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Huami Amazfit Stratos Testbericht – Smartwatch 2 / 2S

by 12. Juli 2018

Der chinesische Produzent "Huami", der unter anderem auch Wearables für "Xiaomi" produziert, hat Ende 2017 den Nachfolger der auch hierzulande beliebten Amazfit Pace Sport Smartwatch veröffentlicht. Mittlerweile war es uns möglich, die neue Huami Amazfit Smartwatch 2 bzw. Stratos alltagsnah unter die Lupe zu nehmen. Mehr dazu im folgenden Testbericht!

Überblick
Hersteller

Huami

Produktbezeichnung

Huami Amazfit Smartwatch 2 / 2S

Spezifikationen

Display
Display: transflektiv
Displaydiagonale: 1.34 Zoll
Displayauflösung: 320 x 300 Pixel

Prozessor und Speicher
CPU: Dual Core 1.2GHz
RAM: 512MB
Interner Speicher: 4GB
Speichererweiterung: Nein

Sonstige
Bluetooth: 4.0 BLE
WiFi: 802.11 b/g/n
GPS: Ja
Pedometer: Ja
Herzfrequenzmesser: Ja

OS: Android / iOS
Akku: 280 mAh

Huami Amazfit Stratos (Smartwatch 2 / 2S)

Die neue Amazfit Sport Smartwatch 2 bzw. Amazfit Stratos wurde offiziell am 12. Dezember 2017 veröffentlicht. Erschienen ist die Smartwatch einmal in einer Standardausführung und einmal in einer Premiumausführung. Das vom Vorgängermodell doch recht stark abweichende Design stammt von „Pengtao Yu“, der bereits Produkte für Xiaomi, aber auch Google Nest entworfen hat.

Update (12. Juli 2018)

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Design, Verarbeitung und Lieferumfang

Bevor wir uns sämtlichen Features der Smartwatch widmen, schauen wir uns zunächst den Unterschied der beiden Modelle an. Das Standardmodell wurde unter der Bezeichnung Amazfit Smartwatch 2, das Premiummodell als Amazfit Smartwatch 2S angekündigt. Veröffentlicht wurde die Smartwatch unter dem allgemeinen Modellnamen „Stratos“. Unterschiede beider Ausführungen gibt es lediglich beim verwendeten Displayglas und dem Uhrenarmband. Das Standardmodell verwendet ein herkömmliches, gehärtetes Displayglas und ein Silikonarmband. Das Premiummodell hingegen setzt auf Saphirglas sowie ein Lederarmband. Das Uhrenarmband ist bei beiden Modellen austauschbar.

Amazfit Stratos von der Seite

Das Design der neuen Amazfit Smartwatch unterscheidet sich vollkommen vom Design der Huami Amazfit Pace. Insgesamt tritt das Uhrengehäuse der Amazfit Smartwatch 2 deutlich wuchtiger in Erscheinung, orientiert sich aber dennoch an einem sportlichen Stil. Das Gehäuse besteht aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff im typischen Carbon-Look. Der Durchmesser beträgt 4.8 cm, die Höhe 1.5 cm und das Gewicht der Smartwatch inklusive Uhrenarmband liegt bei exakt 60g.

Oberseitig befindet sich das transflektive Display mit 1.34 Zoll Diagonale. Umgeben ist das Display von einer edlen Keramik-Lünette. Über drei seitlich platzierte Edelstahl-Taster (316L), lässt sich die Amazfit Stratos aktiv steuern. Unterseitig befinden sich der 4-Pin Ladeconnector und der leicht hervorstehende Herzfrequenzsensor. Öffnen lässt sich die Smartwatch nicht, sodass kein Zugriff auf den Akku oder die interne Hardware möglich ist.

Amazfit Smartwatch 2 Frontseite mit Display

Ein deutlicher Vorteil gegenüber dem Vorgängermodell ist die Klassifizierung (Schutzart IP68) als wasserdicht bis 5 Bar (5 ATM / 50 Meter). Unter gewöhnlichen Bedingungen ist es somit möglich mit der Smartwatch zu duschen, zu schwimmen und auch zu tauchen.

