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Das UMI Fair im Test

by 6. Januar 2016
Mit dem UMI Fair hat der chinesische Smartphone Hersteller UMI ein Low Budget Smartphone auf den Markt gebracht, das gemessen am Preis von ungefĂ€hr 100€ ziemlich gut ausgestattet ist und sogar einen Fingerprint Sensor besitzt. Ob man bei diesem Preis allerdings auch ein alltagstaugliches Smartphone erwarten kann, erfahrt ihr in diesem Testbericht.Vorweg: Das Smartphone wurde mir von „Hifone“ zur VerfĂŒgung gestellt.
Überblick
Hersteller

UMI

Produktbezeichnung

UMI Fair

Spezifikationen

*Display: 5,0 Zoll HD IPS (1280x720)
*SoC: MediaTek MT6735 Quad-Core 1.0 GHz
*GPU: ARM Mali-T720 MP2 450MHz
*OS: Android Lollipop 5.1
*RAM und ROM: 1GB
*Interner Speicher: 8GB (erweiterbar)
*Kamera: RĂŒckkamera 13MP (interpoliert) Sony IMX164; 2MP Front
*Sonstige: Micro USB, 3.5mm Kopfhörer-Anschluss, GPS, BT 4.0
*Akku: 2000mAh
*Sensoren: Sensor G- Sensor,P- Sensor,L-Sensor

*ArtikelgrĂ¶ĂŸe: ca.14.35 * 7.2 * 0.84cm
*Artikelgewicht: ca.160g

Lieferumfang

*UMI Fair
*Akku
*USB Kabel
*LadegerÀt

Testbericht zum UMI Fair Smartphone
UMI Fair Smartphone - Unboxing

UMI Fair Smartphone - Review | Hands-On

 

Erster Eindruck

UMI Fair Test: Fair steht fĂŒr „anstĂ€ndig“, weshalb auch das UMI Fair in einer fairen Verpackung geliefert wurde. Der schlichte Pappkarton aus herkömmlicher, unbearbeiteter Pappe erinnerte macht nicht nur einen biologisch abbaubaren Eindruck, er besitzt auch recht wenig. Neben einer minimalistischen Betriebsanleitung (wenn man diese ĂŒberhaupt so nennen darf), die auf ein genauso schlichtes Blatt A4 Papier gedruckt wurde, war im Lieferumfang noch ein 5V LadegerĂ€t mit einem Ampere und ein micro USB Daten- bzw. Ladekabel enthalten. Eine Displayschutzfolie war auf dem Smartphone bereits einigermaßen sĂ€uberlich aufgebracht.

Die erste Inaugenscheinnahme des GerĂ€tes stimmte mich durchaus positiv. Vor allem der gebĂŒrstete Metallrahmen hat es mir angetan, welchen ich bei diesem Preis eigentlich nicht erwartet hĂ€tte. Die am rechten GehĂ€userand angebrachten Funktionstasten bestehen ebenfalls aus Metall. Leider konnte ich jedoch bereits beim Auspacken feststellen, dass die Tasten ein leicht raschelndes GerĂ€usch mit sich bringen.

Die RĂŒckseite des UMI Fair besteht aus einer abnehmbaren, gummierten RĂŒckplatte. Dahinter verbirgt sich der 2000mAh Akku. Da das UMI Fair auch ein Dual SIM Smartphone ist, befinden sich rĂŒckseitig auch die beiden micro SIM Slots. Als Schmankerl hat sich UMI auch nicht fĂŒr einen „Hybrid-Slot“ entschieden, sondern dem UMI Fair zur Speichererweiterung einen eigenen micro SD-Kartenslot verpasst.

Des Weiteren besitzt das UMI Fair noch eine herkömmliche micro USB Buchse, die am unteren GehÀuserand angebracht ist, oberhalb befindet sich ein 3.5mm Kline Audioausgang.

Highlight ist wohl der ebenfalls rĂŒckseitig verbaute Fingerprint Sensor, der unterhalb der RĂŒckkamera platziert wurde.

Display

Das Display des UMI Fair ist ein 5 Zoll IPS HD Display (1280x720). Einzelne Pixel sind hierbei kaum mehr zu erkennen. Lediglich wer Pixel erkennen möchte und genau hinsieht, wird auch Pixel erkennen. Ansonsten ist das Bild hochauflösend und scharf.

