoll 2K IPS Retina-Display mit einem Seitenverhältnis von 4:3. Die Auflösung beträgt 2048 x 1536 Pixel, wodurch eine Punktdichte von 326 DPI erreicht wird. Die Darstellung ist gestochen scharf und Farben erscheinen besonders satt, aber dennoch natürlich. Innerhalb der Displayeinstellungen kann die Farbtemperatur zusätzlich nach dem eigenen Empfinden angepasst werden. Neben einer automatischen Helligkeitsanpassung gibt es auch die Möglichkeit einer automatischen Kontrastanpassung. Die Leuchtdichte des Displays beträgt 400 cd/m². Gerade im Freien ist das Display durch die stark spiegelnde Glasfront schwer abzulesen. Das Tablet im Strandurlaub zu verwenden könnte also durchaus zum Problem werden.

Ein weiterer Nachteil der stark spiegelnden Glasfront ist die Anfälligkeit für Fingerabdrücke. Bereits nach dem Auspacken befanden sich Abdrücke auf dem Display, die unschöne Schlieren bilden und besonders bei starkem Lichteinfall die Ablesbarkeit des Displays beeinträchtigen. Erwähnenswert ist die gute Blickwinkelstabilität. Egal wie man das Mi Pad 3 dreht, auch aus schrägen Blickwinkeln wird die Darstellung nicht beeinträchtigt. So genanntes Backlight-Bleeding, also eine ungleichmäßige Ausleuchtung des Displays, tritt bei diesem Panel nicht auf. Multitouch wird mit bis zu 10 gleichzeitigen Eingaben unterstützt. Der Touchscreen erkennt Eingaben präzise und Ghost-Touches sind innerhalb der Testphase nicht aufgetreten.

Auch softwareseitig werden rund um das Display interessante Funktionen geboten. Im Lesemodus wird blaues Licht gefiltert, sodass die Augen auch bei längerer Benutzung geschont werden. Aktivieren lässt sich der Modus auf Knopfdruck, als auch durch einen Timer. Wie stark blaues Licht gefiltert werden soll, kann stufenlos eingestellt werden. Ein weiterer Modus ist der so genannte Monochrom-Modus. Sämtliche Farben werden durch eine Schwarz-Weiß-Darstellung ersetzt. Dadurch soll einerseits die Lesetauglichkeit des Mi Pad 3 verbessert werden, als auch wird gleichzeitig der Akkuverbrauch reduziert.

Das Display des Mi Pad 3 überzeugt durch eine gestochen scharfe Darstellung, eine satte, als auch gleichzeitig natürliche Farbwiedergabe und einen präzisen Touchscreen. Zu kritisieren ist die Anfälligkeit für Fingerabdrücke, die besonders bei starkem Leichteinfall die Ablesbarkeit des Displays beeinträchtigen.

Kamera

Das Xiaomi Mi Pad 3 ist vorderseitig mit einer 5 Megapixel Frontkamera und rückseitig mit einer 13 Megapixel Hauptkamera ausgestattet. Nähere Angaben zum verwendeten Bildsensor macht der Hersteller nicht. Bekannt ist lediglich, dass die Hauptkamera auf eine f/2.2 Blende und die Frontkamera auf eine f/2.0 Blende setzt.

Hauptkamera

Tablets aus China sind nicht dafür bekannt, mit guten Kameras ausgestattet zu sein. Die Hauptkamera des Mi Pad 3 ist im Vergleich zu anderen China-Tablets dem High-End Bereich zuzuordnen. Dennoch kann die Aufnahmequalität nicht mit aktuellen Smartphone-Kameras mithalten. Bildaufnahmen überzeugen zwar durch eine gute Farbwiedergabe, schwächeln jedoch bei den Details. Mit zunehmender Verschlechterung der Lichtverhältnisse nimmt auch das Bildrauschen zu und Details gehen immer mehr verloren. Gleiches gilt für Videos, die maximal in Full HD aufgenommen werden können.

Der Funktionsumfang der MIUI Kamera-App ist im Vergleich zum Smartphone-Pendant ebenfalls stark beschnitten. Zwar stehen verschiedene Filter zur Auswahl, umfangreiche Aufnahmemodi oder Kamera-Einstellungen gibt es jedoch nicht.

Frontkamera

Die Frontkamera eignet sich zur Videotelefonie. Wer gerne Selfies schießt, wird auch hier bei der Aufnahmequalität zurückstecken müssen. Bildaufnahmen fehlen die Details und Farben wirken eher blass.

Hinsichtlich der Kameras ist das Xiaomi Mi Pad 3 im Vergleich zu anderen China-Tablets deutlich besser ausgestattet. Im Vergleich zu aktuellen Smartphones ist die Aufnahmequalität allerdings nur der unteren Mittelklasse zuzuordnen.

Benutzeroberfläche

Auch beim Mi Pad 3 setzt Xiaomi auf das hauseigene MIUI in der Version 8, welches bereits auf Android 7 basiert. MIUI ist im Vergleich zu Stock Android ein stark modifiziertes System, das dennoch übersichtlich aufgebaut und einfach zu bedienen ist. Im Gegensatz zum Vorgänger, dem Mi Pad 2, gibt es das aktuelle Xiaomi Tablet nicht als Windows Version!