Das abnehmbare Silikonarmband, des für den Test vorliegenden Standardmodells, ist in 15 Stufen größenverstellbar und wird über eine Dornschließe geschlossen. Die Bandlänge beträgt 20 cm, die Bandbreite misst 22 mm.

Die Verarbeitungsqualität der eigentlichen Smartwatch ist nicht zu beanstanden. Kritikpunkte erntet allerdings das Uhrenarmband, das bereits nach wenigen Wochen leichte Abnutzungserscheinungen aufweist. Der Lieferumfang umfasst neben der Amazfit Smartwatch 2 eine Ladestation mit USB-Anschlussmöglichkeit, sowie eine Bedienungsanleitung.

Amazfit Stratos Lieferumfang

Display

Das Farbdisplay besitzt eine Diagonale von 1.34 Zoll. Die Auflösung beträgt 320 x 300 Pixel. Wie bereits das Display der Amazfit Pace, verwendet auch die neue Amazfit Smartwatch 2 ein so genanntes „transflektives Display“. Dieser Displaytyp kommt ohne Hintergrundbeleuchtung aus und reflektiert einfallendes Licht. Als „Always-On“ ist das Display ständig aktiv, sodass zum Ablesen der Uhrzeit das Display nicht erst eingeschaltet werden muss. Weitere Vorteile eines transflektiven Displays sind vor allem die besonders gute Lesbarkeit bei Sonnenschein und der geringe Energieverbrauch. Es gibt allerdings auch Nachteile, wie z.B. eine vergleichsweise geringe Blickwinkelstabilität und eine meist blasse Farbwiedergabe. Mit einem Touchscreen ausgestattet, kann die Bedienung der Smartwatch nicht nur über die seitlichen Bedientasten, sondern auch direkt über das Display erfolgen.

Amazfit Smartwatch 2 Display

Im Test überzeugt das transflektive Display. Gerade bei Sonnenschein bzw. direktem Lichteinfall ist das Display der Amazfit Smartwatch 2 hervorragend lesbar. Smartwatches mit herkömmlichen LCD oder AMOLED Display ist die Stratos somit voraus. Bei schlechten Lichtverhältnissen nimmt allerdings auch die Ablesbarkeit ab. Um die Smartwatch auch im Dunkeln verwenden zu können, ist das Display zusätzlich mit einer Hintergrundbeleuchtung ausgestattet, die auf Knopfdruck oder durch Heben des Armes aktiv wird. Ein Umgebungslichtsensor, der sich unterhalb des Displays befindet, reguliert entsprechend des Umgebungslichtes die Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung. Womit man sich auch abfinden muss, sind die zum Teil blassen Farben, die je nach Lichteinfall mal mehr oder weniger kräftig erscheinen. Die Bedienung über den kleinen Touchscreen gelingt gut. Eingaben und Wischbewegungen werden präzise erkannt.

Display von der Seite

Geschützt wird die Amazfit Smartwatch 2 durch ein gehärtetes Displayglas. Wie bereits erwähnt, wird das Premiummodell (Smartwatch 2S) durch Saphirglas geschützt. Im mehrwöchigen Test erwies sich das herkömmliche, gehärtete Displayglas als überaus kratzresistent und stoßfest. Selbst einen unbeabsichtigten Sturz aus 1.5 Meter hat die Smartwatch unbeschadet überstanden.

Hardware

Die interne Hardwareausstattung der Stratos unterscheidet sich nicht zum Vorgängermodell. Huami setzt weiterhin auf einen Dual-Core Prozessor, der mit bis zu 1.2 GHz taktet, einen 512MB großen Arbeitsspeicher und einen 4GB Flash-Speicher. Satte 2GB des internen Flash-Speichers nimmt bereits das System ein, weshalb dem Nutzer lediglich 2GB Restspeicherplatz zur Verfügung stehen. Eine Speichererweiterungsmöglichkeit gibt es nicht!