Leider störte mich beim Display des UMI Fair die doch sehr eigenartige Farbgebung. Zwar wĂŒrde ich das Display als eher kĂŒhl einordnen, der Weißton geht bei diesem Smartphone jedoch eher ins gelbliche. Über die Displayeinstellungen konnte ich allerdings durch das integrierte „MiraVision“ das Display an meine AnsprĂŒche weitestgehend anpassen.

Die BlickwinkelstabilitĂ€t wĂŒrde ich als durchschnittlich bezeichnen. Bei seitlicher Betrachtung des Displays merkt man doch, dass die Farben des Displays leicht verfĂ€lscht werden und das Bild auch ausgeblichen wird.

Besonders positiv ĂŒberrascht war ich von der sehr guten, gleichmĂ€ĂŸigen Ausleuchtung des Displays. Den so genannten „Clouding“ Effekt suchte ich beim UMI Fair vergebens.

Ansonsten reagiert das Display sehr gut auf Eingaben, es ist 5 Finger-Multi-Touch fĂ€hig. Kapazitive Tasten besitzt das UMI Fair keine, weshalb die Steuerung der Bedienelemente ĂŒber das Display erfolgt. Hierbei wurde jedoch genĂŒgen Platz gelassen, wodurch auch die Bedienung problemlos erfolgt.

UMI Fair Test / Review Display

Leistung

Dem Preis entsprechend kann man beim UMI Fair natĂŒrlich keine ĂŒberdurchschnittliche Hardware erwarten. Das Fair hat zwar einen Quad-Core Prozessor verbaut, der MT6735 taktet allerdings nur mit 1GHz. Auch beim RAM wurden lediglich 1GB verbaut.

Bei der Alltagsbenutzung machte sich die eher magere Hardware besonders beim Öffnen der Apps bemerkbar. Bis eine doch sehr umfangreiche App geöffnet ist, können doch schon mehrere Sekunden vergehen. Die Multitasking FĂ€higkeit des UMI Fair ist also doch schon eher grenzwertig. Bewegungen durch die BenutzeroberflĂ€che waren hingegen recht zĂŒgig. Wer mit dem UMI Fair lediglich telefonieren und simsen / „whatsappen“ möchte, der wird sicherlich auch mit der Leistung des UMI Fair zufrieden sein. Wer hingegen gerne mal ein Mobile Game spielt oder auch mehr mit seinem Smartphone anstellen möchte, der wird mit der Leistung des UMI Fair auf Dauer nicht glĂŒcklich werden. Auch der knapp bemessene Speicher von gerade einmal 8GB wird ohne Speichererweiterung sicherlich zum Hindernis werden.

BenutzeroberflÀche

Mit Erstaunen musste ich feststellen, dass das UMI Fair bereits auf Android 5.1 setzt. Außerdem wurde das hier verwendete Android kaum modifiziert und gleicht weitestgehend dem von Google bekannten Stock Android. Das Smartphone ist sogar von Haus aus gerootet und „SuperSU“ ist bereits vorinstalliert.

Drittanbieterapps waren so gut wie keine vorinstalliert. Lediglich eine recht störende und sogar im System verankerte „Cleaner“ App, die zudem noch auf Chinesisch war, konnte ich hier ausmachen. Dank des Root konnte allerdings auch diese App mit „Titanium Backup“ beseitigt werden.

Kamera

Auch bei den Kameras darf man hier nicht allzu viel erwarten. Die RĂŒckkamera ist mit einem 13 Megapixel Sony IMX164 Bildsensor angegeben. Dieser Wert ist allerdings interpoliert, da der IMX164 nativ nur 8 Megapixel liefert. Ein Dualer-LED-Blitz befindet sich recht neben der Kamera.

Bei guten LichtverhĂ€ltnissen und ruhiger Hand kann man mit dem UMI Fair durchaus brauchbare Bilder schießen. Leider wurde hier aber kein Bildstabilisator verbaut, weshalb die von mir geschossenen Bilder zum grĂ¶ĂŸten Teil verschwommen waren. Auch bei guten Aufnahmen konnte man allerdings ein Bildrauschen feststellen. Die Farbgebung wĂŒrde ich als eher ins Helle gehend bezeichnen.