Vorteile von MIUI sind die regelmäßigen Updates die Xiaomi ausliefert, als auch die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten und nützlichen Zusatzfunktionen. Einen App-Drawer gibt es bei MIUI nicht. Alle installierten Apps werden direkt auf dem Startbildschirm abgelegt. Des Weiteren ist das MIUI des Mi Pad 3 im Vergleich zum MIUI für Smartphones etwas beschnitten. Unter anderem fehlt der umfangreiche Theme-Launcher, sodass sich die Benutzeroberfläche nicht individuell anpassen lässt. Auch Funktionen, wie z.B. der „Split-Screen“ Modus stehen nicht zur Auswahl.

Die Benutzeroberfläche überzeugt durch eine einfache und schnelle Bedienung. Im Gegensatz zum MIUI, das auf aktuellen Xiaomi Smartphones zu finden ist, ist das Tablet-MIUI funktional etwas beschnitten. Unter anderem fehlt der umfangreiche Theme-Launcher.

Konnektivität und Klang

SensorenDas Mi Pad 3 ist zu den WiFi-Protokollen 802.11a/b/g/n/ac kompatibel und kann somit im 2.4G und 5G Netz verwendet werden. In der Praxis überzeugte das Tablet durch eine signalstarke Verbindung bei gleichzeitig guter Reichweite und hoher Datendurchsatzrate. Mobil lässt sich das Tablet nur mit Hotspots verwenden. Ein SIM-Slot für eine Datenverbindung ins Mobilfunknetz fehlt!

Bluetooth wird mit Version 4.0 unterstützt. Auch hier überzeugt das Xiaomi Tablet durch eine durchschnittliche und stabile Verbindungsreichweite. Die sensorische Ausstattung beläuft sich auf einen Umgebungslichtsensor, ein Gyroskop, einen Magnetometer und einen G-Sensor. Das Tablet besitzt kein GPS Modul!

Auf der Rückseite befinden sich zwei Stereo-Lautsprecher, die auch bei hoher Lautstärke einen klaren Klang liefern. Zu kritisieren ist jedoch die Position der Lautsprecher. Durch die Platzierung im unteren Gehäusedrittel, werden die Lautsprecher gerne beim Halten des Tablets verdeckt. Was dem Klang typischerweise fehlt, ist der Bass!

Überzeugen konnte auch die Klangqualität über die 3.5 mm Kopfhörerbuchse, weshalb sich das Tablet bestens zum Musikhören oder Filmeschauen eignet. Übrigens sind auch die aktuellen Xiaomi ANC Kopfhörer mit USB-C Anschluss kompatibel.

Das Xiaomi Mi Pad 3 ist im WLAN schnell angebunden. Die sensorische Ausstattung ist nicht zu beanstanden. Die Mobilität des Tablets wird leider durch den fehlenden SIM-Slot und das fehlende GPS eingeschränkt. Die Klangqualität über den Stereo-Lautsprecher, als auch die 3.5 mm Kopfhörerbuchse, überzeugt.

Akku

Der nicht austauschbare Akku besitzt eine Kapazität von 6400 mAh. Im Alltag erreicht man mit dem Mi Pad 3 eine durchschnittliche Screen-On-Time zwischen 7 und 8 Stunden. Im Benchmark waren sogar mehr als 8 Stunden möglich. Von Quick-Charge keine Spur – die Ladezeit des Akkus beträgt mit dem mitgelieferten Ladegerät etwa 4 Stunden und 15 Minuten.

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Positiv

►Schönes Design
►Gute Verarbeitung
►Scharfes und farbtreues 2K Display
►Alltagsperformance
►Benutzeroberfläche
►Akzeptable Kameraqualität
►Klang der Lautsprecher
►Schnelles WiFi
►Gute Akkulaufzeit

Negativ

►Etwas lockere Bedientasten
►Lautsprecherposition
►Keine Speichererweiterung
►Gamingperformance
►Stark spiegelnde Glasfront
►Kein GPS
►Akkuladezeit

Bewertung
Punkte
Erster Eindruck
8.5
Verarbeitung
8.0
Design
9.0
Display
8.5
Leistung
8.0
Benutzeroberfläche
8.0
Kamera
7.0
Konnektivität
7.5
Audio
8.0
Akku
7.5
Fazit

Das Xiaomi Mi Pad 3 ist in Anbetracht des Preises ein gut ausgestattetes Tablet, das sich zum Web-Browsen, Filmeschauen und gelegentlichem Spielen eignet. Verzichten muss man jedoch auf eine zusätzliche Speichererweiterung, einen SIM-Slot und ein GPS Modul, wodurch gerade die Mobilität des Tablets eingeschränkt wird. Überzeugen konnten vor allem das hochauflösende 2K Display, das flüssig bedienbare MIUI und die Laufzeit des Akkus.

8.0
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2 Kommentare An "Xiaomi Mi Pad 3 Testbericht – Günstige iPad Alternative?"

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Mark
Gast
Mark

Sehr schöner Review. Weißt du zufällig ob ein GPS Dongle erkannt wird? Müsste doch über OTG funktionieren oder übersehe ich da etwas?

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