Weitere Hardwaremerkmale sind ein WiFi-Modul (802.11 b/g), ein Bluetooth 4.0 Modul, ein GPS-Modul, ein PPG Herzfrequenzsensor, ein Beschleunigungssensor, ein Gyroskop, ein Magnetsensor, ein Barometer und ein Umgebungslichtsensor.

Unterseite

Inbetriebnahme

Bevor man sich für die Amazfit Stratos entscheidet, sollte man sich im Klaren sein, dass die Smartwatch zunächst für den chinesischen Markt erschienen ist. Seit Ende Februar ist die Smartwatch auch in einer internationalen Version erhältlich. Vor dem Kauf sollte man darauf achten, für welche Version man sich entscheidet. Meistens ist das chinesische Modell günstiger, bietet einhergehend aber auch nur eine chinesische Benutzeroberfläche. Mit Kenntnissen kann eine chinesische Stratos aber auch softwareseitig in ein internationales Modell mit mehrsprachiger Benutzeroberfläche umgewandelt werden!

Zur Inbetriebnahme der Smartwatch benötigt man die Amazfit Watch-App, die es sowohl für Android, als auch für iOS Mobilgeräte gibt. Ein Nachteil der chinesischen Stratos ist, dass die hierzulande, in den jeweiligen App-Stores erhältliche Amazfit Watch-App bisher nicht die chinesische Amazfit Smartwatch 2 unterstützt. Einen Link zu chinesischen Amazfit App findest du hier: app.mi.com

Die App selbst passt sich der Systemsprache an und steht auf einem Smartphone mit deutscher Spracheinstellung komplett auf Englisch zur Verfügung. Zur Verwendung der App benötigt man ein Mi-Konto. Die Verbindung zwischen App und Smartwatch erfolgt via Bluetooth. Ein QR-Code mit den Verbindungsdaten, der auf der Smartwatch angezeigt und über die Amazfit Watch-App ausgelesen wird, erleichtert den Verbindungsaufbau.

Update: Mittlerweile haben findige Entwickler mehrsprachige Custom-ROMs für die Amazfit Stratos veröffentlicht. Die so genannte „StratOS“ ROM und die „STRATOSfied“ ROM übersetzen die Benutzeroberfläche in Deutsch, Englisch und auch in weitere Sprachen. Zum Flashen sind folgende Schritte notwendig.

  1. Downloade die ADB und Fastboot Treiber und installiere diese. Allgemein gültige Treiber findest du im Netz.
  2. Verbinde die Smartwatch mit dem PC. Öffne die Windows Eingabeaufforderung (CMD) und gehe mit „cd“ in den ADB Ordner. Gib nun „adb devices“ ein, um zu überprüfen ob die Smartwatch erkannt wurde. Mit „adb reboot bootloader“ wechselst du in den Fastboot-Modus. Gib anschließend „fastboot getvar all“ ein um sämtliche Parameter auszulesen. Sichere die Parameter für den nächsten Schritt.
  3. Besuche die Seite unlockamazfit.com und folge den dortigen Schritten zum Entsperren des Bootloaders. Einige der zuvor abgerufenen Parameter musst du auf der Seite eintragen. Warte nun bis du eine E-Mail mit einem entsprechenden Entsperrcode erhältst. Innerhalb der Windows Kommandozeile und mit aktivem Fastboot-Modus trägst du nun „fastboot oem unlock“ gefolgt von deinem Entsperrcode ein. Mit „fastboot getvar unlocked“ kannst du überprüfen ob dein Bootloader entsperrt ist.
  4. Lade die STRATOSfied (Link) oder StratOS ROM (Link) herunter. Entpacke nach dem Download sämtliche Dateien der jeweiligen ROM, für die du dich entschieden hast, in dein ADB Verzeichnis.
  5. Für StratOS: Mit einem Doppelklick auf die „Install.bat“ startest du den Installationsvorgang. Der Vorgang dauert in der Regel 8 bis 10 Minuten. Die Smartwatch muss dabei mit dem PC verbunden bleiben! Nach dem Start ist die Smartwatch standardmäßig auf Italienisch eingestellt. Innerhalb der Einstellungen kannst du auch Englisch als Systemsprache auswählen.
  6. Für STRATOSfied: Hast du dich für STRATOSfied entschieden, musst du mit „adb push“ sämtliche Dateien in das sdcard Verzeichnis deiner Smartwatch kopieren. Mit „adb root“ wechselst du in den Root-Modus. Anschließend wechselst du mit „adb shell“ in eine Root-Shell. Gib dort „cd /sdcard/; sh start_update.sh“ ein um den Installationsvorgang zu starten.