Der Autofokus des UMI Fair arbeitet soweit durchschnittlich schnell. Der LED Blitz ist verglichen mit anderen GerĂ€ten ĂŒberdurchschnittlich hell. Die 2 Megapixel Frontkamera eignet sich aufgrund des erhöhten Bildrauschens keinesfalls fĂŒr Selfies. Zur Video-Telefonie hingegen ist die Frontkamera ausreichend.

Fingerprint Sensor

Den Fingerprint Sensor oder Fingerabdrucksensor des UMI Fair wĂŒrde ich als das Highlight des UMI Fair bezeichnen. Bisher ist mir noch kein Smartphone in einer Preisklasse unter 100€ untergekommen, das einen Fingerprint Sensor integriert hatte. Konfigurieren lĂ€sst sich dieser ĂŒber das EinstellungsmenĂŒ. Zum Scannen eines Fingers muss diesen 15x auf den Sensor halten und wieder abnehmen. Auf diese Weise lassen sich mehrere Finger speichern.

In meinem Test habe ich den Zeigefinger gespeichert. Mit diesem war der Sensor gut zu erreichen. Von ungefÀhr 10 Versuchen, das GerÀt mit dem Finger zu entsperren, schlugen etwa 2 fehl. Hierbei hatte ich den Finger jedoch auch leicht seitlich auf den Sensor gehalten.

UMI Fair Test Fingerprint

Telefonie, WLAN, Bluetooth

Das UMI Fair unterstĂŒtzt als eines der wenigen UMI Smartphones auch LTE Band 20. Somit kann man mit diesem Smartphone LTE vollumfĂ€nglich in Deutschland benutzen.

Die ÜbertragungsqualitĂ€t von Anrufen ist mit dem UMI Fair gut. GesprĂ€che werden klar und deutlich ĂŒbertragen und auch empfangen.

Die WLAN und Bluetooth Verbindung war ebenfalls gut und stabil. Die Reichweite konnte mich ebenfalls ĂŒberzeugen.

GPS

Der GPS Fix wurde zĂŒgig gefunden. Einen E-Kompass besitzt des UMI Fair allerdings nicht.

 

Akku

Der Akku fĂ€llt beim UMI Fair mit nur 2000mAh etwas mager aus, was auch deutlich bei der Akkulaufzeit zu spĂŒren ist. Nach einer Nutzung von gut einer Woche musste ich selbst als gemĂ€ĂŸigter Smartphone Nutzer das UMI Fair bereits am spĂ€ten Nachtmittag aufladen. Gerade wer sein Smartphone ĂŒberdurchschnittlich viel nutzt, wird mit dem Akku des UMI Fair Probleme bekommen.

Testergebnis

Bewertung
Positiv

Gute Verarbeitung
Scharfes Display
Android 5.1 (fast Stock)
Fingerprint Sensor
Sehr gutes Preis-/LeistungsverhÀltnis
LTE (mit Band 20)

Negativ

Display mit Gelbstich
Unterdurchschnittliche Akkuleistung
Langsamer Prozessor
Nur 1GB RAM

Erster Eindruck
8.5
Verarbeitung
8.0
Design
8.0
Display
6.5
Leistung
6.5
BenutzeroberflÀche
8.0
Kamera
7.5
Fingerabdruckscanner
7.0
KonnektivitÀt
8.0
GPS & Sensoren
7.5
Audio
7.0
Akku
4.5
Fazit

Das UMI Fair ĂŒberrascht vor allem beim gelungenen Preis-/LeistungsverhĂ€ltnis. Das Smartphone bietet von GPS bis Fingerabdrucksensor zahlreiche Features, die ich sonst nur von einer anderen Preisklasse gewohnt bin. Allerdings sind die Funktionen dem Preis entsprechend umgesetzt. Der Prozessor ist vergleichsweise eher schwach, das UMI Fair besitzt lediglich 1GB RAM und auch bei der Kamera wurde auf einen Bildstabilisator verzichtet. Wer mit einem Smartphone mehr als nur telefoniert und ein wenig durch das Internet surft, der sollte sich in einer höheren Preisklasse umsehen. Ansonsten ist das UMI Fair hervorragend fĂŒr Smartphone Nutzer, die kein High End GerĂ€t benötigen und dennoch auf viele nĂŒtzliche Funktionen nicht verzichten möchten.

7.3
Unsere Bewertung
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