Funktionen der Amazfit Smartwatch 2

Nachdem wir uns mit der Hardware der Stratos beschäftigt haben, schauen wir uns nun noch den Funktionsumfang der Smartwatch näher an. Im Gegensatz zu vielen anderen China-Smartwatches, die meist mit einem nativen Android ausgestattet sind und dadurch die Installation weiterer Apps erlauben, ist das System sämtlicher Amazfit Watches weitestgehend geschlossen.

What You See Is What You Get – D.h. alle „Apps“ bzw. Funktionen sind fest in das System integriert. Dennoch bietet die Amazfit Benutzeroberfläche alle notwendigen Sport- und Alltagsfeatures um aus der Amazfit Stratos einen alltäglichen Begleiter zu machen. Der Aufbau der Benutzeroberfläche ist übersichtlich, auch wenn man sich gerade am Anfang mit den zahlreichen Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten zunächst vertraut machen muss. Die Performance der Benutzeroberfläche ist akzeptabel. Kleinere Hänger oder weniger flüssige Animationen sind jedoch durchaus möglich!

Schrittzähler und Sportaktivitäten

Die Amazfit Smartwatch 2 kombiniert geschickt das Design einer alltagstauglichen Armbanduhr mit den Funktionen eines Sport-Wearables. Wesentlich sind natürlich die zahlreichen Sportfunktionen, die unter anderem in Kombination mit einem Schrittzähler, einem Herzfrequenzsensor und GPS verschiedenste Nutzerdaten erfassen. Wählen lässt sich aus insgesamt 11 verschiedenen Aktivitäten. Hier eine Übersicht:

  • Laufen (Outdoor)
  • Gehen (Outdoor)
  • Fahrradfahren
  • Schwimmen (Schwimmbecken)
  • Schwimmen (Freiwasser)
  • Laufen (Indoor)
  • Fahrradfahren (Indoor)
  • Ellipsentrainer
  • Bergsteigen
  • Trailrunning
  • Triathlon

Jede Sportaktivität bietet verschiedene Trainingsmodi und Einstellungsmöglichkeiten. Unter anderem können von der Uhr empfohlene Trainingseinheiten gestartet werden, als auch lassen sich eigene Trainingeinheiten innerhalb der Amazfit App anlegen. Trainingsziele je Einheit können in Distanz, Kalorien, Zeit oder Trainingseffekt (TE) angegeben werden. Die unterschiedlichen Einstellungsmöglichkeiten zeichnen sich dadurch aus, dass beispielsweise für Schwimmaktivitäten eine Beckenlänge festgelegt werden kann, oder dass sich für Geh- und Laufaktivitäten Geodaten als GPX importieren lassen um eine vorgegebene Strecke abzulaufen zu können.

Sportaktivitäten

Startet man eine Outdoor-Sportaktivität, versucht die Smartwatch zunächst einen GPS-Fix zu finden. Dadurch ist eine noch präzisere Datenerfassung möglich. Hat man sich allerdings für das chinesische Modell der Stratos entschieden, fehlen der Uhr die europäischen Kartendaten. In der Auswertung bekommt man somit zwar den Streckenverlauf angezeigt, eine Kartendarstellung fehlt jedoch (siehe Screenshot)! Sobald die Smartwatch auch mit der internationalen Amazfit App verbunden werden kann, werden die entsprechenden Kartendaten höchstwahrscheinlich nachgereicht.

Neben den Sportaktivtäten erfasst die Smartwatch auch den alltäglichen Bewegungsablauf. Mittels Schrittzähler werden die täglichen Schritte gezählt. Ein Tagesziel kann individuell festgelegt werden. Aus den Schritten werden zudem die zurückgelegte Strecke und die verbrannten Kalorien ermittelt. Der Schrittzähler überzeugt in der Praxis. Die Schritterkennung ist präzise. Fehlmessungen durch Autofahren oder sonstige Tätigkeiten, die keine Schrittbewegung darstellen, treten nicht auf.

Herzfrequenzsensor und Schlafmonitor

Zur Herzfrequenzmessung befindet sich auf der Unterseite der Smartwatch eine Kombination aus Foto-Diode und LED. Gemessen wird der Blutfluss unter der Haut, der die aktuelle Herzfrequenz wiedergeben soll. Neben einer Einzelmessung sind auch eine Intervallmessung und eine Dauermessung möglich. die Die Genauigkeit einer optischen Herzfrequenzmessung ist immer kritisch zu betrachten.

Im Test konnte die Messgenauigkeit des Herzfrequenzsensors weniger überzeugen. Zwar wird im Ruhezustand eine präzise Herzschlagfrequenz gemessen, bei starker Belastung kommt es jedoch zu deutlich abweichenden Messergebnissen. Inwiefern sich Huami dieser Messungenauigkeit annimmt, wird sich zeigen müssen. Andere Nutzer berichten von ähnlichen Problemen. Für eine höhere Messgenauigkeit kann die Smartwatch auch mit einem Herzfrequenz-Brustgurt verbunden werden!

Der Schlafmonitor der Amazfit Smartwatch 2 wird automatisch aktiviert und ist nicht manuell einstellbar. Gesammelt werden unter anderem Daten zur Einschlaf- und Aufwachzeit und den unterschiedlichen Schlafphasen. Die Erkennung der einzelnen Schlafzeiten funktionierte im Test recht gut. Gewöhnungsbedürftig ist es jedoch mit einer doch recht großen Armbanduhr schlafen zu gehen.

Wetterfunktionen und GPS

Um auch in Sachen Wetter auf dem Laufenden zu bleiben, bietet die Benutzeroberfläche eine 5 tägige Wettervorhersage. Der jeweilige Standort und auch die Temperatureinheit können in der Amazfit App angepasst werden. Angezeigt wird das jeweilige Wetter mit Höchst- und Tiefsttemperatur.

Wetter und Herzfrequenz

Wie bereits zuvor erwähnt, ist die Uhr auch mit einem GPS-Modul ausgestattet. Einen GPS-Fix findet die Uhr recht schnell. Ein ebenfalls vorhandener E-Kompass ermöglicht eine präzise Wiedergabe der Himmelsrichtung. Weitere und auch plausible Messdaten liefert die Amazfit Stratos unter anderem zum Luftdruck und der Höhe über NN.

Musik, Wecker und Trainingsplan

Mit dem integrierten Musikplayer lässt sich die Smartwatch auch zur Musikwiedergabe nutzen. Hierfür stehen knapp 2.56GB Restspeicher zur Verfügung, was regelmäßig für 500 Songs genügt. Mit einem PC verbunden, lassen sich Musiktitel auf den Speicher der Smartwatch kopieren und über einen verbundenen Bluetooth-Kopfhörer abspielen. Eine Radiofunktion gibt es nicht!

Die Weckfunktion ist mit dem Wecker eines Smartphones vergleichbar. Es lassen sich verschiedene Profile anlegen, als auch gibt es eine Snooze-Funktion. Ein Vibrieren der Smartwatch stellt den Alarm dar. Die Vibrationsstärke kann in 3 Stufen (Sanft, Mild, Stark) eingestellt werden. Eine smarte Weckfunktion, die anhand der Schlafphase automatisch weckt, gibt es nicht.

Der Modus „Trainingsplan“ bietet 5 verschiedene und auf mehrere Wochen (56 Tage) angelegte Trainingspläne für Anfänger und Profis. Aktiviert man einen Trainingsplan, erhält man tägliche Vorgaben zur sportlichen Betätigung.

Stoppuhr, Timer und Mi Home

Eine klassische Stoppfunktion mit Zwischenzeitanzeige ist ebenfalls als App vorhanden. Über einen Timer lassen sich individuelle oder vorgegebene Zeiträume messen. Ebenfalls integriert ist „Mi Home“, worüber sich verschiedene Produkte des Xiaomi Ökosystems (z.B. Lampen) steuern lassen.

Push-Benachrichtigungen, Screen-Unlock und Sonstige

Die Smartwatch ist in der Lage Push-Benachrichtigungen eines über Bluetooth verbundenen Mobilgerätes zu empfangen. Erhält man beispielsweise eine App-Benachrichtigung (WhatsApp oder Facebook, einen Anruf oder eine SMS), wird man direkt über die Uhr benachrichtigt. Der Benachrichtigungsinhalt (Text + Emojis) auch mehrerer Nachrichten wird lesbar angezeigt. Eine Möglichkeit direkt über die Smartwatch zu antworten gibt es nicht! Welche App Benachrichtigungen an die Uhr senden darf, kann innerhalb der Amazfit App festgelegt werden.

Übersicht und Benachrichtigungen

Die Screen-Unlock-Funktion erlaubt es die Smartwatch als sicheres Entsperrgerät zu nutzen. Innerhalb der Sicherheitseinstellungen des Mobilgerätes kann die Stratos als vertrauenswürdiges Bluetooth-Gerät angelegt werden. Befindet man sich nun als Uhrträger in der Nähe des Mobilgerätes, wird zum Entsperren keine PIN, Muster oder Passwort benötigt.

Offizielle Updates empfängt die Smartwatch über das integrierte WiFi-Modul. Für Reisende bietet die Uhr einen Flugmodus, sodass die Amazfit Smartwatch 2 auch im Flugzeug verwendet werden kann.

Amazfit Watch-App

Die Verwaltung der Smartwatch und der von ihr gesammelten Daten erfolgt über die Amazfit App. Der Startbildschirm liefert Informationen zur aktuellen Schrittzahl, dem Akku, der Herzfrequenz und dem Schlaf. Über den Reiter „Sport“ gelangt man zur Sportübersicht, innerhalb der sämtliche, getrackten Sportaktivitäten mit Angaben zur Dauer, der durchschnittlichen Herfzfrequenz, der zurückgelegten Strecke, den Schritten und den verbrannten Kalorien angezeigt werden. Filtern lassen sich die Sportaktivitäten nach Tagen, Wochen und Monaten, als auch nach der jeweiligen Aktivität. Klickt man eine Sportaktivität an, erhält man eine detaillierte Übersicht zu den jeweiligen Messdaten.

Über den Reiter „Me“ lassen sich Smartwatch und App Einstellungen vornehmen, als auch lassen sich der persönliche VO2max und EPOC Parameter abrufen. Innerhalb der Einstellungen kann die Widget-Anordnung der Smartwatch individuell angepasst werden, die Echtzeit-Datenerfassung einzelner Sportaktivitäten lässt sich anpassen, als auch können Wetter- und Benachrichtigungs-Einstellungen vorgenommen werden. Mit Hilfe eines integrierten Dateimanagers hat man Zugriff auf das Dateisystem der Uhr.

Watchfaces lassen sich aus einem, ebenfalls in die App integrierten Store herunterladen. Im Test konnte keine Verbindung zum Store aufgebaut werden. Alternativ lässt sich aus bereits 14 vorinstallierten, digitalen und analogen Watchfaces wählen. Die Hintergrundbilder einzelner Watchfaces können zudem durch eigene Bilder individualisiert werden. Eigene Watchfaces lassen sich im Format .wfz aufspielen.

Die App ist insgesamt übersichtlich aufgebaut und bietet zahlreichen Verwaltungs- und Einstellungsmöglichkeiten. Eine Synchronisation mit Strava ist mit der chinesischen Stratos Smartwatch noch nicht möglich, da die chinesische Amazfit App im Gegensatz zum internationalen Pendant keine externe Synchronisation der Daten ermöglicht. Unterstützt wird jedoch die Synchronisation mit der Mi Fit App!

Akku

Die Kapazität des Akkus gibt Huami mit 280 mAh an, was auch dem nachgemessenen Wert entspricht. Die Laufzeit soll bei einer täglichen Bewegungsaktivität von 30 Minuten und einem ständigen Empfang von Push-Benachrichtigungen ungefähr 5 Tage betragen. Mit aktivem GPS und automatischer Herzfrequenzerfassung reduziert sich die Laufzeit auf 35 Stunden (Angaben lt. Huami).

Amazfit Akku

In der Praxis liegt die Laufzeit bei ungefähr 3 Tagen, sofern die automatische Herzfrequenzmessung aktiv ist, regelmäßig Benachrichtigungen empfangen werden und täglich für 45 Minuten ein Sportprogramm mit GPS gestartet wird. Geladen wird über eine 4-Pin Ladestation. Im Test erwies sich die Ladestation als schwergängig, weshalb die Smartwatch regelrecht in das Dock gepresst werden musste. Eine komplette Akkuladung nimmt 2 Stunden in Anspruch.

Rückblick

Huami ist ein 2014 gegründetes Unternehmen, das sich auf Smart Wearables spezialisiert hat und mittlerweile zu den weltweit größten Wearable Produzenten zu zählen ist. Bekannt wurde Huami vor allem als Produzent des Xiaomi Mi Band 2 und auch anderen Xiaomi Wearables, die zum Großteil von Huami produziert und von Xiaomi vertrieben werden. Unter der Bezeichnung “Amazfit” führt der Hersteller eine eigene Produktreihe, die sich durch gut ausgestattete sowie qualitativ hochwertige Smartbands und Smartwatches auszeichnet. Die Huami Amazfit Pace war die erste Smartwatch des Herstellers, die von uns ebenfalls getestet wurde und durch das transflektive Display, den üppigen Funktionsumfang und die langanhaltende Akkulaufzeit überzeugte. Weitere Huami Wearables der letzten Monate sind die Amazfit Bip Smartwatch, eine preisgünstige Alternative zur Amazfit Pace, sowie beispielsweise die Mi Band Alternative Amazfit Arc.

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Preise zuletzt aktualisiert am: 17. Juli 2018 22:20
Positiv

►Alltagstaugliches Design
►Gute Verarbeitungsqualität
►IP68 Wasserschutz
►Umfangreiche Sportfunktionen
►GPS, WiFi und Bluetooth
►Transflektives Display
►Genauer Schrittzähler
►Umfangreiche App
►Zahlreiche Watchfaces
►Akzeptable Akkulaufzeit

Negativ

►Uhrenarmband mit schneller Abnutzung
►Verbesserungswürdige Herzfrequenzmessung
►Kleinere Performanceeinbrüche

Bewertung
Punkte
Erster Eindruck
9.0
Verarbeitung
8.5
Design
9.0
Display
9.0
Benutzeroberfläche
8.5
GPS & Sensoren
7.5
Akku
8.0
Tragekomfort
8.0
Funktionsumfang
9.0
App
8.5
Fazit

Die Huami Amazfit Smartwatch 2 zählt zu den funktional umfangreichsten Sport-Wearables auf dem Markt. Mit insgesamt 11 verschiedenen Sportaktivitäten und vielen individuellen Einstellungsmöglichkeiten ist die Smartwatch vielseitig einsetzbar. Der Schrittzähler überzeugt durch eine präzise Schritterfassung. Die Genauigkeit der Herzfrequenzmessung ist hingegen verbesserungswürdig.

Auch als Alltagsuhr gibt die Amazfit Stratos eine gute Figur ab. Huami kombiniert geschickt ein sportliches sowie elegantes Uhren-Design. Durch das transflektive „Always-On“ Display ist die Uhr jederzeit ablesbar. Verschiedene und auch selbst erstellbare Watchfaces sorgen für mehr Abwechselung.

Im direkten Vergleich zur Amazfit Pace ist die Amazfit Stratos allerdings viel mehr ein Design-Upgrade. Die Hardware ist im Vergleich zum Vorgängermodell identisch geblieben und auch softwareseitig gibt es nur wenige Neuerungen. Für die Amazfit Stratos spricht jedoch ganz klar der IP68 Wasserschutz, weshalb sich die Stratos auch zum Schwimmen eignet.

8.5
Punkte
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reyni
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reyni

Hoffentlich kommt die mit Android Wear.

Bernd
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Bernd

Also ist das einfach nur eine Pace im anderen Design? Ich hätte mir noch ein Upgrade bei der Hardware gewünscht. Irgendwie enttäuschend das ganze, aber das Design gefällt mir besser als das der Pace. Ich bleibe erstmal bei meiner alten und wechsel dann zu der hier, sobald man was mit der Firmware anfangen kann.

Grüße

jens
Gast
jens

Hi Timo, mir hat dein Test zur Pace schon gut gefallen. Wirst du auch die neue testen? Ich frage, weil ich mir dann im kommenden Jahr die hier bestelle und die alte an meine Frau abgeben würde 😛

Thomas
Gast
Thomas

Servus, wie genau bedient man die Stratos? Hat die eine Lünette wie die Samsung Watch oder wie kann ich mir das vorstellen?

Marcel
Gast
Marcel

Hat die Huami Amazfit 2 (Stratos) ein eingebautes Mikrofon oder Lautsprecher? (Auch wenn es vlt im moment noch keine Software dazu gibt)

Heike
Gast
Heike

Bist du dir zu 100% sicher, dass ich sie Stratos mit einem externen Herzfrequenz-Brustgurt (oder sogar mit der PolarOH1=Pulssensor) per Bluetooth LE verbinden kann? Und wie funktioniert das. Muss ich Ich zunächst eine Sport-Funktionen aufrufen und dann koppeln? Danke im Voraus.

Thorsten
Gast
Thorsten

kann ich eine gpx datei importieren und diese bei der trainingsaufzeichnung zum navigieren benutzen? kann man die aufgezeichneten trainingsdaten exportieren wenn ja in welchen datenformat und ist die herzfrequenz mit dabei.

Rene
Gast
Rene

Ich muss dazu mal folgendes Fragen. Ist die Uhr den CE-Zertifiziert damit es bei der Einfuhr des Zolls keine Probleme gibt. Die Uhr gibt es auf den bekannten Seiten zu guten Preisen und Interessiert mich. Jedoch habe ich etwas die Befürchtung mit einem schlag 140-160 Euro einfach mal so in den Sand zu setzten. Leider finde ich keine direkte Angaben zu der Zertifizierung für diese Uhr. Habt Ihr die Möglichkeit mir da etwas mehr Auskunft zu geben. Beste Grüße

Michael
Gast
Michael

Hi wie ist es wenn ich Spotify am Handy anhabe, kann ich es mit der Uhr steuern? Wie sieht es aus wenn ich bereits Bluetooth Kopfhörer am Handy habe? Dann ist die Uhr Funktionslos?

Guido
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Guido

Ich trage die STRATOS 2 (US-Version) seit 1 Woche und bin sehr zufrieden. Die täglichen Trainings Laufen, Radfahren, Schwimmen werden exakt aufgezeichnet und in STRAVA sind alle Daten im Zugriff und bearbeitbar. Beim Start einer Aktivität findet das GPS schnell ein Signal und die Streckenaufzeichnung ist deutlich genauer als bspw. mit einem iPhone 7! Die Akkulaufzeit ist aus meiner Sicht für eine Sportwatch überragend: bei 24h-Herzfrequenzmessung, ca. 2-3 Stunden Training (Laufen und Schwimmen) mit GPS und nächtlichem Sleeptracker hält der Akku bei mir ca. 36 Stunden bis zum Abschalten. Dabei werden tagsüber alle Nachrichten signalisiert und Telefonanrufe werden mit angenehmer Vibration signalisiert. Ich kopple beim Laufen ein Bluetooth-Headset und gelegentlich einen HF-Sensor – beides funktioniert zuverlässig und ohne Probleme. Die Bedienung der STRATOS 2 ist intuitiv und dank des sehr präzisen Touchscreens deutlich angenehmer als bei einer Garmin Fenix. Und das signifikant geringere Gewicht gegenüber Garmin macht die STRATOS 2… Weiterlesen »